Wednesday, October 27. 2010Selbstgeschriebenes ArbeitszeugnisTrackbacks
Trackback specific URI for this entry
No Trackbacks
Comments
Display comments as
(Linear | Threaded)
Den Bewerbungen Fotos beizulegen ist ein deutsches Unding. In den USA zum Beispiel wird dieses Verhalten scharf verurteilt. Ob das heißt, dass es in den USA oder in Deutschland häufiger notgeile oder rassistische Chefs gibt, muss jeder für sich selbst entscheiden.
#1
on
2010-10-27 19:52
Mit der Forderung die amerikanische Regelung zu übernehmen würdest Du uns geradewegs in die Pleite treiben
Einen großen Teil unseres Passbildgeschäftes (und das ist im Fotohandel inzwischen fast das einzige echte Geschäft) generieren wir durch unsere exzellenten Bewerbungsfotos - sowas spricht sich rum. Aber grundsätzlich gebe ich Dir Recht, auch wenn mein Herz blutet... @Björn: Vielen Dank für die freundliche Erwähnung. Tatsächlich hat unser Chef solche selbst geschriebenen Zeugnisse recht oft auf'm Tisch. Als Inhaber einer Teilprokura darf ich sie manchmal lesen (wenn's meinen Bereich betrifft) und wir sind immer überrascht, was die Leute da zusammenfaseln und was Personalabteilungen so abnicken.
Ja, das ist in Deutschland ein bisschen blöd.
In den USA ist ja alles viel besser als hier.
#1.2
on
2010-10-27 21:10
Auch die Kommentatoren.
#1.2.1
on
2010-10-27 23:40
Du hast dich schon den Kommentaren in den USA gestellt?
Respekt!
#1.2.1.1
on
2010-10-27 23:49
Ich habe bei meinen Bewerbungen seit meiner damaligen Berufsausbildungsbewerbung kein Zeugnis mehr beigelegt. Und soweit ich das beurteilen kann, war die Quote an Absagen und Einladungen identisch.
#1.3
on
2010-10-31 14:11
ARG … Zeugnis … So ein Käse. Ich meine natürlich „… kein Bild mehr beigelegt“.
Apropos Bild: Falls doch mal eines Benötigt werden sollte, versende ich auf Anfrage natürlich eines per e-Mail. Dann allerdings kein „Passbild“, sondern ein vernünftiges Portraitfoto.
#1.3.1
on
2010-10-31 14:13
Ich habe auch schon oft gehört, dass Arbeitszeugnisse vom Arbeitnehmer geschrieben werden. Ist mittlerweile üblich.
Und die Sache mit dem Foto...spätestens beim Vorstellungsgespräch ist es doch eh aus, wenn dem Chef das Gesicht/Haare/Gewicht/watweißich nicht passt. Von daher verstehe ich den ganzen Radau um dieses Thema nicht...
Schwierig: Ich finde, dass Menschen, die auf einem Foto schlecht rüber kommen, eine Chance verdient haben. Ich stelle zwar niemanden ein, habe aber auch mit Einschätzungen von Menschen zu tun. Ganz oft staune ich, wie sehr ein auf den ersten Blick skeptisch stimmendes Äußeres (Tätowierungen, Glatze, Piercings, Kleidung, aber auch etwa hohes Alter etc.) innerhalb weniger Minuten völlig in den Hintergrund treten kann, wenn sich das Gegenüber als angenehme, fitte und kompetente Persönlichkeit entpuppt.
#2.1
on
2010-10-27 20:54
@ Gloria
Wenn die Deutschen weiter ihren us-amerikanischen Vorbildern folgen und immer weiter verfetten gibt es in Deutschland dann bestimmt eine spezielle Bewerbungssoftware. Bild einscannen, auswählen "Wohlwollendes Bewerbungsfoto" und die Software macht dann *zzzzzzt* und 90 Kilo sind weg.
#2.1.1
on
2010-10-27 21:15
Hätte dann Sinn, wenn die Bewerber wissen (s. o.) , dass sie viel mehr zu bieten haben, als ihr Foto vermuten lässt.
#2.1.1.1
on
2010-10-27 21:33
@ Gloria
Ich finde, man sollte das konsequent durchziehen. Wenn schon ein wohlwollendes Arbeitszeugnis gesetzlich vorgeschrieben ist, dann sollte der Bewerber auch ganz generell zu wohlwollenden Angaben berechtigt sein. Schulzeugnisse, Berufsabschlüsse, Geburtsdatum, etc, das kann man ja dann optimal auf den zukünftigen Arbeitgeber abstimmen.
#2.1.1.1.1
on
2010-10-27 21:37
Ist in der Tat üblich; ich habe alle meine Arbeitszeugnisse nach dem allerersten selbst geschrieben. Allerdings lasse ich die möglichst von Leuten, die sich auskennen, querlesen, damit ich mich nicht selbst in den Fuß schieße ...
Für den Job, den ich jetzt im Moment (und sehr gerne) mache, habe ich übrigens weder eine Bewerbung geschrieben noch ein einziges Zeugnis eingereicht; wer das Glück hat, von einem Headhunter anhand eines Online-Jobbörsen-Profils für einen geeigneten Job empfohlen zu werden, kommt gelegentlich ohne sowas aus.
Dann gehöre ich zu einer bald aussterbenden alten Garde.
Ich habe nicht ein einziges meiner Arbeitszeugnisse selbst geschrieben. Allerdings war ich auch nie in kleineren oder mittleren Betrieben tätig. Und ich habe immer aus freien Stücken nach neuen Betätigungsfeldern gesucht, ich wurde nie gekündigt. Und meine Chefs haben meine Kündigungen immer sehr ungern akzeptiert. Ich musste mich über meine Arbeitszeugnisse nie beschweren.
