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Neue Warensicherungsanlage

Ein Detail, das ich hier in der Öffentlichkeit erfolgreich verschwiegen habe, war das vollständige Verschwinden unserer alten Warensicherungsanlage parallel mit unserem alten Kassentisch. Die Anlage war im Laufe der Zeit ziemlich ramponiert worden und musste mit der Modernisierung des Ladens einfach ausgetauscht werden. Sie funktionierte zwar noch, sollte aber auf jeden Fall durch ein neues System ersetzt werden. Die Planungen dazu hatten sich etwas hingezogen, zumal der genaue Grundriss des Ladens und damit die genauen Standorte für die Antennen erst nach dem Aufbau der Regale abzuschätzen war.

Die neuen Antennen sind nicht mehr so dezent wie unsere alte "Maxcalibur"-Anlage, aber so kleine Antennen gibt es nicht mehr. Allgemeiner Wunsch bei den Käufern solcher Anlagen ist nämlich, dass die Antennen gut sichtbar sind und alleine schon dadurch eine abschreckende Wirkung haben sollen. Auch wenn sie groß sind, so fügen sie sich hier aber doch ganz gut in das Gesamtbild des Marktes ein:



Ein Gimmick ist die Beleuchtung am oberen Rand. Der Streifen beinhaltet RGB-LEDs und ist in jeder beliebigen Farbe einstellbar. Bei Alarm blinkt das Ding rot (auch einstellbar), aber im Normalzustand leuchten die Streifen statisch in einer Farbe. Zwischendurch hatte ich schon die Befürchtung, dass mir der Techniker seinen Laptop um die Ohren haut. Wer die Wahl hat, hat die Qual und eine Farbe auszusuchen war erstaunlich mühsam. Weiß, rot, grün, es ging wirklich alles. Letztendlich habe ich mich für ein dunkles Blau entschieden, wie auf dem oberen Foto zu sehen ist, aber das Magenta war schon echt genial und übrigens nicht ganz so pink wie es auf dem Foto wirkt. Aber ich befürchtete, dass wir uns daran zu schnell sattsehen würden.


Fragen zur Warensicherung

"SB" hatte hier ein paar Fragen zur Warensicherungsanlage:

Welchen Sinn macht die, wenn sie doch nur kurz vor dem Ausgang einen möglichen* Diebstahl anzeigt?

1) Ist der Kunde generell gehalten (und tut er es idR auch?), beim Anschlagen der Anlage einzuhalten und sich kontrollieren zu lassen?
2) Was tut Ihr bei nicht anhaltenden Kunden?
3) Was tut Ihr bei 'Kunden', die (mit gefülltem Beutel) einen Sprint aus dem Laden machen?
4) Was tut Ihr bei Kunden, die Euch bedrohen?
Das ist insgesamt tatsächlich ein sehr heikles und sehr sensibles Thema und ständigen Gratwanderungen zwischen Recht und Unrecht, sich beklauen lassen und gute Kunden verärgern. Ich kann da natürlich nur für uns und wie wir mit dem Thema umgehen sprechen. Die Vorgehensweisen in anderen Geschäften können davon durchaus abweichen und entweder deutlich laxer oder auch wesentlich strenger sein.

Zur ersten Frage: Meistens sind die Kunden bei uns ganz friedlich, wenn der Alarm auslöst. Entweder findet sich das dann direkt an der Kasse ("ich hab hier noch dies und das aus dem einen und dem anderen Laden") oder wir finden den Grund für den Alarm mit dem Handchecker in kürzester Zeit. Es gibt auch Leute, die direkt beim ersten Alarm, aus welchen Gründen dieser auch immer auslösen mag, demonstrativ an die Decke gehen, aber die sind netterweise (bei uns zumindest) die Ausnahme.

Wenn jemand einfach durch die Kasse geht, Alarm auslöst und weitergeht, rufen wir meistens hinterher. Die meisten Leute, vor allem die ehrlichen, bleiben dann stehen und man kann meistens ungestört den Grund für den Alarm suchen. Wenn ich denke, dass jemand auf keinen Fall irgendwas eingesteckt hat, weise ich z.B. in solchen Fällen darauf hin, einfach mal in Ruhe zu Hause nach beispielsweise eingenähten Sicherungsetiketten zu suchen. Diese befinden sich bei Textilien häufig in der Nähe der Waschanleitung und sind meistens mit dem Hinweis versehen, sie vor dem Tragen / Waschen herauszutrennen. Auch Ladendiebe, vor allem die weniger "professionellen" und Gelegenheitsdiebe, bleiben häufig stehen, wenn sie sich ertappt fühlen, und man kann sich in Ruhe um den Diebstahl und die Folgen kümmern.

