Monday, August 25. 2008ErwartungshaltungComments
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Dazu mal eine Frage: Bis zu welcher Grenze seid Ihr eigentlich verpflichtet, Kleingeld anzunehmen. Nehmen wir mal an, die Kundin hätte in 1-Cent-Stücken bezahlen wollen...
#1
on
2008-08-25 08:20
Die Grenze liegt bei 50 Münzen
@Bjoern: Hättest du das vorher gewusst, hättest du den Preis nur auf 2,60 gesenkt.
#1.1
on
2008-08-25 08:32
Totaler Blödsinn! Es gibt keine Grenze. Und jeder Händler kann ja entscheiden wie er will, ob er Münzen akzeptiert oder sich nur in grünen Gummibärchen bezahlen lässt.
#1.1.1
on
2008-08-25 09:18
Wenn der Händler das Kaufangebot des Kunden angenommen hat, ist er zur Annahme einer gewissen Menge an Münzen gezwungen. Fakt.
Auch wenn der Händler das Kaufangebot angenommen hat, ist der Händler nicht zu allem verpflichtet. Gesetzlich verankert ist, wie Numanoid schon geschrieben hat, eine Obergrenze von 50 Münzen.
Alles was über 50 Münzen hinausgeht, muss der Händler nicht akzeptieren. Ebenso muss der Händler es nicht akzeptieren, wenn mit unverhältnismäßig Großen Geldscheinen bezahlt wird. (Sprich den 2,50 € Einkauf mit einem 100€-Schein bezahlt)
#1.1.1.1.1
on
2008-08-25 10:54
Beim Euro-Münzgeld gibt es hingegen eine eingeschränkte Annahmepflicht, denn gemäß der EG-Verordnung Nr. 974/98 des Rates vom 3. Mai 1998, Art. 11 Satz 3 ist „mit Ausnahme der ausgebenden Behörde […] niemand verpflichtet, mehr als fünfzig Münzen bei einer einzelnen Zahlung anzunehmen.“
Jetzt habe ich's gefunden: "[N]o party shall be obliged to accept more than 50 coins in any single payment." EG-Verordnung Nr. 974/98
#1.1.1.3
on
2008-08-25 10:55
Was DU schreibst, ist in der Tat völliger Blödsinn. Münzen haben rechtlich eine Sonderstellung und ihre Annahmeverpflichtung ist beschränkt.
#1.1.1.4
on
2008-08-25 11:05
natürlich wird bei björn an den kassen kleingeld angenommen, aber wenn jemand eine grössere summe nur mit kleinen münzen bezahlen will, muss das geld ja erst mal von dem kassierer/in gezählt werden, und das ist wiederum für die anderen an der kasse wartenden kunden eine zumutung. also mir wäre es peinlich, meinen beutel voll kleingeld an der kasse auszuleeren!
#1.2
on
2008-08-25 10:48
Monatsende... Wahrscheinlich hat sie ihre komplette Wohnung noch nach Geld abgesucht... Ist doch eher traurig, aber wenigstens hat sie was zu essen und es nicht geklaut...
#1.2.1
on
2008-08-25 13:33
Haben deine Mitarbeiter wirklich so viele Handlungsspielräume, oder nehmen die sich die einfach heraus?
Mir würd das nicht so gefallen, wenn ich der Chef wäre - habe aber auch keine berufliche Einzelhandelserfahrung. Denke auch, dass es nicht sinnvoll ist, wegen jeder Kleinigkeit immer gleich den Chef zu holen.
#2
on
2008-08-25 08:32
Was soll uns dieser Kommentar sagen?! Vermutlich ist es eine interne Vereinbarung, dass die Lebensmittel um einen gewissen Prozentsatz kurz vor Ablauf gesenkt werden dürfen/müssen... der Geschäftsführer kann sich schließlich nicht um alles kümmern!
Es ist gut, wenn es klare Regelungen gibt und die MA in einem gewissen Rahmen "frei" handeln können!
#2.1
on
2008-08-25 08:45
Grün schimmerndes Fleisch bekommt bei uns 30 % Aufpreis:
"Metallic-Lackierung hellgrün"
#3
on
2008-08-25 08:32
Gute Idee - kennt ihr das Grillfleisch vom Aldi, dass auch so grünlich aussieht. In unserem Aldi um die Ecke ist das Zeug immer noch im Karton, sprich steht im Karton im Kühlregal. Ich bin mehrfach daran vorbeigelaufen und habe mich gefragt, ob das Zeug mal vorher so aussah, wie das aus dem Nachbarkarton, sprich das mit rötliche Tunke....
War das auch die Tomatenfrau?
#4
on
2008-08-25 09:00
Meckern sollte die Frau nicht, aber Lebensmittel die am gekauften Tag ihr MHD erreichen, sollten schon runtergesetzt sein.
