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Möhrchen-Muffins

Nur als Aktionsartikel haben wir momentan Möhrchenkuchen als Muffins / Cup Cakes bei uns im Brotregal stehen. Sämtliche Möhrenkuchen, die ich bislang im Leben gegessen habe, waren durchweg, ähm, unlecker. Dieses aufgetaute Industrieprodukt, das irgendwie von der Würzmischung an Lebkuchen erinnert, ist dagegen mal relativ lecker. Sogar die Körner obendrauf stören erstaunlicherweise überhaupt nicht.

Aus Körpergewichtsgründen bleibt es dennoch bei dem einen Kuchen, den ich mir selbstverständlich mit meiner Liebsten geteilt habe. :-)


D'Ohreonuts

Erstens: Ich bin zwar eher für Chips zu haben, also salzig und herzhaft, aber ab und zu steht auch mir der Sinn nach Süßem. Ich fange also nicht bei jedem Krümelchen Zucker gleich an zu jammern und dass ich etwas nicht so gerne mag, weil es mir "zu süß" ist, kommt auch nur ziemlich selten vor.

Zweiten: Ich bin kein Freund von Verschwendung. Wenn ich Produkte nicht gerne mag, trinke oder esse ich sie meistens dennoch komplett auf. Es gibt ganz wenige Fälle, in denen ich einfach nicht weitermachen kann und den Rest entsorge oder verschenke. Das passiert mir übrigens häufiger bei Getränken als bei anderen Lebensmitteln. Mio-Mate mit Banane war ein solcher Artikel, vor einer Weile irgendein Energydrink und in den letzten Wochen ein alternativer Eistee mit Stevia.

Drittens: So süß, dass ich nach dem ersten Bissen fast gekotzt und nicht mehr einen weiteren Happs davon genommen habe: Die Oreo-Donuts, die wir derzeit im Brotregal liegen haben. Schon beim Gedanken daran schüttelt es mich gerade wieder.

Aber die Geschmäcker sind ja bekanntlich verschieden. Eine Kollegin war hellauf begeistert von den Dingern: "Ohh, die sind ja total lecker!"


Laugendreicke

Live im Laden noch nie, aber zumindest hier in den Kommentaren im Blog musste ich mir auch schon anhören, dass unsere Brötchen nicht "gebacken" sondern maximal "erhitzt" oder gar nur "gebräunt" würden. Das stimmt zum Teil, die Tendenz ist sogar abnehmend, denn immer mehr Ware bekommen wir als Teig geliefert. Zwar portioniert und tiefgefroren, aber einen Backofen sehen die Stücke bei uns zum ersten Mal.

Das kann man auch ganz gut bei diesen Laugendreiecken (die sind übrigens sehr lecker!) hier im Backofen erkennen, die sich alle während des Backvorgangs vollkommen unterschiedlich entwickeln und sich ganz und gar nicht wie die sprichwörtlichen Eier gleichen:


Vortag okay, Vorvortag nein!

Unsere Backwaren vom Vortag gebe ich immer zum Verzehr für die Mitarbeiter frei und selten bleibt dabei auch etwas übrig. Am nächsten Tag sind die Produkte meistens noch halbwegs gut essbar. In vielen Läden werden diese Artikel ja sogar (reduziert) zum Verkauf angeboten, also bitte keinen Kommentar darüber, was ich meinen Mitarbeitern hier zumute. Wenn ich die Sachen in den Müll werfen würde, wäre das Gejammer wohl noch größer.

Am Folgetag klappt das immer ganz gut, sich jedoch am Montag noch die Teilchen von Samstag einverleiben zu wollen, setzt gleichermaßen guten Willen wie Zähne voraus – aber selbst diese Überbleibsel finden meistens irgendwelche Abnehmer.
Nur bei allem mit Wurst und Fleisch habe ich nun einen Riegel vorgeschoben. Bislang ist zwar noch nie etwas passiert, aber wenn Würstchendocs und Geflügelrollen da zwei Tage ungekühlt an der Luft liegen, würde ich sie nicht mehr essen wollen und möchte auch nicht, dass sich da irgendjemand von meinen Leuten den Magen verdirbt. Die kommen also ab sofort auf jeden Fall in den Müll.


