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Marmelade von Markus

Von Markus habe ich ganz überraschend ein selbst eingekochtes Glas Erdbeerkonfitüre bekommen:



Als er den während des Einkochens den Deckel auf das Glas schraubte, fiel ihm zuerst das SPAR-Logo auf und danach ein, dass das doch für mich prädestiniert sein muss.. :-)



Vielen Dank dafür. Ich frühstücke zugegebenermaßen eher unkonventionell, wenn hier in der Firma überhaupt mal richtig, und gelobe, die "Marmelade" nach und nach auf meine Sonntagsbrötchen zu streichen. :-)

Rahmentreppe zum PC

Nach zwei Tagen des Nichtstuns, soll der PC nun endlich laufen. Bei Viktor, der daran herumbastelt, hat dann die Bequemlichkeit gesiegt: "Ich hab' doch keine Lust, da dauernd hochzuklettern."

UVV gilt ja nur für Mitarbeiter… :-)


Dennis macht sich Sorgen

Vor ein paar Tagen wurde in Dresden der Leiter eines Supermarktes von einem Ladendieb mit einem Messer niedergestochen. Nähere Einzelheiten dazu im Polizeibericht Dresden.

Dazu schrieb Dennis mir:
Hallo Björn,

bei dem Artikel musste ich daran denken, das Du dich Ladendieben zuweilen mit den Händen zur Seite absperrend entgegenstellst.
Bitte sei schön vorsichtig. Du und Dein Blog würden mir echt fehlen, wenn Dich so ein Irrer absticht.
Ich fasse das einfach mal als Kompliment für meine Arbeit hier rund um das Weblog auf. Vielen Dank dafür! :-)

Frau S. ist irgendwie wieder da!

Wir liefern auch Einkäufe nach Hause. Eigens dafür habe ich einen Mitarbeiter, der sehr auf die Kundenwünsche eingeht und im Laufe der Zeit die vielen (vor allem auch älteren) Kunden und Kundinnen so gut kennengelernt hat, dass er jeweils ganz individuelle Wünsche berücksichtigen kann.

Außerdem hat er ein gutes Herz und so hat er vor einigen Monaten einer alten Dame eigenmächtig einen Kredit gewährt. "Bis zum nächsten Ersten", erklärte er. "Sie ist momentan etwas knapp bei Kasse." Mir gefiel das zwar gar nicht, aber er versprach, notfalls dafür aus eigener Tasche zu haften.
Das wiederholte sich in den folgenden Monaten mehrmals. Immer in der Monatsmitte brachte er einen Einkauf im Wert von über 100 Euro zu der Kundin und kassierte am nächsten Monatsanfang das Geld dafür.
Wie die Frau hieß und wo sie wohnt, hatte mich nicht weiter interessiert. Mein Mitarbeiter organisiert die Lieferungen selber, warum sollte ich mich da mit unnötigen Informationen belasten?

Nun kam ich aber dich mal auf die Idee, mich nach dieser Kundin, die Monat für Monat anschreiben lässt, zu erkundigen. Es war der selbe Vorname, der selbe Nachname, die selbe Adresse wie bei DIESER Kundin, mit der ich vor inzwischen elf Jahren selber schonmal so ein Theater mit (nicht zurückgezahlten) Krediten hatte. Na, sowas…

Ich wusste nicht so recht, wie ich nun reagieren sollte. Ist die alte Sache vergessen und abgehakt oder sollte ich die Thematik doch wieder aufgreifen..? Ich war unschlüssig, aber mein Mitarbeiter, mit dem ich auch darüber sprach, kam mir schließlich zuvor. Bei seiner nächsten Lieferung sprach er diese Frau S. an und erfuhr von ihr, dass das damals ihre Tochter gewesein sein soll, die unter dem Namen ihrer Mutter in den unterschiedlichsten Läden anschreiben ließ.

