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Beschädigte Teile

E-Mail unserer Versicherung:
"Sehr geehrte Damen und Herren,

aus gegebener Veranlassung weisen wir darauf hin, dass im Schadenfall die beschädigten Teile bis zur endgültigen Regulierung aufbewahrt werden müssen.
"
Ich dachte immer, dass das für jemanden, der es schafft, eine Geschäftsversicherung abzuschließen, auch ohne vorhergehende Erklärung klar sein sollte.

Offenbar nicht. :-P

(Betraf nicht uns, sondern offenbar irgendeinen anderen Kunden.)

Knapp 1700 Euro Schaden!!!111EINSELF

Vor dem kleinen Markt in der Münchener Straße haben wir im Grunde als Dauereinrichtung einen großen Tisch mit Blumen stehen. Dieser Tisch steht zwar auf Rollen, aber die Bremsen sind natürlich immer gewissenhaft angezogen, damit sich der Wagen nicht selbstständig macht und möglicherweise gegen ein parkendes Auto oder gar auf die Straße rollt:



Es war im April dieses Jahres, als der Wagen plötzlich und ohne erkennbaren Grund "an" einem der geparkten Autos stand. Der Halter war außer sich, die Polizei kam auch noch her und in der Folge hatte er auch noch einen Anwalt eingeschaltet, um seine Ansprüche regeln zu lassen.

Mein Mitarbeiter konnte an dem Tag keinen Schaden erkennen, die Polizei konnte keinen Schaden erkennen und eigentlich war auch niemandem klar, wie der Tisch durch seine Beschaffenheit einen Schaden am Scheinwerfer des Mercedes hätte verursachen können. Wäre er durch den Wind mit Schwung gegen das Auto gerollt, hätte eine lackierte Stelle getroffen werden müssen. Aber das war mir fast egal, ich gab die Sache an meine Versicherung ab und diese schaltete einen Gutachter ein, der bei einem Ortstermin den Benz und unseren Blumentisch begutachtete.

Sehr ihr einen Schaden auf dem Bild? Nein?

Tzja, knapp 1700€ gab es dafür von der Versicherung.


2 x UV weg!

Vor ein paar Wochen rief mich der Kundenbetreuer der ERGO-Versicherung an und wollte mir zu meiner bestehenden Unfallversicherung ein neues Angebot machen: Mehr Leistung für (natürlich) auch etwas mehr Beitrag. Die Versicherung hatte ich einst bei der Hamburg-Mannheimer abgeschlossen und damals rund 250€ pro Jahr bezahlt. Durch diverse Erhöhungen waren wir nun so bei knapp 500€ pro Jahr. Ich sagte am Telefon zunächst zu, so dass der Herr Versicherungsfachmann schon alles vorbereitete und nur noch für eine Unterschrift hier zu mir in den Laden kam. Unangemeldet erwischte er mich "aufm Sprung", meinte aber, dass er ja nur eine Unterschrift bräuchte und ich ihm vertrauen könne. Tat ich nicht, unterschrieb ich nicht. Ich unterschreibe nie solche Dinge zwischen Tür und Angel. Am nächsten Tag sollte er wiederkommen.

Das tat er auch und ich war etwas überrascht: Mein bestehender Vertrag hätte nämlich nicht nur angepasst werden sollen, sondern ich hätte eine komplett neue Versicherung mit neuer mehrjähriger Mindestlaufzeit abgeschlossen. Hallo? Geht's noch? ("Sie können mir vertrauen…" – höhöhö)

Ich unterschrieb das nicht und bat um ein paar Tage, um darüber nachzudenken. In diesen paar Tagen dachte ich tatsächlich viel über den Sinn und Unsinn einer Unfallversicherung nach. In vielen Fällen zahlt sie ohnehin nicht, für Unfälle während der Arbeitszeit habe ich meine Absicherung, Krankenhaustagegeld bekomme ich von meiner Krankenversicherung. Aber wenn was passiert? Meine Fresse… Das ist doch gerade das Geschäftsmodell von Versicherungen: Man kann alles gegen alles versichern lassen und verkauft wird es einem mit dem guten Gefühl der Sicherheit. Ich glaube, es wird über kaum eine Versicherung so kontrovers diskutiert, wie um den Sinn oder Unsinn einer Unfallversicherung.

Ergo (pun intended): Statt einer Unterschrift unter einer teureren Unfallversicherung bekam der Vertreter von mir die Kündigung für die bestehende. Dabei fiel mir auf, dass meine alte winzige UV bei einer anderen Versicherung, die ich längst als erledigt angesehen hatte, auch noch existierte. Die ist nun auch zum nächstmöglichen Termin gekündigt. Macht für mich etwas mehr als 500 Euro mehr im Jahr. Auch gut. :-)




Fragen zur Moschee

Habe in den letzten Wochen mal meine gesamten (vor allem auch privaten) Versicherungen überarbeitet und dabei auch mal meinen dicken "Versicherungen"-Ordner hier im Büro gründlich ausgemistet. Dabei fiel mir noch der Schriftverkehr mit unserer geschäftlichen Haftpflichtversicherung in die Hände. Da war 2001 mal ein schwerer Iso-Rollbehälter von unserer Rampe auf die Motorhaube eines darunter parkenden BMW (hihi, Klischees und so…) von einem der Moscheebesucher gefallen. Die Fallhöhe betrug etwa einen Meter, so ein Container wiegt etwa zwei Zentner. Der Sachschaden belief sich damals auf rund 5000 D-Mark, was von der Versicherung aber anstandslos reguliert wurde.

Oben die Fragen der Gesellschaft, unten unsere Antworten. Ist ja mal ganz interessant, sowas nach rund 15 Jahren mal wieder zu lesen. :-D




Ergo: Nix ERGO

Vor ein paar Tagen habe ich von der Ergo-Versicherung, bei der ich meine private Unfallversicherung habe, ein Angebot für einen neuen Vertrag bekommen. Etwas teurer, etwas mehr Leistung im Fall der Fälle. Der bereits ausgefüllte Antrag liegt hier zur Unterschrift auf dem Schreibtisch, aber ich hadere – denn es ist ein komplett neuer Vertrag mit neuer Mindestlaufzeit.

Heute kam mit der Post, ich staunte nicht schlecht, als ich dem Umschlag öffnete, eine Versicherungsurkunde der Ergo – und zwar für genau die Leistungen, die in dem Antrag angeboten wurden. Ab 1. Januar 2017 mit einer Laufzeit von fünf Jahren… Hallo?

Da war der Versicherungsfachmann, der mich betreut, wohl etwas übereifrig. Da darf er jetzt erst mal einen Widerspruch an seine Gesellschaft schreiben, außerdem ist es für mich beschlossene Sache: Ich werde den alten Vertrag laufen lassen.

Wenn überhaupt!

Nach dem ganzen Drama habe ich mir mal ausführlich durch den Kopf gehen lassen, wie sinnvoll diese Versicherung, die immerhin rund 500€ pro Jahr kostet, überhaupt für mich ist. Vielleicht hat die Ergo sich jetzt ins eigene Fleisch geschnitten und bekommt nicht zukünftig mehr Geld von mir, sondern gar keins. Ich werd's mal ein paar Tage sacken lassen…