Monday, January 7. 2008Inventurhilfen gesuchtTrackbacks
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Das liegt wohl daran, das Inventuren ein so dermaßen bescheidener Job sind, das man nicht sehr oft mitmachen möchte.
Ich weiss nicht was die Leute bei dir bezahlt bekommen, aber ich hab das vor vielen Jahren in einem Supermarkt mitgemacht und es war totally not worth it. Ich hatte für meine Studentenzeit folgende Abwägung: Interessante Arbeit -> mach ich auch für wenig Lohn, etwas zu lernen ist unbezahlbar. Total Stupide Sch*** -> nur wenn die Kohle stimmt und ich überhaupt Geld brauche. Regelmäßiger Job -> weniger Lohn ist okay, dafür ist man nach ein paar Tagen "drin" und fühlt sich dabei wohl. Einmalige Aktion -> da muss schon was geboten sein, viel mehr Belastung (wie eben bei einem normalen Job die ersten Tage), und um an den Job zu kommen musste ich auch mit meiner Zeit in Vorleistung gehen. Vielleicht machst du aber auch alles richtig und den Leuten ist es peinlich, weil sie sich beim letzten mal so oft verzählt haben. (Ist mir auch _oft_ passiert, irgendwann ist man so apathisch das man nicht mehr bis 10 zählen kann.)
#1
on
2008-01-07 05:05
ach ja, mal wieder das alte Problem... jeder will ausgebildete Arbeiter aber nicht ausbilden
Wo sollen denn die ganzen ausgebildeten Inventur-Aushilfen herkommen? Zumal ja Inventur in so ziemlich allen Geschäften in denselben drei Wochen stattfindet... [3MNR] 3 Männer Nutzen Radio
#2
on
2008-01-07 05:23
Machst du zu für die Inventur?
Ich habe (als Festangestellte) mehr als eine Baumarktinventur mitgemacht. Samstags um 14 Uhr haben wir angefangen, die Aushilfen waren schon seit Freitag dabei. Samstags ging es bis Mitternacht, Sonntags von 8 bis 22 Uhr durchgehend (nur mit Viertelstunden Pause dazwischen) Für 6,13 mache ich sowas nie wieder
#3
on
2008-01-07 06:21
Nee, warum auch 135 Euro an einem einzigen Wochenende verdienen. Ist doch wirklich blöd, oder?
#3.1
on
2008-01-07 10:37
ist es auch.
mit dem richtigen job machste 300 und mehr am nem wochenende. als ungelernter. ok dafür muss man so manches durchmachen, anstregend isses und hin und wieder rechte deppenarbeit, aber es kommt was bei rum. klingt vielleicht bisschen abgehoben aber unter 10 euronen die stunde rühr ich (als student) nix mehr an sobald ich körperlich richtig schuften muss...und das mach ich sehr viel lieber als inventur für gerade mal 6 euro. das ist nicht mal wirklich anstregend sondern nur stupide. allein deswegen müssten die mir schon mind. 10 zahlen damit ich sowas anfange. so verzweifelt bin ich nicht...
#3.1.1
on
2008-01-07 10:49
Als Assistenzarzt 23 Euro für den Nachtdienst. Dieser ging (nach einem normalen Arbeitstag) von 16:30 Uhr bis 8:00 Uhr am nächsten Tag. Danach noch Visite (also auch mal bis 10:00 Uhr und später)! Erst dann konnten wir heim.
Zur Fairness und Korrektheit: Die Arbeitszeit bis 16:30 wurde trotzdem bezahlt. Kann ich trotzdem davon ausgehen, dass die meisten, die sich an dieser Diskussion beteiligen, nicht für das Geld arbeiten würden? Zu eurer Diskussion: Ihr Armen könnt einem wirklich leid tun! 6 Euro die Stunde für Artikelzählen! Vielleicht noch ein Mindestlohn für Inventuraushilfen von 10 Euro? Voraussetzung für diese Arbeit: Zählen können, Häkchen setzen und Striche machen. Manche Frisöse und mancher Handwerker verdient nur 4 Euro die Stunde oder weniger. Man muß auch mal die Relation beachten!!!
#3.1.1.1
on
2008-01-07 14:53
Hatte ich vergessen:
#3.1.1.1.1
on
2008-01-07 14:54
naja dafür geb ich beim friseur aber auch immer gutes trinkgeld. kann auch nix dafür wenn die für ihre arbeit nix bekommen. ich hab nur gesagt dass mir persönlich das zu wenig geld wäre und ich deswegen die arbeit erst gar nicht machen würde. ich bin mehr wert als n 5er die stunde...so einfach seh ich das. wenn dies alle so handhaben würden und derartige jobs erst gar nicht annehmen, wäre der haarschnitt vielleicht ein paar euro teuer (was man verkraften kann) und die angestellten könnten davon leben...
was ist schlimmer/besser? nicht richtig von hartz4 leben zu können oder nicht richtig von einem 4-5 eurojob leben können? schmarotzer oder lohnhure?
