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Mein Berichtsheft in Echtzeit (Teil 43)

Auch in der 43. Woche meiner Ausbildung gab es keine nennenswert spannenden Ereignisse. Ich wundere mich etwas über die Position "Einkaufswagen schieben". Wir hatten zu dem Zeitpunkt bereits Einkaufswagen mit Pfandschlössern, so dass diese nicht mehr ständig überall auf dem Platz herumstanden. Ich vermute mal, dass die Kunden eine lange Einkaufswagenreihe produziert hatten, die aus dem Häuschen herausragte und den halben Parkplatz versperrte. :-)



Morgens habe ich die Pappe vom Gemüse-Packen gepresst und die Kisten draußen auf Rollis gestapelt.
Mittwoch habe ich die Tiefkühl-Rollis ins Kühlhaus gebracht und den Vormittag über Tiefkühlkost gepackt.
Einweg-Getränke packen.
Papppresse ausleeren, Einkaufswagen schieben.
Leergut annehmen und Leergutlager aufräumen.
Am Samstag habe ich das gesamte Leergut für die Leergutabrechnung gezählt.



Arten von Frischgemüse

Blattgemüse:
- Salate (wie z.B. Kopf-, Feld- und Eisbergsalat)
- Kohl (Grünkohl, Rosenkohl …)

Blütengemüse:
- Blumenkohl
- Artischocken
- Broccoli etc.

Pilzgemüse:
- Champignons
- Trüffeln etc.

Stengel- und Sprossgemüse:
- Kohlrabi
- Lauch (Porree)
- Spargel etc.

Fruchtgemüse:
- grüne Erbsen + Bohnen
- Tomaten
- Paprika

Wurzel-, Zwiebel- und Knollengemüse:
- Kartoffeln
- Zwiebeln
- Möhren
- Rettich etc.

Mein Berichtsheft in Echtzeit (Teil 42)

Die 42. Woche meiner Ausbildung bot keine nennenswerten Höhepunkte. Die Arbeit im Markt wiederholte sich überwiegend wöchentlich, so wie es auch heute noch der Fall ist. Ich habe Paletten immer noch falsch geschrieben.

In den Fachberichten geht es in den nächsten Monaten nur noch um Gemüse, angefangen heute mit einem kleinen Exkurs über die Wichtigkeit der Sauberkeit.



Pappe vom Gemüse-Packen weggepresst.
Ware annehmen und vergleichen.
Trinks-Hauptlieferung vergleichen und angenommen.
Ware packen (Margarine, Nudeln, Kondensmilch)
Kunden beraten über Fruchtsäfte, Fruchtnektare usw.
Leergut annehmen, Papp-Presse ausleeren.
Abends habe ich die Palleten Paletten von draußen in den Laden gefahren.
Samstag Leergut zählen.



So wie für Obst und Gemüse das wichtigste Qualitätsmerkmal die Frische ist, so ist für ein Lebensmittelgeschäft die Obst- und Gemüseabteilung sehr wichtig.
Obst und Gemüse ist das Wichtigste, worauf die Kunden achten. Wenn sie in einer Gemüseabteilung gammeliges Obst und Gemüse finden, wird sich das eher herumsprechen, als wenn sie mal aus irgendeinem Regal z. B. etwas abgelaufene Schokolade, Kekse etc. finden.
Gerade deshalb ist es wichtig, dass es in dieser Abteilung stets besonders ordentlich aussieht und keine alte oder verdorbene Ware ausliegt. Hierbei kann man gut nach einem Merksatz vorgehen:
Biete nicht an, was Du nicht selber kaufen würdest.

Mein Berichtsheft in Echtzeit (Teil 41)

Auch in der 41. Ausbildungswoche habe ich das mit den "Paletten" nicht hinbekommen. Dafür war der normale Azubi-Alltag wieder da: Ware annehmen und packen, Getränkebestellung und eben der allgemeine Firlefanz wie Bruch aufwischen.

Beim Fachbericht musste ich schmunzeln. Während sich viele generelle Themen in den letzten 25 Jahren nicht gravierend verändert haben, ist natürlich bei einem Bericht über eine Firma oder deren Produkte kaum noch etwas so wie früher. Okay, die Firma Rodekohr gibt es immer noch in Bruchhausen-Vilsen. Und es gibt auch noch die beiden vorgestellten Sorten Wasser. Inzwischen gibt es auch noch Wasser ganz ohne Kohlensäure und eine Zwischenstufe mit nur "einem Hauch" Kohlensäure. Das Produkt wird inzwischen in eigenen Mehrweg-Flaschen mit eigenen Kästen (aus Händlersicht ist sowas fürchterlich) und in PET-Einwegflaschen abgefüllt und über das reine Wasser hinaus gibt es inzwischen etliche Produkte mit Geschmack. Aber natürlich ist Vilsa hier aufgrund der Regionalität nach wie vor die stärkste Marke.



