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Planungen für die Renovierungen

Dieser Blogeintrag darf gerne zu einer Diskussionsrunde werden. Ich habe auch schon überlegt, dies über ein Forum, Wiki oder Google Wave zu regeln, aber die Kommentare sind ja ähnlich wie in einem Forum und dieses Blog ist eben mein Medium.

Mein Laden besteht mittlerweile seit fast zehn Jahren. Schon immer mit ausgedehnt(er)en Öffnungszeiten (als die Mittbewerber) und seit gut 2,5 Jahren im 24h-Dauerbetrieb. Sowas hinterlässt Spuren. In der Zeit sind hier etwa 2,5 Millionen Kunden durchgerannt. Wir haben hochgerechnet rund 30.000 Rollcontainer und über 5000 Europaletten mit Getränken durch den Vordereingang reingezogen, im Laden bewegt und schließlich auch wieder als Leergut nach draußen auf den LKW befördert. Apropos Leergut: Im Laufe der Jahren haben wir übrigens für mindestens eine dreiviertel Million Euro Leergut angenommen. Flaschen, Kisten, Dosen – es läppert sich. Über das Leergut habe ich keine Statistiken geführt, aber es dürfte eher sogar noch deutlich mehr sein.

Dass diese Aktivitäten Spuren hinterlassen, sollte jedem klar sein. Gerade auch seit der 24-Stunden-Öffnung hat sich hier vieles verändert: Dieses beschauliche, adrette Lädchen, in dem ich immer darauf bedacht war, dass eben nicht überall irgendetwas herumsteht oder in dem ich nicht schulterzuckend darüber hinweggesehen habe, wenn etwas nicht mehr 100%ig in Ordnung war, ist einer ununterbrochen pulsierenden Maschine gewichen, die nur noch funktionieren muss und in der ich nicht mehr den Chrom putze, sondern nur noch Öl auffülle. (Manchmal denke ich, ob es nicht besser wäre, zu "klassischen" Öffnungszeiten zurückzukehren. Aber diesen ketzerischen Gedanken verwerfe ich auch immer wieder gleich.)
Eine Maschine, die nicht oder nur sehr selten abkühlt und die kaum Zeit für notwendige Inspektionen bietet. Der Erfolg ist gleichzeitig mein Schicksal. Was hier passiert ist aus kaufmännischer Sicht beeindruckend, faszinierend, einfach toll Aber der Preis dafür ist, dass wir hier in einem ständigen "Grundchaos" leben – und das ist für mich persönlich ein Punkt, der mich tagtäglich erneut stört.

Das Kuddelmuddel durch herumstehende Waren und Rollbehälter wird sich nicht ändern lassen. Aber zumindest möchte ich zum zehnjährigen Jubiläum den Laden etwas modernisieren und vor allem optisch aufpeppen. Natürlich, und das ist der erste große Haken, muss das alles während der Öffnungszeiten passieren. Ein Neuanstrich der Decke wird da schon leicht zur Herausforderung.

Meine konkreten Pläne sind: Neuanstrich der Decke und der Wände, komplett neue Einkaufswagen, evtl. Neugestaltung des Eingangsbereichs, doch endlich eine neue Gemüseabteilung und viele kleine Baustellen, deren einzelne Aufzählung an dieser Stelle keinen Sinn hätte.

Und jetzt bin ich gespannt auf konkrete Vorschläge von Leuten, die meinen Laden kennen (Kunden, Mitarbeiter, Freude) und Ideen von allen, die meinen Laden nicht oder nur von ein paar Bildern kennen.