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Blogeintrag von vor dem Blog (36)

Im Frühjahr 2004 gab es ein erfreuliches Schreiben unserer Zentrale:

Sie haben gewonnen!!!


(Nämlich eine Studienfahrt zu Chiquita nach Bremerhaven.)

Eier- und Brötchentisch 2004

Hier ein Foto aus unseren Anfängen mit dem Bio-Hof. Inzwischen arbeiten wir seit über dreizehn Jahren zusammen. Die Brötchen sind mittlerweile ins Brotregal gewandert, die Eier gibt es immer noch auf einem Aktionstisch. Wenngleich wir momentan überhaupt keine Eier mehr bekommen. Seit nach dem Brand die Hühner "ausgestallt" (= geschlachtet) wurden, gibt es keine neuen mehr, was sehr schade ist. Aber zumindest haben wir ja noch Brot und Brötchen und die sind nach wie vor qualitativ absolut top. :-)


Artikel im SPAR-Kurier (Sommer 2004)

Es gab mal ein internes Magazin der SPAR, das war, der Name überrascht wenig, der SPAR-Kurier. Darin gab es im Sommer 2004 einen Artikel über uns hier, den ich euch nicht vorenthalten möchte:
Fettarme Milch für Metallica

Als Björn Harste den leer stehenden Markt in der Bremer Gastfeldstraße sah, wusste er sofort, dass er sich hier selbständig machen wollte. Seine Frau Angie war sich da nicht so sicher. Zu unattraktiv und schmuddelig sah für sie die verwaiste Kaiser’s-Filiale aus. Als gelernte Bankkauffrau mangelte es ihr damals noch zwangsläufig an der einzelhändlerischen Erfahrung, um sich einen attraktiven, lebendigen SPAR Markt vorzustellen.
Ganz anders bei Ehemann Björn, der sich nach dem Gymnasium lieber für eine Einzelhandelskarriere entschloss, statt sich einem Ingenieursstudium zu widmen. „Ich hatte als Schüler bei unserem extra-Markt gejobbt und Freude am Einzelhandel bekommen. Darum habe ich dort dann bis 1997 meine Lehre absolviert“, erinnert sich der dreißigjährige Harste. Innerhalb kurzer Zeit avancierte er danach zum Marktleiter bei Plus. Der Zufall wollte es, dass sein damaliger Ausbilder bei extra, Werner Fehner, zwischenzeitlich bei der SPAR angeheuert hatte. Er gab den Tipp, bei der Suche nach Erfolg versprechendem Nachwuchs einmal bei Harste anzuklopfen. Die SPAR rannte bei dem jungen Mann offene Türen ein: „Ich hatte inzwischen verstanden, dass ein Filialunternehmen nicht nach meinem Geschmack ist und dachte an eine Selbständigkeit. Da kam mir das Angebot Ende 1999 gerade recht.“
Danach ging es ziemlich schnell: Sichtung potenzieller Verkaufsflächen, Anmietung des Marktes in der Gastfeldstraße, Umbau und Eröffnung im Mai 2000.

Der SPAR Markt Harste im Bremer Stadtteil Neustadt hat momentan rund 530 Quadratmeter Verkaufsfläche, „viel zu klein für unser Sortiment“, bedauert Björn Harste. Derzeit arbeitet er daher an der Erweiterung der Fläche um 20 Quadratmeter durch die Integration der ehemaligen Fleisch-Bedienungsabteilung: „Jeder Meter zählt!“ Das ist nur zu verständlich, bei einem Sortiment, das nach Harstes überschlägiger Rechnung mehr als 15.000 Artikel umfasst.
Das Gros der Artikel entspricht der Bestückung eines typischen SPAR Marktes, aber rund 500 Artikel sind zum Teil sehr speziell und machen nicht zuletzt den Ruf des Marktes in Bremen und sogar jenseits der Stadtgrenzen aus. Angie Harste: „Etwa ein Jahr nach der Neueröffnung fragte uns eine Kundin nach Gepa-Artikeln. Statt nur einzelne Artikel in unser Sortiment aufzunehmen, haben wir Nägel mit Köpfen gemacht und bieten seitdem rund 100 Gepa-Artikel an: Vom Honig über Saft und Brotaufstrich bis zu Wein und sogar Cocktails.“
Mit diesen Produkten trafen die Harstes den Nerv zahlreicher Kunden, und es entwickelte sich durch weitere Wünsche der Kunden eine Eigendynamik, immer mehr Spezialsortimente wurden in den Markt aufgenommen: Zum Beispiel Bio-Produkte von Bioland, Naturland und selbst Demeter. Um Demeter-Artikel listen zu können, mussten die Harstes extra eine Schulung absolvieren. Obendrein können Veganer aus dem mitlerweile stadtweit größten verganen Sortiment bei den Harstes einkaufen.