Am Dienstag habe ich die Hauptlieferung angenommen, die Paletten kontrollier und in den Laden, bzw. das Lager gefahren.
Margarine packen.
Trinks-Hauptlieferung angenommen, Getränke packen.
Bruch bei den Kassen aufwischen.
Mittwoch habe ich noch mitgeholfen, die Tiefkühlkost zu packen.
Getränkebestellung (Einweg).



Vilsa Mineralwasser

Das natürliche Mineralwasser "Vilsa" des Herstellers Rodekohr in Bruchhausen-Vilsen ist das gängigste Getränk bei uns im Markt. Es wird in zwei Formen vertrieben. Zum einen gibt es das normale Wasser, zum andere gibt es das "stiller Quell" mit wenig Kohlensäure in der Grünen Flasche. Vilsa ist aus mehreren Gründen bei den Kunden beliebt. Zum einen ist es relativ günstig. Es schmeckt angenehm – also nicht zu kohlensäurehaltig oder nach "gar nichts". Außerdem ist das Wasser durch viel Werbung bekannt geworden. Viele Menschen bevorzugen dieses Wasser, weil es natriumarm ist.

Mein Berichtsheft in Echtzeit (Teil 40)

Juhu, wir hatten Praktikanten im Haus. Der Azubi konnte mal einen auf Mr. Wichtig machen und anderen Leuten etwas beibringen, die noch viel weniger Ahnung von der ganzen Materie hatten. Das streichelt das junge Ego. :-)

(Warum zum Henker habe ich "Paletten" eigentlich immer mit Doppel-L geschrieben?!)



Diese Woche haben wir zwei Praktikanten bei uns im Laden. Ich habe viel mit ihnen zusammen gearbeitet und ihnen viele nützliche Tips des Arbeitsalltages im Einzelhandel gezeigt; so zum Beispiel, wie man vorteilhaft und für den Kunden dekorativ und ansprechend die Waren packt, auszeichnet und platziert.

Leergut annehmen, Ballenpresse ausleeren,
Lager aufräumen (Rollis nachpacken, Paletten zusammenstellen)
Am Donnerstag habe ich mit den Praktikanten die Einweg-Getränke gepackt.



Mineralwasser II.

Solche Mineralquellen entspringen meistens in Mittelgebirgslandschaften, wie zum Beispiel im Gebiet des Taunus und des Westerwaldes, im Teutoburger Walt, im Schwarzwald, in der Eifel oder oder in der Schwäbischen Alb.
Bis auf wenige Ausnahmen darf Mineralwasser nichts entzogen oder zugesetzt werden. Kohlensäure darf sowohl entzogen als auch zugegeben werden. Ebenso dürfen Schwefel und Eisen entzogen werden. Diese Bearbeitung muss aber auf dem Etikett der Flasche oder Packung angegeben sein.

Hier ein paar Fachbegriffe kurz erläutert:

entschwefelt werden muss Mineralwasser, dass stark schwefelhaltige Verbindungen enthält. Das Wasser wäre ungenießbar.

enteisent bedeutet, dass stark eisenhaltiges Wasser durch filtern oder Zufuhr von Sauerstoff ein Teil des Eisens entzogen wird. Das rotbraun gefärbte Wasser wird wieder klar.

Säuerling ist der Name von natürlichem Mineralwasser mit einem Kohlensäure-Gehalt von mehr als 250 mg pro Liter Wasser. Sie schmecken frisch-säuerlich.

Heilwasser ist ebenfalls natürliches Mineralwasser. Es darf nichts zugesetzt oder entzogen werden. Sie unterliegen dem Arzneimittelgesetz.

