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Sonderkündigung Telefonanschluss Findorff

Das im April erwähnte Sonderkündigungsrecht unseres Telefonanschlusses im Markt in der Münchener Straße habe ich nach Erhalt der Gewerbeabmeldung beantragt und hatte nur Stunden später schon die Bestätigung im Postfach. Sehr schön, dass das so unkompliziert geklappt hat. Dafür liebe ich unseren regionalen Telefonanbieter hier im Norden:

Moin Herr Harste,

Sie kündigen Ihren Vertrag wegen Geschäftsaufgabe vorzeitig und reichen dafür Ihre Gewerbeabmeldung ein.

Da mir die Unterlagen am 12.05.2020 vorlagen, endet Ihr Vertrag mit einer Frist von einer Woche.
Ich hatte angemerkt, dass der Vertrag gerne zeitnah beendet werden kann und nicht bis zum 30. Juni, das Datum der Gewerbeabmeldung, laufen muss. Auch das hat ganz hervorragend funktioniert. Dann sind wir drüben zwar ab übernächster Woche ohne Festnetz und Internet und auch das Kassensystem würde nicht mehr funktionieren – aber auf die Anbindung des Kassensystems kommt es nicht mehr an und da sowieso jeder ein Handy hat, ist auch die Erreichbarkeit kein Problem.

Kleiner Rundgang durch den Markt in Findorff (13. Mai 2020)

Viel hat sich in den letzten Tagen nicht mehr getan. Die leeren Regale sind noch alle vorhanden und werden auch erst in der kommenden Woche abgebaut werden. Dafür sind die Warenvorräte sichtbar weniger geworden. Die meisten Produkte sind schon vollständig abverkauft, bis auf ein paar Ausnahmen sind von jedem Artikel nur noch ein paar Stück vorhanden. Eine dieser Ausnahmen ist / war das vorhin schon erwähnte Toilettenpapier, das sich nun zu größten Teilen bereits in der Neustadt befindet. Ansonsten reiht sich dort Lücke an Lücke. Das Zeitungsregal ist ausgeräumt, heute folgten die Haushaltswaren. Es wird leer, aber das ist am vorvorletzten Öffnungstag wohl auch nicht weiter verwunderlich.

Dass wir damit derzeit aber immer noch Umsatz machen, ist erstaunlich … :-)


Nein, kein Hamsterkauf!

Ich hatte gestern aus Findorff nicht nur ein paar Papiere mitgenommen, sondern auch, ähm, okay, das war jetzt blöde formuliert. Eigentlich hatte ich ausschließlich Papier mitgenommen. "Ware" wollte ich erst schreiben, aber außer den besagten Unterlagen, die teilweise im Schredder gelandet sind, hatte ich das komplette Auto voll mit Toilettenpapier. Wenn wir drüben schon nicht mehr viel Ware bekommen haben, so trudelten doch zumindest die zugeteilten Klopapierpackungen dort ein. Macht nichts, die liegen jetzt hier mit in der Neustadt und werden nach und nach ganz sicher verkauft werden …

(Der Berg an Toilettenpapier ist auch auf einem kleinen weiteren Video zu sehen, das gleich noch folgen wird. Ein letzter Rundgang durch den Markt mit Ware.)


Papiersammlungen

Natürlich sind wir jetzt schon dabei, in Findorff auch etwas tiefgründiger aufzuräumen. In den Ecken des Büros lagen noch etliche Ordner mit Unterlagen, die teilweise für uns wichtig, aber nicht aufbewahrungspflichtig sind (z.B. BWAs, Ladendiebstähle und Bewerbungsunterlagen) oder die zwar eine Weile archiviert werden mussten aber mittlerweile entsorgt werden können, zum Beispiel Personalunterlagen oder Personaleinsatzpläne / Stundenaufzeichnungen. Nicht alles kann weg, aber insgesamt habe ich jetzt schon mal eben mengenmäßig etwa den Inhalt von drei großen Aktenordnern durch den Aktenvernichter geschoben.


