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Tick alleine im Laden

Einer vom Trio "Tick, Trick und Track", das vor allem Ende vergangenen Jahres ein besonders auffälliges Verhalten im Laden an den Tag gelegt hat, war, nachdem nun mehrere Monate vergangen waren, alleine im Laden.

Eigentlich durften sie ja allesamt nicht mehr rein und eine Kollegin war auch schon auf dem Weg zu mir, als ich ihn selber im Laden (auch ohne seinen dekorativen Teeny-Schnurrbart) als einer vom TT&T-Team identifizierte. Ich haderte noch, ob ich ihn rauswerfen soll, aber alleine war er erträglich, nahm sich friedlich eine Flasche aus der Getränkeabteilung und ging zur Kasse. Wenn es dort nicht so voll gewesen wäre, hätte ich ihn eventuell sogar mal angesprochen, aber zwischen den ganzen anderen Kunden hatte ich dazu auch keine Motivation.

Soll jetzt keine Generalamnestie für die drei sein, aber ich werde das mal beobachten. Vielleicht sind sie ja nicht nur älter, sondern auch reifer geworden. Nach den Erlebnissen mit den drei Jungs müssten sie da aber schon sehr viel Reife bekommen haben, um überhaupt auf einem durchschnittlichen Niveau zu sein…

Da kommt noch was auf uns zu…

Ein in Vergessenheit geratenes Detail von meinem aktuellen Büro: Da es mal ein Kühlraum war, wurden die Wände mit Teer oder Bitumen oder irgendeiner anderen schwarzen Pampe versiegelt. Das wird natürlich wieder alles zutage befördert, wenn wir die Wände und Gipskartonplatten abbauen. Aber gut, entweder wird das noch mal neu verkleidet oder im schlimmsten Fall einfach runtergestemmt…

"Nearfood"

Die Begriffe "Food" und "Non Food" sind möglicherweise auch dem einen oder anderen geläufig, der nicht aus der Welt des Handels kommt. "Food" ist, und das kommt jetzt vermutlich wenig überraschend, alles Essbare. "Non Food" beschreibt "Handelswaren, die kein Lebensmittel im weiteren Sinn sind." (Zitat aus der Wikipedia).

Obwohl ich seit rund 25 Jahren mit dem Einzelhandel zu tun habe, ist mir erst vor ein paar Tagen ein weiterer Begriff begegnet: "Near Food" Häh?! Was heißt das denn jetzt? Mal recherchieren…

Kurz: Faktisch gehören diese Artikel zum Non Food.

Mit "Near Food" werden Artikel beschrieben, die irgendwie unmittelbar mit dem Thema "Essen" zu tun haben. Es gibt dabei aber keine klar definierte Grenze zwischen Food und Non Food, "Near Food" ist dabei quasi eine Grauzone, denn der Begriff kann sehr individuell ausgelegt werden.

Was ist denn jetzt "Near Food"? Echt? Keine Ahnung. Ich werfe mal zur Diskussion ein paar Begriffe aus unserem Laden in die Runde, die auf jeden Fall irgendwie mit "Lebensmittel" zu tun haben. Was meint ihr dazu? Braucht man dafür den Begriff "Near Food"?

· Spargelschäler
· Dosenöffner
· Spülmittel
· Einwegbesteck
· Küchenpapier
· Toilettenpapier
· Zigaretten
· Hundefutter
· Kerzen
· Kaffeefilter
· Topfschwamm
· Gefrierbeutel
· Teigroller
· Milchaufschäumer
· Kaffeemaschine
· Teelichte
· Alufolie
· Brennpaste
· Müllbeutel

Nicht mal mit viel Fantasie könnte ich diese Artikel dazu zählen:

· Zeitschriften (Hah, was ist mit Rezepten?)
· Besen
· Schere
· Fliegenklatsche (Okay … Je nach Kulturkreis evtl. doch.)
· Haarklammern
· Geschenkpapier
· Haarspray
· Feuerzeug / Streichhölzer
· Staubsaugerbeutel
· Deo
· Batterien
· Toilettenreiniger
· Glühlampen
· Katzenspielzeug
· Schreibwaren
· Mausefallen
· Insektenspray

Braucht man da wirklich einen dritten Begriff?

·T··· - Lag?

