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Kaffeelieferungsmalheur

Anfang September letzten Jahres hatte mich ein Verwaltungsbüro hier aus der Neustadt kontaktiert. Ob wir sie mit Artikeln für ihre Büroküche beliefern können, vor allem Kaffee und Milch. Allerdings sollte es ein ganz bestimmter Kaffee sein, den sie bislang immer bei einem ("anderen") Edeka-Markt bekommen hätten, der nun aber nach dem Umzug viel zu weit weg ist.

Ich warf mal die vorsichtige Aussage in den Raum, dass ich den (nicht ganz günstigen) Kaffee sicherlich auch bekommen könnte und dass ich versuchen werde ihn zu bestellen. In der folgenden Woche wollte ich mich wieder bei denen melden.

Dann kamen die Maurer dazwischen und im mehr oder weniger wild zusammengeworfenen Papierkram aus dem kleinen Büro ist der Notizzettel mit der Telefonnummer der Firma abhanden gekommen.

Der Kaffee kam zwar tatsächlich über unsere Großhandlung mit, aber leider wusste ich die Daten dieser potentiellen Kunden überhaupt nicht auswendig, so dass ich eigentlich nur abwarten konnte, dass sie vielleicht doch wieder bei mir nachfragen, was daraus geworden war. Aber sie haben sich nie (und bis heute nicht) wieder bei mir gemeldet.

Ärgerlich, verständlich, aber auch nicht zu ändern. Und der Kaffee ist seit dem zumindest ein fester Bestandteil in unserem Sortiment.

Ex-Lieferdienst!

Mit sofortiger Wirkung ist unser Lieferdienst eingestellt.

Seit uns vor gut drei Jahren unser Bote buchstäblich über Nacht verlassen hatte (nicht wegen mir, sondern weil er hier privat sämtliche Zelte abbrach), haben wir den Service nie wieder vernünftig auf die Beine stellen können. Nach dem wir erst ein halbes Jahr lang überhaupt keinen Boten mehr hatten, waren ohnehin viele der Kunden schon nicht mehr da.

Inzwischen haben wir den zweiten Mitarbeiter, die Zeit mit dem ersten endete sehr unerfreulich, aber wir kommen trotz aller Bemühungen nicht mehr an den Erfolg von vor über drei Jahren ran. Die Sache ist definitiv ein Verlustgeschäft und ich habe schon häufiger in den letzten Wochen überlegt, ob ich diesen Aufwand weiterhin betreiben möchte.
Natürlich ist es irgendwie ein schöner Service – aber es ist einfach definitiv zu wenig, um richtig zu klotzen und daher habe ich diese betriebswirtschaftliche Entscheidung jetzt endgültig getroffen.

10-minütiges Geklingel

Unser Bote hatte sich bei einer Lieferkundin sogar zu einem bestimmten Termin angekündigt. Dennoch stand er letztendlich mitsamt der gesamten Ware insgesamt zehn Minuten bei ihr vor der Tür und drückte immer wieder auf den Klingelknopf. Nachdem sich die Tür einfach nicht öffnen wollte, schob er den Bollerwagen wieder gefrustet zurück zum Laden.

Telefonisch war die Frau dann problemlos zu erreichen: "Ach, da spinnt meine Klingel bestimmt wieder."

Sie war schon etwas grantig, weil wir ihr die Liefergebühr doppelt berechnet haben, aber nachdem das nun nicht nur doppelte, sondern fast schon dreifache Arbeit war und mein Mitarbeiter auch noch so lange vor der Haustür stand, finde ich das durchaus angemessen.

Lebenserhaltende Liefergebühr

Liefern Sie auch nach Hause?

Ja, hier in der Neustadt.

Kostet das extra?

Pauschal 3,00€ und pro Getränkekiste noch 50 Cent extra.

Das ist aber teuer. Der andere SPAR-Markt hat immer umsonst geliefert.

...

Der andere SPAR-Markt ist inzwischen auch wg. Konkurs nicht mehr existent.