Irgendwie glaube ich das nicht so recht, aber wie ich schon im Oktober 2010 schrieb: Ich möchte darüber nicht mehr weiter nachdenken. Thema erledigt. Vergessen. Geschenkt. Punkt.

Curly Top, Elch und L&P

Ganz herzlichen Dank an Jessica E. aus Neuseeland (!), die mich vor einer Weile mit ihrer Familie ganz überraschend hier im Laden in der Gastfeldstraße besucht hat und mit zwei Flaschen "exotisches Vollgut" (unter anderem "Lemon & Paeroa") und einen kleinen Plüschelch, der jetzt hier auf meinem Schreibtisch unter einem der Monitore hockt, geschenkt hat.

Die beiden Limonaden habe ich noch nicht probiert, werde ich aber noch. Versprochen. :-)


3,8 Millionen via ec-Karte

Die "0"-Taste klemmte am ec-Terminal. Panisch drückte mein Mitarbeiter die Taste "Abbruch" am Gerät.

Ich glaube aber, dass spätestens bei der Abfrage der Kontodeckung das System von alleine den Vorgang erfolgreich verhindert hätte. Die meisten Leute dürften nicht gerade mehrere Millionen auf ihrem Girokonto liegen haben. :-)


Ekeliges Leergut (16)

Zement oder Kalk war's nicht, Mehl auch nicht und eigentlich erinnerte mich diese Kruste an der Flasche auch an nichts anderes, was mir bekannt vorkommen wollte. Prost. :-O


Stimmen

Ein sehr heruntergekommen wirkender Mann, Typ Stadtstreicher, ging durch den Laden und suchte offenbar irgendetwas. Zwischendurch dachte er wohl laut nach, aber es klang eher so, als würde er ausgedehnte Monologe mit sich selber führen. Er brabbelte schwer verständlich in seinen Bart. Eine Kollegin an der Kasse sprach ihn schließlich an: "Ist alles in Ordnung bei Ihnen."

Seine Reaktion: "Ich antworte nur den Stimmen in meinem Kopf."

Na, denn… :-O

Der Profi

Der Außendienstmitarbeiter eines Wein-Vertriebs sogenannter "Bag in Box"-Weine erzählt mir, nachdem ich das Argument anbrachte, dass Rotweine auf diese Weise nicht atmen könnten, dass man keinen Supermarktwein unter 10 Euro finden würde, der einen Naturkorken hätte.

Aaaahja.

Gut, mein Einwand ist nicht so dramatisch gewesen: Man könnte ja auch eine Menge Rotwein entsprechend früh vor dem Genuss aus der BiB-Packung in eine Karaffe umfüllen, so dass der Wein atmen kann.

Aber was zum Geier sollte der Quark mit dem Naturkorken? Erstens findet man reichlich Weine im Einzelhandel, die mit einem Naturkorken verschlossen sind und zweitens wäre es ausgesprochen fatal, wenn diese nicht luftdicht abschließen würde.

Oh, Mann… :-O

Überfordert

Eine Kundin mittleren Alters löste an der Kasse den Alarm der Warensicherungsanlage aus. Sie trug eine Handtasche bei sich und so stellte ich die naheliegendste Frage:
Haben Sie irgendetwas von Rossmann dabei? Kosmetik, Schminke oder sowas?

Ich war heute nicht bei Rossmann.

Das muss ja nicht heute gewesen sein. Die Sicherungsetiketten gehen ja nicht kaputt und vielleicht haben sie noch gesicherte Sachen in Ihrer Tasche, die gerade für den Alarm verantwortlich sind.

Aber ich war da heute nicht.

Haben Sie denn etwas von Rossmann dabei?

Ja, aber das ist älter.

Aber das könnte den Alarm auslösen.

Ich habe die Sachen da ordentlich bezahlt!

Das habe ich auch gar nicht angezweifelt. Aber sie könnten trotzdem noch ein oder mehrere Teile in Ihrer Tasche haben, die hier gerade den Alarm ausgelöst haben. Die würde ich gerne entsichern, damit Sie nicht beim nächsten Einkauf deswegen wieder Alarm auslösen. Und Produkte von Rossmann tragen, die Erfahrung haben wir gemacht, nunmal oft noch scharfe Warensicherungsetiketten.

