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Serengeti-Park in Hodenhagen

Ich bin kein großer Freund von Zoos, hatte aber in der vergangenen Woche zwei Freikarten für den Serengeti-Park in Hodenhagen bekommen und gestern nun die Gelegenheit genutzt, mir den Park mal anzusehen.

Ich gestehe, dass mich der Tierpark ursprünglich weniger interessiert hat als die Attraktionen im angegliederten Freizeitpark. Letztendlich war es so, dass die Fahrgeschäfte nicht wirklichen Unterhaltungswert für harterprobte Achterbahnfanatiker lieferten, die freilaufenden Wildtiere aus aller Welt dagegen schon eher. Die Tiere sind im Serengeti-Park nicht in kleine Gehege gepfercht, sondern laufen auf recht großen Freiflächen (den einzelnen, nach Ländern getrennten Sektionen) frei herum. Diese Freiflächen sind mit dem Auto befahrbar (über die Abgasbelastung für die Tiere spricht nie jemand...) und so kann man die verschiedensten Antilopen, Giraffen, Nashörner, Löwen, Tiger, Strauße, Affen und noch etliche andere Tiere aus aller Nähe ansehen. Es ist im Park auch nicht weiter ungewöhnlich, wenn Affen das Auto belagern (und einem die Scheibenwischer verbiegen (ist aber nicht mir passiert)) oder neugierige Zwergpferde die Scheiben abschlabbern.

Dieses Bild ist nicht mit einem Teleobjektiv irgendwo in der Savanne aufgenommen, sondern schlicht und einfach mit meiner Handykamera direkt durch's Autofenster. So eine Giraffe ist schon recht imposant, vor allem, wenn sie einem gerade ihre weiche Nase entgegenstreckt...



"Wildpark" kommt nicht von "Wild parken"... Das Schild und die dazugehörigen Autos musste ich einfach fotografieren. :-)


Angst

Ich halte mich für einen recht furchtlosen Menschen. Ich bin nicht abergläubisch und glaube auch nicht, dass mir hinter jeder dunklen Ecke jemand auflauert. Samstag Abend wurde mir jedoch ausnahmsweise auch mall völlig anders:

Es war einer der wenigen Abende, an denen ich vollkommen alleine hier war. Ich habe überhaupt kein Problem damit, meinen Laden alleine zu betreten und mich hier alleine aufzuhalten, jedoch hört man ja immer wieder in den Medien davon, dass sich Leute bei Geschäftsschluss verstecken und einschließen lassen und dann einen günstigen und ungestörten Moment für einen Überfall abwarten. Dieses Risiko unterscheidet das Alleinsein nach Feierabend von z.B. der Arbeit am Sonntag Nachmittag erheblich.

Sämtliche Mitarbeiter waren bereits gegangen und ich saß im Kassenbüro und bereitete mich ebenfalls auf den Feierabend vor. Wirklich leise ist es hier nie, aber ich bin die Geräusche in meinem Laden gewohnt: Motorengeräusche, knackendes Eis in den Kühltruhen und Folie, die sich im Wertstoffsack entspannt.

Das Geräusch, das eine Bierflasche macht, wenn man sie aus einer Getränkekiste zieht, kenne ich auch. Hätte aber an dieser Stelle gar nicht auftreten dürfen. Scheiße, was war das??? Ich zog die Bürotür zu und beobachtete danach minutenlang akribisch die Monitore der Videoüberwachungsanlage. Ein blödes Spiel, da die Ladenbeleuchtung bereits ausgeschaltet und auf diese Weise kaum etwas in den Kameras zu erkennen war.

Aber nichts rührte sich mehr. Keine Bewegung und auch keine ungewöhnlichen Silhouetten waren auf den Bildschirmen zu sehen. Ich überlegte, ob ich das Gehörte möglicherweise einfach nur falsch gedeutet haben könnte. Aber was war das dann? Acht Jahre lang das Büro neben der Getränkeabteilung und ich kann den Klang einer Bierflasche nicht richtig erkennen?

Ich konnte und wollte aber gar nicht hier im Büro bleiben. Vor allem deshalb, weil ich nach dem langen Tag hundemüde war. Mit dem Finger auf dem Handy, jederzeit bereit, direkt den Notruf 110 anzuwählen, machte ich mich langsam auf den Weg nach draußen. Ihr glaubt gar nicht, wie froh ich war, als ich die Alarmanlage scharfgeschlossen hatte...