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Oh… rangina?

MA: "Chef, hier möchte ein Kunde eine Orangina-Kiste abgeben. Können wir die annehmen? – Chef: "Klar, WENN sie vollständig ist! Wenn Flaschen fehlen, dann nicht. Sonst werden wir die nicht wieder los." – "MA: Alles klar. Die ist nicht komplett. Dann eben nicht."

Kopfschütteln war meine erste Reaktion, als ich diese unvollständige Orangina-Kiste am Folgetag hier im Lager stehen sah. Es könnte natürlich sein, und das unterstelle ich jetzt einfach mal wohlwollend, dass der Kunde die Kiste dann zur Entsorgung hiergelassen hat und wir dafür gar kein Pfand ausgezahlt haben. Damit steht sie zwar immer noch hier herum, aber dann wäre zumindest der Ärger darüber etwas kleiner…


Fanta, rosa?

Fundstück auf dem Leerguttisch. Keine neue Fanta-Sorte, sondern lediglich eine mit rosa Farbe unbrauchbar gemachte Flasche…


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Ist das Pfand?

Eine Kundin hielt mir eine unbepfandete Saftflasche vor die Nase und frage: "Ist das Pfand oder ist das kein Pfand?"

"Das ist eine Flasche. Aber nein, kein Pfand, falls Sie das wissen wollten."

Nicht nett, diese Klugscheißerei. Es überkam mich einfach. Aber die Frau hatte den kleinen Pieks in die Seite auch gar nicht verstanden, glaube ich. :-P

Blöde?

Eine Kollegin regte sich im Büro über zwei Kunden auf, die umständlich und langwierig versucht hatten, außer regulärem Leergut auch jede Menge nicht bepfandeter Glasbehälter in den Leergutautomaten zu stopfen:
"Warum versuchen solche Leute eigentlich immer und immer wieder, ihr ganzes Altglas bei uns in den Automaten zu stopfen? Selbst nachdem ich denen erklärt hatte, dass die Sachen kein Pfand haben, probierten sie es noch weiter. Sind die so blöde?!"
Joah.

Unbekanntes Leergut an dänischen LgAtm

Tobias hat mir aus Kopenhagen geschrieben:
Hier in Dänemark sind die Leergutautomaten so programmiert, dass sie unbekanntes Leergut, d.h. ohne Pfand, einfach einziehen und direkt dem Kompaktor zuführen, und das mit „Kein Pfand“ quittieren.
Das nervt ungemein wenn der Automat (z.B. weil die Flasche etwas zerdrückt war) das Gebinde nicht korrekt erkennt – einen zweiten Versuch gibt’s nicht. Und auf die großen 1L Flaschen kommen hier auch drei Kronen (~40 Cent) Pfand Verlust.
Natürlich ist das sinnlos zu reklamieren, denn: a) der Supermarktmitarbeiter hat keinen Bock im Müll zu wühlen und b) ist es wohl schwierig nachzuweisen welches meine Flasche in dem Wust war, und dass die noch nicht entwertet wurde. Bleibt also nur Zähneknirschen und beim nächsten Mal die Flaschen besser zu „entknittern“.
Andererseits auch praktisch, dass der Automat einfach alles frisst: da entfällt das Sortieren der Müllsäcke nach einer Party nach Pfand und Nicht-Pfand.

Nun ist es schon einige Jahre her, dass ich mal Pfandgebinde in Deutschland weggebracht habe, aber spucken die Automaten bei euch
Unbekanntes nicht einfach direkt wieder aus? Gibt’s da Regelungen für? Könnte es sein, dass Automaten in Deutschland die Flasche juristisch als mein Eigentum betrachten, wohingegen sie hier einfach nur Müll ist? Oder liegt’s daran, dass Leute in Deutschland einfach zu viel „echten“ Plastikmüll in die Automaten werfen?
Eigentlich eine spaßige Regelung vor allem auch mit dem Ansatz, z.B. nach einer Party keine Müllsäcke sortieren zu müssen.

Es muss ja einen Grund haben, dass das so eingeführt wurde. Ich wäre jedenfalls nie auf die Idee gekommen, einfach auch alle unbepfandeten Gebinde einzubehalten und direkt zu schreddern. Da finde ich die Regelung, solche (oder eben aus welchen Gründen auch immer nicht von der Maschine als pfandpflichtige Gebinde zu erkennende) Flaschen wieder auszuspucken. So kann dann der Kunde entweder selber darüber nachdenken, warum die Maschine das Teil abgelehnt hat oder wenigstens einen Mitarbeiter des Marktes ansprechen, der dann nicht im Container Detektivarbeit leisten muss.

