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Testkaufbericht aus der Umbauphase

Hier ein Auszug aus dem neuesten Testkaufbericht. Die angesprochenen Verschmutzungen sind vor allem altersbedingte Schlieren in den Kunststoff-Boxen, in denen wir die Brötchen lagern. Ich will mich da nicht rausreden, das sieht sch … aus, aber ist nicht zu ändern. Und, mal ganz ehrlich, in ein paar Wochen sind die Dinger Geschichte. Diese Kritik nehme ich daher natürlich wie immer auch zur Kenntnis, aber diesmal nur mit einem Schulterzucken. :-)

Ansonsten bestätigt es mich, dass wir hier alles richtig machen. Trotz des vermeintlichen Chaos hier im Laden, kann man dennoch relativ unbeschwert seinen Einkauf erledigen – wie auch schon bei einem der vorhergehenden Berichte wurde darauf besonders hingewiesen:


Umbau, aber sauber und ordentlich

Vorletzte Woche hat hier mal wieder einer der beauftragen Testkäufe stattgefunden. Auch der endete übrigens wieder mit einem 100%-Ergebnis. Besonders gefreut habe ich mich über diesen Hinweis am Schluss des mehrseitigen Protokolls:

Ausschnitt aus dem Testkaufprotokoll

Nett und nicht nett sein!

Der Typ war auch mal wieder bei uns. Hat es zumindest versucht, Gregor hinderte ihn daran, bzw. forderte ihn auf, zu den Laden zu verlassen. Da der Mann auf "Davai, davai!" und "Chop-chop!" nicht reagierte, wurde er kurz laut und unsanft.

Wortmeldung eines Unbeteiligten: "Das geht auch netter!"

Gregor Antwort würde ich ebenfalls unterschreiben: "Hej, zu allen, die meinen Arbeitsplatz NICHT gefährden, BIN ich voll nett!"

Freundlicher

Ein Kollege war dabei, die Vitrine mit den besonderen Spirituosen zu befüllen. Ein jüngerer Kunde quetsche sich beim Versuch, ein solches Produkt zu erwerben, einfach dazwischen und schubste meinen Mitarbeiter dabei regelrecht zur Seite. Dieser beschwerte sich natürlich: "Das geht auch etwas freundlicher."

Der junge Mann hielt kurz inne, besann sich dann aber offenbar und versuchte es folgendermaßen: "Machma Platz da, Digger."

Mein Mitarbeiter guckte ihn mit großen Augen an: "Das kann doch nicht dein Ernst sein?"

Der Kunde versuchte es noch einmal: "Na, gut. Machma Platz da, Digger" – und nach einer ausgedehnten Kunstpause ergänzte er noch: "Bitte."

Abchecken oder unentschlossen gucken?

Wir beobachteten vom Kassenbüro aus eher zufällig auf den Monitoren der Videoüberwachung, wie ein südländisch- oder orientalischstämmiger Mann im Laden hin und her lief. Er pendelte dabei unter anderem zwischen den einschlägigen Warengruppen Alkohol, Kaffee und Körperpflegeprodukten hin und her, was die Sache für uns noch etwas verdächtiger machte. Zwischendurch wirkte er auf mich aber eher so, als wenn er nicht mit Diebstahlsabsicht "abchecken", sondern tatsächlich irgendetwas gezielt suchen würde.

Das war der Moment, an dem ich einen Kollegen bat, in den Laden zu gehen und den Mann einfach mal freundlich anzusprechen, ob er etwas suchen würde und Hilfe benötige. Machen wir öfter so. Wenn es tatsächlich ein potentieller Kunde ist, wird er sich über die Hilfe freuen. Bösewichte fühlen sich dadurch aber gestört und zumindest bilde ich mir ein, dass sie dann wissen (und in einschlägigen Kreisen dieses Wissen eventuell auch weiterreichen), dass wir hier aufmerksam sind.

Die wirklich freundliche Frage meines Mitarbeiters quittierte der Mann extrem gereizt, geradezu aggressiv. Er fuchtelte mit den Armen herum, machte Gesten und machte demonstrativ einmal die Jacke auf. Er habe nichts eingesteckt (hat ja auch keiner behauptet) und was wir überhaupt von ihm wollen würden (hat er überhaupt zugehört?). Unmittelbar darauf verließ er beleidigt (war klar…) den Laden und tat dabei so, als würden wir schlecht mit unseren guten Kunden umgehen.

Ich würd' sagen: Er hat doch nur abgecheckt.