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Bürofenster, Colakisten und der Sichtschutz

Mir fielen zwei Gestalten auf, die den Laden betraten. Beide maximal Mitte Dreißig und schon auf den allerersten Blick nur wenig bis gar nicht vertrauenerweckend. Sie schlichen durch den Laden und guckten immer wieder zu den Kameras an der Decke und damit unbewusst auch mehrmals quasi direkt in meine Richtung. Damit war mir auf jeden Fall klar, dass mich mein Gefühl nicht getäuscht hatte.

In der Getränkeabteilung entdeckten sie das Fenster zum Kassenbüro. Wir haben zwar die Spiegelfolie auf der Scheibe, aber die verhindert den Blick nur mäßig, wenn der Raum erleuchtet ist. Das Fenster weckte die Neugierde der beiden. Der eine stellte sich zunächst auf die Zehenspitzen und versuchte dann sogar, in einen der Fachböden des Regals vor dem Fenster zu steigen. Aufgrund seiner eher unterdurchschnittlichen Körpergröße reicht das nicht aus, um einen Blick ins Büro werfen zu können, so schnappte sich der Kerl zwei Colakisten aus der Abteilung und stellte sie vor das Fenster.

Inzwischen war ich aber auf dem Weg zu ihm. Der andere versuchte mich noch mit einer belanglosen Frage nach Babynahrung abzulenken, den bügelte ich aber mit einem knappen "haben wir gar nicht im Sortiment" (war gleichermaßen gelogen wie egal in dem Moment) ab und ging weiter. "Willst 'ne geführte Tour durch das Büro und unsere Nebenräume haben?", fragte ich den Typen mit den Kisten, der immer noch auf den passenden Moment wartete, ins Büro zu glotzen.

Ich hatte es eigentlich nicht anders erwartet. Statt kleinlaut zu sein, ging der Typ in die Offensive. Er wollte die beiden Kisten ja kaufen (klar, in halbvoll), aber das macht er jetzt bestimmt nicht mehr, weil man hier ja verdächtigt würde. Er drehte den Spieß sogar noch um und tönte lautstark herum, wie man hier mit Kunden umgehen würde. Auf dem Weg zum Ausgang steigerte er sich da noch immer weiter rein, warf mit Beleidigungen um sich und rotze am Schluss noch vor die Tür.

Manchen Leuten sieht man einfach an, dass sie Ärger machen.



Spontane Aktion von mir: Das Fenster ist jetzt im unteren Bereich zugeklebt. Wir können zwar noch jederzeit problemlos rausgucken, aber wer darüber gucken möchte, braucht schon mehr als nur eine Getränkekiste. Mit was man sich hier immer herumschlagen muss …


Antihafthaken

Schon der dritte Klebehaken, der diesen Namen nicht verdient. Die Dinger liegen hier schon teilweise aus unseren Anfängen noch herum und sind wohl einfach inzwischen viel zu alt. Ich habe jetzt noch einen etwas neueren von zu Hause probiert, wenn der auch nicht hilft, schmiere ich da Sekundenkleber drunter und pappe den Haken direkt an den Fensterrahmen.

Ich lass mir doch nicht von so einem kleinen Klebedingens vorschreiben, wie ich meine Weihnachtsdeko aufzuhängen habe. :-P


Ein Wort mit X: "Klebehaken"

Da war wohl entweder der Haken zu alt oder ich hatte die Oberfläche des Fensterrahmens nicht richtig gereinigt oder ich hatte einfach mal Pech mit diesem einen Haken – aber auf jeden Fall hängt eine der beiden Lichterketten-Tannengirlanden an den Schaufenstern traurig runter.