Mein Berichtsheft in Echtzeit (Teil 39)

Meine 39. Ausbildungswoche beinhaltete zumindest laut Berichtsheft keine nennenswerten Höhepunkte. Aber so ist es auch heute noch – das reine Tagesgeschäft bietet gerade im Lebensmitteleinzelhandel eine beinahe schon erschreckende Monotonie. :-)



Annehmen der Ware (Zentrallager-Hauptlieferung)
Anzahl der Paletten kontrollieren und die Ware ins Lager fahren.
Trinks-Lieferung komplett vergleich und annehmen. Anschließend habe ich die leeren Kisten aus der Getränkeabteilung gesammelt und dann begonnen, die Getränke zu packen.
Lager aufräumen, Reste-Rollis durchsehen, was mach nachpacken könnte.
Einweg-Getränke-Bestellung gemacht.
Brot und Kuchen gepackt.
Ausleeren der Ballenpresse, Leergut annehmen.
Abends habe ich die ... in den Laden gefahren. (Anmerkung: Ja, was denn? Paletten? Pallen? Ballen? Pullen? Ich vermute mal, dass ich da das Wort "Paletten" entstellt hatte, denn nur dieses würde einen Sinn ergeben – wenn nämlich die Paletten mit Blumen und Blumenerde vor dem Laden gemeint waren.)



Mineralwasser I.

Der Begriff "Mineralwasser" ist eigentlich eine veraltete Bezeichnung für den heutzutage beliebtesten Bereich der Erfrischungsgetränke. "Mineralwasser" wird aufgeteilt in "Natürliches Mineralwasser", "Quellwasser" und "Tafelwasser".
Alle drei löschen kalorienfrei den Durst. (Gut für Diät.)
Sie schmecken, je nach Quelle und Herkunft unterschiedlich. Sie enthalten wichtige Mineralstoffe, die der Mensch unbedingt zum Leben braucht. Der Gehalt dieser Mineralstoffe ist auf der Flasche angegeben.

Natürliches Mineralwasser

Dies ist ein am Ort der Quelle gefördertes und abgefülltes Wasser.
Es darf nur dann in den Handel gebracht werden, wenn die Quelle amtlich geprüft und anerkannt ist. Es gibt sehr viele Vorschriften über die Art der Gewinnung, der Abfüllung, das Verpacken und das Kennzeichnen auf der Packung, denn natürliches Mineralwasser entsteht im Wasserkreislauf der Natur. Es muss eine ursprüngliche Reinheit und die für die Quelle typischen Merkmale behalten, darf aber niemanden gefährden, der es trinkt.

Mein Berichtsheft in Echtzeit (Teil 38)

War mir nie aufgefallen, dass das Thema "Gutschriften ausstellen" während meiner Ausbildung so oft vorkam. Erstaunlich, wie oft Kunden Produkte zurückgegeben oder reklamiert haben. Und immer der offizielle Weg über den Papierkram …

Nach meiner Ausbildung bekam ich offiziell das neu erschaffene Sternzeichen Gutschriftenaussteller mit dem Aszendenten Papppressenausleerer.



Ware annehmen (Pakete von U.P.S.)
Trinks-Hauptlieferung annehmen, vergleichen und ins Lager fahren-
Getränke-Bestellung (Einweg (Saft, Bier, Limonade …))
Leergut annehmen, Papppresse ausleeren, Kunden über Getränke (Saft) beraten.
Durchpacken der "Reste-Rollis".
Getränke packen, Gutschriften ausstellen.



Fruchtsäfte II.

Der Fruchtsaft muss in seinem Geschmack, seinem Aroma, seinem Duft und der Farbe identisch sein mit den Früchten, aus denen er hergestellt wurde. Fruchtsaft kann klar oder trüb sein. Klarer Fruchtsaft wurde gefiltert. Getrübt wird der Saft von den winzigen Fruchtfleisch-Teilchen, die im Saft schweben.
Unter der Angabe der Art und Menge des Zuckerzusatzes dürfen alle stark säurehaltigen Säfte (wie z.B. Zitronen- oder Johannisbeersaft) in bestimmten Mengen gesüßt werden.
Fruchtsäfte sind reich an Mineralstoffen, schmecken angenehm, erfrischen und löschen den Durst. Sie sind leicht verdaulich und liefern schnell Energie.

Neben dem Bild: Hier eine typische Saft-Tetra-Packung, wie sie bei uns im Laden verkauft wird. Man erkennt deutlich die einzelnen Angaben über den Inhalt der Packung.

