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Pilze mit Pilzen

Wir haben Kräuterseitlinge hier im Sortiment, mit denen auch schon einmal eine Kundin wieder zurück in den Laden kam und sie als "verschimmelt" reklamieren wollte. Tatsächlich war im Bereich der Schnittstelle das Myzel einfach weitergewachsen und hatte weiße Wülste gebildet. Das ist vollkommen harmlos, aber ich kann die Bedenken der Kundin nachvollziehen.

Nun hatten wir uns eine Packung Champignons gekauft (in einem anderen Supermarkt) und guckten zu Hause etwas blöde aus der Wäsche: Diese Pilze sahen wirklich mal verschimmelt aus. Die Packung war komplett mit weißen Fäden durchzogen. Da half mir auch mein Fachwissen nicht mehr weiter und die Google-Suche ergab nur Foreneinträge, in denen unisono dazu geraten wurde, die Pilze zu entsorgen. Ist das Schimmel oder hat sich auch hier wieder das Myzel verselbstständigt?

Wie seht ihr das? Sind die noch essbar? Falls aus biologischer Sicht schon, dann aber sicherlich nicht mehr im Kopf des Essenden.


NICHT gammelige Shiitake

Vor einer Weile bin ich selber erst auf Shiitake-Pilze zur Verwendung in der heimischen Küche gekommen. Woran ich mich auch erst gewöhnen musste ist diese auf den ersten Blick gammelig anmutende Optik mit dem dunklen Bereich auf den Kappen mit den helleren Flecken drumherum.

Aber geschmacklich passen sie gut in meine Pilzpfanne. :-)


Pilz- und Flaschensammler

Ob diese Serviceleistung heute noch so angeboten wird, weiß ich nicht, aber vor einiger Zeit war es wohl so, dass es in vielen oder einigen Verbraucherzentralen die Option gab, gesammelte Pilze von einem Pilzsachverständigen durchsehen zu lassen, damit man sich nicht das eine oder andere versehentlich eingefangene giftige Schwammerl in die Pilzpfanne schnippelt. Vor sehr vielen Jahren habe ich mal irgendwo einen Artikel darüber gelesen und darin wurde ganz arg kritisiert, dass sich aus dieser Serviceleistung eine ganz blöde Angewohnheit bei vielen Pilzsammlern entwickelt hatte: Sie haben einfach alles abgeschnitten, was nach Pilz aussah und dann die gesammelten Werke beim Sachverständigen aussortieren lassen, wobei dann teilweise beachtliche Mengen an giftigen und ungenießbaren Pilzen im Müll landeten. So war das Angebot natürlich von den Verbraucherzentralen auch nicht gedacht gewesen.

An diesen Artikel musste ich denken, als ein Pärchen mit zwei großen Müllsäcken voller gesammelter Werke vor dem Leergutautomaten stand. Einweg, Mehrweg, unbeschädigt und eingedrückt, Glas, PET, Dosen, Konservengläser, Saftflaschen, Wodkaflaschen – gefühlt befand sich so ziemlich jede Art von Behältnissen in den beiden Säcken.

Wie bei den Pilzsammlern bei der Verbraucherzentrale hatten sie einfach diesen riesigen Haufen angeschleppt und ließen den automatischen Pfandsachverständigen aus dem Hause Trautwein aussortieren: Mööp, Annahme verweigert, das war ein Risspilz. Champignon erkannt, 25 Cent auf den Bon. Grüner Knollenblätterpilz, Gebinde unbekannt, Annahme verweigert. Fliegenpilz, Annahme verweigert. Morcheln, 8 Cent pro Stück, rauf auf den Flaschentisch gleich neben die Seitlinge. Oh, ein Satansröhrling, bitte Umdrehen. Ach, jetzt als ein Hexenröhrling erkannt; Annahme erfolgreich für 15 Cent das Stück.

So landete das meiste an Flaschen und Dosen im Leergutautomaten, jedoch füllte sich zusehends auch der Müllsack mit allerlei vom Gerät verweigerten Dingen.

Pilz- und Flaschensammler verbindet wohl eine lange Tradition. :-P