Schachern um die Frist
Die Kontrolleurin der Lebensmittelüberwachung war nochmal hier und hat mich dazu verdonnert, neben meinem Tiefkühlraum auch eine leicht beschädigte Wand im Lager reparieren zu lassen. "Das muss abwaschbar sein!", lautete ihre Argumentation. Würde ich ja auch einsehen, wenn dort mit offenen Lebensmitteln herumhantiert werden würde – wird es aber nicht, so wie im Rest des Ladens auch nicht. Im Lager steht im Grunde vor allem nur Leergut, so dass ich das hygienische Problem nicht nur nicht sehe, sondern die Aufforderung, die Wand zu verputzen zu steichen und mit einem Prallschutz zu versehen, als reine Schikane betrachte.
Richtig klasse war eigentlich nur der abschließende Dialog, der mit ihrer Frage begann, wie lange ich dafür brauchen würde:
Richtig klasse war eigentlich nur der abschließende Dialog, der mit ihrer Frage begann, wie lange ich dafür brauchen würde:
Wie lange brauchen Sie, um das zu erledigen?Ohne Kommentar.
Keine Ahnung. Geben Sie mir sechs Wochen.
Reicht Ihnen das?
Müsste zu schaffen sein.
Wenn ich zur Nachkontrolle komme, kostet Sie das 50 Euro Gebühr. Wenn ich dann nochmal wiederkommen muss, sind Sie schon bei 100. Und so weiter. Dann sagen Sie lieber gleich mehr.
Okay, machen wir drei Monate.
Nein, so lange kann ich Ihnen nicht Zeit lassen.
HALLO?!? Wollen wir da jetzt darum schachern ob sechs oder 12 Wochen? Das ist ja wie auf'm türkischen Basar. Wie lange können wir denn?
Acht Wochen lasse ich Ihnen da jetzt Zeit.
Mein Gott, dann fragen Sie mich doch erst gar nicht!