Mein Berichtsheft in Echtzeit (Teil 37)

Das Konzept, Saisonware auszupacken und als normale Artikel zu verkaufen, gibt es auch heute noch. Bei Hachez-Pralinen liegt zum Beispiel einfach nur ein saisonales Bild unter der Plastikfolie. Dieses kann man einfach herausziehen und dann sieht die Packung wieder ganz normal aus. Manchmal sind auch tatsächlich normale Kleinpackungen (Kinderriegel, Ü-Eier etc.) so größeren Umverpackungen zusammengefasst. Die kann man natürlich einfach zerlegen.



Am Dienstag habe ich zuerst zwei Gondelköpfe zu einem zusammengestellt. Die Waren, die ins Regal passten, habe ich dort auch einsortiert – den Rest habe ich ordentlich auf einer Palette gestapelt und dekorativ gestaltet.
Danach habe ich die (Einweg-) Getränke-Bestellung gemacht.
Gutschriften ausstellen, Papp-Presse ausleeren.
Mittwoch habe ich zuerst Tiefkühlkost gepackt.
Getränke auffüllen und leere Kisten aus dem Laden geholt. Abends habe ich die Ferrero-Produkte, die zu "Osterpackungen" zusammengepackt waren, zerlegt und einzeln ausgezeichnet und in die Regale gepackt.



Fruchtsäfte I.

Die reinen "Fruchtsäfte" bestehen zu 1005 aus Saft von reifen und gesunden Früchten. Sie sind also nicht verdünnt. Sie dürfen dürfen auch keine Farb-, Konservierungs- oder Aromastoffe oder sonstige chemische Zusätze enthalten. Haltbar gemacht werden dürfen sie ausschließlich physikalisch, das heißt durch Pasteurisieren.
Säfte werden entweder aus einer ("Apfelsaft"), zweien ("Pfirsich-Birne") oder mehreren (in der Regel "Multivitamin") Fruchtsorten hergestellt.
In der Regel wird das in Flaschen (Einweg- oder Mehrwegflaschen) oder Tetra-Paks abgefüllte Endprodukt aus Konzentrat hergestellt. Dieses Konzentrat ist kein "chemischer Sirup", wie viele Endverbraucher irrtümlicherweise denken, sondern der Original-Fruchtsaft, dem durch Erhitzen 50-80% des natürlichen Fruchtwassers entzogen wird. Diese Methode hat mehrere Vorteile. Zum einen verringern sich die Transportkosten, da pro "Liter" Saft weniger Gewicht transportiert werden muss, zum anderen ist auf diese Weise eine ganzjährige gleichbleibende Qualität gesichert, da sich der süße Sirup lange hält.

Mein Berichtsheft in Echtzeit (Teil 36)

Bei uns im Lager gab es ein Regal, in dem abgelaufene oder beschädigte Waren zwischengelagert wurden, die dann immer mal in einer ruhigen Minuten für die Abschriften aufgeschrieben und entsorgt wurden. Das galt natürlich nicht für auslaufende oder sämtliche frischen oder kühlpflichtigen Produkte, aber ich erinnere mich noch gut an das Regal voller Bruch. Oft genug musste ich auch ran. Dann saß man immer mal 1-2 Stunden am Schreibtisch im Lager und hat die Listen gefüllt.



Am Dienstag Nachmittag habe ich die Getränke-Bestellung gemacht.
Am Mittwoch habe ich das Lager aufgeräumt, insbesondere das Regal für unsere Eigenbedarfs-Materialien, die "Bruchborte" (Das Regal in das verdorbene Ware kommt) und der Bereich über unserem Tiefkühlhaus.
Samstag habe ich die Reste meiner Getränke-Bestellung weggepackt.
Papppresse ausleeren, Leergut annehmen, Preise für Kasse suchen, Gutschriften schreiben, Kunden beraten.



Fruchtsaftgetränke

Sie werden aus Mineral- oder Trinkwasser, Zucker oder Süßstoff ("Diät-Fruchtsaftgetränk" zur Brennwertverminderung) und Fruchtsäften (Fruchtsaftkonzentrat), Fruchtnektar oder Fruchtsirup (Dicksäfte) hergestellt.
Fruchtsaftgetränke müssen nur einen sehr geringen Fruchtanteil aufweisen. Ein Apfelfruchtsaftgetränk muss mindestens 30% Fruchtgehalt haben, wie alle anderen Kernobst- oder Traubensäfte auch. Ein Orangensaftgetränk hingegen benötigt (wie alle aus Zitrusfrüchten bestehenden Fruchtsaftgetränke) nur einen Fruchtgehalt von mindestens 6 Prozent.
Fruchtsaftgetränke aus Zitrusfrüchten werden auch oft "Orangeade" oder "Zitronade" genannt.
Der Gehalt an Fruchtbestandteilen ist genau wie beim Fruchtnektar deutlich auf dem Etikett kenntlich zu machen durch den Hinweis "mit mindestens … % Fruchtsaft".

