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Spenden müssen?

Zwei kleine Jungs gaben etwas Leergut ab und betrachteten währenddessen interessiert die die Pfandspendenbox.

Anschließend wandten sie ganz besorgt sich an eine Kollegin: "Müssen wir das jetzt spenden? Wir haben doch nur so ein bisschen Taschengeld."

Die Kollegin konnte sie aber beruhigen. ;-)

48,27€

In den ersten drei Tagen der neuen Pfandspendenbox sind hier im Laden immerhin schon Pfandbons im Wert von 48,27€ zusammengekommen.

Hey, das reicht immerhin schon für drei Rollen aggressiv klebendes Klebeband für die Dampfsperre im neuen Dach. :-D

An dieser Stelle vielen Dank und weiter so!


Dichtgestöpselt

Ein junger Mann stand vor dem Leergutautomaten und quälte sich mit einer (pfandfreien) Flasche, welche der Automat natürlich nicht annehmen wollte.

Ich rief ihm von der nicht mal zwei Meter entfernten Lagertür aus zu, dass die Flasche kein Pfand hätte.

Keine Reaktion.

Ich versuchte es noch mal, etwas lauter.

Keine Reaktion.

Ich ging zu ihm hin und sprach ihn direkt an, während ich die Flasche aus dem blinkenden Automaten nahm.

Er schlug die Kapuze seines Hoodies zurück und zog sich mit beiden Händen seine Ohrhörer aus den Ohren: "Häh? Was ist?"

Kein Kommentar… :-D

"Spende dein Pfand"-Box (2. Versuch)

Habe bei diesem Projekt zum ersten Mal Gipskartondübel benutzt. Erstaunlich einfach anzuwenden und halten dabei aber richtig gut. Wer an der neuen Spendenbox herumreißt, bricht das Ding eher auseinander, als dass sich die Dübel lösen.

Inzwischen liegen schon drei Bons drin. :-)


Die "Spende dein Pfand"-Box (2)

Dass dieser Beitrag unter der Kategorie "Bösewichte" steht, lässt euch vermutlich schon erahnen, um was es geht. Ja, es hatte keine 24 Stunden gedauert, bis ein heruntergekommener Typ sich an meiner selbstgebastelten Spendenbox vergriffen hatte. (Ja, ja. Schweigt jetzt einfach.)

Es war zugegebenermaßen etwas zu optimistisch, das Ding nur festzukleben, aber mit so viel Dreistigkeit hatte ich irgendwie nicht gerechnet. Und das, obwohl wir echt schon alles erlebt haben.

Der Typ gab Leergut ab, pflückte währenddessen den Karton von der Automatentür und steckte ihn unter seine Jacke. Das Warensicherungsetikett, das ich nach diesem Kommentar in die Box gelegt hatte, löste an der Kasse Alarm aus und so ging der Mann wieder in den Laden, riss an einer weniger einsehbaren Stelle den Deckel auf und steckte sich die Leergutbons eben so in die Tasche.

Dass die "Spende dein Pfand"-Box nicht mehr am Automaten hing, fiel mir leider erst etwa zwei Stunden später auf, aber wir hatten ja erstklassige Videoaufnahmen vom Täter.

Am nächsten Tag (Freitag vor Weihnachten) war er nachmittags wieder bei uns. Einerseits, um Leergut abzugeben, andererseits wollte er bei der Gelegenheit gleich einen Teil der geklauten Leergutbons einlösen. Die Rechnung hatte er aber ohne uns gemacht, denn etwa eine Stunde später verließ er in Begleitung mehrerer Polizeibeamte meinen Laden. :-)

Und nun? Hängt derzeit erst mal gar keine Box dort.

Aber: Ich habe während der Weihnachtstage eine Acryl-Spendenbox bestellt, die speziell für Pfandbons konstruiert wurde und etwas an einen Briefkasten erinnert. Diese Box werden wir neben unserem Rücknahmeautomaten fest installieren und dann können wir den Verwendungszweck immer mal variieren. Entweder für Projekte mit aktuellem Bezog oder sonst für bestehende Organisationen, wie z. B. die DGzRS oder Sea Shepherd.