Wer einfach so den Laden verlässt und beim Auslösen der Warensicherunsanlage direkt losrennt, war zumindest bei uns bislang immer ein Dieb, denn in solchen Fällen überprüfen wir das Elebte natürlich immer mit Hilfe der Videoaufzeichnung. Die Ware ist dann zwar weg, aber wir haben ein Bild von dem Täter und können im Wiederholungsfall, sofern wir ihn erkennen, rechtzeitig reagieren. Das ist gar nicht so abwegig und in der Vergangenheit schon häufiger passiert. (Es wäre natürlich auch denkbar, dass jemandem einfällt, dass er gerade einen wichtigen Termin oder seinen Bus verpasst und deshalb losrennt und der Alarm durch ein eingeschlepptes Etikett ausgelöst wird, aber den Fall hatten wir noch nicht in all den Jahren.)

Zur vierten Frage: Wir lassen es erst gar nicht so weit eskalieren, schon gar nicht bei ehrlichen Kunden, dass es einen Grund gäbe, irgendwelche Drohungen (Gewalt oder Rechtsfolgen) auszusprechen. Bei Ladendieben dagegen mussten wir uns schon allerhand anhören und körperliche Gewalt androhen lassen, aber das meistens nur während der Wartezeit auf die Polizei.

Sicherungsetikettenbrücke

Mittlerweile haben wir hier ja schon echt viel erlebt, aber dass ein Sicherungsetikett auf eine konkav gewölbte Flasche so aufgeklebt wird, dass nur die beiden Enden an der Verpackung haften und dazwischen ein Hohlraum entsteht, gab es meiner Meinung nach auch noch nicht …

(Aber immerhin hielt es besser als "quergeklebt".)




Frage zur Warensicherung

Jens hatte folgende Frage:

Habt ihr auch diese Anhänger zur Warensicherung um die Flaschen?

Ich habe heute 2 Flaschen nicht ganz günstigen Whisky in einem Berliner Supermarkt gekauft und als ich gerade einen davon öffnen wollte merkte ich, dass da noch ein Anhänger dran ist. Passiert sowas häufiger? Die Flaschen waren in einer entsprechenden Umverpackung, die Dame an der Kasse hat nicht reingeschaut (wie sonst immer) und es wurde auch kein Alarm ausgelöst.
Eigentlich sollten diese Sicherungen den Laden ja nicht verlassen, sondern im Zweifelsfall alarmauslösend auf sich aufmerksam machen, damit sie an der Kasse entfernt werden können.

Wer weiß schon, was da mit dem Whisky in dem Laden wirklich passiert war? Vielleicht funktionierte die Warensicherungsanlage ja gar nicht oder das Etikett war selber defekt. Möglicherweise hatte die von Jens angesprochene Umverpackung aufgrund ihrer Beschaffenheit auch eine abschirmende Wirkung, so dass das noch angebrachte Etikett gar keinen Alarm auslösen konnte.

Umgeklebtes Sicherungsetikett

Fundstück von meinem Azubi. Warum nur wollte der Leergutautomat diese eine Dose "Jim Beam & Cola" wohl nicht annehmen? Tzja …

Ich werfe mal die Behauptung in den Raum, dass der Kunde oder die Kundin da selbstgemachtes Leid hatte. Da hatte wohl jemand an dem Sicherungsetikett herzumgezupft und das Teil anschließend wieder irgendwie auf die Dose geklebt – dummerweise genau auf das DPG-Pfandlogo, ohne das der Automat die Annahme natürlich konsequent verweigerte.

(Nicht auszuschließen ist natürlich auch, dass die Dose im Laden, also bei uns oder wo auch immer, so beklebt wurde. Man weiß ja nie …)


Kann man so aufkleben …

… aber so ein Warensicherungsetikett kann man natürlich auch so befestigen, dass es nicht so einfach abzureißen ist, nicht beinahe von alleine abfällt und man es nicht, wenn man nach der Ware greift, am Finger kleben hat.

