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Handwerker haben Zeit

Das Stück meines Geschäftes, in dem jetzt die neuen Kühlmöbel stehen, hat vor ein paar Monaten einen komplett neuen Bodenbelag bekommen. Nur zwei Kacheln ließen sich noch nicht einsetzen, denn dort gingen noch die Versorgungsleitungen für den alten Fleischtresen durch. Das sollte "später" gemacht werden. Der Zeitpunkt wurde nicht genau definiert, die Arbeitszeit aber schonmal mit abgerechnet.

Vorletzte Woche habe ich den Handwerker angerufen und darum gebeten, das in den nächsten Tagen fertigzustellen. "Anfang der Woche" hieß es dort, aber das ist nun auch schon wieder ca. eine Woche her. Ich bin eigentlich nicht jemand, der immer wieder an Dinge erinnert, die ihm zustehen. Da fühlt man sich fast schon wie ein Bittsteller und das ist mir in höchstem Maße unangenehm.
Ich denke, ich werde dort einfach mal freundlich formuliertes Fax hinschicken...

Gedruckt um Altpapier zu werden

Der gesamte Zeitschriftenhandel beinhaltet eine sehr komplexe Logistik. Um viele tausende verschiedene Objekte, wie z.B. Bücher, Tageszeitungen und Zeitschriften, von den Verlagen zu den Händlern zu bekommen, sind einige Großhändler und eine aufwendige Lagerhaltung erforderlich.
Vieles davon läuft automatisch. Kein Mensch könnte für über 30.000 Objekte beim Bremer Zeitschriftenhandel (unser Großhändler hier in Bremen) pro Kunde eine Auswahl treffen, welche Titel und in welchen Mengen ausgeliefert werden sollen. Im Grunde wird ein Schnitt aus Marktgröße und Kundenfrequenz, Regalmetern und Rückläufern ermittelt und so permanent die Menge der gängigsten Zeitschriften angepaßt. Oft entscheiden auch die Verlage darüber, wieviel Ware in den Handel gelangen soll. So kommt es durchaus mal vor, daß plötzlich dutzende Exemplare eines Magazines hier aufschlagen und ich 90% davon gleich wieder in die Remission (Rücksendung) werfe.
Und auf diese Weise sammelt sich dann innerhalb einer Woche so ein Häufchen an: