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Presseerklärung zur Erreichbarkeit nach der Baustelle

Dieser Text ging gerade via E-Mail an diverse Redaktionen raus:

Sehr geehrte Damen und Herren,

seit heute Nacht ist der SPAR-Markt in der Gastfeldstaße (Neustadt), Bremens einziger rund um die Uhr geöffneter Vollsortimenter auch wieder bequem mit dem Auto zu erreichen.

Nach einer nun mehr als fünf Monate dauernden Vollsperrung der Gastfeldstraße, in der der Supermarkt nur durch einen bis zu hundert Meter langen Fußmarsch erreicht werden konnte, besteht nun endlich wieder die Möglichkeit, hier mit dem PKW direkt bis vor die Tür zu fahren.
Taxifahrer, Polizei und Rettungsdienst und viele Nachtschwärmer und Nachtschichtler dürften sich über diese Entwicklung freuen und
zukünftig wieder häufiger vorbeischauen und sich dabei wohl nicht nur über frische Brötchen freuen, die wir nach wie vor auch mitten in der Nacht anbieten.

Die lange Baustelle mit ihren Unannehmlichkeiten hat uns viele Nerven gekostet. Die tägliche Warenanlieferung, bei der wir hunderte Kilogramm schwere Rollcontainer und Paletten etliche Meter zum Laden schieben und ziehen mussten und dabei häufig im Sand und Teer versunken und an Bordsteinen hängengeblieben sind, waren eine ständige Herausforderung. Mit der freundlichen Unterstützung der Bauarbeiter und auch einiger Anwohner und Kunden haben wir aber auch diese Hürde immer wieder gemeistert.

Arbeitsplätze hat die Baustelle übrigens trotz erheblicher Umsatzverluste zum Glück nicht gefordert. Bleibt nur zu hoffen, dass sich die Zahlen ab jetzt wieder erholen...

Freigang im Kindergarten

Hilfe! Wir wurden gerade von gefühlten Hunderschaften junger Teenager heimgesucht. Eine gröhlende Meute, hyperaktiv und die eigentlich längst ins Bett gehörte. :-O

Kamen wohl gerade von einer Klassenfahrt und wir wollten dem Haufen die Laune auch nicht vermiesen. Aber dass der eine mit seinem Skateboard fast eines meiner Regale umriss, fand ich nun gar nicht mehr lustig. :-|

Missverständnis

Hier eine kleine Geschichte aus den Anfängen dieses Ladens. Wir waren noch dabei, unser Sortiment aufzubauen und da "Bünting-Tee" bei uns nur über das Streckengeschäft und nicht über das Großlager zu beziehen war, rief ich also bei Bünting an.

Eine Frau meldete sich am Telefon und ich erklärte ausführlich, dass ich selbstständig einen SPAR-Markt betreibe und gerne Ware von Bünting beziehen würde.

Statt eines "Gerne beliefern wir Sie, soll ich Ihnen einen Außendienstmitarbeiter vorbeischicken, der Ihnen das Sortiment vorstellt?" hörte ich nur ein Lachen.

Ich war irritiert. War das jetzt so witzig?

Sie fragte noch einmal nach, ob ich wirklich Ware von Bünting beziehen wollen würde und nachdem ich bejahte, stellte sie noch einmal diese Frage: Und Sie betreiben einen SPAR-Markt?

Wieder bejahte ich.

Die Frau lachte die ganze Zeit und erkundigte sich schließlich, ob sie jetzt bei irgendeinem Telefonstreich im Radio wäre.

Da reichte es mir, denn langsam fühlte ich mich regelrecht verarscht: "Was ist daran so witzig, dass ich von Ihnen beliefert werden möchte? Oder gibt es irgendein Problem damit, mir hier regelmäßig Tee ins Haus zu schicken?!?"

Die Frau: "Ach, Tee wollen Sie haben?"

Ja, natürlich.
Damit klärte sich das Missverständnis aber auch sofort auf. Ich hatte zwar bei Bünting angerufen, war aber nicht im Teehandelshaus gelandet, sondern in der Vertriebsgesellschaft, die die Supermärkte (Combi, Markant etc.) betreibt. Und diese Märkte stehen natürlich in knallharter Konkurrenz zu SPAR. Kein Wunder, dass die Frau sich veräppelt gefühlt hatte... :-)

Viel Zeit

Zwei Mädchen im Teenyalter gingen zusammen durch den Laden. Sie guckten hier, guckten da und plötzlich sagte die eine zur anderen: "Ich weiß gar nicht, wieviel Zeit ich hier schon verbracht habe..."

Seit dem grübeln wir: Kompliment oder Kritik?

Die Jungs und die leere Kiste

Ein 16jähriger Junge rief laut "Hallo?" ins Lager. In der Hand hielt er eine leere Getränkekiste ohne Flaschen (also nur den Kunststoffrahmen) und hielt sie mir entegegen. "Die möchte ich abgeben. Der Automat nimmt die nicht."

Da mir der Junge nicht sehr vertauenerweckend vorkam, spulte ich schnell die Videoaufzeichnung zurück. Er kam mit drei Begleitern in den Markt von denen – ach... – niemand eine Kiste Leergut mit sich führte. Nur die inzwischen leere Tüte, die der Teeny noch in der Hand hielt und in der sich etwas Leergut befand. Während der mit der Tüte direkt zum Leergutautomaten gegangen war, holten die anderen beiden eine leere Kiste aus dem Laden.

Aufgrund dieser "Gruppenarbeit" entstand ein interessantes Spiel, als ich die drei zur Rede stellte. "Ich hab' doch gar nichts gemacht.", sagte der erste. Und der zweite auch. Und der dritte erst...
Da sie sich nun gar nicht einigen konnten und die Eltern auch angeblich nicht zu Hause waren, rief ich die die Polizei an, damit diese die Minderjährigen zu Hause abliefert.

"Erschrecken reicht.", sagte ich den beiden Beamten. Immerhin ging es "nur" um 1,50€ und die Jungs sollten einfach nur mit Nachdruck erfahren, dass man sowas nicht tut. Oder tun sollte.

Das sahen die Polizisten aber ganz anders. Eventuell auch durch die teilweise rotzfreche Art des Trios zogen sie das volle Programm durch. Personalien aufnehmen und via Inpol überprüfen, dabei feststellen, dass einer der Täter mutwillig falsche Daten genannt hat, was dem Beamten gar nicht zu gefallen schien. Seine Stimmung senkte sich merklich und zumindest einen der drei haben sie schließlich im Streifenwagen nach Hause gebracht.

So hätte es von mir aus gar nicht zu enden brauchen, aber irgendwie haben die Teenies mit ihrer Art die Herren von der Polizei am falschen Nerv getroffen. :-P

Dankend abgelehnt

Hinter meinem Rücken öffnete sich die angelehnte Bürotür. Eine halbseidene Gestalt im Teeny-Alter stand davor und fragte nach dem Chef. Ich gab mich zu erkennen und fragte, was ich für ihn tun könne. "Kommen Sie mal eben mit.", war zwar nicht die Antwort, die ich mir erhofft hatte. Ich hasse Überraschungen, aber ich ging trotzdem hinter ihm her.

An der Lagertür stand mit einem halben Dutzend gleichgesinnten eine noch unseriöser wirkende Gestalt, die ein paar Jahr älter wirkte als der Junge, der mich angesprochen hatte. Ob ich einen 1-Euro-Job für ihn hätte, wollte er wissen.

Ich drück's mal so aus: Ich hätte ihn nichtmal umsonst bei mir arbeiten lassen. Dafür guckte ich der Gang auf ihrem Weg nach draußen auf dem Monitor der Überwachungskameras zu. :-O

Teedieb

Mal etwas Abwechslung in den Titeln der Blogeinträge... :-|

Als ich vorhin im Regal mit Haushaltsfolien etwas gesucht habe, ist mir hinter einem Karton mit Backpapier eine blau schimmernde Schachtel aufgefallen, die dort irgendwie nicht hinzugehören schien.
Eine Packung mit Teebeuteln war es. Aufgerissen wurde sie und einige der Teebeutel fehlten. Den Rest hat der Dieb in das Regal mit den Haushaltsfolien geworfen.