Rührei-Snack(i)s

In unserem Brotregal haben wir ein festes Sortiment, aber auch immer wieder einzelne Produkte im Wechsel, die wir immer nur zu besonderen Terminen oder manchmal sogar nur einmalig bestellen können. Momentan sind das kleine Blätterteig-Snacks mit Rührei-Schinken-Füllung. Die sind für das, was sie sind, gar nicht mal so schlecht. :-)

(Foto selbstgeknipst und für unsere Liste an der Kasse.)


Warum keine Bio-Zertifizierung?

Wir verkaufen hier im Markt in der Neustadt schon sehr lange Bio-Produkte, vor allem schon lange in überdurchschnittlicher Menge und auch mit für einen konventionellen Supermarkt ungewöhnlichen Artikeln. Das ist alles auch völlig unkompliziert: Die Produkte sind abgepackt und entsprechend deklariert. Wir verarbeiten sie nicht, wir machen damit im Grunde gar nichts, außer sie vom Hersteller / Großhändler zu den Kunden weiterzureichen. Das darf "jeder" und setzt prinzipiell erst mal keine besonderen Kontrollen oder Handlungsweisen voraus.

In unserem Brotregal könnten wir auch hier vor Ort gebackene Bio-Brötchen anbieten. Nur eine kleine Auswahl, aber immerhin Bio. Das setzt jedoch eine Zertifizierung nach der EU-Bio-Richtlinie voraus, die wir nicht haben. Da für mich momentan die Chance besteht, diese Zertifizierung zu bekommen, ohne die Kosten dafür tragen zu müssen, die immerhin schon knapp bei einem mittleren dreistelligen Betrag liegen, habe ich mich damit mal näher beschäftigt. Stellen wir fest: Diese Zertifizierung ist kein Jodeldiplom, sondern erfordert einiges an Mitarbeit, Dokumentationen und Kontrollen.

Auf der Seite von Ökolandbau.de kann man öffentlich nachlesen, was alles dazugehört. Für alle, die keine Lust haben, das durchzulesen und sich die Konsequenzen für uns daraus abzuleiten, fasse ich das mal (die Brötchen betreffend) grob zusammen:

Alle Unterlagen sind übrigens ein Jahr aufbewahrungspflichtig und könne jederzeit bei unangemeldeten Kontrollen verlangt werden.

Dazu gehören Lieferscheine und Rechnungen über den Wareneingang und auch die ausgehenden Mengen. Es muss monatlich Inventur gemacht werden, aus denen eine Plausibilität bezüglich der Ein- und Verkäufe hervorgeht. Die verkauften Mengen dürfen zwangsläufig nicht über den eingekauften Mengen liegen.

Strikte Trennung von Bio- und konventionellen Produkten. Dass nicht alles wild durcheinandergewürfelt wird, sollte sich mit gesundem Menschenverstand von selbst erschließen. In diesem Fall geht es so weit, dass z. B. nicht die selben Backbleche verwendet werden dürften und dass idealerweise die Bio-Ware nicht einmal am selben Arbeitsplatz wie die konventionelle Ware verarbeitet wird. Gebacken werden dürfen die Brötchen zwar zusammen, aber dabei müssen die Bio-Bleche im Ofen über den Blechen mit den anderen Brötchen eingeschoben werden, damit keine Nicht-Bio-Krümel nach unten krümeln und die Bio-Ware kontaminieren (Instand Death!) können. Gleiches gilt auch für die Lagerung der Kartons im Kühlraum. Die Bio-Ware muss oberhalb der anderen Ware stehen. Wichtig ist, dass die Ware jederzeit eindeutig getrennt und auch eindeutig identifizierbar ist.

Die Arbeitsabläufe müssen zumindest einmalig Dokumentiert werden, inklusive der daran beteiligen Personen und deren Aufgabenbereiche.

Das mag so jetzt zwar alles ganz harmlos und überschaubar klingen, aber diese Abläufe für ein paar Bio-Aufbackbrötchen (aktuell ohnehin nur zwei verfügbare Sorten!) hier noch parallel zum normalen Alltag umzusetzen und zu überwachen, halte ich für viel zu aufwändig und in keinem Verhältnis zum Nutzen – und darum werde ich dieses eigentlich tolle Angebot mit der Kostenübernahme durch den Lieferanten mit einem weinenden Auge verfallen lassen.

