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Blogeintrag von vor dem Blog (48)

Auch 2004 bekamen wir hier schon ein

Zertifikat der Handelskammer Bremen

Wir haben hier ja nun schon früh ausgebildet und seit dem etwa ein Dutzend Auszubildende gehabt, von denen alle, die nicht aus welchen Gründen auch immer vorher abgebrochen haben, erfolgreich ihre Prüfungen bestanden haben.

Warum keine Bio-Zertifizierung?

Wir verkaufen hier im Markt in der Neustadt schon sehr lange Bio-Produkte, vor allem schon lange in überdurchschnittlicher Menge und auch mit für einen konventionellen Supermarkt ungewöhnlichen Artikeln. Das ist alles auch völlig unkompliziert: Die Produkte sind abgepackt und entsprechend deklariert. Wir verarbeiten sie nicht, wir machen damit im Grunde gar nichts, außer sie vom Hersteller / Großhändler zu den Kunden weiterzureichen. Das darf "jeder" und setzt prinzipiell erst mal keine besonderen Kontrollen oder Handlungsweisen voraus.

In unserem Brotregal könnten wir auch hier vor Ort gebackene Bio-Brötchen anbieten. Nur eine kleine Auswahl, aber immerhin Bio. Das setzt jedoch eine Zertifizierung nach der EU-Bio-Richtlinie voraus, die wir nicht haben. Da für mich momentan die Chance besteht, diese Zertifizierung zu bekommen, ohne die Kosten dafür tragen zu müssen, die immerhin schon knapp bei einem mittleren dreistelligen Betrag liegen, habe ich mich damit mal näher beschäftigt. Stellen wir fest: Diese Zertifizierung ist kein Jodeldiplom, sondern erfordert einiges an Mitarbeit, Dokumentationen und Kontrollen.

Auf der Seite von Ökolandbau.de kann man öffentlich nachlesen, was alles dazugehört. Für alle, die keine Lust haben, das durchzulesen und sich die Konsequenzen für uns daraus abzuleiten, fasse ich das mal (die Brötchen betreffend) grob zusammen:

Alle Unterlagen sind übrigens ein Jahr aufbewahrungspflichtig und könne jederzeit bei unangemeldeten Kontrollen verlangt werden.

Dazu gehören Lieferscheine und Rechnungen über den Wareneingang und auch die ausgehenden Mengen. Es muss monatlich Inventur gemacht werden, aus denen eine Plausibilität bezüglich der Ein- und Verkäufe hervorgeht. Die verkauften Mengen dürfen zwangsläufig nicht über den eingekauften Mengen liegen.

Strikte Trennung von Bio- und konventionellen Produkten. Dass nicht alles wild durcheinandergewürfelt wird, sollte sich mit gesundem Menschenverstand von selbst erschließen. In diesem Fall geht es so weit, dass z. B. nicht die selben Backbleche verwendet werden dürften und dass idealerweise die Bio-Ware nicht einmal am selben Arbeitsplatz wie die konventionelle Ware verarbeitet wird. Gebacken werden dürfen die Brötchen zwar zusammen, aber dabei müssen die Bio-Bleche im Ofen über den Blechen mit den anderen Brötchen eingeschoben werden, damit keine Nicht-Bio-Krümel nach unten krümeln und die Bio-Ware kontaminieren (Instand Death!) können. Gleiches gilt auch für die Lagerung der Kartons im Kühlraum. Die Bio-Ware muss oberhalb der anderen Ware stehen. Wichtig ist, dass die Ware jederzeit eindeutig getrennt und auch eindeutig identifizierbar ist.

Die Arbeitsabläufe müssen zumindest einmalig Dokumentiert werden, inklusive der daran beteiligen Personen und deren Aufgabenbereiche.

Das mag so jetzt zwar alles ganz harmlos und überschaubar klingen, aber diese Abläufe für ein paar Bio-Aufbackbrötchen (aktuell ohnehin nur zwei verfügbare Sorten!) hier noch parallel zum normalen Alltag umzusetzen und zu überwachen, halte ich für viel zu aufwändig und in keinem Verhältnis zum Nutzen – und darum werde ich dieses eigentlich tolle Angebot mit der Kostenübernahme durch den Lieferanten mit einem weinenden Auge verfallen lassen.

B1-Fund #1: Anerkannter Berater

Ich bin übrigens "Anerkannter Berater für Deutschen Wein". Es ist zwar schon ziemlich lange her, dass ich an dem Seminar teilgenommen hatte, aber ich habe diesen Titel ganz offiziell. Es ist übrigens so lange her, dass ich es selber ganz vergessen hatte – und damit ist diese Urkunde das erste Fundstück aus dem kleinen Büro, das ich euch präsentieren möchte. :-)

"Anerkannter Berater für Deutschen Wein"


Die schriftliche Prüfung aus diesem Seminar habe ich übrigens auch noch. Das Ding bestand aus insgesamt 31 (teilweise recht umfangreichen) Fragen und hatte spätestens nach der Korrektur durch den Klassenlehrer Seminarleiter auch optisch den Charakter einer profanen Klassenarbeit in der Schule :-D