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Wie Björn zu seinem SPAR-Markt kam – Teil 9

Hier der Blick über die große Tiefkühltruhe zu den langen Regalreihen, über die ich vorgestern berichtete. Man merkt auf diesem Bild besonders deutlich, wie unglaublich undurchsichtig der Laden durch diese Anordnung der Reihen wurde:



Der ehemalige Vorbereitungsraum für Frischfleisch und Aufschnitt. Die Kühlhaustür rechts führt heute in mein Büro. :-)
Die riesige Waage an der Wand behielt ich anfangs, allerdings benutzten wir sie nie. Vor gut zwei Jahren habe ich mehrmals erfolglos versucht, sie über Ebay loszuwerden. Das Interesse an einer uralten, nicht geeichten (aber funktionierenden und eichbaren) mechanischen Waage hielt sich offenbar in Grenzen. So stellte ich sie zuerst zu meinem Schrotthaufen auf dem Hof und fand später in einem meiner Lieferanten einen dankbaren Abnehmer.



Dies war der Aufenthaltsraum in der ursprünglichen Form. Die Tische und Stühle haben wir hier immer noch im Einsatz, ansonsten ist die gesamte Küchen-Ausstattung (Waschbecken, Boiler, Schränke etc.) sind vor ein paar Jahren einer vernünftigen Einbauküche zum Opfer gefallen.

Die Spinte rechts im Bild sind hier immer noch im Einsatz.


Wie Björn zu seinem SPAR-Markt kam – Teil 8

So sah die Bedienungstheke zum Zeitpunkt der Übergabe aus. An der Stelle stehen heute Tiefkühltruhen, an der langen Wand die Tiefkühlschränke und rechts an der Wand das Bio-Kühlregal.
Von Anfang an war klar, dass ich hier den Tresen benutzen und Wurst, Käse und Feinkostsalate in Bedienung anbieten werde. Die Kühltheke war immerhin 6,5 Meter lang und bestand aus zwei räumlich getrennten Bereichen.



Der rechte, längere Teil war für Wurst und Salate gedacht. Das Tengelmann-Erbe: Zwei Schneidemaschinen und viele Kleinteile wie z.B. Bretter


Der kürzere Bereich war für Käse gedacht. Hier fehlte noch etliches an Ausstattung – und das fing damit an, dass wir nichtmal Schränke und eine Arbeitsplatte zur Verfügung hatten. Aber das waren alles Dinge, über die ich zumindest am ersten Abend noch nicht weiter nachgedacht habe. Interessanter war für mich vielmehr die Frage, wie es sein würde, eine eigene Bedienungsabteilung zu haben und zu verwalten.


3D-Tanne

Ich weiß gar nicht, wo ich diese gerenderte SPAR-Tanne herbekommen habe. Selber gemacht habe ich das Bild nicht, so viel weiß ich noch.
Mal gucken, vielleicht findet das Bild ja noch eine Zukunft auf der neuen Firmenwebsite. Die ist mittlerweile so antik, dass sich nichtmal der Link dorthin lohnt.


Kartenwirrwarr

Ein Mann kam in den Laden und ging direkt zur Kasse. Dort hielt er meinem Mitarbeiter eine aufgerubbelte E-Plus-Guthabenkarte vor die Nase und erklärte, dass ihm diese Karte eine knappe Stunde zuvor falsch verkauft worden sei. Er hätte nämlich eine T-Mobile-Karte haben wollen, könne folglich mit dieser nichts anfangen und möchte sie deswegen umtauschen.

Abgesehen davon, dass wir grundsätzlich ein Problem damit haben, bereits aufgerubbelte Karten zurückzunehmen: Mein Mitarbeiter war sich beinahe hundertprozentig sicher, dass er die richtige Karte herausgegeben hatte. Zudem hatte er nur einen abgezählten Bestand an Karten in seiner Kasse. Eine E-Plus-Karte hatte er an eine andere Kundin verkauft und der Restbestand stimmte. Die Karte, die der Kunde dabei hatte, war definitiv nicht von uns.

Es half auch lautes Diskutieren nicht mehr, die aufgerubbelte Guthabenkarte konnten wir nicht zurücknehmen. Der Kunde versuchte noch, seinen Missmut allen anderen Kunden mitzuteilen, dampfte dann aber schließlich wieder ab.