Ein paar Teebeutel!!! Meine Fresse... Ich will ja nicht zum Ladendiebstahl im großen Stil aufrufen, aber wie armselig ist das denn? :-O


Zwei Halbstarke und der leere Rahmen

Die Domain ladendieb-blog ist noch frei. Das würde sich für mich ja richtig lohnen... :-O

Gerade eben standen zwei Typen im späten Teeny-Alter in der Getränkeabteilung. Ihre laute Art hat mich auf sie aufmerksam gemacht und so beobachtete ich sie etwas. Plötzlich nahm sich einer der beiden einen leeren Rahmen, der auf einem der Getränkestapel in der Abteilung stand und ging zum Leergutautomaten.
An der Lagertür stand einer meiner Mitarbeiter, den der Jugendliche direkt ansprach. "Hier, die will ich abgeben, der Automat nimmt die ja nicht.", sagte er, ohne überhaupt den leeren Rahmen in den Automaten geschoben zu haben. Er wusste also Bescheid.

Ich zum Glück auch, sprang die Stufen zu meinem Büro herunter und riss ihm die Kiste aus der Hand. Nachdem ich mich heute schon mit zwei anderen Arschlöchern herumärgern musste, kam mir der noch gerade recht.

"Raus!!!"

"Was'n los?"

"Mann, frag' nicht so blöd. Sieh' zu, dass du einen Abflug machst. Deinen Kumpel nimm gleich mit. Und lasst euch hier nicht wieder blicken."


Im nächsten Leben werde ich Buchhalter. Ehrlich.

Heiße Liebe

Ein Pärchen begegnete mir hier im Laden gleich zweimal während ihres Einkaufs. Jede Begegnung für sich wäre schon dazu geeignet gewesen, einen entsprechenden Blogeintrag zu schreiben. Beide zusammen jedoch bieten zusätzlich noch einigen Stoff zum Nachdenken...

Ich war in der Nähe des Kaffee-/Tee-/Kakao-Regales beschäftigt, als mir das Pärchen zuerst auffiel. Er nahm eine Packung "Heiße Liebe" aus dem Regal und deponierte sie im Einkaufswagen. Sie freute sich: "Heiße Liebe, sowas schönes kaufst du für uns?
Seine Antwort war dagegen alles andere als romantisch: "Ich mag das Himbeeraroma. Oder glaubst du mit "heißer Liebe" meine ich dich?"

Ich war mir nicht sicher: Necken die sich nur oder meinte er das ernst? Ich wusste es nicht, nahm mir aber vor, das Erlebte ins Blog zu schreiben.

Einige Minuten später saß ich mit an der Kasse. Das seltsame Paar war inzwischen mit dem Einkauf fertig und stellte sich, wer hätte es gedacht, an "meine" Schlange an.

Er packte den Einkaufswagen aus und stapelte alle Artikel auf das Förderband, während seine Begleiterin die ganze Zeit irgendwie nur daneben stand und sich kaum rührte. Neben dem Scanner hatte ich bereits einen beachtlichen Haufen Ware aufgestapelt, als er die Frau an der Jacke festhielt und sie mit einer kräftigen Armbewegung recht rüde auf die andere Seite des Einkaufswagens schubbste und kommandierte: "Mach dich mal nützlich und räum' die Sachen ein!"

Irgendwie überkam mich in dem Moment immer mehr das Gefühl, dass der Spruch mit der "heißen Liebe" von ihm absolut Ernst gemeint gewesen ist.

Und ich frage mich, welche Rolle er wohl in ihrem Leben spielt. Wer sich sowas gefallen lässt, muss entweder völlig merkbefreit oder verdammt abhängig sein.

Sangria

Drei männliche Teenager standen an der Kasse und wollten zwei Flaschen Sangria kaufen. Aus der Entfernung hätte ich mindestens einen der Jungs für drei und 'nen Keks höchstens zwölf Jahre gehalten. Nach mindestens sechzehn sahen sie alle irgendwie nicht aus und so fragte meine Kassiererin pflichtbewusst nach einem Ausweis.

Einen Ausweis hatten sie nicht dabei und so durften sie die beiden Flaschen wieder nehmen und zum Regal zurücktragen.

Auf halbem Wege fragten sie eine erwachsene Kundin, ob sie nicht den Sangria kaufen und anschließend den Jungs aushändigen könnte.

