Monday, March 15. 2010
Verdammt noch eins! Da sitzt man in aller Ruhe und nach der Nachtschicht schon leicht eingeschläfert am Schreibtisch im Kassenbüro und plötzlich düdelt in voller Lautstärke ein Mobilteil unserer Telefone los. Unangenehmerweise in einem mir bis dato völlig unbekannten Klingelton.
Da hat einer der Kollegen (vermutlich aus der Nachtschicht) einen Wecker gestellt, der täglich um 5 Uhr losgeht. WAAAAAH!
Ach, positiv sehen: Jetzt geht's frisch und munter wieder für eine Stunde an die Arbeit.
Tuesday, March 2. 2010
Es passieren hier im Laden auch immer wieder Dinge, die man lieber nicht erzählen möchte. Aber es belastet und beschäftigt einen, ist Teil meiner Geschichte, bzw. der Geschichte dieses Ladens und gehört somit eigentlich hier her. Ich versuch's mal zumindest mit einer Kurzversion:
Einer meiner Mitarbeiter ist eben mit Hilfe von zwei Polizisten nach draußen befördert worden, nachdem er unter Alkohol- und vermutlich auch dem Einfluss anderer Mittelchen sich nicht nur mit einem seiner Vorgesetzen gestritten, sondern ihn dabei auch noch mit Gesten auf üble Art und Weise bedroht hat.
Das wird auch nicht mehr als "kleine Differenz aufgrund persönlicher Abneigung" durchgehen können und das war's dann wohl auch mit dem Aushilfsjob bei mir.
Saturday, February 27. 2010
Glückwunsch: Zu allem Überfluss hat sich eben noch eine weitere Vollzeitkraft krankgemeldet. Ich habe zwar noch keine verbindlichen Informationen, aber wenn der Arm tatsächlich gebrochen ist, wird sie wohl in den nächsten Wochen nur schlecht an der Kasse arbeiten können...
Tuesday, February 23. 2010
Oder: Wollten dir nur ins Blog?
Beim Bearbeiten einiger Lieferscheine fielen mir diese beiden Zettel auf. Zwei Smileys im Unterschriftenfeld in einer Woche. Da sag mal einer, meine Mitarbeiter würden hier ein schweres Leben haben.
Wednesday, February 17. 2010
Mit der Tagespost trudel hier eben eine Initiativbewerbung einer Frau in meinem Alter ein. Die Zeugnisse sind okay, das Anschreiben knapp, sachlich und wenigstens mal ohne diese Lehrbuch-Textbausteine vom Arbeitsamt.
Den hässlichen, ausgefransten Kanten am oberen und rechten Rand des Anschreibens entnehme ich, dass es ursprünglich auf einen A2-Bogen gedruckt und dann herausgetrennt wurde.
Warum macht man sowas nur?
Thursday, February 11. 2010
Online-Statusmeldung eines Mitarbeiters: "Im Winterschlaf, bitte nicht stören. Danke!!!" Hihi.
Saturday, February 6. 2010
Mit der Tagespost trudelte hier eben auch eine Initiativbewerbung einer jungen Frau ein.
Ich glaube, sie sucht einen Ausbildungsplatz – allerdings könnte das auch ein übriggebliebener Textbaustein gewesen sein, denn an anderer Stelle sucht sie nur einen Arbeitsplatz, bzw. Teilzeitjob.
Gut, das Eselsohr könnte auch beim Einfädeln in den Briefumschlag passiert sein können. Die Gesamterscheinung der Bewerbung, inklusive der Formulierungen und teilweise sehr offensichtlichen Fehler, motiviert aber nicht wirklich dazu, die Bewerberin einfach mal einzuladen, um festzustellen, ob sie nicht vielleicht doch eine interessante Bereicherung für das Team wäre.
Monday, February 1. 2010
"Die Angaben auf den Inventurzählbögen sollen absolut eindeutig sein. Daher unbedingt darauf achten, nichts zu übermalen oder herumzukritzeln. Wenn man sich verschrieben hat, einfach die ganze Zeile durchstreichen und in der Zeile darunter sauber neu schreiben." So lautet die Anweisung für meine Inventurhelfer...
Mag ich ja gar nicht, wenn Mitarbeiter eigenmächtig solche Zettel im Laden aufhängen. Ob das wirklich Leute davon abbringt, irgendwelche Gerüchte zu glauben? Dann lieber schweigen und einfach weitermachen wie bisher.
Ich sollte sowas immer korrekturlesen. Und das nicht nur aus Prinzip, weil ich hier ganz oben in der Rangfolge stehe.
Wednesday, January 27. 2010
Hat natürlich auch Vorteile, wenn die Kartons ungeöffnet in die Regale gestellt werden: Es geht vor allem viel schneller, als wenn man da lange an der Pappe herumfrickeln muss. Außerdem sieht es einfach viel ordentlicher aus. Und das Beste ist, dass die Kunden nicht mehr einfach die Sachen wegkaufen können, so dass wir uns auch die Arbeit mit dem Nachbestellen sparen können. Sollten wir eigentlich mal im ganzen Laden einführen...
Wednesday, January 20. 2010
Ich weiß gar nicht, ob ich das jemals erwähnt hatte, aber bei diesem Unfall wurde doch eine meiner Mitarbeiterinnen in Mitleidenschaft gezogen und war deswegen eine Zeitlang krankgeschrieben.