Im Abstand von wenigen Tagen kamen hier zwei Rechnungen der Telekom an. (Hat nichts mit unserem anderen Telefonanschluss zu tun, den ich vor ein paar Tagen neu beauftragt habe. Die Leitung der Telekom ist eine spezielle Verbindung für unser Edeka-Netzwerk!)

Man beachte die Daten der Rechnungen und vor allem auch den jeweils abgerechneten Zeitraum. Irgendwie hängen die mit der Rechnungsstellung etwas hinterher … :-)




Kassiopeia Bremen

Mal eine Frage an die eher hier in Bremen heimischen Leser. Kennt ihr den Tee- (und Kaffee- und Edelsteine-) Händler Kassiopeia aus der Bismarckstraße?

Vor ein paar Tagen war ein Herr hier, der mir die (nicht gerade günstigen) Teesorten angeboten hat. "Kassiopeia" sei ein Name in Bremen, wer Tee trinken will, käme an Kassiopeia nicht vorbei. Ist es so? Ich kenne die Firma ausschließlich aufgrund des recht auffälligen Jugendstilhauses. Ansonsten hatte ich mit Kassiopeia noch nie zu tun.

Momentan habe ich den Platz ohnehin nicht, aber mit dem Umbau soll ja auch ein "Bremensien"-Regal her, da könnte ich mir einige Teesorten aus dem Hause schon vorstellen.

Was meint ihr, ist das was?

Käse in Brottütchen

Eine reichlich heruntergekommen wirkende Frau fiel mir vor dem Leergutautomaten auf. Ich musste einfach über die Videokameras ihren Weg durch den Laden beobachten und meine viele Erfahrung wurde wieder einmal bestätigt: Auf recht umständliche Art verteilte sie nach und nach mehrere Packungen Käse aus dem Kühlregal in ihren Hosentaschen. Aus irgendeinem Grund wickelte sie die Päckchen dabei vorher noch einzeln in mitgebrachte Kunststoff-Frühstücksbeutel. Vielleicht, um im Zweifel noch behaupten zu können, dass sie die Sachen mitgebracht hätte und dass sie nicht von uns wären. Keine Ahnung. War aber nicht ganz undankbar, dass sie die Verpackungen nicht einfach so in ihre spackigen Hosentaschen geschoben hat.

So weit war das noch gar nicht sonderlich erwähnenswert. Am Ausgang sprachen wir die Frau an und nahmen sie mit nach hinten ins Lager. Da sie keinen Ausweis, sondern nur eine alte Versichertenkarte ohne Foto dabei hatte, mussten wir die Polizei zur Überprüfung ihrer Identität rufen.
Während wir warteten, greinte und jammerte die Frau mit dicken Krokodilstränen, dass sie gar keine Zeit hätte, weil sie zu einer Veranstaltung müsse, für die sie nun extra über eine Stunde aus dem Norden der Stadt mit Bus und Bahn angereist sei. Diese Veranstaltung gibt es wirklich, bei uns um die Ecke befindet sich das "Jesushaus", ein Rückzugsort mit Bibelstunden und Teestube für Bedürftige. Und sowieso sei sie eine total ehrliche Frau, die an Gott glaubt und ihr ganzes Leben für und mit Gott lebt.

Ich sah ihr mit schief gehaltenem Kopf in die Augen und sagte: "Sie kennen das siebte Gebot? Du sollst nicht stehlen?"

Darauf bekam ich aber keine Antwort mehr.

Es geht aber noch weiter: Sie war auch die ganze Zeit am jammern, dass das doch auch ohne Polizei gehen müsse. Polizisten würden sie nämlich immer so grob behandeln. Konnte ich mir pauschal erst mal gar nicht vorstellen. Nachdem sie aber gegenüber den Polizisten recht renitent war, die Beamten sogar anschrie und schon gar nicht mitarbeiten wollte, stand sie nämlich plötzlich mit gespreizten Beinen und dem Gesicht an der Wand hier herum. Selbstgemachtes Leid, würde ich sagen.

(Anzeige, Hausverbot, Tralala…)

Tick, Trick und Track

Drei Jungs im vielleicht frühen Teenageralter mit Schirmmütze, weshalb ein Kollege sie spontan Tick, Trick und Track taufte, hielten sich eine Weile im Laden auf. Sie fielen uns zwar schon durch ihre Erscheinung auf, gingen uns aber irgendwann vor allem deshalb auf den Keks, weil sie einerseits alles angrabbelten, andererseits die Sachen aber auch einfach wieder irgendwo in die Regale warfen. Darauf angesprochen hatte einer der Jungs uns zwei Erwachsenen gegenüber direkt eine große Klappe: "Was willsu? Isch war das nisch!!!"