Hat sie zum Glück nicht getan.

Kaffeevitrine und Verwendung

Dies ist übrigens die (immer noch eingepackte) Vitrine, in der ich demnächst die speziellen "klaugefährdeten" Kaffeesorten unterbringen werde. Gegen die Leute, die sich ihre Tasche mit kleinen Gläsern oder teuren Sorten vollpacken und dann einfach rausrennen, hilft nämlich die beste Warensicherungsanlage nichts...



Und nun staune ich wieder einmal darüber, wie schnell die Zeit vergeht. Vor rund 1,5 Jahren haben wir das Regal mit Länderspezialitäten verschoben, um diese Ecke zu schaffen:



Der Verwendungszweck für diese Ecke steht schon lange fest: Das Regal mit Kaffe, Tee und Kondensmilch soll um einen Meter verlängert werden, damit wir überhaupt den Platz für die Vitrine (und wahrscheinlich noch einige zusätzliche Teesorten) bekommen. Das werde ich demnächst mal in Angriff nehmen.

Ich könnte natürlich alle solche Umbauten (genau wie die Vergrößerung meiner Getränkeabteilung) sozusagen "über Nacht" (stimmt sogar :-) ) mit ein paar Mitarbeitern umsetzen. Aber warum sollte ich? Dringende Dinge werden sofort erledigt (wie z.B. der Austausch der defekten Beleuchtung),

Aber ich sehe das positiv: Man hat viel Zeit, um seine Ideen zu verbessern und etwas reifen zu lassen. Aber spätestens zum Sommer muss die Getränkeabteilung fertig sein.

Teebeutel

Meine Güte, sie klauen echt alles. Nicht nur, dass wir hier im Laden angefutterte Käse- und Würstchenpackungen und angetrunkene Cola-, Eistee- und Wodka-Flaschen finden. Nein - jetzt auch noch fast vollständig geplünderte Teepackungen. Nur drei Teebeutel sind in der aufgerissenen Schachtel verblieben und dafür bei uns wieder wildestes Kopfschütteln... :-O


Wirsingsalat mit Lachsstreifen

1 Wirsingkohl putzen, vierteln und vom Strunk befreien. Den Kohl in sehr feine Streifen schneiden und 6 Minuten in Salzwasser garen, danach abtropfen lassen.

200g Räucherlachs in feine Streifen schneiden. 2 Schalotten fein hacken und alle Zutaten in eine Schüssel geben.

Aus 3 EL Rotweinessig, 3 EL Öl und 1/2 Teelöffel Senf eine Marinade anrühren. Diese mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Die Marinade über den Salat gießen und zugedeckt ca. 10 Minuten ziehen lassen.

Tatort-Dreharbeiten

Gestern Nachmittag fanden in der Teestube/Spielhalle an der Straßenecke die Dreharbeiten für einen TATORT-Krimi statt. Wir haben davon eher wenig mitbekommen. Einen Teil der Verpflegung hat das Fernsehteam bei uns gekauft, ansonsten war nur auffällig, dass wir den gesamten Tag keine freie Sicht auf die Straße mehr hatten.
Der Parkstreifen auf der gesamten Länge unseres Häuserblocks war jedenfalls zugeparkt. Hier stehe ich gerade an einer Ecke. Sämtlîche Fahrzeuge gehörten zu den Fernsehleuten, angefangen beim mobilen Stromerzeuger im Vordergrund. Etwa auf halber Höhe, direkt hinter der Mülltonne, beginnt mein Laden. Der eigentliche Drehort war etwa dort, wo im Hintergrund die Person mit dem roten Oberteil steht. Bis dort hin standen auch die Autos... LKWs voller Bühnen- und Beleuchtungstechnik. Traversen, Stative, meterdicke Kabeltrommeln, einfach alles, was man irgendwie gebrauchen könnte...


Abgelaufer Kindertee

An der Kasse ist eine komplette Tragetasche voller abgelaufener Kindertees aufgetaucht. Dutzende einzelne Teebeutel in vielen verschiedenen Sorten lagen einzeln, also ohne Umkarton, in der Tüte.

Ich weiß nicht, woher sie kommen. Bei mir aus dem Laden stammt der Tee auf jeden Fall nicht.