Wie Björn zu seinem SPAR-Markt kam – Teil 7

Ein Anblick, der mir ausschließlich am ersten Tag gegönnt war: Zwei lange Gondeln, die von der Kassenzone bis fast an die Rückwand des Marktes reichten. Dies ist die linke Seite des Ladens und wird heute durch sechs kurze, quer stehende Regale gefüllt, die jeweils einen eigenen Sortimentsbereich beinhalten.

Hier der Blick im Außengang nach hinten. Achtet mal auf die Spiegelkugel...



...die auch hier wieder zu erkennen ist. Daran sieht man erst die Entfernungen und die Länge dieser Regalmonstren.
Zwischen den beiden Gondeln bildete sich eine endlos wirkende Schlucht.



Dieser Gang existiert in der Form immer noch. Man kann von der Lagertür bis zur Kasse blicken und das war wohl auch schon den Tengelmann-Ladenbauern wichtig.

Ansonsten frage ich mich bis heute, wieso die damals diese für diesen Laden relativ langen Regalreihen hier eingebaut haben. Abgesehen davon, dass man sich als Kunde in diesen Schluchten ziemlich verloren fühlt, ist für mich natürlich auch wieder der Aspekt Ladendiebstahl interessant. Viel undurchsichtiger hätte man den Laden eigentlich nicht gestalten können...


PREIS gesenkt!

Ich berichtete ja vor einiger Zeit schonmal, dass wir neuerdings ständig Preise senken – auch, wenn das bislang vermutlich noch kein Kunde wahrgenommen hat.

Deshalb habe ich vor ein paar Tagen einfach mal kleine "PREIS gesenkt!"-Schilder gebastelt, die wir jetzt grundsätzlich neben das Regaletikett hängen, wenn sich ein Preis nach unten verändert.

Vielleicht bringt's ja etwas. :-)


Wie Björn zu seinem SPAR-Markt kam – Teil 6

Der sechste Teil der Fotostrecke, die am Abend nach der Schlüsselüberagabe entstanden ist. An dieser Stelle mal ein Blick in die drei Kühlräume.

Dies ist das "MoPro-Kühlhaus". Milch, Joghurt, Wurst – all diese Dinge langern hier. Naja, und seit einem guten dreiviertel Jahr nun auch ein großzügiger Bier-Vorrat. ;-)



Der Tiefkühlraum. Das Holzregal existiert seit knapp acht Jahren nicht mehr, denn es war komplett windschief. Bei Kaiser's hatte man irgendwie eine Vorliebe für selbstgezimmerte Holzregale.

Wer genau hinsieht, kann unten links in der Ecke eine dunkelgrüne Verpackung erahnen. Was das ist, war mir am ersten Abend noch nicht bewusst und auch ihr werdet es erst später erfahren...



Hier der berühmteste aller Kühlräume: Hier wurde einst Fleisch und Aufschnitt bei 1-2 Grad gelagert. Während ich diese Zeilen hier schreibe, sitze ich etwa an der Stelle, an der sich die beiden linken Chep-Paletten befinden. Wer dieses Blog schon länger verfolgt weiß, dass ich vor gut zwei Jahren das Kühlhaus zum Büro umgebaut habe... :-)

Das silberne Metallteil im Vordergrund war ein großer Fleischwolf, den ich ebenfalls mit der Ladeneinrichtung gekauft habe. Da ich ihn aber nicht gebrauchen konnte, habe ich ihn gleich zu beginn schon weiterverkauft.


Hübschhässlich!

Die Tür zu unserer "Brötchenküche" ist fertig. Sieht als ganzes nicht wirklich schön aus. Aber doch besser als die olle Tür mit den Löchern.
Wenn man Kosten und Aufwand bedenkt, hätte ich eigentlich auch gleich eine neue Tür kaufen können. Diese einfach Dinger kosten ja fast gar nichts. Aber ich habe das mit den Riffelblechen Aluminiumplatten mit diesem komischen Muster auf der Oberseite ja auch nur fortgesetzt, weil ich damals schon so angefangen hatte.

Naja, nun ist die Oberfläche jedenfalls vollständig abwaschbar und darauf kam es bei der ganzen Aktion letztendlich an.