Inzwischen, rund 1,5 Jahre später, wird der Fall endlich verhandelt. Es geht um die Schuldfrage und natürlich auch, wer vom wem welche Zahlungen zu erhalten hat. Meine Forderung in der Sache beläuft sich auf mehrere hundert Euro Schadensersatz, da ich natürlich den Lohn an meine Mitarbeiterin während ihres Krankheitsfalls weitergezahlt habe und diese Summe nun von dem oder den Schuldigen erstattet haben möchte.
Und nun soll ich auch noch beweisen, dass da wirklich das Gehalt weiter gezahlt worden ist. Mit einer schriftlichen und unterschriebenen Erklärung meines Steuerberaters zum einen und mit einem weiteren Beleg, z.B. einer Kopie des Kontoauszugs, zum anderen.
Wieso ist man als Geschädigter eigentlich auch immer gleich der Depp, der seinen Forderungen mühsam hinterherrennen muss?!?
Thursday, December 17. 2009
Aus einer Initiativbewerbung: Auf der Suche nach einem Ausbildungsplatz zur Verkäuferin bin ich auf Ihr Angebot im Internet aufmerksam geworden. Wir haben schon einen Azubi für 2010 und daher suche ich gerade bestimmt keinen, schon gar nicht im Internet.
Monday, December 14. 2009
Vorhin fand nun also unsere diesjährige Firmenweihnachtsfeier statt. Seit einigen Jahren aus praktischen Gründen am Sonntag Abend, denn in der Woche ist es aufgrund der Öffnungszeiten gar nicht möglich, alle Mitarbeiter "an einen Tisch" zu bekommen. Aus Tradition lade ich meine gesamte Mannschaft jedes Jahr in ein anderes Restaurant ein, dabei probieren wir auch durchaus ungewöhnliche oder exotische Lokale aus. Diesmal waren wir bei einem netten Gambier, der das Restaurant Bendula (Hier gab es vor ein paar Tagen ein Foto vom Gastraum zu sehen.) betreibt. Praktischerweise befindet sich der Laden genau auf der anderen Straßenseite von meinem Markt in Findorff.
Neben einigen "typisch" deutschen Speisen wie Schweinemedaillons, Kartoffelgratin, Ente mit Rotkohl und Kartoffelknödeln gab es natürlich vor allem typische Gerichte aus Afrika: Cous Cous in herzhaft und später gesüßt als Nachspeise, kalte Vorspeisen, Hühnchen, Linsensalat , Ingwer-Kürbis-Suppe – die Auswahl war geradezu umwerfend.
Die meisten von uns haben auch eine kulinarische Neuerfahrung gemacht (und ich glaube, nicht einer meiner Mitarbeiter hat sich nicht dort herangetraut): Spieße mit Krokodilfleisch. Was soll ich sagen... Schmeckt wie Hühnchen.
Besonderer Höhepunkt der diesjährigen Weihnachtsfeier: Nach dem Essen gab es Geschenke für alle Teilnehmer. Jeder durfte ein Los mit einer Nummer ziehen und dann hieß es Glück haben: Kaffeemaschine, MP3-Player, Handy, hochwertige Gesellschaftsspiele, Haushaltsgeräte, DVDs, Bücher oder vielleicht doch "nur" einen von den kleineren Preisen gab es zu gewinnen.
Was mich und meine Liebste betrifft: Das wird wohl eine anstrengende Nacht hier im Laden. Wir sind so vollgefuttert, wie schon seit Ewigkeiten nicht mehr. Das Essen war aber auch einfach nur lecker. Wir haben mit 21 Leuten ein Buffet fast vollständig geleert (Okay, mit " Doggy-Bags", zugegebenermaßen), das für 30 Personen ausgelegt war.
Saturday, November 28. 2009
Hier geht's dieses Jahr mit der gesamten Mannschaft hin. Sieht doch nett aus, oder? Ich freue mich jedenfalls schon sehr.
Friday, November 27. 2009
Ein relativ neuer Mitarbeiter rief mich an die Kasse. Er hätte ein kleines Problem mit einem Storno und käme gerade selber nicht weiter.
Mit einem Storno?
Aber der Reihe nach:
Eine Kundin wollte drei Orangen kaufen. Mein Kassierer buchte aber versehentlich drei Grapefruits. Das wäre ja kein großes Problem gewesen, wenn er einfach die drei Grapefruits wieder storniert hätte. Hat er aber nicht, sondern nur eine. Und weitere zwei draufgebucht.
Dann hat er erstmal die drei Orangen gebucht und schließlich einen weiteren Versuch gestartet, die Grapefruits zu stornieren. Eine raus, zwei rein. Und da stand er dann und rief um Hilfe.
Insgesamt war der Kassenbon relativ lang und chaotisch geworden und es dauerte etwas, sich da zurechtzufinden. Schließlich stornierte ich fünf Grapefruits und gut war wieder alles.
Hinterher mussten wir alle lachen, inklusive der hinter der Orangen-Kundin wartenden Kunden, die natürlich die ganze Sache mitbekommen hatten: Grapefruits und Orangen haben derzeit den gleichen Preis. Theoretisch hätte mein Mitarbeiter sich die ganze Storniererei sparen können.
(Aber auch nur theoretisch, da er natürlich nicht alle Gemüsepreise auswendig weiß und das mit dem gleichen Preis natürlich nicht wissen konnte.)
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