Ich breitete die Arme aus, um das Trio aus dem Laden zu schieben, was einer der Möchtegern-Halbstarken zum Anlass nahm, die Fäuste in Drohgebärde (Hallo, von einem ca. 12-jährigen!?) zu erheben und mich herauszufordern, ihn doch zu schlagen. Hab ich natürlich nicht getan, auch die Provokation, uns als "Hurensöhne" zu bezeichnen, änderte daran nichts. Lautstark fluchend verließen die drei den Laden.

Keine fünf Minten später waren sie wieder drin. Es war sehr mühsam, sie aus dem Laden zu bekommen. Sehr, sehr mühsam. Mit extremen Drohgebärden haben sie sich mitten im Laden und vor allen Kunden vor uns aufgebaut. Mir sind noch nie ein paar "Kinder" begegnet, die dermaßen aggressiv wie frech waren. Sowas habe ich ernsthaft noch nie erlebt.

Sie lungerten dann noch eine Weile vor dem Laden herum und haben infantile "Witze" gemacht und vor allem Kunden daran gehindert, direkt in den Laden zu kommen. Ich habe dann einfach mal zwischendurch die Polizei angerufen, dass die sich mal kurz um die Bengel kümmert, aber, als hätten sie es gerochen, haben die drei Möchtegerns sich dann vom Acker gemacht.

Was für kleine Mistkröten. :-(

Erwärmend

Eine Frau mittleren Alters war mit ihrer Tochter im jungen Teeny-Alter im Laden. Sie standen im Gang mit den Fertiggerichten (aka Dosensuppen) und die Mutter drängelte etwas:

"Jetzt such dir doch endlich mal eine Dose aus."

Tochter: "Kannst du nicht auch mal was richtiges kochen?"

"Reicht wohl, dass ich dir schon die Dosen erwärme."

Offenbar nicht. :-P

Hilfe im Doppelpack

Eine Kundin sprach mich an und wollte wissen, wo bei uns die Teefilter stehen. Ich bat sie, mir zu folgen, damit ich ihr die Filter zeigen kann.

Auf halber Strecke rief mir eine andere Kundin ein "Entschuldigung" zu. Eigentlich war ja jetzt erst die Teefilterkundin dran, aber natürlich blieb ich kurz stehen und hörte mir das Anliegen an. Vielleicht ließ sich das ja mit wenigen Worten erklären und der Frau so schnell helfen.

Wie es der Zufall wollte – sie suchte Teefilter. Also gingen wir dann im Gänsemarsch zum entsprechenden Regal. :-)

StB --> Bananenkarton

Ich bringe übrigens nicht nur jeden Monat einen großen Stapel Papier zu unserem Steuerberater, in unregelmäßigen Abständen hole ich die Unterlagen dort auch wieder ab. Verbucht und nach Monaten und Kostenstellen sortiert in Mappen abgeheftet. Das Zeug kommt dann bei mir in Bananenkartons ins Lager, bzw. inzwischen in die Halle, und darf sich dort dann bis zu elf Jahre ausruhen und Staub ansetzen.

Nachdem ich nun eine ganze Weile keine Papiere mehr in meine Richtung befördert hatte, platzte das Regal in der Teeküche des Steuerbüros fast aus allen Nähten. Mein Auto auch. Habe die Sachen dann nicht nur in den Kofferaum und auf die Sitze gelegt, sondern so ziemlich jeden erreichbaren Hohlraum mit den Mappen vollgestopft. Waren dann letztendlich einige Bananenkartons, die sich damit füllen ließen. :-)




Links 328

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Energiegeladenes Englisch

Zwei Teenager unterhielten sich über die sich immer weiter ausbreitenden englischen Begriffe. Vor dem Regal mit "Red Bull", "XL", "Booster", "T400", "Effekt" und ähnlichen Produkten fiel dem Wortführer der beiden ein: "Hier zum Beispiel. Warum nennt man die nicht einfach Energiedrinks. Ist doch sogar fast das selbe Wort, nur auf Deutsch."

Grade Onefall. :-)