Pfandfrage 20x0,25l Brunnen

Vor ein paar Tagen hatte ich mit einem Kollegen eine Meinungsverschiedenheit. Mir hatte man vor zig Jahren mal gesagt, dass diese kleinen 0,25l-Flaschen nur mit acht Cent bepfandet wären. Da wir die selber nicht verkaufen, habe ich mit diesen Gebinden relativ wenig bis gar nichts zu tun und hatte auch nie die Notwendigkeit, mir da nähere Gedanken drüber machen zu müssen. Wenn wir mal eine Flasche zurückbekamen, habe ich dafür einfach 0,08€ ausgezahlt und gut. Darüber hat sich auch nie einer beschwert.

Nun haben wir in letzter Zeit häufiger mal diese Kisten zurückbekommen und ich hatte schon in unsere interne Gruppe die Info rausgegeben, dass man dafür nicht zu viel Pfand auszahlen soll. "Wieso, die haben doch auch 15 Cent!", korrigierte mich einer meiner Mitarbeiter. Ich schüttelte den Kopf und er sagte, dass er diese Kisten in anderen Märkten mit 4,50€ Pfand ausgezeichnet stehen gesehen hatte.

Sollte ich mich da tatsächlich getäuscht haben..? Ja, hatte ich…

Mea culpa. Mea maxima culpa! :-)


Pfand-Park

Unter dem Namen "Fun-Park" (ob mit oder ohne Bindestrich) firmieren unzählige Freizeitparks, Indoor-Spielplätze und andere Veranstaltungsorte.

Wir können unseren Namen ja auch mal aktualisieren: "Pfand-Park Bremen"

"Immer eine Reise wert, denn wir haben die meisten Flaschen."

Leerer Rahmen aus dem Lager

Ein Typ hat sich in einem unbeobachteten Moment einen leeren Rahmen ohne Flaschen aus dem Lager gegriffen und wolle diesen neben seinen mitgebrachten Bierflaschen im Leergutautomaten versilbern. Unser Automat hat natürlich wie immer die Annahme verweigert. Ich hatte die Aktion an der Videoanlage mitverfolgt und ging wie zufällig am Automaten vorbei und fragte scheinbar unwissend: "Wollte er die nicht?"

"Nein, leider nicht.", antwortete der Kerl.

"Dann nehme ich Ihnen die so ab."

"Das ist nett. Danke."

Nahm die Kiste und stellte sie einfach wieder ins Lager und ging zurück ins Büro. Ich wollte einfach mal ausprobieren, wie der Typ reagieren würde. Ich rechnete damit, dass er sich trollen würde. Stattdessen klopfte er nach etwa einer Minute gegen die Tür und fragte, ob da gar kein Pfand drauf wäre, weil ich ihm keinen Bon ausgestellt hätte.

Ich antwortete: "Wenn Sie die Kiste mitgebracht hätten, dann hätte ich Ihnen dafür auch Geld ausgezahlt. So können Sie froh sein, wenn Sie ohne Anzeige davonkommen. Lassen Sie sich vorne ihr Geld auszahlen und dann verschwinden Sie aus meinem Laden. Für immer!

Alte Cola-Flasche

Lars ist schon jahrelanger Mitleser und arbeitet neben seinem Studium in einem Supermarkt. Dort muss er, wie es nunmal so ist, auch das Leergut wegsortieren und dabei ist ihm eine alte PET-Mehrweg-Colaflasche mit aufgedrucktem Haltbarkeitsdatum 1995 aufgefallen. Vielen Dank für das Foto. :-)

Eigentlich ist das nicht weiter spektakulär – aber es gibt einem Gelegenheit, mal gedanklich in die Vergangenheit zu schweifen. 1995, das ist zwanzig Jahre her. Zu der Zeit steckte ich gerade noch in meiner Berufsausbildung. Leider habe ich nicht mehr ermitteln können, wann genau Coca-Cola die PET-Mehrwegflasche hier in Deutschland eingeführt hatte. In meinem Schuljahr 90/91 gab es sie schon, aber sie wurden erst während meines eigenen Supermarkt-Nebensjobs eingeführt, den ich erst ab 1989 hatte. Irgendwo dazwischen gab es diese riesige "UNKAPUTTBAR"-Werbekampagne zur Einführung der PET-Flaschen. Und, JA, natürlich haben wir das provoziert und so eine Flasche im Laden einfach fallenlassen. Und sie ist kaputtgegangen. Sie war damals nämlich genau auf die Kante des Deckels gefallen, so dass der obere Teil des Schraubverschlusses abplatzte. Ich durfte die Sauerei hinterher beseitigen und die Marktleitung fand es lustig.

