Eine leere Flasche "Corsica Cola" habe ich auf der Fensterbank vor dem Leergutautomaten gefunden. Das Gebräu heißt nicht nur so, sondern wird auch in Furiani auf Korsika hergestellt. Zumindest steht das so auf dem Etikett.
Unser abgepacktes Geflügelfleisch bekommen wir mitunter vom Hersteller schon mit roten "
Sonderpreis"-Aufklebern. Diese Aufkleber besagen dann nicht, dass das Produkt wegen eines knappen Verfallsdatum zum hakben Preis zu bekommen ist, sondern einfach nur, dass der Kilopreis des Inhalts günstiger als normal ist:
Ich
vermute, dass es auch Schilder gibt, auf denen "
Aus der Werbung" steht. Anders kann ich mir dieses Konstrukt nicht erklären:
Klingt irgendwie nach einer Fernsehshow.
Ein alter Laptop mit Wlan-Karte, ein VGA-Video-Konverter und (erstmal) unsere beiden Filmchen "Ein Tag im Supermarkt" und der Halloween-Teaser im Wechsel – und schon ist das Unterhaltungsprogramm für die Wartenden vor dem Leergutautomaten fertig.
Planung, darüber Eigenwerbung für den Laden und die Serviceleistungen, eventuell Nutzungshinweise für den Leergutautomaten, aber auf jeden Fall Hinweise auf die aktuelle Wochenwerbung laufen zu lassen, gibt es natürlich auch schon.
Der "
Flieger" nennt sich "Nightlife Navigator" und soll Interessierten mit Veranstaltungstipps und Anzeigen von Clubs und Discotheken durch das Nachtleben hier in der Stadt helfen. Der "Flieger" ist im A6-Format und hat 40 Seiten, zumindest trifft das für die mir vorliegende Juli-Ausgabe zu.
Was ich nun damit zu tun habe? Nun, eine Mitarbeiterin der Redaktion kam vor ein paar Tagen hier in den Laden und hat mir erklärt, dass sie das kostenlose Heft nicht nur einfach irgendwo auslegen wollen, sondern dass sie ein paar feste Verteiler einrichten möchten, in denen der "Flieger" regalmäßig und vor allem hervorgehoben in einem kleinen Ständer zu finden sein wird. Dafür werden diese Verteilerstationen auf einer Karte im Heft markiert und haben die Möglichkeit, kostenlos mit kleinen Anzeigen oder Couponaktionen im Heft zu werben.
Auf's Nachtleben habe ich persönlich überhaupt keine Lust, aber den Vertrag für diese kleine Kooperation habe ich gerne unterschrieben.
Vor etwas mehr als zwei Jahren hatte ich bei mir hier im Büro einen kleinen, batteriebetriebenen Rauchmelder installiert. Die Sorge, dass die Leuchtstoffröhren die Funktion des kleinen Gerätes beeinträchtigen könnten, blieben unbegründet – und auch generell macht der Melder einen guten Job: Das Ding fing vorhin an, lautstark herumzukrähen. Vor Schreck bin ich beinahe vom Schreibtischstuhl gefallen.
Was passiert war?
Nun: Wir haben hier in dem Raum vor meinem Büro zwei Backöfen für unsere Aufbackbrötchen stehen. Den großen benutzen wir mehrmals täglich, den kleinen seit ein paar Jahren gar nicht, zumindest nicht als Ofen. Dafür als kurzfristige Lagerfläche für belegte Brötchenbleche. Er war zwar ausgefegt, aber letztendlich hatte sich im Laufe der Zeit wohl doch eine größere Menge Körner, Krümel und Staub angesammelt, die an den Wänden und in den Ritzen hafteten.
Jetzt hatte ich allerdings vor, den Ofen zu benutzen und wollte ihn dazu richtig schön vorheizen lassen. Mit entsprechender Wirkung: Bis die Reste im Ofen verbrannt waren, dauerte es eine Weile und der Rauch, der durch die Ritzen drang, nebelte unsere "Brötchenküche" sowie mein Büro leicht ein. Kaum sichtbar war der Nebel, aber doch stark genug für den Rauchmelder.
Ausschalten ließ er sich nur dadurch, dass ich die Batterie entfernte. Dabei fiel mir unten im Batteriefach dieser geistreiche Hinweis auf…
Ein Kunde war mit einem offenbar anglophonen Freund oder Bekannten hier bei mir im Laden. Sie gingen eine ganze Weile durch die unterschiedlichsten Gänge und er erklärte bei (fast) jedem Regal grob, was sein Begleiter dort finden würde.