Die Dinger dürfen nicht geknickt werden, aber …


Zwei neue Entwerter

Unumgänglicher Teil einer Warensicherungsanlage ist auch die Möglichkeit, die Etiketten an der Kasse zu entfernen oder (bei Klebeetiketten) diese zu deaktivieren. Dies geschieht mit den sogenannten Deaktivatoren oder Entwertern, die es als Stand-Alone-Geräte oder auch in den Kassentisch integriert gibt. Dort sitzen sie meistens unter den Förderbändern und sind der Grund für diese kleinen Aufkleber mit dem Hinweis, an bestimmter Stelle keine Bank- und Kreditkarten abzulegen, da der Magnetstreifen durch das Magnetfeld der Geräte zerstört werden kann. Dieses Magnetfeld wird übrigens normalerweise (und zumindest bei meinen Geräten hier) nur aufgebaut, wenn sich ein Etikett im Bereich des Entwerters befindet.

Seit ich meine Anlage habe (noch vor dem Blog installiert), stecken auch in meinem alten Kassentisch unter jedem der beiden Förderbänder jeweils ein Entwerter.

Nun stand ich vor einer schwierigen Entscheidung: Die alten Deaktivatoren aus der alten Kasse in den neuen Tisch mitnehmen oder ein paar neue kaufen? Immerhin liegen die zusammen bei rund 2000 Euro.

Wenn wir die alten Geräte umziehen sollen, müssten sie jetzt schon ausgebaut werden. Das würde bedeuten, dass ich einerseits drei Wochen lang Probleme mit nicht entsicherter Ware habe, dazu kämen die beiden Löcher unter dem Förderband, in denen das Band einsinken und eine Mulde bilden würde.

Eine weitere Möglichkeit wäre gewesen, die Geräte am 14. März bei Abbau des alten Tandemtisches aus diesem auszubauen und hier zwischendurch während der Aufstellung in den neuen einsetzen zu lassen. Das wäre aber eher eine improvisierte Lösung geworden, wenn auch die günstigste.

Nun habe ich aber doch entschieden, zwei neue Entwerter zu kaufen. Diese werden nun beim Kassentisch-Hersteller noch im Werk absolut fachgerecht integriert. Bei uns entsteht keine "Entwertungslücke" und dazu haben wir zwei neue Entwerter. Wer weiß, wie lange die alten nach inzwischen rund 14 Jahren Laufzeit noch durchgehalten hätten?

Duschgel-und-Wurst-Dieb

Gestern am späten Abend konnten ein paar Kollegen und ein zufällig anwesender ehemaliger Mitarbeiter einen Typen aufhalten, der sich den Rucksack mit etlichen Flaschen Duschgel vollgestopft hatte. Nur ein paar Stunden zuvor war er schon mal hier im Laden und hat unseren Regalbestand an Sucuk-Wurst mitgehen lassen.

Schön, dass wir nun seine Personalien haben. Denn letzte Woche Freitag hatte er ebenfalls schon seine Tasche mit Körperpflegeprodukten aufgefüllt und (leider erfolgreich) hier rausgetragen. Den Einwurf eines Kollegen, dass der Typ häufiger hier gewesen sein soll, ignoriere ich einfach mal, da ohnehin nicht mehr zu ändern.


Abgeschnitten

Oder, um mal etwas emotionaler zu werden: "Seufz …"

Da hat jemand eines unserer Dauertiketten zum Sichern von Flaschen mit einem Werkzeug durchtrennt. Durchreißen ist mit reiner Muskelkraft nämlich unmöglich. Gegen solche Leute ist man natürlich machtlos.


Die mit der Ahnung

Ein Stammkunde löste den Alarm der Warensicherungsanlage aus. Ziemlich sicher hatte er nichts geklaut und er offenbarte uns auch direkt den Inhalt seines Rucksacks. Der Verdacht fiel auf ein noch in Folie eingeschweißtes, hochwertiges Buch, das ich auf der Suche nach einem eventuell aufgeklebten Sicherungsetikett von allen Seiten betrachtete.

Eine Kundin am Ende der Schlange hatte aber den vollen Durchblick: "Das kann nicht das Buch sein, da ist kein Metalldings dran!"

Was täte ich nur ohne solch qualifizierte Hilfe? :-D

Ob die geklaut werden?

Wir bewahren unseren Vorrat an Sicherungsetiketten für Flaschen in einem unserer SPAR-Einkaufskörbe auf. Dieser Korb steht an den Packtagen manchmal stundenlang unbeaufsichtigt einfach so in der Getränkeabteilung herum. Und zum wiederholten Mal hatte ich den Gedanken, dass das ja irgendwie schon leichtsinnig ist. Diese "Bottle Tags" sind ja nun nicht ganz billig, wenn da nun jemand welche oder sogar den ganzen Korb klauen würde…

Ja, genau.

Facepalm im Geiste. :-D