Ich wünsche einen wunderschönen Start in die neue Woche. Hier hat sie gerade mit drei Blechen voller frisch gebackener Brötchen bekommen. Wo bekommt sowas sonst schon um diese Zeit?
Eigentlich wollte ich an dieser Stelle ein Foto von einem in einem Regal liegenden Buch zeigen. Und mit Regal meinte ich in diesem Fall auch kein Bücherregal, sondern eines meiner Stahlregale. Aber leider war ich zu langsam und so ist das Buch, das erst noch im Regal lag, schon wieder weg.
Also berichte ich ohne Buch. Ein paar Bookcrossing-Freunde haben offenbar meinen Laden als Tauschplattform entdeckt. In letzter Zeit finden sich immer wieder die verschiedensten Bücher in mehreren unserer Regale für ökologische Produkte, die auch nie lange liegenbleiben. Finde ich irgendwie schön, hier innerhalb meines Ladens so eine Tauschplattform zu haben.
Vor einigen Tagen hat mir Alexander ein Bild einer SPAR-Leuchtwerbung zukommen lassen. Kurioser- und zufälligerweise handelt es sich dabei ausgerechnet um die Werbung eines der beiden SPAR-Märkte aus Graz, die ich gestern erst veröffentlich habe.
Sowas würde sich hier am Laden bestimmt auch gut machen. Ich finde die Anlage sehr edel – aber leider habe ich dafür keinen Platz an meiner Fassade:
Drei Herwanwachsende mit Migrationshintergrund (und wie sich später herausstellen sollte ohne nennenswerten Integrationswillen) betraten eben den Laden. Da mir die Gruppe nicht ganz harmlos schien, ging ich ins Büro. Plötzlich traf mich (noch im Laden) von hinten ein gebrauchtes, zusammengeknülltes Taschentuch am Kopf. Hinter mir waren nur die drei und auf der Videoaufzeichnung war schließlich auch eindeutig zu sehen, dass es einer von ihnen nach mir geworfen hatte.
Noch im Laden sprach ich sie darauf an und stand gleich drei "ganz mutigen" Typen gegenüber, die mit geschwollener Brust und Drohgebärden von sich gebend konterten. Schließlich brachte einer der drei mein Lieblingsargument: "Was soll so eine Beschuldigung? Nur, weil wir Ausländer sind, oder was?"
Ich wollte erst "Ja." sagen.
Zum Glück (und wahrscheinlich auch, weil einige Kunden in der Nähe standen), verließen sie den Laden wieder zügig. Brrr...
Ein Kunde mit einem Handy mit "Vodafone"-Aufdruck auf dem Gehäuse wollte eine Guthabenkarte für "T-Mobile" haben. Die hat ihm aber gar nichts geholfen, da er eine E-Plus-Karte in seinem Handy hat.
"Home" ist ein Dokumentarfilm des französischen Fotografen und Journalisten Yann Arthus-Bertrand. Der Film besteht ausschließlich aus teilweise extrem beeindruckenden Luftaufnahmen von unterschiedlichen Orten der Erde. Er zeigt die Diversität des Lebens auf der Erde und die Bedrohung des ökologischen Gleichgewichts durch den Menschen. Die Aufnahmen wurden in über 50 Ländern der Welt durchgeführt.
Eine der Maschinen, die in der Baustelle vor unserem Laden im Einsatz sind, ist ein Plattenrüttler, der via Kabelfernbedienung gesteuert wird. So eine Fernbedienung ist nicht schlecht, schützt sie doch den Bediener vor Lärm und Vibrationen.
Preisfrage: Wie bekommt man so ein Gerät lediglich über eine vibrierende Stahlplatte dazu, sich völlig präzise nach links, rechts vorne und hinten zu bewegen?
...wenn man direkt vor der Tür ein tiefes Loch hat.
Ich gebe zu, dass die Arbeit tatsächlich leichter war, als ich zunächst befürchtete. Allerdings muss ich den Stress bei der Anlieferung auch nicht jeden Tag haben.
Kunde und Bloghleser Uwe, der mir im letzten Jahr mal eine Bierdose aus Angola für meine Sammlung mitgebracht hatte, hat mir nun Fotos von zwei SPAR-Märkten in Graz zugeschickt.
Leider ohne viele Worte oder Hintergrundinfos und daher an dieser Stelle vollkommen kommentarfrei.
(Trotzdem natürlich vielen Dank für die Bilder.)
Momentan noch haben wir ein mehrere Meter tiefes Loch vor der Eingangstür. Darüber liegt eine kleine Holzbrücke für die Fußgänger. Die gesamte Konstruktion ist etwa so breit wie mein gesamter Eingangsbereich.
Inzwischen sind die Bauarbeiter wieder dabei, das Loch zuzuschütten. Parallel dazu warten wir auf unseren Getränkelieferanten, der nicht abladen kann, solange wir diese Platte vor der Tür liegen haben.
"Wissen Sie, was ich jetzt mache? Ich lege jetzt einfach auf.", sprach's und drückte auf die Taste mit dem kleinen roten Telefon auf meinem Mobilteil. Der telefonische Kundenservice bei der Deutschen Bank war mir gerade echt zu blöde und wenn ich dort Kunde wäre, wäre ich jetzt ziemlich vergrätzt.
Was war geschehen? Wir haben gestern ein Portemonnaie eines Kunden gefunden. Darin befand sich zwar keine direkte Kontaktmöglichkeit zu diesem Kunden, aber doch immerhin eine Karte seiner Bank. Sehr nützlich, denn in der Vergangenheit habe ich in solchen Fällen immer über die Bank die Kunden kontaktieren lassen. Häufig haben Banken die Telefonnummer der Kunden und können ihnen so mitteilen, wo sie ihre Karte und den Rest wieder abholen können.
Nicht so bei der Deutschen Bank. Nachdem ich mein Anliegen vorgetragen hatte, wurde ich umgehend mit der Abteilung verbunden, die für Kartensperrungen zuständig ist. "Zur Sicherheit des Kunden, um Missbrauch mit dieser Karte zu vermeiden", hieß es. Sehr schön, aber ich möchte und werde diese Karte sicherlich nicht missbrauchen. Warum hätte ich auch sonst bei der Bank anrufen sollen. Naja, mir sollte es egal sein – ich bin da ja nicht Kunde.
"Ich veranlasse jetzt die Sperrung und wünsche Ihnen noch einen schönen Tag und vielen Dank für den Anruf."
""Ähhh!?! Halt! Sie haben doch meine Kontaktdaten noch gar nicht."
"Die braucht der Kunde auch nicht. Wir werden uns mit ihm in Verbindung setzen, ihn über die Kartensperrung informieren und ihm eine neue Karte zukommen lassen."
"Und seine restlichen Sachen? Portemonnaie? Ausweis, Versicherungskarte, Bargeld? Was soll damit passieren? Wie soll er wissen, wo er die Sachen abholen kann?"
"Das ist nicht unser Problem."
Daraufhin beschloss ich, das Gespräch zu beenden.
Zum Glück lag noch eine Visitenkarte der Mutter meines Kunden im Portemonnaie, die sich sehr über den Anruf gefreut hat und die gute Nachricht nun gleich an ihren Sohn weiterleiten will.
Ich bin kein Kunde bei der Deutschen Bank. Spätestens nach so einer Aktion wäre ich sowieso keiner mehr. Was soll denn sowas? "Nicht unser Problem"... Na, die haben ja nette Vorstellungen von Kundenservice.