Skip to content

Umbauschnappschuss: Unter den Vitrinen

Unter den alten Vitrinen an der Kasse, die inzwischen seit 16 Jahren dort unverändert standen, hat sich in dem nur rund 2cm hohen und daher quasi nicht zu reinigenden Bereich unter den Möbeln allerhand Dreck angesammelt. Vor allem auch viele Münzen, die zusammen rund 6 Euro ergaben. :-D




Wundersames mit Kekspreisen

Ein Kunde nahm sich zwei Packungen Kekse aus dem Regal, die laut Etikett 1,39€ pro Packung kosten sollten.

In der Kasse waren sie allerdings mit 1,29€ hinterlegt. Diese Differenz zu seinen Gunsten überforderte den Kunden, der bereits 2,80€ passend abgezählt in der Hand hielt, offenbar dermaßen, dass er vor Schreck eine der beiden Packungen an der Kasse zurückließ und letztendlich nur eine gekauft hat.

Fragt nicht, wir haben genauso blöde geguckt.

Abschaffung der 1- und 2-Cent-Münzen?

Günter hatte mir geschrieben:

Hi Björn,

da die Abschaffung der 1 und 2 cent Münzen scheinbar noch einige Zeit auf sich warten lässt hätte ich eine Frage an dich.

Kannst du sagen wie viel es dich kosten würde wenn du einfach jeden (End-)Betrag auf volle 5 cent abrunden würdest?

Das fände ich wirklich interessant da ich mich ernsthaft frage, warum die ganzen Supermärkte das nicht einfach machen und sich dadurch das ganze Handling mit 1 und 2 cent größtenteils sparen würden.
Wir sind ordnungsliebende Deutsche und rechnen korrekt ab! :-P

Darüber habe ich zugegebenermaßen noch nie nachgedacht. Im schlimmsten anzunehmenden Fall würden wir pro Tag rund 40 Euro auf diese Weise verschenken. Dem würden nur ein paar Euro Ersparnis in Form von Gebühren für die Münzrollen und Arbeitszeit für die Zählerei entgegenstehen. Mal aufgerundet glatte zehn Euro angenommen, blieben immer noch 30 Euro Verlust. Ist so nicht viel, aber das sind im Monat zusammen knapp 800 Euro, für die sich zum Beispiel zwei Aushilfen einstellen ließen.

Abgesehen vom Ausnutz-Potential bei Kleinstartikeln ("Für diese zehn Teile brauche ich jeweils einen eigenen Bon") und Pfand kommt noch (in Maßen) auch noch ein ganz anderer Faktor dazu: Wir haben hierzulande preisgebundene Artikel, die wir auf keinen Fall rabattieren dürfen: Guthaben- und Geschenkkarten, Tabakwaren, Zeitungen und Zeitschriften. Bei einem größeren Einkauf sehe ich da kein Problem, da gilt der Rabatt im Zweifel für die nicht preisgebundenen Artikel, aber man muss natürlich schon etwas aufmerksam sein, falls jemand nur derartige Produkte kaufen möchte.

Nanu, wo ist das Geld?

Beim Einzählen einer Kasse stellen wir fest, dass drei Euro und ein paar Zerquetschte fehlten. Wir hatten das Wechselgeld in der Kasse (Scheine, Rollen) und den Bestand im Zählbrett addiert, kamen aber beim besten Willen auch nach mehrmaligem Nachzählen nicht auf den glatten Standardbetrag.

Manchmal hat man ja so seine Eingebungen und in diesem Fall haben wir bei der Suche nach dem Grund für die Differenz einfach mal unter den Einsätzen im Zählbrett nachgesehen. Wer auch immer die Kasse aus welchem Grund so hinterlassen hat… :-|


Kleingeldbestellung

Unser Geldentsorger beliefert uns auch mit Rollengeld. Dieses müssen wir ein paar Tage vor der gewünschten Lieferung bestellen, entweder über ein Onlineportal oder alternativ per Fax. Da ich das mal eben schnell mit einem Blick in den Tresor erledigen wollte, nahm ich mir einen der Vordrucke, füllte ihn aus und steckte ihn ins Fax-Gerät. Hat wie immer alles problemlos geklappt.

Am folgenden Tag rief ein Mitarbeiter dieser Firma hier an und wollte wissen, von wem denn die Bestellung sei. Ich hätte zwar die Mengen und das gewünschte Lieferdatum angegeben, aber keine Kundennummer oder sonstige Hinweise darauf, um wen es sich bei mir handeln könnte.
Ich suchte schnell meine Kundennummer raus, er bedankte sich und wollte gerade auflegen, als mir noch eine ganz entscheidende Frage einfiel: "Wie haben Sie denn hier anrufen können?"

"Ganz einfach. Die steht ja beim Fax oben mit drauf. Da habe ich einfach die letzte Ziffer um eins verringert und einfach mal ausprobiert."

