Eine Kundin kam mit ihrem Einkaufswagen an die Kasse.
Während an Kasse eins ein paar Kunden standen, lagerte auf dem Förderband von der zweiten Kasse ein größerer Haufen zusammengelegte Pappe. Zusätzlich informierte das aufgestellte Schild darüber, dass die Kasse geschlossen ist.
"Wo muss ich denn jetzt hin?", fragte die Kundin.
Das ließ sich zwar einfach beantworten, aber zurück blieb trotzdem ein sich wundernder Mitarbeiter.
In der letzten Linksammlung hatte ich einige Hinweise auf den Honig, der Pollen von genmanipuliertem Mais enthielt, gebracht.
Wenn ich das im Kollegen- und Bekanntenkreis erzählt habe, setzte ich die Geschichte noch weiter fort: Wenn der Imker vor Gericht gewinnt, könnte es sein, dass über kurz oder lang viele bis alle Honigsorten zunächst aus den Regalen verschwinden könnten. Theoretisch könnten inzwischen überall derartige Pollen enthalten sein und somit würde die Deklaration verkehrt sein. Mitunter wurde ich über diesen scheinbar verrückten Gedanken belächelt.
Und nun? Habe ich gerade die erste Honigsorte via Rückruf aus dem Regal genommen. So sieht das nämlich aus.
Dass wir Smarties-Rollen (Die hierzulande immer noch nicht durch die sechseckigen Packungen ersetzt wurden) geliefert bekommen, die an der Längsnaht aufgerissen sind, habe ich noch nicht erlebt. Wenngleich natürlich nicht undenkbar ist, dass sich die Verklebung nicht doch mal aus irgendwelchen Gründen löst.
Hier hatte die Verpackungsmaschine aber vermutlich schon zu intensiv an den Feierabend gedacht. Gleich drei Rollen lagen mitsamt dazugehörigem Inhalt so im Karton:
Inzwischen haben wir übrigens die im Juli schon angekündigten Würsten (Wiener und Bockwurst) aus Straußenfleisch hier im Laden stehen.
Zwei Dinge sind mir auf den Etiketten übrigens besonders positiv aufgefallen: Zum einen steht dort der Text "Besuchen Sie unsere Straußenfarm in Plessa", der zur Besichtigung des Hofes in Plessa einlädt. Das ist in einer Zeit voller Skandale, gerade auch bei der (Massen-)Tierhaltung, sicherlich die ehrlichste Werbung, die man als Wurstproduzent machen kann.
Wenn man im "Dealerlocator" auf der Häagen-Dazs-Website nach Händlern im Postleitzahlenbereich 28201 sucht, bekommt man die folgende Liste angezeigt:
Da ist wohl irgendetwas durcheinandergeraten. Es gibt definitiv hier im Großraum Bremen mindestens einen SPAR- (oder möglicherweise inzwischen auch Aktiv-) Markt, dessen Betreiber "Böse" heißt – aber die sind allesamt definitiv nicht im 28201-Bereich. Da bin ich nämlich (als SPAR) ganz alleine.
Ich bin ja mal gespannt, ob meine E-Mail an Häagen-Dasz noch Beachtung finden wird…
Wie so oft werden Supermärkte als die großen Bösewichte angeführt (was sicherlich zu einem großen Teil auch richtig ist, gerade in den Filialbetrieben wird der Umgang mit unschöner oder nicht mehr lange haltbarer Ware knallhart diktiert) und der Inhalt der Inhalt der Supermarkt-Mülltonnen genau analysiert.
Am Wochenende hatte ich selber ganz allgemein über dieses Thema nachgedacht. Vor allem fiel mir ein, dass ein ebenfalls sehr großer Anteil der weggeworfenen Lebensmittel (wenn nicht sogar der größere!) in der Gastronomie zu suchen ist: Restaurant, Großküchen, Kantinen, Krankenhäuser. Es gibt fast keinen Gast, der nicht irgendetwas zurückgehen lässt. Angefangen bei der aus einer Möhre geschnitzten Tellerdekoration beim Chinesen bis hin zum gänzlich unangefassten Essen in der Station im Krankenhaus.
Das könnte in der Summe den Anteil der in den Geschäften entsorgten Lebensmittel sogar noch deutlich übersteigen. Möchte das mal jemand erforschen?
Kathi hat mir Fotos eines SPAR-Marktes in England zugemailt und dazu auch einen recht langen Text geschrieben. Vielen Dank dafür!