Das Ganze überschneidet sich mit dem Engagement der Inhaber für lokale Produkte. Die Harstes haben sich noch vor der Entscheidung der SPAR, verstärkt lokale Lieferanten aufzunehmen, dafür interessiert, welche interessanten Produkte aus der näheren Umgebung bezogen werden können. Die Harstes gehören zu den Mitbegründern des Projektes „Regionale Regale“ innerhalb der Initiative „Nordlichter“. In der Gastfeldstraße kann man daher unter anderem leckeren Bio-Apfelsaft des im Stadtteil benachbarten Mostproduzenten Fabelsaft kaufen, der ausschließlich Streuobst verarbeitet. Ein Bauer aus dem Teufelsmoor liefert Bio-Milch, Bio-Fleisch kommt vom Bremer Biohof Bakenhus, um nur ein paar Lieferanten zu nennen.

Auch die Spezialsortimente müssen ihr Geld bringen. Der Markt kann es sich angesichts der begrenzten Fläche nicht leisten, unproduktive Regalmeter zu führen. „Jeder Artikel muss sich bei uns rechnen“, betont der Ladeninhaber. „Was keinen Ertrag abwirft, fliegt bei uns rigoros raus.“

Der Slogan des Bremer SPAR Marktes lautet: „... und was können wir noch für Sie tun?“ Er ist jedoch kein reines Lippenbekenntnis, sondern wird wirklich gelebt, von den Harstes und den Mitarbeitern. Stets hat man ein offenes Ohr für Wünsche der Kunden. „Manchmal entwickle ich einen geradezu sportlichen Ehrgeiz, um selbst ausgefallene Wünsche zu erfüllen“, schmunzelt Björn Harste. Da war die Kundin, die für ihre Frankfurter Grüne Soße unbedingt das Kraut Pimpinelle brauchte. Harste hatte es selbst nicht vorrätig, beschaffte es ihr aber innerhalb weniger Stunden. Und jüngst kam eine Anfrage, ob er am nächsten Tag Milch mit einem Fettgehalt von exakt nur 0,1 Prozent besorgen könne. Ein Mitglied der Heavy-Metal-Gruppe Metallica wollte nämlich bei seinem Konzert in Bremen nicht auf dieses spezielle Getränk verzichten. Björn Harste recherchierte eilig im Internet und ließ sich von der hessischen Molkerei Schwälbchen sechs Liter per Express schicken. Als Dank gab es Freikarten für das Konzert.

Das Engagement für die Kunden kommt sehr positiv an. „Wir sind die Guten“, freut sich Angie Harste, „da verzeiht man uns auch, wenn wir höhere Preise nehmen als der Penny-Markt in der Straße.“ Große Stücke hält Björn Harste in diesem Zusammenhang auf das Internet. Meist könne man innerhalb weniger Minuten Kundenanfragen recherchieren. „Man braucht nicht viel, nur ein Laptop, ein WLAN und einen Internetanschluss. Dann kann man dem Kunden direkt im Markt das Ergebnis der Recherche zeigen. Das kommt sehr gut an“, weiß Harste aus eigener Erfahrung.