Oh, macht nichts!

Eine Kundin stand an der Fleischtruhe und hielt ihren Einkaufswagen schräg neben sich. In dem Moment, als ich gerade an ihr vorbeiging, gab sie dem Wagen einen Ruck, so dass er beinahe mein Bein traf. Das war wohl keine Absicht von ihr.
Ich stoppten den Einkaufswagen und schon ihn wieder ein paar Zentimeter zurück. Erschrocken sah mich die Kundin an: "Oh, das macht nichts. Kein Problem."

Öhhm?

Bleche kleben

Mal eben die raponierte Tür mit den geschnittenen Alublechen bekleben. Ich liebe den Pattex Montagekleber, das Zeugs ist einfach nur genial. Aber was nützen die geradlinig und sauber geschnittenen Bleche, wenn die Tür, vor allem der Rahmen um das kleine Fenster krumm und schief ist?

Naja, die Hälfte ist bis jetzt schonmal fertig:


Schlaflose Nacht

Mitten in der Nacht klingelte mein Handy. Es riss mich nicht aus dem Schlaf, denn aus irgendeinem Grund wälzte ich mich nur hin und her und ich erfuhr, dass es einem meiner Mitarbeiter aus der Nachtschicht gar nicht gut ginge.

Mist, was tun? Man kann ja um halb zwei nicht alle mölichen Kollegen anrufen und fragen, ob sie spontan zu Arbeit kommen können. Der kränkelnde Mitarbeiter wollte erstmal versuchen etwas kürzer zu treten und die nächsten Stunden zu überstehen.

Etwa eine Stunde später, ich war inzwischen doch tatsächlich mehr schlafend als wach, klingelte wieder mein Telefon. Der Kollege kann nicht mehr und irgendeine Entscheidung müsste getroffen werden.
Während ich noch irgendwie versuchte, meine Gedanken zu sammeln, klopfte es in der Firmenleitung an. Einer unserer Mitarbeiter war tatsächlich wach und hat die ihm zwischenzeitlich zugesandte SMS gelesen. Die Nacht in der Firma war gerettet, meine eigene dafür komplett versaut. Aber irgendwie mache ich das alles ja doch freiwillig...

Teil 4 und Teil 5

Oha, was ist mir denn da passiert?!? :-)


Ich vermute, dass ich aus irgendeinem Grund den ursprünglichen Beitrag als verlorengegangen dachte und daraufhin zu den Bildern neue Texte geschrieben habe. Ganz ehrlich? Das ist locker 1,5 Jahre her und ich erinnere mich KEIN STÜCK mehr an das, was passiert ist.

Naja, nehmt's einfach so hin. Da jetzt viel zu ändern (und vor allem die Nummerierung der Beiträge) würde wahrscheinlich mehr Schaden als Nutzen bringen.

Wie Björn zu seinem SPAR-Markt kam – Teil 5

Das Lager musste ich natürlich auch fotografieren. "Mein erstes eigenes Lager" sah leer so riesig groß aus, wenngleich es zum Zeitpunkt der Übergabe dennoch einem dunklen Loch glich.

Hinten im Bild erkennt ihr die Lagertür und daneben die kleine Treppe ins Kassenbüro. Mittlerweile sieht der ganze Bereich durch die vor ein paar Monaten errichtete Trennwand vollkommen anders aus, aber auch die linke Außenwand ist ja nicht mehr so leicht zu erreichen – schließlich steht dort seit Mitte Oktober 2007 der Leergutautomat. :-)



Massenhaft kleine Aktionstische und Rollwagen aller Art standen im Lager. Ein Großteil davon ist heute noch hier im Einsatz. Nur das Holzregal, das an der rechten Außenwand stand, war nicht zu gebrauchen. Ein Wunder, dass das Regal nicht schon durch sein eigenes Gewicht zusammengebrochen war...



Hier mein ganzer Stolz: Obwohl ursprünglich nicht so besprochen, gehörte zur übernommenen Ladeneinrichtung auch eine Papppresse. Eine legendäre HSM 155VL stand hier, kurioserweise in der Ausführung "Vollhub". (Wer das Gerät kennt: Bei mir fährt die Pressplatte fast bis zum Boden der Presse und stoppt nicht kurz hinter dem Scharnier der Befüllklappe. Welchen Vor- oder Nachteil diese Konstruktion hat, weiß ich allerdings nicht. Ich kann mir nur vorstellen, dass die Presse etwas effektiver verdichtet...)