Das war clever. Nachträglich fiel mir noch ein, dass bei mir aber auch "SPAR HARSTE BREMEN" mit in der Faxkennung steht. Meinem Steuerberater reicht das immer, um nicht näher markierte Dokumente mir zuzuordnen. :-)

Sammlungen

An unseren Mitarbeiterspinden hängen Klarsichtfolien, in denen vor allem die Stempelkarten gelagert werden sollen. Oder Stifte, Notizen und ähnlicher Kleinkram.

Ein Mitarbeiter hat die Folie mit einem Jahresbestand an Gehaltsabrechnungen an die Grenze ihrer Kapazität gebracht, ein anderer sammelt die Plastikkerne von Bonrollen und noch jemand füllt die Tasche mit Kleingeld.

Was kann man da wohl noch alles drin sammeln? :-D






5,69€

Der "Ich hab noch nie was geklaut"-Typ war wieder im Laden. Einem Kollegen war er leider erst aufgefallen, als er seinen Leergutbon an der Kasse einlösen wollte, aber dennoch war er ihn kurzerhand raus.

Nachdem der Typ eine Weile vor dem Laden herumgreinte kam einer rein, der wie sein Bruder aussah, gab zwei Leergutbons ab und wollte die Summe in Kleingeld ausgezahlt bekommen.

Ein paar Minuten später stand genau dieser Mann wieder vor meinem Kollegen an der Kasse und behauptete, von ihm betrogen worden zu sein. Da wir hier aber nicht unter geistiger Umnachtung leiden und meistens recht genau wissen, was wir tun, konnte es darauf nur eine Antwort geben: "Du solltest 5,69 Euro bekommen und hast sie bekommen. Wer weiß, in welchen von deinen unzähligen Taschen das Geld gelandet ist. Und jetzt raus hier!"

Der Typ nölte noch etwas herum und murmelte irgendwas davon, dass er die Polizei hinzuziehen wolle. Das ließ meinen Mitarbeiter aber relativ kalt: "Dann mach das doch, los. Wir haben da oben eine Videokamera, die das mit dem Wechselgeld genau gesehen hat."

Er verschwand und wurde nie wieder gesehen.

2 und 20 Cent

Manch einer staunt an der Kasse immer wieder darüber, warum wir als Wechselgeld so immens viele 2- und 20-Cent-Stücke verbrauchen, die anderen Münzen dagegen deutlich weniger.

Ist doch eigentlich ganz einfach. Ich führe hier einfach mal zehn Wechselgeldbeträge auf (1-9 Cent), die sich durch verschieben der Kommastelle auch auf die 10-Cent und auch ganze Euros anwenden lassen.
0,01€: 1 Cent
0,02€: 2 Cent
0,03€: 1 Cent, 2 Cent
0,04€: 2 Cent, 2 Cent
0,05€: 5 Cent
0,06€: 1 Cent, 5 Cent
0,07€: 2 Cent, 5 Cent
0,08€: 1 Cent, 2 Cent, 5 Cent
0,09€: 2 Cent, 2 Cent, 5 Cent
Im Laufe des Tages treten alle Endsummen gleichermaßen auf.

Benutzt haben wir für das Beispiel:
1 Cent: 4 Münzen
2 Cent: 8 Münzen
5 Cent: 5 Münzen
Damit ist dann auch klar, warum die 2-Cent-, 20-Cent- und 2-Euro-Stücke im Vergleich zu den anderen Münzen so immens viel verbraucht werden. Letztere eigentlich wiederum deutlich weniger, da viele Kunden 1- und 2-Euro-Stücke schnell mal als Wechselgeld aus dem Portemonnaie ziehen.

SPAR-Kind am Münzzähler

Das SPAR-Kind hat den Münzzenzähler im Büro entdeckt und weiß auch, wie man das Ding bedient. Töpfchen mit den sortierten Münzen zusammenkippen, alles oben in den Trichter rein, einschalten und wenn es nicht mehr klappert, alle Münzen aus den blauen Pötten wieder zusammenschütten und so weiter.

Werde bei Gelegenheit mal Bildmaterial dazu liefern. :-)

Geschätze 3kg Pfennige

Zwei Männer im mittleren Alter wollten unsere Serviceleistung nutzen und eine größere Menge D-Mark beim Bezahlen loswerden. "Größere" Menge bezieht sich in diesem Fall vor allem auf die Masse, denn es waren geschätzt mindestens 3-4kg altes "Kupfergeld", also nur 1- und 2-Pfennig-Münzen.

Damit durften sie sich allerdings zur Bank ihres Vertrauens begeben. Die gesamte Sammlung war vollkommen unsortiert und es war leider niemand von meinen Leuten motiviert, da jetzt eine Stunde lang alte Münzen so sortieren.

Wenn die beiden ihr Geld wenigstens irgendwie vorsortiert hätten, wäre das ja gar keine Frage gewesen. Aber so..? Nö.