Aushilfsputzkraft

Mir fiel ein Mann in der Getränkeabteilung auf. Obwohl ich ihn nur im Vorbeigehen von hinten sah, brüllte mich meine innere Stimme an und forderte mich auf, ins Büro zu gehen und den Typen mal etwas zu beobachten. Das tat ich und die innere Stimme sollte nicht enttäuscht werden.

Nachdem er sich eine Weile umgesehen hatte, nahm der Mann eine Dose Bier aus dem Regal. Ich erwartete schon, dass er diese in seiner Jacke verschwinden lassen würden, aber dem war nicht so. Er stellte sie stattdessen zwei Meter weiter entfernt in eine der Mehrweg-Getränkekisten und ging weg. Er umrundete gemütlich die Getränkeabteilung und als er sich der abgestellten Dose nährte, dachte ich mir schon, was passieren würde: "Jetzt steckt er sie ein. Wollte sich nur in Sicherheit wiegen."

Nein, das war es nicht.

Er steckte die Dose nämlich nicht ein. Er nahm sie und ging in Richtung Leergutannahme, wo ich allerdings schon auf ihn wartete. Da hat der Typ doch ernsthaft die Dose geöffnet und dort zwischen den Kisten, wo er sie zunächst hingestellt hatte, auslaufen lassen. Ein halber Liter Bier hat sich so über etliche andere Ware ergossen und unter der Europalette verteilt, auf dem die Kisten stehen. Und das alles für 25 Cent Pfand, die der Typ auf diese Weise einheimsen wollte.

Wir haben dann die Kisten und die Palette beiseite geräumt und den Typen den ganzen Bereich, der mit Bier benetzt war, wischen lassen. :-)


Links 411

Butterkaffee

Supermarkt: Wenn man am geflochtenen Obstkorb hängenbleibt…

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5%-Gutscheine zu verkaufen?

Vor ein paar Tagen hatte ich eine Idee, die ich von der Sache her eigentlich ganz spaßig finde. Auf jeden Fall habe ich so ein Modell ansonsten noch nirgendwo gesehen. Allerdings glaube ich nicht, dass es Kunden gäbe, die dafür bezahlen würden – wenngleich sich das letztendlich für viele Kunden schon lohnen würde!

Kurz erklärt: Nicht nur einmalige, sondern langfristig gültige Gutscheine, mit denen man 5% Rabatt (außer natürlich auf Pfand und preisgebundene Artikel) hier im Laden bekommt. Käuflich zu erwerben für zum Beispiel 10€ pro Jahr. Das würde sich ab 200€ Einkauf pro Jahr für viele schon lohnen. Aber ich glaube, dass viele gar nicht so langfristig denken würden.

Ein Kollege war kurzerhand begeistert und hielt mir seine "Bäderkarte" vor die Nase, die eigentlich nach dem gleichen Prinzip funktioniert. Man lädt die Karte mit einem Betrag innerhalb eines bestimmten Rahmens auf (bis 999€ sind möglich!) und kann sie dann "abschwimmen" und bekommt als Dank dafür einen vergünstigten Eintritt. Also im Prinzip die selbe Idee, die ich da hatte.

Was meint ihr? Ob das funktionieren würde?

Altes Nordsch-Leergut

Schon seit über vier Jahren gibt es das "Nordsch"-Bier nicht mehr. Anfangs bestand noch die Hoffnung, dass der Mann dahinter eine neue Bleibe findet und weitermacht und seit dem stand auch noch einiges an Leergut bei uns herum.

Hat sich erledigt, denke ich. Die Website gibt es schon lange nicht mehr und die restlichen Flaschen haben wir nun in halbwegs passenden Kisten (nicht die goldenen Weinkisten vom Foto) an unseren Getränkegroßhändler geschickt. Da gab's dann zwar nicht die ursprünglichen 2€ Pfand dafür, aber wenigstens sind die Flaschen nicht im Schrott gelandet.