Besonders hervorzuheben war auch der Pfandwert: Während man für andere Limoflaschen 30 Pfennig Pfand bezahlen musste, durfte man für die Coca-Cola-Flaschen gleich 70 Pfennig auf den Tisch legen. 70 Pfennig war relativ viel Geld, die Flaschen waren eine richtige kleine Wertanlage und unglaublich beliebt bei Leergut wegbringenden Kindern und natürlich, die gab es damals auch schon, Flaschensammlern.

Nach der Euro-Einführung wurde das Pfand für diese Flaschen übrigens auf die allgemeinen 15 Cent angepasst.


Großer Energy-Diebstahl

Vor ein paar Tagen ist mir buchstäblich im Vorbeigehen im Getränkeregal dieser leere Karton "XL-Energy" aufgefallen:



Aha, ein leerer Karton, was soll daran ungewöhnlich sein? Kann ich euch sagen: Der Artikel lief vor ein paar Jahren mal richtig stark bei uns, ist dann aber irgendwie aus der Mode gekommen oder die Kunden, die den immer gekauft hatten, haben uns verlassen oder sich ihrerseits neu orientiert. Wie auch immer: Seit längerer Zeit schon stand "XL" bei uns eher herum und so war ein wochenlang zu rund 3/4 gefüllter Karton schon auffällig. Tzja – und plötzlich ist der Karton leer gewesen. Genau danaben lag noch ein leerer Karton "Ener-G", aber der ist deutlich günstiger und läuft hier so stark, dass das durchaus hätte sein können. Ich wurde dennoch nervös und suchte mir die "XL"-Absatzzahlen aus unserem Warenwirtschaftssystem heraus:



Der letzte Verkauf war ein paar Tage vor dem Tag, an dem ich den leeren Karton bemerkt hatte. Die Abverkäufe davor waren beinahe nicht weiter erwähnenswert. Auf jeden Fall war mir in dem Moment 100% klar, dass die Dosen geklaut worden waren. Eine Kollegin versicherte mir, dass am Tag zuvor mit großer Sicherheit die Dosen noch dort standen und so sah ich mir die Videoaufzeichnung durch. Jemand, der sich wenigstens 50 Dosen Energydrink einpackt, musste eine Weile davor stehen und so konnte ich die Aufzeichnung im Schnelldurchlauf angucken. Bingo! Ein Typ kam in den Laden, nahm sich an der Kasse zwei leere Plastiktüten, ging direkt in die Getränkeabteilung, füllte die Tüten mit Energydrink-Dosen im Gesamtwert (inklusive Pfand) von knapp 100€ (!) und stellte diese schließlich an/unter Schranke am Eingang. Dann ging er an der Kasse raus ("hab nix gefunden"), schnappte sich die beiden Tüten am Eingang und verschwand.

Dank seiner Gier kam er einen Tag später direkt wieder in den Laden und versuchte es wieder mit der selben Methode. Inzwischen hatte aber sein Bild unter meinen Mitarbeitern die Runde gemacht und so gab es diesmal keinen Energie-, sondern einen Adrenalinschub. Nämlich als er auf das Eintreffen der Polizei warten musste. Insgesamt hat er für knapp 200€ waren geklaut bzw. klauen wollen. Das kann doch einen Richter nicht mehr kaltlassen, oder? Das kann doch nicht "geringwertig" und "kein öffentliches Interesse " sein. Ich habe ja ernsthaft noch Hoffnungen…

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Bewiesene Untauglichkeit

Kollege Gregor berichtete von vier Jugendlichen, die bei ihm jeweils eine kleine Getränkeflasche bezahlten. Kollektiv erkundigten sie sich bei ihm, ob wir für sie einen Job als Kassierer hätten.

Nachdem es sie schon immens verwirrt hatte, dass wir für ihre Getränkeflaschen auch Pfand berechnet haben (was sogar deutlich sichtbar auf unseren Regaletiketten steht), war wohl der Beweis erbracht, dass zumindest die Arbeit an der Kasse für sie nichts ist.

Zumindest reichte den vieren diese Argumentation aus, um Ruhe zu geben und nicht weiter nachzufragen. :-)

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"Sorry, no carnitas."