#3.1.1.1.2
on
2008-01-07 20:06
Jupp, Relationen: Was kann ich mir heutzutage schon für € 6/Stunde kaufen? Wir leben nicht mehr in den 80ern. Und die Sozialkasse ist nicht dafür da, den Lohn aufzubessern, wie heute oft der Fall ist.
#3.1.1.1.3
on
2008-01-08 07:51
Ein Stundenlohn von 6 Euro sind über 1000 Euro monatliches Bruttogehalt. Und das ist für viele Menschen doch eine ganze Menge Geld. Ich selbst habe nach dem Medizinstudium für 1200 Euro monatlich als Assistenzarzt hart gearbeitet. Und Juristen bekommen nach ihrem Studium (zwischen erstem und zweiten Staatsexamen) in der ersten Zeit weniger als 1000 Euro - bei ebenfalls harter Arbeit und unentgeltlichen Überstunden. Und das nach jahrelangem Studium! Mit welcher Begründung sollte dann eine Inventurhilfe mehr verdienen???
Außerdem: Nicht auf das Wahlkampfgetöse von SPD und Linkspartei reinfallen! Hier ein interessanter Artikel zu dem Thema: http://www.welt.de/meinung/article1526122/Der_Mindestlohn_ist_bewusste_Volksverdummung.html
#3.1.1.1.3.1
on
2008-01-08 12:36
Da ging etwas mit dem Link schief.
Bei Interesse bitte auf "Homepage" klicken.
Ich weiß, ich bin selbst Student und stehe kurz vorm Diplom. Danach werde ich erstmal bis zu meinem Doktor mit € 1000/Monat auskommen müssen.
1000 EUR für einen qualifizierten Diplom-Chemiker. Da verdienen fast alle mehr. Die Frage ist aber: Ist es RICHTIG, dass ein Diplom-Chemiker 1000 Euro verdient? Und ist es deswegen RICHTIG, dass Inventurhilfen gleichviel/weniger verdienen? Von ehrlicher Arbeit muss man leben können, und das kann man nicht für € 6/Stunde, egal welcher Job.
#3.1.1.1.3.1.1.1
on
2008-01-08 19:22
Ich hab an dem Tag schon seit morgens an der Kasse gesessen, hab erst um 14 Uhr mit der Inventur angefangen.
Für so kleines Geld arbeite ich nicht mehr. Das war reine Schufterei weil wir hinter den Aushilfen noch hinterher zählen durften. Die hatten leicht verdientes Geld, haben ja nur gearbeitet, wenn jemand in der Nähe war. Arbeit für 3 für 150€ an einem WE? Klar ist das auch Geld, aber ich will mich nicht dafür kaputt machen
#3.1.2
on
2008-01-07 13:04
Das Problem, das ich bei meinen Inventurversuchen hatte war, dass ich viel zu viel nachgedacht habe.
Z.B.: Macht es Sinn, dass ich hier jetzt für 15DM/h ca 500 einzelne Schrauben zähle, die einen Verkaufswert von zusammen 50DM haben? Naja, auf jeden Fall hatte ich nach zwei Inventuren auch keine Lust mehr auf so einen Scheiß und hab mir was anderes zu arbeiten gesucht.
#4
on
2008-01-07 06:40
Hallo Björn,
wenn man fragen darf ... wie viel zahlst du pro Stunde? Bin nur neugierig. Habe am Samstag Inventur mitgemacht und 7 Euro/Stunde bekommen. Grüße an alle
#5
on
2008-01-07 07:45
2006 hat er bei 15 Helfern ca. 413 Euro ausgegeben. Auch wenn da stand, "die guenstigste die wir je hatten".
#5.1
on
2008-01-07 08:07
Eine Aushilfe kann ja durchaus Erfahrung haben - als Aushilfe oder sonstwie - und dennoch noch keine Invetur mitgemacht haben.
Vielleicht solltest Du Deine Anforderung präziser formulieren.
#6
on
2008-01-07 08:15
Warum nimmst du fuer sowas nicht einfach einen Dienstleister der sich darum kuemmert?