Morgendliche Backorgie

Wie auch in anderen Läden fängt hier der Tag mit einer langen, bei uns rund zweistündigen, Orgie vor dem Backofen an. Da muss man sich morgens mit knurrendem Magen (nach 15 Kilometern auf dem Fahrrad in aller Frühe kein Wunder) richtig beherrschen, sich nicht durch die frisch gebackenen Snacks und Laugenbrötchen zu fressen.

(Für die Klugscheißer: Ja, frisch gebacken. Die Sachen kommen als (gefrorener) Teig in den Ofen und nicht als fertige Gebäckstücke, die nur noch "aufgeknuspert" werden müssen.)


Baguettebrötchen im Ofen

Werdet knusprig, werdet lecker. :-)

Die sind übrigens wirklich lecker. Den besonderen Charme bei diesen Brötchen macht wohl die unregelmäßige Form, denn hier sieht ein Brötchen mal ausdrücklich nicht wie das andere aus …


Hähnchendönertaschen

Ein Produkt, das wir seit dem Umbau eine Weile in unserem Snacksortiment angeboten hatten, waren Dönertaschen mit Hähnchenfleisch. Konnte man essen, konnte man auch sein lassen. Letzteres dachte sich wohl auch der Großteil unserer Kunden und so sind die Dinger nach mehreren Versuchen wieder aus dem Sortiment verschwunden.

Was aber nicht heißen muss, dass wir nicht doch hin und wieder mal welche bestellen werden. Die Kunden ändern sich im Laufe der Zeit und warum sollte man einem Produkt nicht mehrere Chancen geben?


Wir haben ein Brotregal

Aufgrund des neuen Ladenplans liegt das Brotregal nun mal aus Kundensicht hinter unserer Aktionsfläche. Seit Mitte September stand auf dieser Fläche natürlich durchgängig Ware. Bis heute, denn eben haben wir alle Reste weggeräumt und die Tische abgebaut, so dass ich das Regal zum ersten Mal in voller Ausdehnung präsentieren kann … :-)

(Nach der Plünderung am 31. Dezember noch etwas leer, zudem hat die Bio-Bäckerei gerade Urlaub, aber das ändert sich in den nächsten Tagen auch wieder.)


Antauen für die Dunkelheit

Bei den neuen Backwaren müssen wir an vielen Stellen noch unseren Weg finden. Theoretisch ist das System narrensicher, die Ware und die Backprogramme sind perfekt aufeinander abgestimmt. Passt auch meistens.

Auf den Kartons mit den gefrorenen Brötchenrohlingen steht drauf, dass man sie vor dem Backen "20 Minuten antauen" lassen soll. Laut Backprogramm sollen die Dinger aber noch komplett gefroren in den Ofen. Was tut man also? Natürlich haben wir erst mal den Tipp auf der Ware berücksichtigt. War dann aber doch nicht ganz so toll, die Brötchen sind "etwas" arg kross geworden und waren auch tatsächlich nicht mehr richtig genießbar.

Auch wenn viele bei dieser Farbe vermutlich noch gar keine Kritik üben würden: Spätestens beim Reinbeißen war es nicht mehr so schön, da die Brötchen eine sehr dicke und mürbe Kruste bekommen haben. An einer Haxe ist das zwar lecker, aber bei Gebäck schon nicht mehr so sehr.


Edeka-Ladendeko – Teil 16

Über unserem Brotregal hängt nun ein acht Meter langes Schild mit Bildern und Texten. Das scheint zwar riesig zu sein, ist aber gar nicht so verkehrt, denn das Brotregal geht im hinteren Teil des Marktes, vor allem hinter der Aktionsware (und Teilweise auch davorstehendem Leergut) leicht unter.

An der Wand befinden sich einige Zuleitungen, ein Lüftungsgitter und die Konterplatten für den Rückkühler an der Außenwand, so dass wir uns hier gegen eine direkte Beschriftung entschieden haben. Stattdessen haben wir diese bedruckte Platte gewählt, die mit einigen Zentimetern Abstand auf der Wand montiert wurde, so dass die Kabel, Schrauben und Platten dahinter verschwinden können.