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Pleite?

Mit der Post trudelte hier Werbung für eine Software zur einfach selbst erstellbaren "Unternehmensbewertung" ein.
Die funktionsweise ist einfach: Man muss die Software nur mit allen betriebswirtschaflich relevanten Daten versorgen. Augenscheinlich die Zahlen, die sich aus der monatlichen Buchhaltung und den Bilanzen ergeben.

Der Sinn der Software erschließt sich mir nicht so ganz und eigentlich kann die Anwendung nur für gänzlich unfähige Unternehmer gedacht sein. In dem Werbeanschreiben werden die vielen Optionen des Programms mit vielen Bullshit-Buzzwords beschrieben, aber der eigentliche Sinn und Zweck wird nicht erklärt. Die meisten Funktionen lassen sich vermutlich durch einen Blick auf das eigene Konto ersetzen.

Klasse finde ich aber die Funktion "Insolvenzcheck". Ich stelle mir das gerade so vor: Buchhalterischer Restwert der BGA und Warenbestände minus noch fällige Außenstände bei den Lieferanten minus offene Darlehen plus Kassenbestand plus Bankkonten – ergibt die Summe ein negatives Vorzeichen, blinkt wahrscheinlich ein rotes Kästchen auf: "Glückwunsch, Sie sind pleite."

Aber ganz ehrlich? Das findet man meistens auch ohne eine knapp 200 Euro teure Software heraus.

Fragen, Fragen, Fragen – und keine Antworten

Telefonische Umfrage zur Umsatzentwicklung im deutschen Einzelhandel. Die Fragen lauteten etwa folgendermaßen:
· Werden für die Jahreszeit untypische Produkte verkauft?

· Wie haben sich die Einkaufspreise zum Vormonat entwickelt?

· Wie hat sich der Umsatz zum Vormonat entwickelt?

· Wie sind Ihre Umsatzerwartungen für den kommenden Monat?

· Wie sind Ihre Umsatzerwartungen für die kommenden drei Monate?
Die Antworten lauteten durchgängig "keine Ahnung". Was erwarten die? Dass jeder Händler solche Zahlen immer im Kopf hat?

Bei der ersten Frage wollte ich übrigens erst "Glühwein" sagen, hab's mir dann aber doch verkniffen. :-)