Als ich zufällig auf dem Monitor der Überwachungsanlage das Bild der Kamera sah, die den Eingang im Blick hat, fiel mir ein etwas kurioses Arrangement auf. Die Säule der automatischen Schranke hat einen schwarzen Kopf, in dem sich zwei Lampen spiegelten. Genau dahinter klebt an der Ausgangstür ein Plakat der VHS, auf dem eine Frau im Schneidersitz zu sehen ist, die ihre Arme hochhält.
Alles zusammen mutete aus dieser Perspektive zugegebenermaßen etwas wunderlich an...
Nach wie vor nehme ich hier Deutsche Mark an, inzwischen haben sich hier rund 2600DM angesammelt. Die bemerkenswertesten Exemplare sind aber sicherlich die Banknoten der dritten Serie, die gestern Abend noch um einen "20er" ergänzt wurden.
Ich bin gespannt, ob ich im Laufe der Zeit noch alle Scheine dieser Serie zusammenbekommen werde...
Mein erster Gedanke war, dass ich einen meiner Mitarbeiter dringend zum urologischen Notdienst schicken sollte.
So dramatisch war die Situation dann aber zum Glück doch nicht: Ein Kollege hatte Cola- und Getränkereste in das Urinal auf der Herrentoilette geschüttet und nicht weggespült.
Ein Produktionsbetrieb für Delikatessen wie Soßen, Dressings, Ketchup, Meerrettich, Senf und Essig hat mich angeschrieben. Man ist sicher, für die Produkte auch einen entsprechenden Markt im Ausland zu haben und sucht einen starken Partner, der den Export der Produkte vornimmt.
Die Sachen sind bestimmt nicht schlecht. Aber warum schreiben die ausgerechnet mich an?!?
Eine ältere Frau rief an und wollte eine Bekannte oder Verwandte sprechen, die hier arbeitet. Während ich meine Mitarbeiterin suchte und alle Gänge absuchte, schlug die Anruferin plötzlich vor, ich solle doch mal "im Computer" nachsehen.
"Jetzt bin ich nur eine kleine Cola, aber we ich mal groß bin, werde ich eine Sprite. Aber vorerst setze ich mir nur den blauen Hut auf und irritiere die lustigen Supermarktleute."
Meine Anfrage an die Allgemeinheit vor rund sechs Wochen hatte sogar Gehör gefunden: Ein netter junger Mann, dessen Namen ich blöderweise schon wieder vergessen habe, war hier und hat das "Döschen" eingesammelt. Mit etwas Mühe passte die Tonne auch in den Wagen hinein und wird nun in den nächsten Wochen den Weg zurück nach Hamburg nehmen.
Auf jeden Fall habe ich hier wieder etwas mehr Platz und vielleicht gibt's ja auch irgendwann mal ein Feedback darüber, wie der Transport ausgegangen ist.
Auf dem Flaschentisch des Leergutautomaten habe ich eine Flasche Bio-Cola eines vermutlich recht kleinen Erzeugerbetriebs gefunden. Mir ist dabei vor allem ein Hinweis auf dem Rückenetikett der Flasche aufgefallen: Glutenfrei!
Wieviel Gluten befindet sich denn normalerweise in Cola? Ich hätte ja spontan auf null getippt. Aber, naja, auf Gummibären wird ja seit einiger Zeit auch darauf hingewiesen, dass sie fettfrei sind...
Beim zufälligen Blick zur Videoanlage bekam ich Panik: Was macht da eine Oettinger-Kiste auf dem Kassenband?!?
Des Rätsels Lösung: Die Kunden hatte eine komplette Oettinger-Kiste als Leergut mitgebracht. Den Rahmen werden wir nicht wieder los, aber mein Mitarbeiter hatte den Kunden angeboten, zumindest die Flaschen anzunehmen, damit sie nicht so viel wieder mitzuschleppen hätten.
Naja, und um die Schlepperei noch weiter zu vereinfachen, haben die beiden Männer ihre hier neu gekauften Flaschen einfach in den leeren Oettinger-Rahmen gesteckt.
Aber der Anblick war schon irgendwie irritierend...
Anpfiff! Wer auf das Spiel verzichten und sich stattdessen den Sound der Vuvuzelas in etwas gehobenerer Qualität anhören möchte, sollte dieses Video nicht verpassen.