Beispiele:
- "mit mindestens 30% Apfelsaft"
- "mit mindestens 10% Orangensaft"

Mein Berichtsheft in Echtzeit (Teil 34)

Woche 34 meiner Ausbildung – alles ruhig, keine besonderen Vorkommnisse:



Kondensmilch, Getränke, Marmelade packen. Ware annehmen (Hauptlieferung, Brot).
Aufbauten im Laden aufgestellt: Ferrero (Süßigkeiten und Nutella), Kaffee als Gondelkopf.
Gutschriften ausgestellt.
Lager aufräumen.
Freitag habe ich mitgeholfen, die Tiefkühlschränke wieder komplett einzuräumen.
Leergut annehmen, Papppresse ausleeren, Preise für die Kasse suchen.
Samstag Mittag habe ich das Leergut gezählt.



Fruchtnektar I.

Die Säfte von sehr herben oder sehr sauren Früchten müssen trinkbar gemacht werden, damit man sie als "Getränk" einer großen Gruppe von Kunden anbieten kann. Deshalb werden sie mit Wasser, Zucker oder Süßstoff vermischt. So wird z.B. ein zu hoher Säuregehalt durch Verdünnen mit Wasser und ein zu geringer Fruchtzuckergehalt durch Zugabe von Zucker oder Süßstoff wieder ausgeglichen. Ein so nachbearbeiteter Saft wird als "Nektar" verkauft. Diese Bezeichnung ist für ein derartiges Getränk sehr beschönigend, wenn man bedenkt, dass "Nektar" ursprünglich der "ewige Jugend spendende Göttertrunk" war.

Der Mindestanteil an Fruchtsaft beträgt (je nach Fruchtsorte aus der der Nektar besteht) 25-50%. Der Fruchtanteil muss dabei angegeben werden. Es gibt zwei Sorten von Nektar. Zum einen gibt es Fruchtnektar aus Früchten, die ohne Verdünnung oder Zuckerzusatz nicht genießbar wären (Dazu gehören z.B. alle sehr sauren Früchte, wie zum Beispiel Sauerkirschen, Johannisbeeren).

Mein Berichtsheft in Echtzeit (Teil 33)

Die 33. Ausbildungswoche verlief offenbar ohne nennenswerte Ereignisse. Ich durfte mich um den Hof und die Getränke kümmern, war eben "mein" Job schon immer gewesen …



Leergut annehmen, Papppresse ausleeren, Hof saubermachen.
Am Dienstag habe ich die Getränke gepackt (Trinks).
Ware annehmen (Brot – vergleichen)
Am Samstag Nachmittag habe ich mit Herrn #Stellvertretendermarktleiter die Leergutabrechnung gemacht.



Brause

Brausen sind, im Gegensatz zu den Limonaden, Getränke mit künstlichen Aromen. Daher kann man sie auch als "nachgemachte Fruchtsäfte" bezeichnen.
Es muss kenntlich gemacht werden, dass sie ganz oder teilweise künstliche Aromastoffe enthalten. Desweiteren bestehen sie aus Zucker, Süßstoff und (künstlichen oder natürlichen) Farbstoffen.
Brause könne ein "reines" Chemieprodukt sein. Daher dürfen auf dem Etikett auch keine Früchte abgebildet sein, um jede Verwechslung mit Fruchtsäften, Fruchtnektar, Fruchtsaftgetränken oder Limonaden auszuschließen.
Zwei der beliebtesten Geschmacksrichtungen dieser bei Kindern beliebten Getränke sind zum Beispiel Himbeer- und Waldmeister.