Ich habe hier in der Nähe (Süden von Paris) leider keinen Spar und muss zur wahrscheinlich im Vergleich grausam schlechten Konkurrenz. Auch wenn man Waren nach dem MHD noch essen kann, so achte ich beim Kauf immer darauf aus dem Regal die Sachen zu kaufen, die am längsten halten, wenn ich mir nicht sicher bin, wann ich sie verbrauche. Grüße aus Frankreich und danke für den Blog. Lese schon lange, schreibe seit kurzen, langweile mich bei der Arbeit immer.
#5
on
2008-08-25 09:15
"Lebensmittel die am gekauften Tag ihr MHD erreichen, sollten schon runtergesetzt sein."
Dann würde endlich mein Sushi billiger. Das darf bei uns nämlich immer nur am Herstellungstag verkauft verkauft und verzehrt werden.
#5.1
on
2008-08-25 09:20
"Lebensmittel die am gekauften Tag ihr MHD erreichen, sollten schon runtergesetzt sein."
Solange du es nicht als Muss ansiehst, ist es ja in Ordnung.
#5.2
on
2008-08-25 11:24
Das ist falsch. Im Gegensatz zum Kunden, der auch nach Ablauf des MHD keine gesundheitliche Beeinträchtigung zu befürchten hat, ist es dem Einzelhandel nicht Erlaubt Waren nach Ablauf des MHD zu veräußern.
Wenn du meinst
http://www.test.de/themen/essen-trinken/meldung/-/1167656/1167656/
#5.2.1.1
on
2008-08-26 15:16
Ich finde es eher interessant, dass Du überhaupt Fleisch verkaufst, welches noch am selben Tag abläuft... ich will Dich damit nicht angreifen, aber ich persönlich esse nur Lebensmittel, die noch mindestens einige Tage lang haltbar sind.
Will heissen, dass du nur unreife Früchte isst und Joghurt und andere Lebensmittel, welche noch völlig in Ordnung sind, einfach wegschmeisst nur weil sie ein aufgedrucktes Mindestdatum erreicht haben?
#6.1
on
2008-08-25 09:23
Nö, nicht richtig. Ich kaufe nie auf Vorrat ein, sondern nur soviel, wie ich in 1-2 Tagen auch verbrauche.
Wofür sollte das MHD denn sonst da sein? Am Ablauftag gibt es die Lebensmittel reduziert, danach werden sie halt weggeschmissen. Als Kunde kann man dann immer noch entscheiden, ob man die Lebensmittel, die nach dem MHD noch genauso gut sein sollten wie am ersten Tag, kauft oder nicht...
#6.2
on
2008-08-25 09:45
Paranoid?
Das Mindesthaltbarkeitsdatum heißt nicht aus Spass so. Oder weil das Wort mal benutzt werden soll. Es heißt so weil das betreffende Produkt MINDESTENS bis zu diesem Datum haltbar ist. Und AN diesem Tag natürlich auch noch.
#6.3
on
2008-08-25 09:55
Es heißt, dass der Geschmack, Konsistenz, etc. bis zu de angegebenen Datum vom Händler gesichert ist.
Ist das MHD nun abgelaufen, kann der Händler es trotzdem ohne Strafe weiterverkaufen. Zum Beispiel bei Gebäck: Das ist auch eine Woche nach Ablauf des MHD noch ohne weiteres und ohne Abstriche in der Qualität zu verzehren. Der Händler kann abgelaufene Ware "locker" weiterverkaufen - er muss sich nur sicher sein, dass sie ohne Beanstantung ist. Passiert was (z.B. Lebensmittelvergiftung o.Ä.) und es wird bewiesen, dass es an der abgelaufenen, verkauften Ware liegt, haftet nach Ablauf des MHD der Händler (vorher der Hersteller). Das ist die gesetzliche Regelung. Anders sieht es natürlich bei einem Verbrauchsdatum aus, wie es z.B. Gehacktes hat - das DARF nur bis zu angegebenem Datum verkauft werden.
#6.3.1
on
2008-08-25 11:32
Dann geh doch einfach Dein 'Frischfleisch' bei Aldi kaufen.
Mindestens 7 Tage haltbar. Ich möchte nicht wissen was da alles reingesprizt wird.
#6.4
on
2008-08-26 12:00
...gerollt oder nicht gerollt, das ist hier die Frage!
#7
on
2008-08-25 09:36
Also bei uns an der Tanke hab ich das mit Kleingeld in großen Mengen immer sehr einfach regeln können. Zum Kunden sagen klar nehme ich soviel an. Hier ist das Zählbrett, bitte einsortieren.
Zu uns sind aber auch Kunden gekommen die wirklich nen Sack voll kleingeld hatten. Aber ich glaube das das im Supermakrt ein wenig komplizierter. Da sind die Kassen und die Mengen an Ware die man dann neu einscannen müßte größer.
#8
on
2008-08-25 09:40
das ist björn, nur auf provit aus. aber man muss nicht alles glauben was er schreibt, so z.b. bezahlung in 5 cent-stücken. der will sich nur wieder wichtig tun und fleisch würde ich dort schon gar nicht kaufen in so einem üblen laden!!