Ist meist nicht viel teurer als es selbst zu machen. Gruss J
Meine erste Inventur die ich in meiner alten Ausbildung gemacht hab, war zum schluß lustig. Die ganze Mannschaft hat sich nach Ladenschluß erstmal Betrunken
Und so schlim sind Inventuren nun auch wieder nicht, hab drei stück mitgemacht... Ging eigendlich auch recht schnell, nach einen halbentag hatten wir den Laden fertig gehabt Okay ich muss auch dazu gestehen es war ein EDEKA AktivMarkt ^^
Irgendwann und irgendwo muss man ja mal anfangen...das nervt, wenn niemand einem die Gelegenheit geben will einfach mal anzufangen - wie soll man denn da die gewünschte Erfahrung bekommen?
#9
on
2008-01-07 10:46
ist doch in der gastronomie genau das gleiche. am besten einfach lügen und sagen man hätte erfahrung. ist doch sowieso entweder aushilfe oder 400 basis. was wollen die machen ausser einen rauswerfen wenn die merken dass man doch noch net des kann was man vorgegeben hat? irgendwann kommt dann schon das wissen wenn man das ein paar mal durchgezogen hat. anders gehts net. und bevor einer meint die armen armen arbeitgeber: dann sollense halt einfach net durchgehend erfahrung einfordern. wer net "ausbilden" will ist selbst schuld.
#9.1
on
2008-01-07 10:55
PS: jeder zweite sagt es sei die erste inventur. vom rest lügen mind. 70% und der rest hat wirklich erfahrung.
und ne inventur zu machen ist ja mal wirklich sehr kompliziert. also da brauchts mindestens 6 wochen lehrgang im spar-ausbildungscamp... mein gott sag doch einfach: wer keine erfahrung hat bekommt 10-15 minuten einführung in der gruppe (unbezahlt wenns sein muss), darf aber trotzdem ran und bissl taschengeld verdienen. zu faul oder zu kompliziert?
#9.1.1
on
2008-01-07 10:59
Vielleicht nicht "Aushilfen" hervorheben sondern "erfahrene"?
#10
on
2008-01-07 11:39
Beides hervorheben, ich habe erfahrene aufgrund des krassen Kontrastes sogar überlesen.
Bei Inventuren muss man doch zählen? Ich wundere mich, dass du dafür kein Mathematik-Diplom verlangst. Nur ausgebildete Inventurfachkräfte ranlassen!
#11
on
2008-01-07 11:49
Ich kann ihn verstehn. Habe lange genug Inventuren bei extra geleitet und habe zig fach Leute erlebt, die mit dem Zählen von ein paar Artikeln schon maßlos überfortdert waren.
#11.1
on
2008-01-07 12:05
Naja, Zählen ist schon ein stupider Job. Am besten lässt sich das mit einem schlichten Gemüt erledigen. Gar nicht erst nachdenken ...
#11.1.1
on
2008-01-07 13:34
Das hat dann aber nix mit erfahren oder unerfahren zu tun, ob einer zu blöde zum Zählen ist. Im Gegenteil, diejenigen, die zählen können, tun dies und stellen fest, dass sie bei anderen Tätigkeiten mehr verdienen und gehen garnicht erst hin.
#11.1.2
on
2008-01-08 07:56
Ich muss mich dem allgemeinen Konsens anschließen. Wo soll man seine ersten Erfahrungen sammeln, wenn Erfahrungen vorausgesetzt werden? Das erinnert mich an die Ebayer, die keine Geschäfte mit "Nullern" machen wollen.
Mir fehlt da irgendwie ein "die" oder "unsere" vor der "Inventur".
#13
on
2008-01-07 12:04
Ich würde erst mal fragen was es BaK gibt.
Bak= Bar auf Kralle
#14
on
2008-01-07 12:41
Björn muss aber schon sehr viel bezahlen, denn bei ihm ist das ja bestimmt eine Schinderei, da man, wenn man zum Beispiel Fisch oder Fleisch zählt hinter jedes einzelne Regal schauen muss ob da das nicht ist.
#15
on
2008-01-07 13:42
RFID rocks.
#16
on
2008-01-07 15:26
Ich hab letztes Jahr (mal wieder) zwei Wochen lang Inventuren gemacht, von halb 6 morgens, bis alles gezählt war. (mal bis mittags, mal bis abends, meist nachmittags)
Und ich muss sagen, dass es mir in den Fingern juckt, nur für einen Tag nach Bremen zu kommen um den Job zu machen. Es ist schön praktisch im Vergleich zum Studium. Leider sind es bis Bremen 170 km, es rechnet sich also vorne und hinten nicht. Mir macht das irgendwie sogar Spaß, zählen, tippen etc. Wahrscheinlich grenzt das an eine psychische Störung, nach den ganzen negativen Kommentaren, aber ich machs lieber als Kellnern oder was immer Studenten so tun. Wie gesagt, wären da nicht 170km... Schade.
