Inzwischen sind die Schränke ausgeräumt. Warum habe ich eigentlich so viel Geld für neue ausgegeben? Ein Stapel Gemüsekisten ist schließlich auch sehr praktisch.
Ab jetzt kommt wieder ein Job für das Sprichwort mit den rohen Kräften …
Letzter Blick auf die inzwischen fast komplett ausgeräumten alten Spinde an ihrem alten Platz. Der Anhänger steht mittlerweile auch schon genau vor der Rampe und als nächsten Schritt werden sich die Dinger in Einzelteile zerlegen und im Hänger landen.
Bevor der neue Garderobenschrank aufgebaut wird (dazu sollte er erst mal geliefert werden), wollen wir die Wand dahinter noch mal eben neu streichen …
Damit meine neue Bürotür überhaupt zu nutzen ist, habe ich kurzerhand eine hochwertige Haustür-Garnitur in Alu natur gekauft. Jetzt noch schnell anbauen und schon ist meine Tür fertig.
Mein Anhänger steht inzwischen auch schon auf dem Hof bereit. Einerseits, weil wir heute noch die neuen Spinde bekommen sollen (und die alten dann direkt den Weg in den Müll finden werden), andererseits, weil nächste Woche Montag die Containerleerung dran ist und ich den Hänger dann wieder verwenden werde, den Parkplatz gegenüber unserer Einfahrt freizuhalten.
In meinem großen Büro heize ich zwar mit der Klimaanlage (Wärmepumpe), aber um schnell bei der Büroarbeit warme Hände zu bekommen, habe ich noch einen Heizlüfter unter meinem Schreibtisch stehen, wie ich ja auch schon vor einer Weile berichtet hatte. Mein neues Büro hat einen an die Zentralheizung angeschlossenen Heizkörper, da wird dann sowieso einiges anders …
Während ich so vor mich hin arbeitete, fiel mir plötzlich auf, dass der bislang kaum hörbare Heizlüfter plötzlich ein relativ lautes Geräusch von sich gab. Ein unangenehmes Rattern, das durch eine Unwucht im Propeller erzeugt wurde. Durch Materialermüdung ist der nämlich in der Mitte gerissen, so dass die beiden Teile im Grunde nur noch von der Schraube auf der Achse zusammengehalten werden. Ich bin begeistert, zumal das auch nicht gerade ein Billigteil war.
Wir haben uns mal die Mühe gemacht, die schwere Tür auszupacken und in die Zarge einzusetzen. Passt wunderbar. Jetzt fehlt nur noch eine vernünftige Drückergarnitur, dann ist auch diese Teilbaustelle erledigt:
Zwischendurch waren übrigens heute noch kurz die Elektriker da und haben die Leitungen auf unseren großen Verteiler aufgelegt und meine Installation im zukünftigen Büro auf Herz und Nieren gecheckt. Erkenntnis: Die Arbeiten wurden ordnungsgemäß und fachmännisch durchgeführt!
Jetzt muss ich den Brüstungskanal noch ordentlich verschließen, dann fehlen noch Tür, Fenster und Fußboden und dann kann ich umziehen.
Mit etwas Mörtel haben wir übrigens inzwischen erfolgreich die Stolperfalle bei der Eingangstür zu meinem zukünftigen Büro beseitigt. Bei der Türschwelle befindet sich jetzt eine kleine Schräge:
Ein Bio-Fleischer hier aus dem Stadtteil sucht Personal. Ich zitiere mal:
Aushilfen in Teilzeit. Erfahrung mit Lebensmitteln wäre gut, nicht Bedingung!
Dass in Supermärkten an den Kassen ungelernte Leute sitzen, ist ja nun relativ normal, ist bei mir auch nicht anders – aber wenn schon ein Fachgeschäft den Anspruch so weit runterschraubt, sogar Leute ohne jegliche Erfahrung im Lebensmittelhandel zu nehmen, das finde ich krass. (Nicht krass im Sinne von "was man sich dort als Kunde bieten lassen muss" sondern eher, weil ich denke, dass das Verzweiflung ist, weil sie keine Leute finden.)
In einem Regal haben wir einen aufgerissenen aber nicht ausgeplünderten Ü-Ei-Adventskalender gefunden. (Wichtig, dass man die Dinger aufreißt! Nicht, dass in einem Ü-Ei-Adventskalender, auf dem auch Ferrero Kinder-Überraschungseier abgebildet sind, nicht plötzlich Zitronen stecken …) Netterweise lag das Teil im Blickpunkt einer Kamera, so dass wir gucken konnten, wer der Urheber für diese Sachbeschädigung war.
Ein Junge um Grundschulalter, der in Begleitung einer Frau mittleren Alters war, hat es getan. Die Frau ist möglicherweise Frau oder Schwester von diesem Zigarettendieb, der Junge gehört auch irgendwie zur Familie. Vielleicht ihr oder sein Sohn, wer weiß das schon …
Auf jeden Fall wohnen die hier an der übernächsten Straßenecke und zumindest sie ist recht häufig hier im Laden. Wenn die das nächste Mal reinkommt, kann sie den demolierten Kalender direkt bezahlen. Und wenn sie sich querstellt, fliegt sie raus. Irgendwann haben alle Bewohner aus deren Haus hier Hausverbot …
Tim hat mir dieses Foto eines SPAR-Marktes (resp. dem Eingang in einen solchen) in Tiflis, Georgien geschickt. Es ist nicht 100% die gleiche Tür wie auf diesem Foto aus 2015, aber die Ähnlichkeit ist so verblüffend, dass ich darauf tippe, dass es sich dabei nur um einen anderen Eingang in den selben Laden handelt.
Falls von euch da noch mal jemand vorbeikommt, nehme ich gerne weitere Bilder (vielleicht auch mal von der Ansicht des gesamten Gebäudes) entgegen.