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Beileidsbekundung

Gerade eben sprach mich ein Kunde an der Leergutkasse an und sagte, während ich dabei war, seinen Bon auszustellen: "Mein Beileid übrigens zur 24-Stunden-Öffnung."

Eine der wenigen negativen Stimmen zur Nachtöffnung. Ich schätze ihn so ein, dass er dachte, dass wir das "arme vom Konzern unterdrückte Personal" sind und uns der langen Öffnungszeit einfach beugen mussten - ohne Rücksicht auf das Privatleben.

Ich klärte ihn erstmal darüber auf, dass die Entscheidung von mir selber kam und die Nachtbesetzung hier nicht unter Androhung von Sanktionen zur Nachtarbeit gezwungen wurde. Kollege Yusuf zum Beispiel, der am Wochenende regelmäßig in einem Club hier in Bremen Platten auflegt, ist eher nachtaktiv und dem passten seine vier Nachtschichten hervorragend in seinen Lebensrhythmus.

Die Neue

Eine Mitarbeiterin wurde, nachdem sie schon Monate hier beschäftigt war, von einer älteren Stammkundin angesprochen: "Oh, Sie sind aber neu hier."

Die Antwort war ehrlich: "Nein, ich arbeite schon seit ein paar Monaten hier an der Kasse."

Einige Tage später kam diese Kundin wieder an die Kasse, als die selbe Mitarbeiterin dort saß. Diesmal allerdings mit offenen Haare und nicht, wie einige Tage zuvor, zu einem Pferdeschwanz zusammengebunden. Die Kundin bemerkte sofort die Veränderung: "Oh, Sie sind aber neu hier."

Auch diesmal klärte meine Kassiererin sie darüber auf, dass sie schon seit einiger Zeit hier arbeiten würde und das man sich sogar schon einige Tage zuvor, wenn auch mit etwas anderer Frisur, an der selben Stelle begegnet sei.

Kurze Zeit später bekam diese Angestellte eine Brille.

Na, was meint ihr wohl, was passierte...