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Komm' ich nicht rein!

Fünf Typen waren eben im Laden und bewirkten bei mir und einer Mitarbeiterin schon beim Betreteten des Marktes eine sofortige Habachtstellung. Zuerst postierten wir uns vor der Videoanlage. Da die Heranwachsenden alkoholisiert und unnormal "unruhig" wirkten, beschlossen wir, uns in ihrer Nähe aufzuhalten. Sollte die Situation eskalieren hätten wir direkt eingreifen können.

Letztendlich waren sie zum Glück friedlich und suchten vor allem noch mehr Alkohol und überlegten dabei, wo sie den Rest des Abends verbringen könnten. Nach einiger Diskussion beschloss die Mehrheit, zum Capitol zu fahren. Einer von denen, interessanterweise genau der, der uns die ganze Zeit am verdächtigsten vorkam, hatte allerdings ein gutes Argument gegen diese Disco:
Nicht ins Capitol. Die lassen mich da nicht mehr rein!
Die wissen bestimmt, warum. :-)

Heiße Liebe

Ein Pärchen begegnete mir hier im Laden gleich zweimal während ihres Einkaufs. Jede Begegnung für sich wäre schon dazu geeignet gewesen, einen entsprechenden Blogeintrag zu schreiben. Beide zusammen jedoch bieten zusätzlich noch einigen Stoff zum Nachdenken...

Ich war in der Nähe des Kaffee-/Tee-/Kakao-Regales beschäftigt, als mir das Pärchen zuerst auffiel. Er nahm eine Packung "Heiße Liebe" aus dem Regal und deponierte sie im Einkaufswagen. Sie freute sich: "Heiße Liebe, sowas schönes kaufst du für uns?
Seine Antwort war dagegen alles andere als romantisch: "Ich mag das Himbeeraroma. Oder glaubst du mit "heißer Liebe" meine ich dich?"

Ich war mir nicht sicher: Necken die sich nur oder meinte er das ernst? Ich wusste es nicht, nahm mir aber vor, das Erlebte ins Blog zu schreiben.

Einige Minuten später saß ich mit an der Kasse. Das seltsame Paar war inzwischen mit dem Einkauf fertig und stellte sich, wer hätte es gedacht, an "meine" Schlange an.

Er packte den Einkaufswagen aus und stapelte alle Artikel auf das Förderband, während seine Begleiterin die ganze Zeit irgendwie nur daneben stand und sich kaum rührte. Neben dem Scanner hatte ich bereits einen beachtlichen Haufen Ware aufgestapelt, als er die Frau an der Jacke festhielt und sie mit einer kräftigen Armbewegung recht rüde auf die andere Seite des Einkaufswagens schubbste und kommandierte: "Mach dich mal nützlich und räum' die Sachen ein!"

Irgendwie überkam mich in dem Moment immer mehr das Gefühl, dass der Spruch mit der "heißen Liebe" von ihm absolut Ernst gemeint gewesen ist.

Und ich frage mich, welche Rolle er wohl in ihrem Leben spielt. Wer sich sowas gefallen lässt, muss entweder völlig merkbefreit oder verdammt abhängig sein.