Kältemaschine in Findorff

Das Kühlregal in Findorff wird die Geschäftsauflösung nicht überleben, das Teil ist mindestens 30 Jahre alt und wäre unter anderen Umständen ohnehin um diese Zeit von uns erneuert worden. Das Ding ist komplett abgängig und steht da nur noch, weil wir das bevorstehende Ende seit zwei Jahren schon abschätzen konnten.

Die dazugehörige Technik im Keller ist jedoch immer gewartet worden und voll funktionsfähig und wird nicht mit auf dem Schrott landen. Ob das System für ein anderes Kältemittel als das antiquierte R404a geeignet ist, weiß ich nicht, aber grundlegende Funktionen sollten ja bei allen Mitteln gleich oder ähnlich sein und sind meistens durch die Anpassung von Ventilen etc. zu erreichen.


Mülltonnen in Findorff

Apropos Findorff: Die Entsorgung von Restmüll und Altpapier ist inzwischen auch gekündigt, die Tonnen bleiben noch bis über den 16. Mai hinaus im Markt, damit wir beim Auf- und Ausräumen anfallende Reste noch entsorgen können.

Es ist nicht ganz ohne, um was man sich kümmern muss. Außenstehende mögen die Tragweite so einer Schließung gar nicht sehen, wie auch. Abgesehen von den subjektiven Erlebnissen (persönlich und die Mitarbeiter betreffend) fängt es damit an, dass der Mietvertrag gekündigt werden muss. Aber auch alle Lieferanten müssen informiert werden, damit sie ihre Lieferungen (viele erfolgen ja quasi automatisiert) einstellen. Hinzu kommen die Rückgabe von gemieteten Geräten, Kündigung von Arbeitsbekleidung, Telekommunikation, Entsorgung, Strom/Energie/Wasser, Wartungsverträge usw. Diesbezüglich ist aber inzwischen alles erledigt. Dann muss der Verbleib der Ware und Einrichtung geklärt werden. Wer räumt alles aus, baut alles ab, macht sauber und renoviert? Das muss natürlich auch alles geklärt werden. Ist hier längst geschehen und geht seinen Gang.

Leere Flächen in Findorff

Hier noch zwei Ansichten vom Abend zuvor. Im Markt in der Münchener Straße sind die "Saftgondel" und die Tiefkühltruhen verschwunden, stattdessen gibt es nun zwei große Freiflächen. Wir haben schon gewitzelt, dass endlich genug Platz für Aktionsware da ist. Also mal einen großen, protzigen Weihnachtsaufbau planen, hrhr.

Mit heute sind es planmäßig noch zehn Verkaufstage. Ob wir bis zum 16. den Laden auf lassen werden, steht aber noch nicht zu 100% fest. Immerhin sind viele Warengruppen schon sehr leer und die Auswahl entsprechend begrenzt. Öl von Thomy, das haben wir da. :-P



Das Gebilde da in der Bildmitte sind die Zuleitungen zu den Tiefkühltruhen. Die Steckdosen sind mit vier kleinen Palettem vor Beschädigungen geschützt.


Die ersten Abbauarbeiten in Findorff (3/3)

Die komplett leeren Regale, die hier im Video schon im hinteren Teil des Marktes zu sehen waren, sind inzwischen auch zerlegt und abtransportiert worden. Das hier ist jedoch ein abgesperrter Bereich, die Kunden laufen also nicht durch das Chaos:


Die ersten Abbauarbeiten in Findorff (2/3)

Ebenfalls verschwunden sind schon einige der Tiefkühltruhen. Die beiden großen Sydney-Truhen, inzwischen auch schon jeweils drei Jahre alt, sind ein Teil des Lohns, den unser Schrotti für die Auf- und Ausräumarbeiten bekommt. Für die anderen Truhen gibt es sicherlich auch noch Geld, aber wohl deutlich weniger:


Die ersten Abbauarbeiten in Findorff (1/3)