#17
on
2008-01-07 15:38
Ich bin auch so ne Inventursüchtige, schon 5 in diesem Jahr mitgemacht und zwei stehen noch an.
Es ist sooo toll, ein geschlossener Laden, Ruhe trotz vielen Menschen, lustige Gesellschaft, leichte Arbeit mit schnell verdientem Geld und einfach ne super Atmosphäre. In meinem Laden krieg ich 7,15/Std. und in anderen Märkten glatte 6, dafür ohne Lohnsteuerkarte und bar auf die Hand. Und Hände schmutzig machen tut man sich dabei auch nicht. Oh man, wenn's doch nur nicht soviele Kilometer wären. Anja, wenn du auch aus südwestlicher Richtung kommst, wollen wir eine Fahrgemeinschaft bilden? 2DFH - 2 Damen fahren hin
Ja, das ist schon sehr lustig. Wenn es nach Björn geht, gibt es in spätestens 80 Jahren niemanden mehr der mal als Aushilfe Inventur gemacht hat
#18
on
2008-01-07 16:27
Suche promovierte Mathematikerinnen zwecks Dosen zählen.
Zahle 5 Euro (natürlich pro Tag) + 1 Dose heiße Bohnen. Jetzt mal butter bei die Fische, was zahlt der Shopblogger?
#19
on
2008-01-07 17:29
Die Minimalanforderung, die wir an unsere Inventuraushilfen in Frankfurt hatten, waren, daß sie fließend deutsch in Wort und Schrift beherrschen. Was soll ich sagen? 80 % der Anrufer mußte ich abwimmeln, weil sie eben nicht in der Lage waren, sich in deutsch zu verständigen.
Eine Inventur ist für einen Geschäftsleiter und das angestammte Personal auch kein Spaß und Zuckerschlecken - und nichts ist zeitraubender und schlimmer, wenn man Leute um sich hat, die absolut keine Ahnung haben, was da auf sie zukommt. (und mich im schlimmsten Fall nicht mal verstehen.). Viel Erfolg bei der Inventur und Personalsuche.
#20
on
2008-01-07 17:48
Ich habe neulich eine Inventur im Baumarkt mitgemacht. Sechs Stunden lang Ware (Kleinstartikel zum Basteln) gezählt, die nur gelagert und komplett eingeschweißt war (da frag' ich mich, ob man derartige Bestände nicht auch im Computer vorfindet, wer soll denn da 'was klauen?) 5,50 Euro pro Stunde. Dumme, stupide Arbeit.
#21
on
2008-01-07 19:30
Inventurdifferenzen entstehen nicht nur dadurch das Ware gestohlen wurde. Sie kann genau so gut nicht geliefert, in zu geringer Menge geliefert, wegen Verderb ausgesondert oder falsch ausgebucht und nicht abgeschrieben sein. Wenn ich lange genug darüber nachdenke fallen mir bestimmt noch mehr möglichkeiten für das Entstehen von Inventurdifferenzen ein.
Abgesehen davon das Börn sicher auch mit korrekten Zahlen arbeitet, ist die jährliche Inventur für alle Kaufleute vom Gesetzgeber vorgeschrieben.
#21.1
on
2009-01-06 09:18
Ich habe neulich bei einer Inventur in einem Supermarkt geholfen, ich fand die Arbeit für 6 Euro die Stunde eigentlich ganz angenehm, es gab kostenlose Getränke, belegte Brötchen, Snacks und Gulasch
#22
on
2008-01-07 22:04
Beim Arbeitsamt * anfragen, die haben doch bestimmt noch ABM-Opfer **.
Und Ansprüche runterschrauben * Nein, eine Agentur hat Agenten und Klienten, ein. Hier findet man aber nur Beamte und Bürger, ergo ist es ein Amt und keine Agentur. ** Vulgo: Ein-Euro-Jobber.
Ich habe 15 Jahre als Inventu Leiter in den U.S.A, und Europa gearbeitet, und kann nur sagen, wie gut leute arbeiten, auch unerfahrene, liegt am Inventur Leiter.
Ich hatte noch nie probleme, weder mit Firmen, noch mit Zählern. Und ich habe Inventuren mit 140 Zählern geleitet. Mein Motto : eine inventur ist so gut wie die zähler, die zähler sind so gut wie der inventur leiter, der inventur leiter ist so gut wie sine zähler
#24
on
2009-11-11 07:02
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