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Kreative Beleidigung

Ein Typ fuhr mit einem Enduro-Motorrad bei uns auf den Hof, was mir vor allem deshalb auffiel, da die Maschine ausgesprochen laut war. Er stieg ab und begann, in unserem Müllcontainer zu kramen. Ich ging an die Lagertür und bat ihn, das Gelände zu verlassen.

Er polterte direkt mit einem Berg an Hasstiraden los und dass es typisch Deutsch wäre, seinen Müll zu verteidigen und bloß keinem was abzugeben und außerdem wäre ich eine scheiß deutsche Kartoffel. Gähn, was für eine kreative Beleidigung, sowas habe ich ja noch nie zuvor zu hören bekommen. Es folgten noch weitere Schimpfwörter, "Arschloch" war davon noch das harmloseste. Ich überlege ja schon die ganze Zeit, ob ich dem Fredi das Leben irgendwie schwer machen kann, immerhin habe ich sein Kennzeichen – aber vermutlich ist das alles die Mühe nicht wert.

Dies war dann ein weiteres Erlebnis, das mich dazu veranlasst, für unsere nächste Eigentümerversammlung den Tagesordnungspunkt "Zaun auf den Hof" aufzunehmen.

Guthabenkarten im Müll

Ein wohl auf den ersten Blick für Außenstehende verstörender Anblick: Ein riesiger Haufen an iTunes-Guthabenkarten im theoretischen Gesamtwert von einem mittleren vierstelligen Betrag liegt bei uns im Müllcontainer.

Aber keine Panik: Einen Wert haben die Karten so nicht, denn sie werden ja erst an der Kasse freigeschaltet. Der Außendienstler der Agentur, die uns mit diesen Karten betreut, hat die Dinger aussortiert. Aus irgendeinem Grund sollen oder dürfen diese alten Karten so nicht mehr verkauft werden und sollten deshalb in die Tonne.

Ich stelle mir gerade die leuchtenden Augen eines Containerers vor. :-D


Aus einer Zeit vor dem Blog: Eingeweide

Vor ein paar Tagen hatte ich mich wieder an eine Sache erinnert, die hier in den ersten zwei, maximal drei Jahren meiner Selbstständigkeit passiert war:

Es war ein heißer Sommertag. Unser großer Restmüllbehälter stank fürchterlich (nicht, dass er sonst nach Rosen duften würde, aber das war eben damals noch deutlich krasser…) und war voller Fliegen. Mir fiel eine dicke Plastiktüte auf, die nicht von uns stammte. Ich stieß mit irgendwas Langem dagegen, sie wobbelte hin und her, war offenbar mit irgendwas mehr oder weniger weichem prall gefüllt. Ich bohrte mit der Stange ein Loch in die Tüte – und schon quollen mir eindeutig Gedärme (!) entgegen.

Heute hätte ich wohl nicht weiter reagiert, aber damals, gerade Ende zwanzig, löste das schon eine gewisse Unsicherheit bei mir aus. Waren das wirklich Gedärme? Menschlich? Tierisch? Ich rief die Polizei an und fragte, was ich machen soll. "Wir gucken uns das mal an", bekam ich als Antwort.

Die Polizei kam, wusste aber auch nicht weiter und so tauchte hier nach einer Weile ein Gerichtsmediziner auf, der dann mitten auf dem Hof auf einer ausgebreiteten Folie den schon schwer nach Verwesung riechenden Inhalt der Tüte sortiert und untersucht hat. Die umherstehenden Schaulustigen wurden reihenweise grün im Gesicht, ich stand genau daneben und habe mir die Arbeit des Fachmanns aus der Nähe angesehen. Zum Glück kann ich Gerüche jeder Art relativ gut ertragen, mich bringt übler Gestank nicht so schnell aus der Fassung.

Es stellte sich heraus, dass das Schafsinnereien waren, ein paar Hühnerknochen lagen auch noch mit dabei. "Da hat wohl jemand ein Lamm geschlachtet und nebenbei noch ein halbes Hähnchen gegessen", witzelte der Gerichtsmediziner damals noch. Also alles wieder ordentlich in Folie verschnüren und zurück in die Tonne…

War schon aufregend, das Blog hätte ich damals schon haben müssen. :-)

Neuer Restmüllbehälter

Unser klappenloser Restmüllbehälter wurde vorhin übrigens nicht nur repariert, sondern gleich durch einen komplett neuen Behälter ersetzt. Auch gut.

