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DDR-Kaufhalle in den 80ern

Vielen Dank an Blogleser Marcel, der mir dieses Foto einer Innenansicht einer Kaufhalle in der DDR in den 80er-Jahren geschickt hat.

Das sprichwörtliche "wie in der DDR" kann man zumindest hier auf dem Bild ganz und gar nicht nachvollziehen, alle Regale und Auslagen sind prall gefüllt. :-)


Defragmentiertes Wurstkühlregal

Nach meinem "DDR"-Beitrag kam mir der Gedanke, das man den Anblick in den Kühlregalen für Kunden etwas erträglicher machen könnte, in dem wir einfach alles zusammenschieben und nicht viele kleine, sondern quasi eine große "Lücke" haben. Muss jetzt einfach mal für sechs Tage klappen.


DDR-Kühlregal

So (oder noch leerer) haben sich die Westler klischeehaft früher wohl immer die Regale in den Läden der DDR vorgestellt: Leer oder zumindest voller Lücken. Unsere Kühlregale sind gerade auf dem besten Weg dahin, denn wenn wir am 16. September die gesamte Anlage außer Betrieb nehmen, werden wir kaum noch Lagerplatz für die kühlpflichtige Ware haben. Also trennen wir uns jetzt schon mal von den "unwichtigsten" und gefühlt überflüssigen Artikeln. (Wer braucht denn wirklich frische Konfitüre, Käse mit buntem Pfeffer oder Frischkäse mit Ananas? Eben.)


Mauerstück

Dies ist ein Stück aus der Berliner Mauer. Und zwar eines der ersten, die überhaupt im Rahmen des Mauerfalls aus der Mauer herausgebrochen wurden.

Eine Bekannte fragte mich vorhin, ob ich für sie eine kleine große Kuriosität fotografieren könnte. Bei dem Objekt handelt es sich um ein echtes und zertifiziertes Stück der Berliner Mauer von 18 Juli 1989! (Es "entstand" also rund 4 Monate vor dem offiziellen Mauerfall...)

In einer Aktion von dem berühmten Mauermaler Christophe-Emmanuel Bouchet (hier seine eigene Website) wurden einige wenige Steine mit seiner Diamantsäge aus der Mauer am Bethaniendamm geschnitten. Er ist somit der erste "Mauerspecht" gewesen und verschickte unter anderem vier signierte Steine an die Staatschefs Mitterrand, Gorbatschow, Bush und Thatcher.

Ein Stück ist bei meiner Bekannten gelandet und das ist sogar ein ganz besonderes, wie ich finde. Die Signatur des Künstlers befindet sich nämlich gleich zweimal auf dem Stein: Einmal vom 18. Juli 1989 und einmal auf der bemalten Rückseite. Dort befindet sich nämlich genau die Signatur von einem original Bouchet-Mauerbild.

Irgendwie ein komisches Gefühl, so ein Stück in der Hand zu halten. So große Ereignisse, die damit zusammenhängen. Ob das Teil sehr wertvoll ist? :-O