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Steigestränge

Na, Glückwunsch: Während wir dabei sind, unseren Laden zu renovieren, kommt von der Hausverwaltung die Info, dass sämtliche Wasserleitungen getauscht werden müssen. Einige der Steigestränge laufen durch "meine" Wände. Einer in Kassennähe hinter unserem jetzigen Spirituosenregal. Das ist gar kein Problem, die Regale lassen sich meterweise abbauen und die Wand muss ohnehin noch gestrichen werden.

Der andere Steigestrang befindet sich wohl genau hinter unserer neuen Gemüseabteilung. Da wäre ich aber nur wenig motiviert, das wieder zu zerlegen. Das Gemüseregal müsste fachmännisch komplett demontiert werden und auch unserer neu (grün) gestrichene Wand müsste hinterher wieder gespachtelt und gestrichen werden. Da werde ich mich aber noch durchsetzen, dass der Strang von der anderen Seite getauscht wird. Das Treppenhaus zu den Wohnungen oben kann ohnehin mal einen frischen Anstrich vertragen. ;-)

Wir bauen auf und reißen nieder, aus Langeweile immer wieder …


Blumen vor dem Laden

Da der Platz drinnen momentan immer knapper wird, haben wir einen Teil der Blumen jetzt vor dem Laden auf dem Gehweg stehen. Ich bin mit dieser Fläche eigentlich immer recht vorsichtig, da das öffentlicher Grund ist. Andererseits haben wir hier genug Läden im Umkreis, die auf dem Gehweg ihre komplette Gemüseauslage fest installiert haben und dagegen sind meine zwei mobilen Container schon richtig harmlos. :-)

Das sind übrigens Geranien und Fuchsien für 99 Cent!


Antrag Halteverbot (offizielle Ausführung)

"Unser" Halteverbot für den 14. März ist offiziell beantragt. Die Schilder werden vermutlich am Donnerstag oder spätestens Freitag der nächsten Woche schon aufgestellt werden, damit niemand sagen kann, dass er von nichts gewusst hat. Ausnahmegenehmigung, um in der Fläche stehen zu dürfen, ist ebenfalls beantragt.

Läuft.


Parkstreifen / Halteverbot

Für die rot markierte Fläche, es handelt sich dabei um den Parkstreifen links von meinem Laden, habe ich das Halteverbot für den 14. März beantragt.

Im schlimmsten Fall bringen die den Kassentisch nämlich mit einem Sattelzug und der große Laster wird irgendwo für mehrere Stunden unterkommen müssen …



(Bild: GeoBasis-DE/BKG)

Halteverbot-Antrag

Am 14. März wird einer der beiden Parkstreifen hier vor dem Haus ganz offiziell mit einem Halteverbot (außer für uns) belegt sein. Unser neuer Kassentisch wird nämlich voraussichtlich mit einem größeren LKW (evtl. Sattelzug) angeliefert und das Fahrzeug wird dazu voraussichtlich gleich mehrere Stunden hier stehen bleiben müssen.

Wie gut, dass man sowas relativ bequem beantragen kann …


"Interessantes Paket für Anleger"

Falls jemand gerade eine halbe Million investieren und Miteigentümer an unserem Gebäude hier werden möchte, hat er hier die Chance sieben der neun Wohnungen über den Läden im Paket zu erwerben.

Ich würde die Wohnungen ja liebend gerne selber kaufen, aber dazu brauche ich momentan wohl erst mal bei meiner Bank nicht mehr anzuklopfen.

Fahrradschloss

Genau vor dem Laden stand ein angeschlossenes Fahrrad, in dessen Schloss noch der abgebrochene Rest eines Schlüssels steckte. Ob wir mal etwas Strom und ein Verlängerungskabel hätten, damit sie das Ding mit einer Trennscheibe öffnen könnten, fragte mich ein junger Mann, der in Begleitung einer etwa gleichaltrigen Frau war.

Im ersten Moment fühlte sich das zwar komisch an, aber ein Fahrraddieb hätte wohl nicht den schrammeligsten Drahtesel vom Fahrradständer geschnitten.