Ob es nun sinnvoller ist, den Kunden leere Regale zu präsentieren oder die leeren Regale abzubauen und Freiflächen zu schaffen, liegt vermutlicher immer im persönlichen Gusto des Ladenbetreibers. In Findorff haben wir uns dazu entschieden, die ungenutzten Teile schon für unseren "Schrotti" freizugeben und abbauen zu lassen. Eine Woche nach dem (momentan noch planmäßig (*)) letzten Verkaufstag haben wir schon den Besichtigungstermin mit der Hausverwaltung und dem Vermieter und je weniger Material dann noch auf der Fläche steht, desto genauer können wir über die abschließenden Renovierungsarbeiten reden.

*) Ich will an dieser Stelle nicht ausschließen, dass schon vor dem 16.5. Schluss ist.

Das alte Brotregal auf den alten Rollgondeln und auch unser altes Bio-Wein-Regal, in das wir hier in Findorff zuletzt den Saft stehen hatten, sind bereits verschwunden:


Ende Pressebelieferung in Findorff

Am 12. Mai (Dienstag) werden wir in der Münchener Straße zum letzten Mal mit Zeitschriften beliefert. Am Mittwoch wird noch einmal die Grundausstattung mit Tageszeitungen geben und am Morgen des Donnerstags wird der gesamte Bestand an Presseprodukten über die Remission abgeholt.

Die letzten drei Tage gibt es dort dann keine Zeitschriften und Zeitungen mehr, aber das fällt wohl nicht mehr nennenswert auf.

DANKE und SCHADE

Ein schokoladiger Gruß mit Bedauern und Danksagung an die Kollegen in Findorff. Auch da haben / hatten wir sehr viele total liebe Kunden. Nur was nützt es, wenn der Markt rote Zahlen schreibt? So ganz willkürlich fiel die Entscheidung mit der Schließung ja nicht … :-(


Findorff leert sich …

Der Markt in der Münchener Straße leert sich zusehends. Inzwischen sind einige Regale schon so leer, dass die Kollegen das noch vorhandene Sortiment weiter Richtung Kasse konzentrieren. So ergibt sich, dass das alte Regal mit Feinkost / Speisezutaten inzwischen komplett leer ist, wie auf dem oberen Foto deutlich zu sehen. Dahinter befindet sich der auf dem unteren Bild abgebildete Gang. Diese Ware wird nun in das freie Regal umgeschichtet und dann wird dieser ohnehin sackgassenähnliche Bereich für die Kunden einfach gesperrt.

Frischwaren und einige absolut grundlegende Produkte werden momentan noch nachbestellt. Den Laden bis zum Schluss voll verkaufsfähig zu lassen, ist jedenfalls keine Option für mich. Wir haben einfach nicht die Lagerkapazitäten, das alles dann schlagartig irgendwo unterzubringen. Und auch wenn vieles davon hier in die Neustadt passen würde – so dehnbar sind unsere Regale hier auch nicht.)




Telefon-Sonderkündigungsrecht

Der Markt in Findorff nähert sich dem Ende. Inzwischen sind auch sämtliche relevanten Verträge gekündigt, allen voran natürlich der Mietvertrag. Aber auch solche Sachen wie Arbeitsbekleidung, Aufzugswartung und Energieversorger habe ich nicht vergessen.

Ebenfalls gekündigt ist der Telefonanschluss. Da ich darüber noch keine Bestätigung bekommen hatte, rief ich noch einmal bei swb / EWE-Tel an und bat um erneute Zusendung der Kündigungsbestätigung. Bei dem Gespräch kam heraus, dass ich für einen relativ kleinen einmaligen Betrag ein Sonderkündigungsrecht nutzen könnte, wenn ich die Gewerbeabmeldung vorlege. Sehr cool, damit hatte ich gar nicht gerechnet. :-)

Ich hatte mich schon darauf eingestellt, noch bis Mitte 2021 zumindest die Grundgebühr für den nicht mehr verwendeten Anschluss bezahlen zu müssen …