#10
on
2008-08-25 09:57
Was ist Provit? Meinst du die Staubsauger?
http://www.provit.at/
als meine frau noch bei plus tätig war gab es bei denen die order solche ware zu entsorgen,reduzieren war untersagt,war der filialleitung aber egal sie tat es trotzdem,wenn der bezirksleiter kam wurde es schnell weggeräumt.bei extra hatte sie bis vor kurzem im kühlbereich auch so eine mhd ecke,leider wurde sie entfernt
#11
on
2008-08-25 09:58
Das machen viele (größer) Läden und ich als Marktleiter würde es ebenso halten.
Dann schmeißt man eben abgelaufene Dinge weg und verkaut dafür mehr Ware mit "frischem" MHD zu einem höheren Umsatz. Das Problem ist, dass es viele Kunden gibt, die nur heruntergesetze Ware kaufen, und mal ehrlich: Als Kaufmann will ich Gewinn machen, als Kaufmann muss ich Gewinn machen. Und der kann so eben höher ausfallen, als wenn man abgelaufene Ware günstiger verkauft.
#11.1
on
2008-08-25 11:27
Wenn diese Kunden _nur_ runtergesetzte Ware kaufen, werden die aber auch nicht auf normalpreisige Ware ausweichen, sondern abwandern.
Mal davon ab, sogar Aldi reduziert, wenn die am Samstag um 18 Uhr noch 1/2 Palette bis Sonntag haltbare Milch haben ...
#11.1.1
on
2008-08-26 12:46
QUOTE: Wenn diese Kunden _nur_ runtergesetzte Ware kaufen, werden die aber auch nicht auf normalpreisige Ware ausweichen, sondern abwandern. Meine Erfahrungen sind da anders.
#11.1.1.1
on
2008-08-26 15:18
Die MHD Ecke wurde abgeschafft. E*tra wird ja jetzt geführt von der Re*e und da wird nur etwas mit dem Preis runtergegangen, wenn überhaupt, und dann bleibt die Ware am ursprünglichen Platz.
Da bei kaum einem Supermarkt die Kühlkette korrekt eingehalten wird kaufe ich grundsätzlich keine Ware, die nicht mindestens noch 3 Tage haltbar ist. Und die auch nur, wenn es der Speiseplan UNBEDINGT erfordert.
#12
on
2008-08-25 10:40
Das Problem an der Kühlkette ist in der Regel eher der Endverbraucher...
Das seh ich anders. Als Früheinkäufer mache ich jedesmal die gleichen Beobachtungen in "meinem" Edeka. Die Rollwagen mit frischer Ware stehen aufgreiht vor der langen Kühltheke und EINE ältere Aushilfe räumt gemütlich die Ware ein. 2-3 Stunden ohne Kühlung vergehen da locker bis das letzte Teil endlich in der Kühltheke verstaut ist. Von Kühlkette kan da wirklich keine Rede mehr sein.
#12.1.1
on
2008-08-25 14:37
Ich bin ein Mann des Risikos und kaufe gerne so genanntes "Gammelfleisch". Sonst würde ich auch mit meinem knappen Azubigehalt nie in den Genuss eines Schnitzels kommen.
#13
on
2008-08-25 10:52
Früher war alles besser, da gabs noch Freibänke
(Freibank=eine Einrichtung zum Verkauf von minderwertigem, aber nicht gesundheitsschädlichem Fleisch, das in der Fleischbeschau als „bedingt tauglich“ eingestuft wurde. Die Preise waren hier durchgehend niedriger als in den übrigen Verkaufseinrichtungen. cWikipedia)
#14
on
2008-08-25 15:36
Also gerade bei Fleischprodukten achte ich auch immer darauf, dass das MHD-Dateum noch 2-3 Tage entfernt liegt. Wir wissen ja alle, wie zum Teil solche Produkte weiterverwendet werden
#15
on
2008-08-25 16:50
Man sollte sich in die Lage der Frau hineinversetzen...
Hartz4, wegen den ständig steigenden Preisen verzweifelt, da rutscht einem schon mal so ein frustrierter Spruch raus. Kleingeld - freundlich annehmen, irgendwann hat auch diese Kundin wieder Geld. Ich glaube, viele hier (einschliesslich Björn) können sich gar nicht vorstellen, wie das ist, verzweifelt zu sein und sich nichts zu Essen kaufen zu können. Mal drüber nachdenken, Jungs + Mädels
#16
on
2008-08-26 02:39
"Ich glaube, viele hier (einschliesslich Björn) können sich gar nicht vorstellen, wie das ist, verzweifelt zu sein und sich nichts zu Essen kaufen zu können."
Nee, kann ich in Deutschland auch nicht. Wer nicht genug Geld zum Leben übrig hat, hat es vorher woanders ausgegeben und meist war es für das Mobiltelefon, Fernsehen oder andere Formen der Freizeitgestaltung...
#16.1
on
2008-08-26 21:25
Übrigens: Morgen bei Stern.TV kommt ein Bericht darüber, was man noch alles (ohne Probleme) essen kann, nachdem das MHD abgelaufen ist.
22:15 Uhr -> RTL (Sorry Björn, aber passt zum Eintrag
#17
on
2008-08-26 20:11
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