Okay, eine E-Nummer bedeutet nicht gleich "böse chemische Geheimzutat", aber der Kunde sieht nur eine Liste von 12 E-Nummern. Und das schreckt ab.
Ich glaube, ich werde diesen Eindruck gleich mal an den Hersteller weiterleiten.
Falls es jemanden interessiert:
E250: Natriumnitrit
E621: Natriumglutamat
E301: Natrium-L-Ascorbat, Natrium-Ascorbat
E325: Natriumlactat
E412: Guarkernmehl
E450: Diphosphate
E330: Citronensäure, Zitronensäure
E471: Mono- und Diglyceride von Speisefettsäuren
E535: Natriumferrocyanid
E536: Kaliumferrocyanid
E300: Ascorbinsäure, L-Ascorbinsäure
E120: Cochenille, Karmin
(Quelle)
Zu gut Deutsch: Füll-, Farb- und Konservierungsstoffe. Zumindest einen Teil davon würde ich als Hersteller namentlich erwähnen und nicht nur unter dem E-Kürzel.
Nachtrag:
Gespräch mit dem Hersteller: Das Etikett auf der Packung sei zu klein, bei dem vielen Text erkennt man die Ware nicht mehr. Am Sonntag sehe ich aber Mitarbeiter des Unternehmens auf einer Messe. Meiner Meinung nach sollten die die Zutatenliste dringend überarbeiten. Da es sich dabei um ein relativ kleines Unternehmen handelt, sich ich da eigentlich auch kein Problem drin. Ich werde berichten.
Die (konventionellen) Zitronen, die wir bei uns verkaufen, sind als "nach der Ernte unbehandelt" deklariert - aber was das genau bedeutet war mir bis eben nicht wirklich bewußt.
Eine Kundin wollte wissen, ob das "Bio"-Zitronen sind und ob sie die Schale verwenden kann. Anlaß genug, das einmal zu recherchieren.
Grob zusammengefaßt: Die Zitronen sind (wahrscheinlich) während des Wachstums mit Planzenschutzmitteln behandelt worden (also nicht "bio"!), aber nach der Ernte wurde die Schale nicht gewachst oder mit Chemikalien gegen Schimmelbefall geschützt, weshalb man sie bedenkenlos in der Küche verwenden kann.
Einen ausführlichen Bericht darüber findet man hier auf der Website des WDR.