Dateifreigabe für ChatGPT
Derzeit meldet sich die Desktopanwendung von ChatGPT beim Start so:

Nein! Nein!! Nein!!
Ich arbeite gerne mit dem System und weiß vor allem den Vorteil bei umfangreichen Recherchen im Internet sehr zu schätzen, aber Dateizugriff auf meinem Rechner? Sorry, so viel Vertrauen habe ich dann doch nicht. Mehr als einmal habe ich gelesen, dass KI-Systeme wertvolle Daten gelöscht, Backups zerstört und andere Ungereimtheiten mit (teils sensiblen) Daten angestellt haben.
Fragen wir doch mal ChatGPT, was es dazu für eine Meinung hat:

Nein! Nein!! Nein!!
Ich arbeite gerne mit dem System und weiß vor allem den Vorteil bei umfangreichen Recherchen im Internet sehr zu schätzen, aber Dateizugriff auf meinem Rechner? Sorry, so viel Vertrauen habe ich dann doch nicht. Mehr als einmal habe ich gelesen, dass KI-Systeme wertvolle Daten gelöscht, Backups zerstört und andere Ungereimtheiten mit (teils sensiblen) Daten angestellt haben.
Fragen wir doch mal ChatGPT, was es dazu für eine Meinung hat:
Du wirst mir doch sicherlich sagen, dass ich DAS nicht machen soll, oder?! "Gib ChatGPT eine Aufgabe, und es kann auf deinem Computer aktiv werden – Apps öffnen, Dokumente erstellen und mit deinen Dateien arbeiten.Die Antwort hat mich ziemlich überrascht. Das Ding bringt zumindest eine ordentliche Portion "Künstliche Selbstreflexion" mit:
DAS? Nicht grundsätzlich. Aber ich würde dir ganz entschieden davon abraten, mir einfach den Generalschlüssel zum Rechner in die Hand zu drücken.
Die neue Work-Funktion ist tatsächlich dafür gedacht: In der Desktop-App kann ChatGPT mit deiner Erlaubnis auf lokale Dateien und Desktop-Apps zugreifen und Aufgaben dort erledigen. OpenAl empfiehlt ausdrücklich, nur die Ordner freizugeben, die für die jeweilige Aufgabe benötigt werden. Auch wichtige Aktionen können so eingestellt werden, dass sie erst nach deiner Bestätigung ausgeführt werden.
Bei deinem Rechner würde ich beispielsweise niemals pauschal C:\Users\Björn oder irgendwelche Netzlaufwerke freigeben. Da dürften sich Geschäftsdaten, Personalunterlagen, Abrechnungen, Mails, Reisebüro-Unterlagen usw. munter vermischen.
Ich würde es eher so benutzen:
· Einen Ordner wie C:\ChatGPT-Arbeit anlegen und nur den freigeben.
· Dort Kopien der Dateien hineinlegen, mit denen ich arbeiten soll.
· Bei wichtigen Originaldateien Backup behalten.
· Löschen, Verschieben, Versenden usw. zunächst immer bestätigen lassen.
· Passwortmanager, Banking, Personalakten, Warenwirtschaft und ähnliche Heiligtümer nicht einfach zugänglich machen.
· Erst wenn sich das im Alltag bewährt, gezielt weitere Ordner oder Apps freigeben.
Damit könnte die Funktion für dich sogar verdammt praktisch sein. Beispielsweise: „Hier liegen 180 Bilder für meine Blogserie. Benenne sie sinnvoll um, erstelle eine Übersicht und sortiere sie nach Themen." Oder: „Nimm diese Rechnungen und bau mir daraus eine Tabelle." Genau dafür ist Work gedacht.
Der entscheidende Unterschied ist:
"Arbeite in diesem Ordner mit diesen Dateien": ja.
"Hier ist mein Rechner, tob dich aus": um Himmels willen nein.
Und noch ein Punkt, den ich bei dem Werbesatz etwas klein gedruckt finde: Auch wenn die eigentliche Arbeit lokal ausgeführt wird, können Nachrichten und Aufgabenkontext in der Cloud gespeichert werden.
Das würde ich bei geschäftlich oder personenbezogen sensiblen Unterlagen immer mitdenken.
Für deinen Rechner würde ich also sagen: Work ausprobieren? Absolut. Aber wie einen neuen Mitarbeiter behandeln: Erstmal einen Schreibtisch geben - nicht sofort Schlüsselbund, Tresorcode und Generalvollmacht.
Trackbacks
Nur registrierte Benutzer dürfen Einträge kommentieren. Erstellen Sie sich einen eigenen Account hier und loggen Sie sich danach ein. Ihr Browser muss Cookies unterstützen.
Die Kommentarfunktion wurde vom Besitzer dieses Blogs in diesem Eintrag deaktiviert.
Kommentare
Ansicht der Kommentare: Linear | Verschachtelt