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Nicht lange haltbare Milch

Eine Kundin suchte Milch, die ausdrücklich "nicht lange haltbar" sein sollte. Wir waren irritiert. Warum möchte jemand sowas haben? Also mutwillig, meine ich. Wir rätselten im Kollegenkreis herum, schließlich kümmerte ich mich selber um die Kundin.

Das Rätsels Lösung: Sie wollte ganz gewöhnliche "nicht lange haltbare" Frischmilch haben und nicht die sogenannte "längerfrische" ESL-Milch, die seit Jahren fast nur noch angeboten wird. Ich kann's verstehen – und zum Glück konnte ich auch den Wunsch erfüllen, denn wir haben hier im Kühlregal eine wunderbare Demeter-Frischmilch von einem Hof aus dem Teufelsmoor. :-)

Bongefrickel

Ein Kunde berichtete mir, dass er seinen Leergutbon am Automaten vergessen hatte. Unmittelbar nach ihm sei eine Kundin zum Automaten gegangen und eigentlich kann nur sie seinen Bon eingesteckt haben. Ob ich da wohl mal fragen könnte – immerhin waren es bei ihm über sechs Euro.
Die Kundin befüllte den Automaten immer noch, hatte aber offenbar nur einige Bierflaschen dabei. Trotzdem zeigte das Display des Automaten bereits etwas über sieben Euro an.

Was war geschehen? Nun: Wenn man keine Flaschen mehr einwirft, druckt der Leergutautomat nach dreißig Sekunden automatisch den Beleg aus. In diesem Fall kam die Kundin mit den Bierflaschen aber innerhalb dieser Wartezeit zum Automaten und fing einfach an, ihr Leergut dort hineinzuwerfen. Dass dort schon ein Betrag auf dem Display angezeigt wurde, hatte sie dabei allerdings nicht bemerkt. Die Aussage ist glaubwürdig, da man mit sowas ja zum einen auch nicht rechnet und zum anderen die Leute bekanntermaßen sowieso keine Informationen lesen, die irgendwo angebracht sind… :-)

Zum Glück ließ sich das alles recht einfach auseinanderfrickeln und sowohl der Kunde als auch die Kundin waren zufrieden.

(Brauchen Sie den) Bon?

Persönlich finde ich diese typische Einwortfrage, die man als Kunde an vielen Kassen (nicht nur in Supermärkten) zu hören bekommt, absolut grausam: "Bon?"

Meinen Neulingen hier an der Kasse klopfe ich auf die Finger, wenn ich das mal mitbekomme. Vielleicht bin ich einfach auch nur zu empfindlich, aber dieses "Bon?" kann ich nunmal persönlich überhaupt nicht leiden. Bon?
Wenn keine Zeit ist, die Frage in einen anständigen Satz zu verpacken, empfinde ich es als freundlicher, den Zettel einfach ohne weiteren Kommentar mit dem Wechselgeld zu übergeben oder bei einer freundlichen Verabschiedung (die sowieso obligatorisch ist) einfach auf den Kassentisch zu legen. Wenn der Kunde den Beleg nicht braucht, wird er schon etwas sagen oder ihn einfach liegen lassen. Bon?

Ich habe mir irgendwann mal die Frage "Der Bon kann weg?" angewöhnt, die ich aber auch immer nur dann bringe, wenn ich den Kunden oder die Kundin entweder persönlich oder aufgrund des Einkaufs so einschätze, dass die Antwort sowieso positiv ist.

Verstehe gar nicht, warum die Antwort im ersten Moment fast immer "nein" lautet. :-P