Ein Kollege und ich unterhielten uns mitten im Laden, als wir von einer jungen Frau angesprochen wurden: "
Arbeiten Sie hier?"
Grinsend antwortete ich: "Nee, wir warten nur noch auf den Feierabend."
Leider fehlte der jungen Dame das Ironie-Detektionsgen und sie guckte uns stumm an als kämen wir von einem anderen Planeten. Schnell schob ich hinterher: "Nein, alles gut, wir gehören dazu. Was können wir für dich tun?"
Kann ja nicht immer funktionieren mit den blöden Sprüchen.
Bei der letzten Leerung der Elepfandspendenbox fiel mir dieser Zettel entgegen. 10.000 Euro am Stück (von meinem Geld, zumindest habe ich die Notiz so verstanden) habe ich leider gerade nicht über, um sie an die Eliprojekte abzutreten.
Insgesamt ist hier zwar schon weit mehr als nur 10.000 Euro an Spendengeldern von uns an den REA e.V. überwiesen worden, aber der
Löwenanteil Elefantenanteil davon stammt von unseren Kunden. Nichtsdestotrotz habe ich schon seit langer Zeit den jeweils höchsten Bon pro Woche mit meinem Geld verdoppelt und drücke auch für alle durch den Automaten geschobenen Einweg-Gebinde, von selber hier in der Firma konsumierten Getränken, auf die Spendentaste. Da dürfte so nach und nach auch eine ordentliche Summe zusammenkommen, da bin ich sicher.
Ines hat mich schon so oft angestubbst, dass wir auch mal mehr mit der Presse machen sollten. Woanders fließen 500 Euro Spendengeld und dann wird ein plakatgroßer Scheck demonstrativ überreicht und das Foto ist hinterher in der Zeitung zu sehen, wir haben die bisher gespendeten 12.000 Euro einfach nur sang- und klanglos an den REA e.V. überwiesen.
Anruf eines Mitarbeiters einer Zeitarbeitsfirma, von der ich noch nie gehört habe. Kurzer Monolog des Anrufers über die Firma und dass man deutschlandweit Partner der Edeka sei mit der abschließenden Frage: "… und jetzt möchte ich wissen, warum arbeiten wir noch nicht zusammen?"
"Das kann ich Ihnen sagen, ich brauche Sie nicht."
Die Antwort kam wohl im Frage-Antwort-Portfolie des Anrufers nicht vor und er stutzte einen Augenblick, besann sich dann aber doch wieder: "Man weiß ja nie, Urlaubszeit, Krankheitswelle oder einfach nur für Inventuren. Wir bieten Lösungen für jeden Bedarf und können beim Packteam oder an der Kasse mit fachkundigen, ausgebildeten Mitarbeitern helfen, die auch mit der Edeka-Welt vertraut sind."
Aber es half alles nichts. Ich erklärte ihm, dass ich das hier seit über 25 Jahren mache und in der ganzen Zeit wirklich noch nie die Notwendig bestanden hat, die Dienste einer Zeitarbeitsfirma in Anspruch zu nehmen. Bislang sind wir immer so klargekommen und ich glaube auch nicht, dass sich das in nächster Zeit ändern wird.
Mehrere Krankheitsfälle gleichzeitig während der Urlaubszeit hatten wir hier auch schon und, ich gebe es zu, das war streckenweise schon ausgesprochen stressig. Dennoch haben wir es immer mit eigenem Personal geschafft und das wird auch noch in den nächsten Jahren so klappen, davon bin ich überzeugt.
Fundstück von uns auf einem kleinen Tütchen Lay's "Naturel" Chips aus den Niederlanden: Ein Strichcode mit zwei
Kartoffeln Aardappelen.
Immer wieder bekomme ich Kataloge und Infomaterial einer Firma, die komplette Hochregalanlagen bis zur Hallengröße liefern kann. Ich würde ja wirklich gerne erweitern, habe aber nicht den blassesten Schimmer, wo ich so eine Anlage hier noch aufstellen sollte.
Als wir diese Poster bekommen hatten, hieß die Firma in Verden, die Sheba, Chappi und Frolic herstellt, sogar noch
Effem. Sie stammen aus den ersten beiden Jahren meiner Selbständigkeit hier und sind eigentlich keine Poster, sondern eher recht stabile Deckenhänger aus Pappe im A1-Format.
Dieses (und ein anderes mit Hundemotiv) hatten wir immer mal im Wechsel mit auf der Innenseite in den Plakatrahmen an unseren Schaufenstern drin, inzwischen (und da wir nun seit vielen Jahren schon nur noch die kleinen A3-Rahmen haben), haben wir diese "Plakate" natürlich schon lange nicht mehr aufgehängt. Dieses im Speziellen sowieso nicht mehr, da das ohnehin schon recht ausgeblichene Motiv durch die lange Zeit hier in einer Ecke im Lager verknickt und verspackt ist. Nachdem ich es nun noch in einem letzten Erinnerungsfoto mitsamt Blogeintrag vereweigt habe, hat es würdevoll als Sekundärrohstoff den Weg durch die Papppresse genommen.
Eine Kollegin hatte mir ein demoliertes Ü-Ei ins Büro gebracht, das an der Kasse aufgefallen war. "Hier, für Eure Tochter", waren ihre Worte, als sie das Ei auf die obere Ebene meines Schreibtischs legte.
