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Trinken verboten

Mit Frau Raabe-Schwarz haben wir uns übrigens endlich einigen können. Zumindest halbwegs. Den Jogurtdrink, den sie immer trinkt und den es aber nur im Sortimentskarton mit einer anderen Geschmacksrichtung gibt, bekommt sie seit einiger Zeit in ausreichender Menge. Dafür zahlt sie mehr pro Becher. Mit dem Aufpreis subventionieren wir die unbeliebtere Sorte, die wir so immer gleich schon zum Sonderpreis in die Restekiste legen. Klappt seit ein paar Wochen ziemlich gut.

Und da wir jetzt auch immer genug Ware vorrätig haben, kauft sie entsprechend viel. Umgerechnet sind das pro Wochentag 9 Flaschen á 250ml und jeweils gut 250kcal. Wenn man ansonsten nichts zu sich nimmt, könnte das mit der Kalorienzufuhr passen; aber das ist ihre Sache.

Nun ist es so, dass sie das Getränk wohl vor allem deshalb in solchen Massen zu sich nimmt, weil es gut schmeckt. Und das haben auch schon andere herausgefunden und so fehlt hin und wieder mal die eine oder andere Flasche aus einem der Kartons. Sie bezahlt aber nur, was sie tatsächlich mitnimmt und so ist das eigentlich kein Problem.

Vorhin hat sie mich doch tatsächlich aufgefordert, meinen Mitarbeitern zu verbieten, davon welche zu trinken oder an andere Kunden herauszugeben, schließlich sei das alles nur für sie.

Tock, tock.

Der falsche Bericht

Ein Kunde hat Leergut abgegeben. Eine kleine Sammlung, die nach Fundstücken aussah. Mit dabei war eine 1,5-Liter-PET-Mehrwegflasche von Coca-Cola. Allerdings hat die Flasche wohl jemand im Backofen oder mit einem Heißluftgebläse bearbeitet, denn sie war etwa auf die halbe Größe zusammengeschrumpft. Auf dem unförmig ausgebeulten Torso prangte noch das zusammengeschrumpelte Etikett, auf dem eindeutig zu erkennen war, um was es sich einst handelte.

"Die kann ich leider nicht annehmen." erklärte ich. "Die können Sie wegwerfen. Das war wohl mal eine große Flasche, aber die ist völlig zusamengeschrumpelt."

"Sie müssen die aber annehmen. Das ist eine Pfandflasche."

"Aber die ist zerstört. Für eine Glasflasche werden Sie auch kein Pfandgeld bekommen, wenn Sie die irgendwo in Scherben abliefern."

"Da habe ich wohl den falschen Bericht gelesen."

(Hat er wohl, sagte ich ihm aber nicht. :-P )