Bevor der Winkelschleifer kam, versuchte die Frau, mit einer Zange das verbliebene Stück aus dem Schloss zu bekommen. Mir fiel eine weitere Methode ein: Ich holte einen der starken Magneten, mit denen wir die Hartetiketten der Warensicherungsanlage öffnen. Damit kann man durchaus bei abgebrochenen Schlüsseln erfolg haben und den Rest herausbekommen. Das klappte aber nicht. Die junge Frau war unterdessen schon wieder mit einer Spitzzange an dem Rest des Schlüssels zugange. "Darf ich mal versuchen?", fragte ich. Sie gab mir die Zange und ich bilde mir ein, dass Spruch und Tonfall bedeuten sollten, dass "ich als Mann ja alles zu können glaube und sie als Frau für unfähig hielte".

Immerhin hatte ich nach zwei Sekunden das Stück draußen und sie kommentiere den Vorfall nicht weiter. :-)

(Letztendlich haben sie das Schloss dann mangels Zweitschlüssel doch mit der Trennscheibe entfernt.)

Tut sich was an der Ecke?

Beim kleinen Laden an der Ecke Kant- / Gastfeldstraße sind die Schilder verschwunden, die auf die Vermietung hinweisen und die Scheiben wurden mit Packpapier zugeklebt. Hat die Vermieterin resigniert oder tut sich was? Wäre schön, zumal ich weiß, dass sie dort keine dubiose Spelunke zulassen würde.


Passendste Rubrik: "Nachdenkliches"!

Eine langjährige Kundin, vielleicht ein paar Jahre jünger als ich, stand auf der anderen Straßenseite und unterhielt sich sehr angeregt und lange mit zwei Männern. Der eine hat hier mal Bierdosen geklaut und deswegen Hausverbot (erstaunlicherweise ist dazu kein passender Eintrag zu finden, obwohl der Typ als damaliger Stammkunde eigentlich eine Erwähnung hier im Blog verdient haben müsste), der andere war der Kerl, der meinen Laden im Dezember 2009 mit gezogener Waffe um mehrere hundert Euro erleichtert hatte.

Ich weiß nicht, ob sie hier klauen würde. Täte mir persönlich Leid, da ich diese Frau schon fast so lange kenne, wie mein Laden existiert und wir uns zwar nie privat oder freundschaftlich, aber im Laden immer sympathisch und freundlich begegnet sind.

Andererseits kann man Menschen nun mal immer nur bis vor die Stirn gucken und die Tatsache, dass sie derartige Subjekte zu ihrem Bekannten- oder Freundeskreis zählt, gibt mir ganz gehörig zu denken.

Müllhaufen vor dem Laden

Was für eine Überraschung am ersten Arbeitstag im neuen Jahr: Irgendjemand hat den Bereich vor meinem Laden in eine wilde Müllkippe verwandelt. Und wer entsorgt das jetzt?

Rege ich mich später drüber auf. Jetzt gilt es erst mal, die ganze Deko abzuhängen. Foto vom "nackten" Laden gibt es dann später …


Bettler mit Handy

Ein Mann, der auch Obdachlosenzeitungen verkauft, hatte sich vor meinem Laden auf dem Gehweg ausgebreitet und stand da herum und wartete auf spendenfreudige Passanten.

Eine Bekannte hatte ihm kurz ihr Smartphone in die Hand gedrückt. Während sie im Laden ein paar Dinge einkaufte, saß er zwischen seinem Geraffel auf dem Kissen und guckte sich auf dem Gerät irgendein Video an.

Diese Szene beobachteten zwei weitere Kundinnen und die eine kommentiere das, während die beiden den Weg durch meine Tür einschlugen, etwa folgendermaßen: "Das ist ja mal der Hammer. Der Typ ist am betteln, aber hat sein Handy dabei!"

Ich stand auch gerade an der Tür, um etwas frische Luft schnappen und hatte die Situation zufällig mitbekommen. Aufgelöst habe ich das dann aber doch nicht.

Nicht sehen und nicht gesehen werden?

Ines und ich standen an der Straßenecke, da wir gerade etwas in der Kantstraße nachsehen wollten. Plötzlich sahen wir sie die Gastfeldstraße in unsere Richtung entlanglaufen.

Kurz bevor die Frau auf unserer Höhe war, hielt sie sich plötzlich ihre linke Hand wie eine Scheuklappe neben das linke Auge, nach knapp drei Metern nahm sie die Hand wieder runter. Wollte sie uns nicht sehen? Wollte sie von uns nicht gesehen werden? Waren wir überhaupt der Grund für diese Geste?

Schulterzuckend guckten wir beide uns an und beobachteten aus der Entfernung, wie sie bei uns im Laden verschwand.