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Noch ein Fremdwagen

Gestern standen zwei Kunden vor dem Leergutautomaten, die mit einem Einkaufswagen eines (relativ weit entfernten) Mitbewerbers hier hereinkamen, in dem sie ihre leeren Kisten hierher transportierten. Leute, die Einkaufswagen derart verwenden, sortiere ich pauschal in eine der unteren Schubladen ein, aber diese Kunden wirkten ganz anständig und es kann ja zudem vielfältige Gründe haben, warum sie mit diesem Wagen unterwegs sind. Man soll ja nicht immer nur vom Schlimmsten ausgehen, dachte ich mir – und beachtete die beiden gar nicht weiter. Und auch den Gedanken, dass ich die beiden beobachten sollte, ob sie den Wagen auch tatsächlich wieder mitnehmen, verwarf ich gestern Nachmittag gleich wieder.

Und nun sehe ich gerade genau diesen Wagen hier im Lager stehen. Haben die den doch, nachdem sie ihre Leergutbons eingelöst haben, das Ding einfach vorne in Kassennähe stehengelassen.

Argh! :-(

Auftauende Kondomkäufer

Der Großteil der Kunden (und darunter besonders die jüngeren) stellt die Frage nach Kondomen eher leise. Schüchtern und peinlich berührt wirken viele Kondomkäufer beim Erstkontakt mit einer fremden Person.

Nun beschränken sich die Antwortmöglichkeiten hier im Laden auf das Zeigen des Standortes der Kondome und auf das Anbieten der zwei Sorten (Billy Boy und FF). Erstaunlich aber, wie die Leute auftauen und die Packungen hinterher offen durch die Gegend tragen, wenn sie merken, dass andere sie dabei nicht angucken, als würden sie Kinder zeugen fressen, sondern sich mit ihnen darüber unterhalten, wie über Erdbeerjoghurt oder andere alltägliche Dinge.

Viel intensivere Beratung ist hier bei mir im Laden nicht ernsthaft möglich und auch nicht nötig. Aber ich kann mir vorstellen, dass in einem Fachgeschäft durchaus interessante(re) Diskussionen daraus enstehen können. ;-)