Offenbar war aber wohl doch zumindest mal angedacht, die "155er" abzutransportieren: Die beiden Hydraulikzylinder, die normalerweise weit nach oben aus dem Gerhäuse herrausragen, wurden abgesenkt, damit man die Presse, die man übrigens ganz einfach mit einem Hubwagen transportieren kann, auch durch die Türen bekommt.

Ich bin jedenfalls sehr dankbar für die Presse, denn ansonsten hätten wir hier anfangs sämtliche Pappe flachgelegt auf Rollcontainern sammeln müssen. Das wird zwar woanders genauso gehandhabt, aber in sämtlichen Läden, in denen ich zuvor beschäftigt war, gab es Pressen und so war ich natürlich auch etwas verwöhnt. Wenn hier keine Presse gestanden hätte, wäre diese aber wohl eine der ersten großen Anschaffungen gewesen, die ich hier im Laufe der Jahre getätigt habe... :-)


Wie Björn zu seinem SPAR-Markt kam – Teil 4

Dies ist der Zustand, in dem mir "Kaiser's" das Lager hinterlassen hat.

Die Tür zum Laden befindet sich noch an der selben Stelle, ist aber mittlerweile durch eine weitere Wand abgegrenzt. An der Außenwand links im Bild steht heute der Leergutautomat.



Das halbe Lager stand voll mit diversen Aktionstischen und Transportwagen aller Art.
Das Holzregal rechts an der Wand beeindruckte übrigens von Beginn an durch besondere Schiefheit und statische Instabilität...



Netterweise habe ich mit der Ladeneinrichtung auch eine gebrauchte Pappresse von HSM (das bekannteste Modell 155VL, aber in der seltenen Ausführung "Vollhub" (die Pressplatte senkt sich bis fast zum Boden der Presse!)) bekommen. Das Ding ist ein Segen gewesen, denn sonst hätten wir hier die Kartons zerreißen und auf Rollcontainern stapeln müssen. Das ist zwar in anderen Läden auch so, aber ich einigermaßen verwöhnt, denn in sämtlichen Läden, in denen ich in der Vergangenheit beschäftigt war, gab es Papppressen... Aber glaubt mir: Wenn ich sie nicht von Anfang an gehabt hätte, wäre sie doch eine der ersten größeren Maschinen gewesen, die ich hier angeschafft hätte.

Falls jemand die beiden Hydraulikzylinder vermisst, die gewöhnlich oben aus dem Gehäuse herausragen: Ursprünglich sollte die Maschine wohl doch abtransportiert werden und wurde deshalb schon demontiert. Dazu wurde die Pressplatte weit heruntergefahren und arretiert. Nachdem die beiden Hydraulikzylinder dann vom Gehäuse gelöst wurden, konnte man durch die Funktion "Pressplatte heben" die Stangen absenken. Eine sehr sinnvolle Konstruktion, denn ansonsten würde die Presse durch keine Tür passen – und dabei kann man sie doch so bequem mit einem Hubwagen durch die Gegend schieben.


Die bösen Knebelbedingungen

Mikel hat in diesem Kommentar gefragt:
Interessieren würde mich das auch, aber das läuft wohl unter "Geschäftsgeheimnis". Außerdem würde ich gerne wissen, welche Knebelbedingungen man von Spar aufgedrückt bekommt.
Es gab keine "Knebelbedingungen". Punkt.

Es gab natürlich einen recht umfangreichen Vertrag, in dem viele Dinge geregelt waren. Sicher kann jeder für sich auslegen wie er möchte, ob er sich durch den Vertrag "geknebelt" fühlt oder nicht. Ich habe nie ein Problem damit gehabt und das auch für mich zu keiner Zeit als "Knebelvertrag" empfunden. Ich konnte letztendlich meine Ware kaufen, wo ich wollte (wenngleich es natürlich zweckmäßig war, den Löwenanteil über die SPAR zu beziehen) und meinen Laden gestalten, wie ich wollte. Also?