Gleich mal wieder richten …


Zackig

Damit wir schnell fertig werden, sagte ich zur Kollegin, sie soll mit den Tannengirlanden / Lichterketten mal etwas zackig machen. Das war's dann wohl mit dem lange beantragten Freiwunsch über die Feiertage. :-P


Fenstermaß und Lichterkettenlänge

Nach dem Desaster mit den Lichterketten an den Schaufenstern, musste eine neue Lösung her. Um überhaupt einen Anhaltspunkt zu haben, wir lang die neuen sein sollten / könnten / müssten, hatte ich die Fenster ausgemessen. Das große ist 2,20 m hoch und 3,70 m lang, woraus sich 8,10 m ergeben. Die Enden der Lichterketten müssen nicht ganz bis zur Fensterbank runterhängen, aber in der Mitte oben wollen wir die Stränge schon ein- oder zweimal durchhängen lassen. Also war die gemessene Länge das ideale Maß, etwas kürzer oder länger wäre okay gewesen. Als Anhaltspunkt für den Neukauf dienten die besagten Achtmeterzehn.



Beim Großhändler meines Vertrauens haben wir gestern diese beleuchteten Tannengirlanden gefunden. Warum auch immer ein Hersteller auf die Idee kommt, nicht ein Maß in ganzen, halben oder meinetwegen auch viertel Metern zu produzieren – aber so hatten wir was zu Lachen. Was für ein Zufall … :-D


Adventskränze und Weihnachtssterne

Solche Artikel sind zwar bei Weitem nicht unser Kerngeschäft, aber so ganz ohne Adventskränze und Weihnachtssterne fühlen wir uns in dieser Zeit auch irgendwie unvollständig. Also haben wir die Fläche auf der großen Fensterbank genutzt, da mal ein paar Artikel zu präsentieren:


Gelbe Säcke als Sichtschutz

Kein Wunder, dass die "gelben Säcke" immer weiter limitiert und (teilweise mit Coupon-Lösungen) rationiert werden und wir hier nur noch eine Rolle pro Kunden herausgeben dürfen / sollen … Hier sind die kompletten Schaufenster eines kleinen Ladens hier im Stadtteil Gröpelingen mit den Säcken abgeklebt worden. Kann man machen, aber dann muss man sich auch nicht über das Verhalten der am "dualen System" beteiligten Firmen wundern.


Shop-Art XLIV

Durch die Windschutzscheibe im Regen fotografiert wird unser Hof mit umliegenden Gebäuden zu einem Aquarell. Nächstes Mal vielleicht doch lieber etwas Obst auf der Motorhaube für ein hübsches Stillleben drapieren. :-D


Shop-Art XLI

Mir ist jetzt kein unterhaltsamer Spruch mit Glasbausteinen und "verzerrter Wahrnehmung" eingefallen, auch wenn ich das liebend gerne kombiniert hätte – aber so sieht unser Hof aus, wenn man sein Auge (bzw. in diesem Fall die Kameralinse) dicht an die Glasbausteine neben unserem Leergutautomaten drückt. :-D




Scheiben aus dem 2. OG

Durch eine kräftige Windböe ist vorhin ein Fenster im zweiten Obergeschoss hier Gebäude umgeschlagen, wodurch eine der zwei Scheiben der Doppelverglasung brach und die Einzelteile laut krachend genau vor unserer Ladentür auf dem Gehweg gelandet sind, wo sie beim Aufprall in unzählige kleinere Scherben zerbarsten.

Richtig, richtig großes Glück war es, dass kein Passant oder Kunde getroffen wurde. Das hätte ganz böse ins Auge gehen können. :-O


Schlüsselsuche

Etwas ungewöhnlicher Aushang an einer unserer Schaufensterscheiben: Eine Kundin hat ihren Schlüssel irgendwo zwischen uns und der überübernächsten Straßenecke verloren und hat aus Verzweiflung dieses Stück unserer Kassenbonrolle beschriftet. Ob's noch hilft? Bislang wurde jedenfalls hier nicht abgegeben …


Fensterbrett am Brandschutzfenster

Eigentlich sollte unser Brandschutzfenster im Kassenbüro auf der Innenseite noch ein Fensterbrett aus Kunststoff oder beschichtetem Holz bekommen, damit wir dort noch einige Dinge abstellen können, ohne dass die bislang lediglich verputzte und gestrichene Fläche vor dem Fenster komplett verspackt. Ist ohnehin inzwischen nach rund anderthalb Jahren schon ziemlich verstaubt, aber solche Dinge können nun einmal nur nach und nach erledigt werden …

(Ja, das ist noch die alte Getränkeabteilung auf der anderen Seite der Wand.)