Mein Berichtsheft in Echtzeit (Teil 30)

Die 30. Woche meiner Ausbildung verlief ohne Zwischenfälle, aber in diesem Tätigkeitsnachweis findet sich eine kleine Erinnerung an die Zeit vor der Ausbildung wieder, als ich als Aushilfe dazu eingestellt war, den Parkplatz und Außenbereich sauberzuhalten: Paletten, Rollcontainer und Kisten ordentlich zusammengestellt … :-P



Dienstag habe ich die Getränke (Trinks) gepackt und die Getränke-Abteilung komplett aufgeräumt. Anschließend habe ich Gemüse nachgepackt und die Gemüseabteilung komplett aufgeräumt. Nachmittags habe ich den Parkplatz saubergemacht und hinten auf dem Hof das Leergut (Paletten, Rollcontainer, Kisten …) ordentlich zusammengestellt.
Ich habe die Getränkeschilder so umgehängt / umgesteckt, daß über jeder Sorte das richtige Schild hing.
Papppresse ausleeren, Leergut annehmen. Abends habe ich die leeren Paletten von draußen ins Lager gefahren. Preise für Kasse suchen.
Am Donnerstag habe ich einen Teil eines Regals komplett neu aufgebaut.
Getränke (EW) packen.



Beim Reifen werden Milchzucker, Kasein und Fett umgewandelt. Aus Kasein entstehen wohlschmeckende und wohlriechende Stoffe, die das Aroma der Käse ausmachen.
Aus Milchzucker entstehen Milchzucker und Kohlendioxyd, welches die "Löcher" im Käse verursacht, da es nicht durch die Rinde entweichen kann. Das Fett wird zum Teil in die Fettsäuren und Glycerin gespalten.
Die Reife wird zum richtigen Zeitpunkt beendet. Der reife Käse wird verkauft oder gekühlt gelagert. Die Käsepflege (Lenkung, Überwachung und Vollendung der Reifungsvorgänge) muß bis zum Verkauf an den Verbraucher fortgesetzt werden.
Überzüge aus Bienenwachs, Hartparaffin und synthetischen Wachsen sind zum Schutz der Käse vor Schmutz und Austrocknung erlaubt. Allerdings muß sich der Überzug leicht vom Käse trennen lassen.
Käse ist die Methode, Milch über längere Zeiträume haltbar zu machen!

Mein Berichtsheft in Echtzeit (Teil 28)

In dieser und der folgenden Woche hatte der Herr Azubi Urlaub. Verdient. Wer immer viel Masse bewegt (Ware, Getränke, Leergut), soll sich auch ausruhen. Zumal ich auch damals schon jemand war, der nie auf die Stunden geguckt und durchaus mal unbezahlt (deutlich) länger gemacht hat, als nötig.


Mein Berichtsheft in Echtzeit (Teil 27)

Eine weitere Woche mit viel Zeit in der Getränkeabteilung. Warum ich mich beim Schreiben der Uhrzeit so verrenkt habe, kann ich beim besten Willen nicht beantworten. Aber mit dem Ladenschlüssel an der Tür herumhantieren vermittelte schon einen Hauch von Wichtigkeit. :-D



Tiefkühlkost packen. Anschließend habe ich in der Getränkeabteilung weiter die Preistafeln umgesteckt. Trinks nachpacken und die Reste auf einer Palette zusammengestapelt.
Getränke packen (einweg).
Abends habe ich in der Gemüseabteilung aufgeräumt und das Gemüse ausgeräumt.
Mittwoch Abend habe ich draußen die Paletten zusammengestellt und in den Laden gefahren.
Donnerstag habe ich um "1/2 7" ("18:30") Uhr die letzten Kunden verabschiedet und den Laden abgeschlossen.



Käseherstellung I.

Als erstes muss aus der pasteurisierten und homogenisierten Milch das Kasein ausgefällt werden. Geschieht dies durch Milchsäurebakterien, so erhält man Sauermilchkäse. Benutzt man zum Ausfällen Lab (Lab ist eine Substanz, die im Labmagen von Kälbern vorkommt), so erhält man Süßmilchkäse.
Wenn dieser Gerinnungsvorgang beendet ist, wird der Bruch (also das geronnene Kasein) zerschnitten, damit die Molke besser abfließen kann. Dies geschieht mit einer sogenannten Käseharfe (eine Art mehrschneidiges Messer). Anschließend wird der krümelige, fast geschmack- und geruchlose Bruch in Formen gefüllt. Durch Pressen fließt dann die restliche Molke ab.
Wenn die Käsemasse die erforderliche Festigkeit bekommen hat, wird sie aus der Form genommen und in ein Salzbad gelegt. Das Salz dringt in die Käsemasse ein, würzt sie und fördert die Haltbarkeit. Außerdem bildet sich die Rinde.
Nun lässt man den Käse reifen. Dieser Vorgang kann wenige Wochen, aber auch viele Monate dauern. Der Mensch kann diesem Reifeprozess leiten und lenken.
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