Als sie vor dem Tiernahrungsregal standen, schnappte einer meiner Mitarbeiter zufällig folgenden Gesprächsfetzen auf: Mein Kunde machte er eine Geste mit dem Arm, zeigte einmal am Regal entlang und erklärte ausdrucksstark und ganz pauschal: "
Don't buy this!"
Einfach, aber wirkungsvoll.
Langsam arbeiten wir uns durch die zu Hause eingelagerten Picas-Reste. Nach sämtlichem Futter, Hunde- und Katzenspielzeug und -Pflegeartikeln kommt jetzt Aqua- und Terraristik dran. Momentan häufen sich hier auf dem Restetisch alle möglichen und unmöglichen Kunststoffteile, mit denen man
einen Hindernisparkour für Fische bauen sein Aquarium dekorieren kann.
Auch diesmal gilt wieder: Es wäre einfach zu viel Aufwand, das ganze gemischte Geraffel in den Onlineshop einzupflegen. Also fragt erst gar nicht danach.
Kurt hat mir ein paar Fotos von den SPAR-Märkten entdeckt, die er auf Mallorca gefunden hat. Vielen Dank natürlich auch für diese Bilder!
Cala Millor:
In
Palma (Ballermann 6):
Der Markt ist auf zwei Ebenen. Man geht in den Keller zum Einkaufen und nach der Kasse ist man wieder oben und kann dann wieder raus.
Telefongespräch mit einer Mitarbeiterin in der Buchhaltung, die ein bestimmtes Dokument haben wollte. Nicht akut wichtig, aber sollte "vom Schreibtisch".
Ich sagte: "
Ich werde es auf jeden Fall heute noch versuchen."
Sie rief nach hinten zu ihrer Kollegin: "
Er wird es auf jeden Fall heute noch versenden.
Ich bekam diesen Satz noch während des Auflegens mit. Ach, egal. Eilt ja nicht so sehr.
Eine Kundin gab Leergut am Automaten ab. Die Flaschen hatte sie in einer Plastiktüte mitgebracht, an deren Grund sich eine beachtliche Pfütze aus den Resten in den Bierflaschen angesammelt hatte.
Als sie fertig war, nahm sie den Bon, drehte sich um und entdecke den Ständer mit dem blauen Müllack. Im Vorbeigehen drehte sie ihre Tüte um, so dass der großzügige Rest herauslaufen konnte.
Wie gesagt: Im Vorbeigehen. Dadurch kleckerte sie erst den Fußboden vor dem Mülleimer voll, dann den Ständer, ein Teil der Flüssigkeit landete tatsächlich in dem blauen Sack, wenngleich natürlich der Ausguss im Lager dafür sinnvoller verwendet worden wäre, dann kleckerte noch ein Rest über die andere Seite des Müllsackständers, noch ein wenig über den Fußboden – und dann knüllte sie die Tüte zusammen und steckte sie in ihre Tasche.
Manche Leute sind echt komplett schmerzfrei.
Viel Remmidemmi kann ich hier bei mir im Laden während der
Fairen Woche aus organisatorischen Gründen nicht machen. Aber da ich im Grunde das gesamte Zotter-Sortiment hier stehen habe, kam mir der Gedanke, diesmal explizit eine Schokoladen-Verkostung nur mit den Zotter-Sorten durchzuführen.
Ich hoffe ja darauf, von Zotter vernünftige Materialien, Verkostungsware, Flyer, Fotos etc. zu bekommen, damit ich hier gleich noch die entsprechenden Informationen mitliefern kann.
Gespräch mit einem Kollegen:
Es regnet draußen.
Stell' dir vor, es würde drinnen regnen.
Ist bei uns auch nicht weiter ungewöhnlich.
Grmpf.
Bedrucktes Radiergummi auf der Büro-Fensterbank im Markt in Findorff. Müsste ich mal generell meinen Leuten beibringen, jede Anweisung mit einem
"Sir, jawohl, Sir!" "Ja, Chef!" zu quittieren.
Der Monitor über dem Leergutautomaten hat nun lange genug
ein schwarzes Bild angezeigt. Die Motivation, die Kameras in den Automaten einzubauen, hat sich bislang zwar noch nicht ergeben, aber zumindest hängt jetzt ein PC am anderen Ende des Videokabels und der Bildschirm ist auf diese Weise für die unterschiedlichsten Anwendungen zu gebraucht. Mal gucken, was mir zuerst dafür einfällt.