Aber ich war da doch heute gar nicht.
Ich gab's auf. Die Frau verstand irgendwie nicht, was ich ihr sagte. Die Diskussion war vollkommen zwecklos und ihr ständiges hektisches in die Nähe der Kasse gehen ("Sehen Sie, das piept nicht!") machte die Situation und Konversation auch nicht einfacher.
Ich tröstete mich damit, dass sie nur eine kurze Runde durch den Laden gemacht hatte und eigentlich keine Chance hatte, irgendwelche gesicherten Produkte einzustecken. Eigentlich hätte ich der Frau sowieso nicht zugetraut, dass sie irgendetwas geklaut hätte, weder hier noch in einem anderen Laden, aber so ein Theater muss doch echt nicht sein. :-(

(Kr)achterpacks

Seit es das (noch relativ junge) "Haake Beck 12" (Das offizielle Werder-Fanbier) gibt, verkaufen wir es hier auch im Laden. Fast ausschließlich in den praktischen Pappträgern mit acht Flaschen Inhalt.

Beim Verräumen der Ware war einem meiner Mitarbeiter schon ein Paket aufgerisse und alle Flaschen polterten auf den Boden. Sowas kann passieren und ich dachte mir nichts weiter dabei.
Am selben Abend noch berichtete mir mein Kassierer, dass ein Kunde gerade bei ihm so ein Paket gekauft hatte und draußen auf der Straße plötzlich alle Flaschen rausgefallen und bis auf zwei zerbrochen waren. Der Kunde bekam einen neuen Träger und wir sahen uns die restlichen hier im Laden mal genauer an: Bei beinahe sämtlichen Packungen war die Verklebung mangelhaft.

Was tun? Einfach so im Laden stehen lassen würde mit hundertprozentiger Sicherheit zu weiteren "Abstürzen" führen. Dann kam mir zunächst die Idee, alle Pakete auszupacken und die Flaschen in leere Rahmen zu stellen und das "12" dann hier in den nächsten Tagen erstmal nur lose anzubieten. War aber auch nicht gut, da die Achterpacks nunmal am bequemsten sind und sich hier entsprechend gut verkaufen.

Naja, nun haben wir eine Rolle Klebeband geopfert und alle Träger damit gesichert. :-)


Lieferscheinkontrolle durch Kundin

Eine Kollegin war dabei, die Ware unseres größten Bio-Lieferanten zu verräumen. Den umfangreichen Lieferschein auf Endlospapier hatte sie zur Wareneingangskontrolle auf der neben dem Bio-Kühlregal stehenden Tiefkühltruhe ausgebreitet. Die Dinger haben Glasdeckel und eine angenehme Höhe, so dass sie sich perfekt als Arbeitsfläche missbrauchen lassen. Wenn Kunden kommen, räumen wir die Sachen natürlich immer sofort zu Seite.

Auch diesmal passierte es: Eine Kundin versuchte offensichtlich, irgendein Produkt in der Eistruhe unter dem ausgebreiteten Lieferschein zu finden. Sie guckte hin und her, offenbar um den Lieferschein herum in die Tiefen der Tiefkühltruhe. Als meine Mitarbeiterin das bemerkte, machte sie einen Schritt auf die Truhe zu und zog mit einem Schwung den Lieferschein aus dem Sichtfeld. "So", sagte sie, "nun können Sie besser sehen."

"Pöh!", antwortete die Kundin schnippisch. "Was ich sehen wollte ist jetzt ja weg."

"Pöh!", dachten wir uns. Unsere Einkaufspreise unterliegen bezüglich ihrer Geheimhaltung zwar keinen militärischen Anforderungen – aber so offensichtlich wollten wir damit nun auch nicht hausieren gehen.