#3.1
on
2010-10-27 21:43
@ Ich war auch nie in kleineren oder mittleren Betrieben tätig".
Das ist gut. Glückwunsch!
#3.1.1
on
2010-10-27 22:15
Zum Thema "Wohlwollend":
Die Kunst besteht ja darin, Sachen in einem Zeugnis wegzulassen, die man eigentlich in dem betreffenden Berufsfeld auf jeden Fall erwähnen würde. Bei einer Kassierin z. B. wäre das eine Aussage zur Ehrlichkeit bzw. Zuverlässigkeit. Wenn da was fehlt, sind Rückfragen vom neuen Arbeitgeber vorprogrammiert. Klar, dass man auch dann nichts sagen darf, aber genau diese Aussage ("Darf ich nix zu sagen" oder "Nein, das ist kein Versehen. Möchte mich dazu nicht äußern.") wird dann jedem halbwegs erfahrenen Personaler die Augen öffnen.
#4
on
2010-10-28 13:31
In Deutschland darf man keine Fotos mehr bei der Bewerbung verlangen, hat was man Diskriminierungschutz zu tun.
Hält trotzdem niemanden davon ab eins mit zuschicken (was ich auch für Vernünftig halte)
#5
on
2010-10-28 16:11
Ich mache es wie Björn, ich lese Arbeitszeugnisse nur sporadisch. Liegen mehrere Arbeitszeugnisse vor, lese ich höchstens einmal nach, welcher Trennungsgrund jeweils angegeben ist. Hatte der Bewerber mehrere Jobwechsel kurz aufeinander, und heißt es immer "im gegenseitigen Einvernehmen", dann werde ich stutzig. Der Rest, um die vermeintlichen "Klausulierungen" im Zeugnis interessiert mich null.
Zum einen habe ich die Erfahrung gemacht dass 9 von 10 Firmen dieser angeblichen Kunst eh nicht mächtig sind. Auf der anderen Seite lasse auch ich gerne mal ein zu gutes Zeugnis schreiben, um einen Problemfall los zu werden. Ich streite mich mit ehemaligen Mitarbeitern doch nicht um ein Zeugnis. Tatsächlich ist dieser Punkt bei Vertragsbeendigungen immer am schnellsten erledigt. Mich interessiert der Lebenslauf (beständig? nachvollziehbar? strukturiert?), die Qualifikation (in unserer Sparte das größte Problem, Thema Fachkräftemangel) und die Symphatie. Ich bin eigentlich ein Zahlen-Daten-Fakten - Typ. Aber beim Personal achte ich doch auch sehr stark auf mein Bauchgefühl. Aber selbst das schützt nicht vor Fehlbesetzungen.
#6
on
2010-10-28 19:07
Only registered users may post comments here. Get your own account here and then log into this blog. Your browser must support cookies.
The author does not allow comments to this entry
|
CalendarArchivesQuicksearchCommentsWed, 23.05.2012 04:20
War das schnittfeste Wasser ge
nannte Wurst nicht schon in de
n Achtzigern in aller Munde?
Wed, 23.05.2012 00:47
Was muss man sich da viel ents
cheiden? Perfekt gibt's nicht,
also bitte diesem annähern (=
so wenig Wasser wie möglich).
Tue, 22.05.2012 23:48
Oder dass endlich genetisch ve
ränderte Sardinen zugelassen w
erden !
about Foto-"Studio", v1.0
Tue, 22.05.2012 23:47
Also ich hab mir eine Alternat
ive zum Fotozelt gebaut mit 30
€ Materialeinsatz.
Die Qualit
ät der Aufnahmen ist höh [...]
about Foto-"Studio", v1.0
Tue, 22.05.2012 23:38
Und was macht Björn dann mit d
em Monitor?
Der steht dann
bestimmt wieder in irgendeiner
Ecke herum. Oder er pac [...]
Syndicate This BlogMeine BlogrollBestatterweblog
Das Moosyversum FRoSTA-Blog Hodenmumps Hostblogger Ingos Blog LawBlog Marcos Blog Oldschool Row for Silence Taxi-Blog Uli's Notizbuch Abbothekenrundschau Automobil-Blog basicthinking beetlebum Belauscht BILDblog Casino-Blogger Compyblog COP – Chaos Orientierte Programmierung Das Kassenmädchen Das Viertel / Bremens Cityblog Das Sonnenkind Daily Me Der Blometriker Der Glaser Doc Rollinger Drink Tank Ehrensenf Essen kommen! Fahrbier Fiatschrauber FinBlog Fontblog Foodfreak Frau Shopping frl. krise interveniert Gastgewerbe Gedanken. Gurkensenf Heikos Blog Hirnrinde.de Honigblog Ich werde Politiker Indiskretion Ehrensache Isotopp Kaufhaus-per-Klick Keksblog Hans Freitag Kunden aus der Hölle La Melanie Lattmann unterwegs LECKER.de Magerquark Markenblog Marktjagd-Blog Maschinenschraubers Blog Abnehmen mit MC Reimann Medienrauschen Modellbaggerblog Mother of Six Mudder Seemann Nachtportier Netzgeflüster Nickerchen Pfötchen-Blog Pharmama Polizeinotruf Rainbraun Ringfahndung Rubiniablog Saftblog Schatzsucherblog Schockwellenreiter Sprachblog Spreeblick Straßen-Blog der VAJA Bremen Streetgirl Supermarktblog (F.A.Z.) Svenja and the City Taxiblogger Thorbens Blog TruckOnline Turbobrain VW-Bully und andere Oldtimer Die W-Akten-Blog Werbeblogger Wirres zumeinkaufswagen KategorienEs war einmal... |