Grundsätzlich fühlte sich die Raumtemperatur hier im Büro gar nicht so warm an, aber der warme Luftstrom aus meiner Klimaanlage im Wärmepumpenbetrieb strich wohl die ganze Zeit genau in die Richtung. Als ich eine Weile später wieder zu dem Ei guckte, staunte ich nicht schlecht. Dass Schokolade in der Heizungsluft mal weich wird, kommt vor. Aber dass sich so eine eiförmige Kinderüberraschung gleich fast komplett auflöst, hatte ich bis dato auch noch nicht erlebt …
Im Laden lag eine geöffnete Zigarettenschachtel herum. Abgesehen von einigen Tabakkrümeln am Boden der Packung war vom ursprünglichen Inhalt nichts mehr zu erkennen. Stattdessen war sie gefüllt mit Kleingeld und Banknoten, diversen Kassenbons und ein paar bereits benutzten und wenig appetitlich anmutenden Kosmetikprodukten.
Die Packung lag so blöde in einem Gang, dass wir sie gerade nicht in der Videoaufzeichnung sehen konnten. Damit war uns natürlich auch die Chance genommen, herauszufinden, wem sie gehörte. Nachdem sich zwei Wochen lang niemand gemeldet hatte, kümmerten wir uns mit einer pragmatischen Lösung darum:
Die leere Schachtel, alte Kassenbons und eine halbvolle Cremetube mit ranzig-schmierigem Rand rund um den Deckel definierten wir als entsorgbar. Der Rest bestand aus etwas über 45 Euro in Bargeld, ein großer Teil davon in Münzen. Auf glatte 50 Euro aufgerundet haben wir diese Summe nun der Spendensumme unserer Elepfandspendenbox hinzugefügt. Ich denke, das ist fair und eine akzeptable Lösung, an der sich auch niemand bereichert.
Gefunden auf den "Eye Bad Mask" Pads der Marke Yeauty, die unsere Tochter unbedingt haben wollte: Ein Strichcode in Form des Produkts, nämlich Augenpads.
Könnte aber natürlich auch eine Geleebohne, ein fettes Grinsen oder ein Nierentisch mit drei abstehenden Beinchen (nicht im Bild) sein. Aber das mit dem Augenpad ist wohl am wahrscheinlichsten.
Als Ines und ich mit unserer Kleinen an Silvester nach Feierabend noch ein paar Stunden hier im Markt waren, hörten wir plötzlich ein Geräusch, als wenn irgendetwas heruntergefallen wäre. "Was war das denn?!", wunderte ich mich und sah nach. Nun …
Auf den kleinen Tüten mit dem "Lucky Lou"-Katzenfutter prangt ein Strichcode in Form eines Futternapfes. Sehr passend.
Diesen Strichcode in Katzenform haben wir auf einer Packung "Pawsome" Katzen-Nassfutter entdeckt, die wir privat in einem Heimtier-Fachgeschäft gekauft hatten. Wir können ja auch nicht alles bei uns im Supermarkt anbieten.
Eine Kollegin kam mit einer Getränkedose ins Lager gelaufen, aus welcher der Inhalt in dünnem Strahl herausspritze. Die soll der Kollege an der Kasse versehentlich geöffnet haben, hieß es. Okay, kann passieren oder vielleicht war sie auch schon offen und erst durch die Bewegung beim Kassiervorgang wurde der Inhalt so weit aufgewühlt, dass sich das Kohlendioxid aus der Flüssigkeit löste.
Augenblicke später wurde die zweite Dose ins Lager getragen, auch aus dieser floss der süße Inhalt heraus und auch der Grund war der selbe: Versehentlich an der Kasse geöffnet. Häh?! Wie kann man bitte zwei Dosen versehentlich an der Kasse öffnen?
Och, das geht ganz einfach, sogar mit einer einzigen Handbewegung. Die Voraussetzung dafür ist nur, dass die beiden Ringe der Verschlüsse sich miteinander verhakt haben. Den Rest seht ihr hier:
Vorsicht, hier wird es etwas morbide.
Angenommen, man würde alle ca. 8 Milliarden Menschen durch einen Fleischwolf drehen und die so entstandene Masse zu einem großen Mettbällchen formen – wie groß wäre dieses wohl?
"Kneipenquizfrage – 040" vollständig lesen
Einkaufskörbe, die leuchtend rosa sind, geistern seit einer Weile durch alle Medien, zum Beispiel:
Korbdating in Saarlouiser Supermarkt oder auch hier:
Körbe für Singles in Neusser Edeka (Paywall). Auf der Website vom E-Center Warnow Park wird
konkret auf die pinken Körbe eingegangen.
Die Idee ist ja eigentlich schon ganz witzig. Aber ich bin da auch ziemlich skeptisch. Die meisten Menschen sind erfahrungsgemäß recht unaufmerksam und Schilder werden ja bekanntlich schon aus Prinzip nicht gelesen. Wie viele Leute werden einen der pinken Körbe nehmen und damit ihren Einkauf erledigen, ohne auch nur annähernd auf eine wie auch immer geartete Kontaktaufnahme aus zu sein?
Ich meine, ein profaner (und wie auch immer kolorierter) Einkaufskorb ist für die meisten kein soziales Signal, sondern ein schlichter Gebrauchsgegenstand. Er wird genommen, weil er da ist, weil er den Einkauf erleichtern soll – und nicht, weil er etwas bedeuten soll. Ich könnte mir vorstellen, dass die Sache mit den "Single-Körbchen" am Ende weniger an bösem Willen als an reiner menschlicher Unaufmerksamkeit scheitern wird – einer Ressource, die bei Supermarktkunden erfahrungsgemäß reichlich vorhanden ist.
Was haltet ihr von den pinken Einkaufskörben?