Oh, Papa… – Nummer 1

Vor ein paar Tagen hatte mich ein Kollege gefragt, ob ich ihm von der Brause "Papa Türk" eine Sorte (Papa Shisha) in Dosen bestellen könnte. Habe ich auch anhand des aufgedruckten EAN versucht, das Produkt wurde allerdings nicht von unserer Großhandlung geliefert. Zu dem Zeitpunkte sagte ich meinem Mitarbeiter noch, dass es mich auch sehr wundern würde. Das Produkt ist definitiv pfandpflichtig und ohne aufgedrucktes Pfandlogo handelt es sich wohl um eine Dose für den Export oder Ausschank in der Gastronomie.



Damit war das Thema für mich eigentlich erledigt.

Etwas später schickte mir mein Azubi dieses Foto aus einem anderen Geschäft, das auf den ersten Blick kaum irgendwelche Auffälligkeiten zeigt:



Guckt man aber genauer hin, fällt auf, dass bei den "Papa Türk"-Produkten auf den Etiketten kein Pfandbetrag angegeben ist. (Auf dem "Arizona"-Schild dagegen schon, da kann man genau über dem Strichcode noch die Zeile "zzgl. 0,25" erkennen.)
Die können das Produkt doch nicht einfach ohne Pfand verkaufen, immerhin ist das eine Einzelhandelskette mit rund 300 Filialen. Das würden die sich nicht erlauben.

Ich beschloss, da mal hinzufahren und das persönlich zu klären.


Wabbel-Einweg

Mit dem Einweg-Pfand sollte gegen den sinkenden Mehrweganteil im Getränkesortiment gesteuert werden. Hat nicht ganz funktioniert, denn seit sich Einweg durch die Bepfandung für den Kunden wie Mehrweg anfühlt, ist der Anteil der Einwegverpackungen auf über 50 Prozent gestiegen. Bleibt zu hoffen, dass das, was hier in dem großen Container allmonatlich abgefahren wird, tatsächlich irgendwann sagen kann, dass es im ersten Leben eine Flasche war.

Darauf wollte ich aber eigentlich gar nicht hinaus.

Ich wollte mich ganz privat über diese SCH… Wabbelflaschen auslassen, die in geöffnetem Zustand so schwer und weich sind, dass sie einem buchstäblich durch die Hand rutschen können und dabei, zum Beispiel wenn man in der Nacht mit Durst aufwacht und schlaftrunken die geöffnete Flasche zu bewegen versucht, zur unfreiwilligen Dusche für sich selber, das Bett und den Fußboden werden können.

Absolutes PRO für Mehrweg, vorzugsweise Glasflaschen.

(Wasser in Glasflaschen ist übrigens das Hauptgetränk bei uns zu Hause. Neben dem Bett hatte ich noch eine angebrochene Limoflasche aus dem Arbeitszimmer stehen…)

Exotisches Leergut (178)

Fundstück vor (oder möglicherweise auch im, ich weiß das gar nicht mehr so genau) dem Leergutautomaten: Eine Flasche "Pret Still" aus South Wales. Da steht zwar "This bottle is recyclable." drauf, aber damit war nicht gemeint, dass man dafür Pfand ausgezahlt bekommt. :-P




Verwertungslogik

Ein Kunde kam mit einem T-Shirt in den Laden, Aufdruck "Kunst, ohne kapitalistische Verwertungslogik". Er führt zwei relativ siffige Leergutkästen mit sich. Da der Leergutautomat die Kästen sowieso nicht erkannt hätte, nahm mein Mitarbeiter sie ihm händisch ab.

Während er die Kästen im Lager verstaute und den Bon ausdruckte, war der junge Mann aus dem Bereich der Leergutannahme verschwunden. Mein Angestellter entdecke ihn an ganz anderer Stelle im Laden und rief ihm zu, während er ihm den Leergutbon entgegenhielt: "Hey, auf den Kisten war Pfand drauf."

Kunde: "Hach? Nee, wirklich? Wieso das denn?"

Eine weitere Kollegin, die das mitbekommen hatte, kommentierte das gewohnt lakonisch: "Der lebt seine Prinzipien."