Durchschnittlich 1000 Kunden kaufen täglich bei den Harstes ein, zum Wochenende können es auch schon einmal 1200 sein. Dabei schaltet Björn Harste keinerlei Werbung in der lokalen Presse. „Anzeigen sind zu teuer und bringen leider nicht viel“, musste Harste feststellen. Seine Alternative: Durch eine witzig gestaltete Homepage (www.harste-online.de) spricht er seine Kunden lieber direkt an. Er hatte jedoch dabei das Glück, durch einen entsprechend bewanderten Freund die Homepage kostengünstig installieren zu können.

Vor zwei Jahren wurde der SPAR Markt wegen seiner überdurchschnittlich guten Leistungen mit dem Goldenen Einkaufswagen der SPAR ausgezeichnet, nur zwei Jahre nach der Neueröffnung. Aber die Harstes ruhen sich nicht auf ihren Lorbeeren aus. Nach dem Umbau und der Intergration der ehemaligen Fleisch-Bedienungsabteilung in den Markt möchten die Inhaber ihren Markt unter anderem mit einer optisch ansprechenden TK-Abteilung versehen, außerdem soll eine wenn auch nur kleine Käsebedienungsabteilung hinzukommen.
Krass, wie viel sich seit dem verändert hat…

Wunderkerzenfontäne

Uns mal wieder der legendäre Spieltrieb übermannt und so haben wir einer Bierdose den Deckel abgetrennt und das Ding anstatt mit Gerstensaft vollständig mit aufrecht nebeneinander stehenden Wunderkerzen gefüllt. Dieses Paket haben wir dann draußen auf den Hof gestellt und mit einer mittig angebrachten Wunderkerze als Zünder entflammt.

Eine Wunderkerze ist (relativ) harmlos, im Bündel erwachen jedoch ungeahnte und vor allem unerwartete Kräfte in diesen kleinen Funkensprühern …


Kabelkanal und Gipskarton

Um die Fliesen an der Rückwand der alten Wurst- und Käse-Bedienungsabteilung mit Rigips verkleiden zu können, mussten wir vorübergehend die Kabelkanäle demontieren, in denen ein paar Strom- und Videokabel liegen.

Die sollten mit ein paar Schlagdübeln schnell wieder befestigt sein.


Auftritt von Alfons am 17.11.2004

Heute tritt Alfons live bei uns im Laden auf. So richtig mit Bühne und Leinwand und Abendkasse und Publikum. Dafür braucht es natürlich auch etwas Ton- und Lichttechnik, die notgedrungen wie alles andere auch hier im Laden im Laufe des Nachmittags improvisiert aufgebaut werden muss. Zum Beispiel auf unserem Stehtisch und einem Esstisch aus unserem Aufenthaltsraum:



Die beiden kleinen Tiefkühltruhen haben wir beiseite geschoben, um Platz für die Bühne zu schaffen. Oooooops. :-) (Passiert und ist im Grunde nicht zu vermeiden …)



Die Leinwand wird aufgebaut:



Ich habe mir mal das weltberühmte Puschelmikrofon für eine kleine Fotosession ausgeliehen. Dem lieben Alfons steht das Ding einfach besser. Aber das Mikro ist schon erstaunlich groß und ganz schön puschelig. :-)



Die Klappstühle für die Zuschauer werden in den beiden großen Gängen links und rechts unserer Tiefkühltruhe aufgebaut:



Erste Probe mit Licht und Ton:



Es geht los …



… und war ein sehr unterhaltsamer und kurzweiliger Abend. Alfons hat seine Filme gezeigt und dazu immer wieder etwas ezählt. Es hat viel Spaß gemacht und ist hier im Detail im Grunde nicht wiederzugeben.



Danach gab es noch ein paar Minuten offizielle Einkaufszeit für alle Anwenden und auch der Star selber hat sich noch etwas für zu Hause eingepackt. Da gab es natürlich noch ein Foto von uns beiden zusammen. :-)