Ich fand diese freie Sicht auf die Ladenhinterlasssenschaften immer ganz fürchterlich, wenn der Behälter an den Abfuhrtagen direkt an der Straße steht…


Klappenlos seit Februar

Oha, seit Februar schon fehlt unserem Restmüllbehälter der "Deckel vom Deckel", wie die Mitarbeiterin beim Entsorgungsunternehmen hier in Bremen diese kleine Klappe genannt hat.

Da der Container hinten auf dem Hof und damit nicht ständig im Blickfeld steht, dazu häufig komplett aufgeklappt, hatte ich das mit der fehlenden Klappe nicht ständig auf dem Schirm. Gestern aber, als ich nach Hause fahren wollte, hat es mich mal wieder extrem gestört und so hatte ich einen Mitarbeiter damit betraut, mal herumzutelefonieren, damit wir einen neuen Container (oder zumindest einen neuen Deckeldeckel) bekommen. War leider erfolglos, da er ohne Kundennummer nichts ausrichten konnte.

Die konnte ich natürlich in kurzer Zeit raussuchen und so habe ich eben doch selber bei der EKO angerufen. Neuer Deckel kommt. Oder, falls nicht reparabel, gleich ein ganz neuer Behälter.

The Abfallkraken!

Diesen Aufkleber hat jemand auf unseren Müllcontainer gepappt. Die Google-Suche nach dem Motiv brachte mich nicht weiter und auch die Suche nach "Aufkleber" in Kombination mit jeglichen Begriffen des Motivs lieferte kein Ergebnis. Ich bin aber von Natur aus neugierig und es lässt mir keine Ruhe und daher jetzt auch an dieser Stelle mal die Frage, ob irgendjemand eine Idee hat, was uns der Krakenarm (Ich deute das Motiv jedenfalls so) sagen will.

Ist es das Ungeheuer in der Mülltonne, das die Abfälle an sich reißt? Ein Musiklabel? Eine Gang? Was politisches vielleicht? Ein Freund vermutete schon eine Nähe zur Piratenpartei wegen des orangen Rands. Es steht leider überhaupt kein Text auf dem Aufkleber, der einem weiterhelfen würde. Aber nur aus Spaß und Langeweile produziert man solche Dinger ja irgendwie auch nicht…


Röhre

Übers Wochenende hat irgendjemand eine alte Leuchtstoffröhre in meinen Müllcontainer geworfen. Das macht man doch nicht, da ist Quecksilber drin. Ausreichend Dreistigkeit und Verantwortungslosigkeit würde ich meinen Hofnachbarn zwar unterstellen, aber ich kann es natürlich nicht beweisen.

Habe die Röhre mal mit zu meinen alten gestellt und werde sie irgendwann mit den letzten Leuchtstoffröhren zur Schadstoffsammelstelle bringen.

Die Klappe vom Müllcontainer

Unser Müllcontainer hat in seinem Deckel noch eine kleinere Klappe, durch die, wenn der Behälter verschlossen ist, dennoch kleine Mengen eingeworfen werden können. Diese Klappe ist vor ein paar Tagen mal aus einem mir unbekannten Grund abgefallen und stand zunächst neben dem Container.

Zur Müllabfuhr hatte ein Kollege die Klappe wieder festgeklemmt, damit der schwarze Großmüllbehälter zumindest halbwegs geschlossen an der Straße steht. Nach der Leerung haben wir ihn ohne diese Klappe wiederbekommen, die dürfte wohl mit dem Großteil des Inhalts des Behälters (Wieso ist der nicht ganz leer? Und wieso liegen da immer noch Teile von dem alten Schrank drin?) in den Müllwagen gefallen sein…


Altes Bügelbrett

Erst Videokassetten, jetzt ein Bügelbrett. Wird Zeit, dass der große Müllcontainer endlich wegkommt, bevor es sich zum Volkssport entwickelt, ihn mit ausgemusterten Haushaltsgegenständen zu befüllen.

Ich habe nur noch ein paar private Dinge, die dort hinein müssen, die ich allerdings noch nicht entbehren kann. Ich hoffe, dass ich das nun am Wochenende schaffen werde...