Hallo Björn,
Anbei sende ich einige Bilder eines neuen Spar-Marktes für deine Sammlung. Dieser hier befindet sich in Bexhill-on-Sea, England, in der Nähe von Hastings an der britischen Südküste. Eine Besonderheit hat er aber dennoch zu bieten, auch wenn er von außen recht unscheinbar anmuten mag, er befindet sich auf einer Ferienanlage. Dort werden Caravans vermietet, direkt neben dem Spar-Markt befindet sich eine Schwimmhalle mit Außenbecken und großer Wasserrutsche sowie eine Art Spielhalle, lauter schreckliche, laut blinkende und piepsende Automaten.
Verkauft wird hier, was wohl jeder Ferienanlagenkiosk verkauft, die nötigsten Lebensmittel, Süßigkeiten, Spielzeug soweit ich mich erinnere auch und Zeitungen. Kurios fand ich die Obst- und Gemüseabteilung (wenn man sie so nennen kann, wenig Auswahl zu meiner Meinung nach hohen Preisen), die sich teils im Kühlregal neben Milch, etc. befand und teils in einem recht winzigen Regal davor. In Deutschland habe ich das bisher noch nie gesehen.
Mit lautem Krachen ist gerade eine Packung Bier unten aufgerissen. Dummerweise trug das Achterpack gerade jemand in der Hand und alle acht Flaschen zerschlugen auf dem Fußboden in dem Bereich vor dem Leergutautomaten. Es handelte sich übrigens nicht um einen der bereits von uns verklebten Träger sondern schon um eine neue Lieferung.
Diese werden wir also heute auch noch jeweils mit einem großen Klebebandstreifen sichern. Und dann werde ich in der nächsten Zeit diesen Artikel wohl erstmal nicht mehr bestellen…
Artikel der gleichen Marke und Produktkategorie sind bei uns im Warenwirtschaftssystem zu sogenannten Preisgruppen zusammengefasst. Diese Gruppen können klein sein und nur aus drei Artikeln bestehen oder auch weit über 150 Artikel beinhalten, wie es zum Beispiel bei den Maggi Fix-Produkten der Fall ist. Im Laufe der Jahre habe ich hier viele Dutzend dieser Gruppen angelegt. Noch ein paar Beispiele gefällig? Milka-Schokolade, Ritter-Sport-Schokolade, Viala-Wein, Birkel-Nudeln, Philadelphia-Frischkäse, Beck's-Kisten und viele, viele mehr. Die Liste lässt sich im Grunde beliebig fortsetzen.
Der Vorteil dieser Preisgruppen ist, dass man bei einer Preisänderung nur einen einzigen beliebigen der beinhalteten Artikel anzufassen braucht und der Verkaufspreis bei allen anderen Artikeln in dieser Gruppe wird automatisch mit geändert. Das spart natürlich sehr (sehr!) viel Arbeit, gerade auch in Hinsicht auf die wöchentlichen Werbe-Angebote.
Und warum schreibe ich das gerade alles?
Nur deshalb, weil ein Artikel hier im Kassenbüro auf dem Schreibtisch stand, an den jemand einen kleinen Notizzettel geklebt hatte: "Artikel ist nicht auf Angebotspreis!"
Stimmt, der war tatsächlich nicht in einer Preisgruppe.
Wir können bald verschiedene Sorten Wurst und Aufschnitt von einem Hersteller bekommen, die ausdrücklich gluten- und laktosefrei sind. Eine Kollegin saß gerade neben mir im Büro, als ich die Artikel in unseren Bestellunterlagen entdeckte. Ich schüttelte den Kopf:
Gluten- und Laktosefreie Wurst. So ein Blödsinn.
Das kannst du so nicht sagen. Es gibt immer mehr Leute, die weder das eine noch das andere vertragen. Für die ist das dann eine gute Alternative.
Ja, aber..? WURST!!! Ohne Getreide und ohne Milch. Das gehört da eigentlich schon per se nicht rein. Schlimm genug, dass man bei solchen Produkten überhaupt ausdrücklich damit werben kann oder muss, dass sie "laktosefrei" oder "glutenfrei" sind!
"So schöner Lavendel", dachten wir tagelang beim Blick auf den Blumenwagen. Dann erst fiel uns auf, dass unser Blumenlieferant uns Plastikpflanzen untergemogelt hat…