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Für die Gummiband-Regale

Ein Vertreter einer Firma, die Konfitüre und Fruchtaufstriche produziert, hat uns besucht und war ganz unglücklich darüber, dass wir nur drei Artikel von ihnen im Sortiment haben. Er hat, so wie andere auch, eine ausgedruckte Sortimentsliste mitgebracht und hat darauf alle 15 Artikel notiert, die wir unbedingt noch bestellen sollten. So hatte es mir der Kollege, mit dem der Vertreter gesprochen hatte, ausgerichtet.

"Hat der Vertreter auch eine Idee hinterlassen, wo wir die Sachen lassen sollen?", fragte ich. Die Antwort meines Kollegen fiel negativ aus.

Ich sah, lachte und warf den Zettel erst auf den Scanner (man weiß ja nie) und dann in die runde Ablage unterhalb der Schreibtischplatte.

Klar hält jeder seine Produkte für unverzichtbar, aber was nicht geht, geht einfach nicht. Bestimmt könnten wir deren Produkte hier verkaufen, aber dazu wäre es notwendig, andere Artikel, die wir jetzt schon gut verkaufen, aus dem Sortiment zu nehmen. Das Konzept mit den beliebig dehnbaren Gummiregalen (vorzugsweise in einem Gebäude mit Gummiwänden) ist zwar toll, aber bleibt leider nur Theorie.

Glück

Kennt ihr Glück? Also nicht das Glück, das manche haben und nur deswegen erfolgreich durchs Leben kommen, sondern den Fruchtaufstrich ausm Supermarkt. Wir hatten vor einer Weile mal einen kleinen Aufsteller hier im Laden stehen und der Außendienst von Glück war der Meinung, die auch andere Außendienstler von dem von ihnen jeweils vertretenen Produkt vertreten, dass dieses Produkt der Renner ist und auf keinen Fall im Regal fehlen darf. Alleine schon wegen der massiven Werbung und natürlich den vielen Social-Media-Auftritten.

"Marmelade" (Brotaufstrich, Konfitüre, Fruchtaufstrich) läuft immer und auch der Aufsteller war relativ schnell leer. Doch seit dem wir Glück im Regal stehen haben, wurden es von dem selben verlassen und verwandelte sich in ein sich eher schleppend abverkaufendes Produkt.

Ist das nun einfach Pech für Glück am Standort Gastfeldstraße oder war da jemand von seinem Produkt überzeugter als nötig? Kennt ihr die "Glück"-Aufstriche und was haltet ihr davon? Oder Schwartau bleibt Schwartau?

Entschuldigt die Wortspiele. Bei der Steilvorlage musste ich einfach. :-)


Vom Becher zum Glas

Zentis Aachener Pflümli gab es immer im berühmten Kunststoffbecher, neuerdings wird dieses Pflaumenmus in Gläsern ausgeliefert, was aus mehreren Gründen ein guter Schritt nach vorne ist.

Das Glasgefäß ist auch bestimmt teurer als der Plastikpott, aber dennoch staunte ich über die mit der Änderung einhergehende und nicht zu übersehende Preiserhöhung. Vielleicht war der Schritt auch lange fällig, weil durch nach und nach gestiegene Lohn- und Rohstoffkosten das Pflaumenmus längst keine schwarzen Zahlen mehr schrieb, aber so eine schlagartige Änderung wirkt natürlich erst mal wie ein Hammer:

Alt: 450g-Becher für 1,79 € (3,98 €/kg)

Neu: 350g-Glas für 1,89 € (5,40 €/kg)
Das ist mal knackig. Sollen die Kunden jedoch selber entscheiden. Wenn das Produkt nun nicht mehr läuft und nach zweimaligem Ablaufen von uns ausgelistet wird, dann ist es eben so. (Glaube ich jedoch nicht …)