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Das Sch-Wort

Bei Gesprächen mit Kunden geht es neuerdings beinahe schon zwangsläufig um das Thema Corona, dann über Hamsterkäufe, Nudeln, Mehl und schließlich, wer hätte es gedacht, Toilettenpapier. Bei letzterem setzen dann viele Leute die gehamsterten Mengen in Relation zu dem, was gewöhnlich hinten wieder herauskommt.

Ich staune doch, wie viele auch augenscheinlich sehr kultivierte Leute das vulgäre Wort "schei*en" mehr oder weniger öffentlich völlig ungezwungen innerhalb eines Satzes verwenden. Ich musste mich ja gerade schon sehr durchringen, das hier überhaupt fast komplett auszuschreiben. :-D

Saft (1 oder 2?)

Ein jüngeres Pärchen kaufte ein und blieb im Zuge dessen auch vor dem Saftregal stehen. Ich hockte gerade in der unmittelbaren Nähe und verstaute einige Capri-Sonne-Packungen, die ja inzwischen Capri-Sun-Packungen heißen und bekam mit, wie sie überlegten, ob sie eine oder zwei Flaschen kaufen sollen.

Ich sah nicht auf, hoffte aber doch, dass es zwei werden. :-)

(Da kannst ja als Kaufmann nicht aus deiner Haut.)

Kompliziertes Abnehmen

Ein Kollege wurde von einer Kundin angesprochen, die Produkte mit Chia-Samen suchte. Es ging im Speziellen um Brot, jedoch kam das Gespräch ganz allgemein auf das Thema, dass und wie man mit Chia auch abnehmen könne, was aber eine gewisse Disziplin und Ausdauer voraussetzt. Die Kundin beendet das Gespräch etwa folgendermaßen: "Dann bleibe ich lieber fett!"

Die Kundin hatte einen BMI von vermutlich deutlich unter 20.

Das schreckliche LED-Licht

Ich war dabei, ein paar unserer LED-Röhren einzusetzen, als mich ein Mann mittleren Alters darauf ansprach, der seinen gefüllten Einkaufswagen durch die Gänge schob. Nach kurzem Dialog konstatierte er frei raus, dass es mit der LED-Beleuchtung immer schlimmer wird. Überall würde die Beleuchtung auf LED umgestellt werden und dabei sei das doch total ungesund. Die Lichtfarbe wäre regelrecht Körperverletzung und von den hohen Frequenzen bekäme er immer sofort ganz schlimme Kopfschmerzen, so dass solche Läden immer sofort wieder verlassen würde.

Ich gab zu, dass fast der komplette Laden schon seit Jahren umgerüstet ist.

Er überlegte kurz und dann fiel ihm ein, dass er das mit der Hochfrequenz auch schon im Kopf merken würde und zusehen muss, dass er jetzt ganz schnell zur Kasse und aus dem Laden kommt.

Kunden, ich habe euch alle lieb!

Da es sich einfach nicht verschweigen und verheimlichen lässt, sind wir natürlich auch gestern wieder mit unglaublich vielen Kunden ins Gespräch über die Umbaumaßnahmen und die aktuellen Unbequemlichkeiten gekommen.

Durchgängig waren alle entspannt, haben die Probleme schulterzuckend hingenommen ("ach, dann nehme ich was anderes, das geht schon") und vor allem ganz viel Glück und Erfolg für die Umbaumaßnahmen gewünscht.

Danke. :-)