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Ich hamstere wirklich nicht!

Eine Kundin fragte mich nach einem bestimmten Produkt und als ich es ihr zeigte, deutete sie plötzlich hektisch auf den Inhalt ihres Einkaufswagens: "Ich kaufe übrigens für drei Haushalte ein, nicht dass Sie denken, ich hamstere!"

Ach, das ist mir eigentlich auch völlig egal. Momentan gibt es keine (mir bekannten) Versorgungsengpässe bei den Herstellern oder Großlägern und bis dahin ist "hamstern" aus Einzelhändlersicht erstmal nur eine nette Umsatzsteigerung. :-)

Klopapiervorrat auf dem Kühlregal (2. Lauf)

Bremen ist neuerdings ein offizielles Corona-Risikogebiet. Am Freitag, nachdem die Ware gepackt war, präsentierte sich unser Regal mit Toilettenpapier komplett vollgestopft. Am frühen Abend war das Regal dagegen fast leer. Von vier Packungen mal abgesehen.

Ob das nun einfach nur ein Zufall war oder ob der neue Risiko-Status der Stadt eine erneute Welle des Bunkerns ausgelöst hat, kann ich noch nicht sagen. Vorsorglich hatte ich meine Bestellung zu heute aber "etwas" größer ausfallen lassen und wie vor einem halben Jahr wieder das Kühlregal mit Klopapier vollgestapelt. Vielleicht rettet uns das demnächst noch den Arsch. Pun intended.


Nein, kein Hamsterkauf!

Ich hatte gestern aus Findorff nicht nur ein paar Papiere mitgenommen, sondern auch, ähm, okay, das war jetzt blöde formuliert. Eigentlich hatte ich ausschließlich Papier mitgenommen. "Ware" wollte ich erst schreiben, aber außer den besagten Unterlagen, die teilweise im Schredder gelandet sind, hatte ich das komplette Auto voll mit Toilettenpapier. Wenn wir drüben schon nicht mehr viel Ware bekommen haben, so trudelten doch zumindest die zugeteilten Klopapierpackungen dort ein. Macht nichts, die liegen jetzt hier mit in der Neustadt und werden nach und nach ganz sicher verkauft werden …

(Der Berg an Toilettenpapier ist auch auf einem kleinen weiteren Video zu sehen, das gleich noch folgen wird. Ein letzter Rundgang durch den Markt mit Ware.)


Gespart oder nicht gespart?

Bei einer Zigarettenmarke (John Player Special) steht gerade eine Preiserhöhung von 6,00 auf 6,60 Euro pro Schachtel an. Ein Stammkunde erkundigte sich, ob wir von den Schachteln zum alten Preis noch welche vorrätig hätten. Dem war so und weil es "seine" Marke ist, kaufte er unseren gesamten Bestand an kompletten Stangen und einzelnen Schachteln der Ware zum alten Preis auf.

Zigaretten im Gesamtwert von rund 450 Euro. :-O

So viel Geld …

Zum Hamstern

Von Zotter gibt es zwei neue Sorten mit Bezug zum aktuellen Zeitgeschehen.

Der Grat zwischen lustig und lebensmüde ist ein sehr schmaler und so, wie ich die Idee gut finde, werden andere die beiden Sorten Schoko statt Klopapier und Hamster-Schoko sicherlich als absolut unangemessen und pietätlos betiteln. :-D


Ein paar Vorräte auf der Getränkeabteilung

Geht das schon als hamstern durch? :-)

Nein, natürlich nicht. Woanders ist das ein normaler Warenvorrat im Regal. Und wenn hier alle Kunden, deren privaten Müslivorräte mittlerweile erschöpft sind, nur jeweils eine Packung kaufen, dann ist der Bestand hier auf dem Dach der Getränkeabteilung auch ohne ausdrückliche Bevorratungsabsichten in kürzester Zeit wieder verkauft.


Mengenbegrenzungen?

In einigen Läden gab es in den letzten Tagen, bzw. gibt es nach wie vor Mengenbegrenzungen für die Einkäufe. Pro Kunde nur 1x Toilettenpapier, 2x Mehl, 2x Nudeln, 1x Brot etc. Auch wir haben kurzzeitig darüber nachgedacht, den Gedanken dann aber wieder verworfen. Was sicherlich keine monetären Gründe hat. Ob wir zehn Pakete Mehl an fünf oder nur einen Kunden verkauft haben, ist am Tagesende vollkommen egal.

Ja, es gibt Leute, die momentan Vorräte anlegen, auch wenn der Nutzen davon fraglich ist. Es gibt aber ebenfalls Leute, die andere zum Einkaufen schicken (ältere, die zum Beispiel aus Infektionsschutzgründen zu Hause bleiben), welche dann notwendigerweise größere Mengen kaufen wollen. Dazu kommt, dass bei größeren Familien oder WGs die Mengenbegrenzung im Grunde regelmäßig schon beim normalen Einkauf überschritten wird. Wer das System dann unbedingt aushebeln will, kommt eben mehrmals täglich, was wiederum die Ansteckungsgefahr vergrößert.

Es gibt genügend Videos, in denen Menschen verbal wie körperlich aufeinander losgegangen sind, weil sie ihre Waren nicht in der gewünschten Menge kaufen durften. Ist es da nicht sinnvoller, den Dingen einfach ihren Lauf zu lassen? Wenn leer, dann leer, Nachschub ist schon wieder auf dem Weg. Es ist ja nicht so, dass es nie wieder etwas gibt. Die (auch bei mir hier im Blog gezeigten) leeren Regale sind ja immer nur eine Momentaufnahme in dem einen Geschäft.

Auf jeden Fall ist es für uns Händler einfacher, diskussionslos auf ein leeres Regal und bestellten Nachschub zu verweisen, als uns mehrfach täglich an der Kasse auf Diskussionen bezüglich der Mengen einlassen zu müssen.

Seit heute scheint sich die Lage bei uns hier sowieso wieder etwas zu entspannen. Das darf meinetwegen gerne so weitergehen, wenngleich eine klingelnde Kasse natürlich auch sehr schön ist. Der Trubel der letzten Tage war aber für alle hier in der Firma schon sehr anstrengend.