Wednesday, August 18. 2010
Bis gestern war mir nicht bewusst, dass die " Tafeln" (aber vermutlich auch andere ähnliche Organisationen) keine Waren mit überschrittenem Haltbarkeitsdatum annehmen dürfen.
Was soll denn so ein Schwachsinn? Die deutlich meisten Produkte sind beim Erreichen des MHD noch absolut einwandfrei. Der Löwenanteil der Produkte, die im LEH weggeworfen werden, sind nunmal abgelaufene Waren und nicht welche, die einfach nur leicht beschädig (verbeulte Dose, verknickte Kartonverpackungen) oder aufgrund einer Sortimentsumstellung überflüssig sind. Solche Dinge versucht man nämlich meistens noch selber zum ermäßigten Preis zu verkaufen. Ich zumindest.
Dass die Tafeln keine verdorbenen Waren, z.B. Gemüse mit fauligen Stellen, annehmen, kann ich ja verstehen. Und dass sie Frischfleisch ablehnen, teilweise auch noch. Aber das mit den Mindesthaltbarkeitsdaten geht mir nicht in den Kopf. War das nicht mal irgendwann der Ursprungsgedanke hinter den Tafeln? Lebensmittel vor dem Müllcontainer zu retten? Kopfschütteln...
Saturday, February 20. 2010
Nachdem er in reichlich alkoholisiertem Zustand seinen Einkauf in einem Verbrauchermarkt mit 24-Stunden-Öffnung getätigt hatte, fiel ein 36 Jahre alter Mann dem Personal besonders auf. Der Betrunkene hantierte mit einer Waffe, die er zuvor aus seiner Jackentasche genommen hatte. Die vom Verkaufspersonal alarmierte Polizei nahm den 36-jährigen Mann, der aus Bulgarien stammt und keinen festen Wohnsitz in Bremen hat, vorläufig fest. Zur Ausnüchterung wurde er in Gewahrsam genommen. Bei der mitgeführten Waffe handelte es sich um eine erlaubnispflichtige Kurzwaffe, die mit entsprechender Munition befüllt war. Nach seiner Ausnüchterung wurde der Mann zum Verstoß gegen das Waffengesetzt zur Sache kriminalpolizeilich vernommen. Die Ermittlungen ergaben, dass die von ihm geführte Pistole zur Fahndung ausgeschrieben war. Ferner stellte sich heraus, dass gegen den 36-Jährigen ein Vollstreckungshaftbefehl vorlag. Nach Prüfung der Gesamtumstände wurde durch die Staatsanwaltschaft Bremen ein Untersuchungshaftbefehl gegen den Bulgaren beantragt, dem das Amtsgericht Bremen entsprach. So ist der nächtliche Vorfall in der Pressemappe der Polizei Bremen beschrieben.
Manche Dinge möchte man lieber nicht glauben.
(Vielen Dank an alle, die mir den Hinweis zugeschickt haben!)
Tuesday, December 15. 2009
Gerade im Newsticker bei der Süddeutschen entdeckt: Leipzig (dpa/tmn) - Bei unbekannten Webshops zahlen Kunden möglichst nicht per Vorkasse. Das rät die Verbraucherzentrale Sachsen in Leipzig. Vor dem Bestellen bei einem nicht bekannten Onlineshop sollten Verbraucher außerdem einen Blick auf die Erfahrungsberichte anderer werfen.
Fallen mehrere Berichte negativ aus, heißt es: Finger weg! Die Liste von Händlern, über die sich Kunden bei den Verbrauchschützern beschwert haben, wird den Angaben nach immer länger. Bei mir im Onlineshop gibt es ja auch nur Vorkasse (von wenigen Kunden der ersten Stunde mal abgesehen) und bislang hat sich zum Glück noch keiner beschwert. Mit Pech dauert der Versand mal ein paar Tage länger oder ein Artikel ist nicht (mehr) lieferbar, was bei Lebensmitteln mit insgesamt relativ kurzer Haltbarkeit nunmal passieren kann – aber im Großen und Ganzen habe ich mich, auch wenn mal etwas schiefgelaufen ist, immer mit den Kunden einigen können.
Wednesday, December 2. 2009
Der Kontrolleur der Lebensmittelüberwachung, über den ich mir hier auch schon Gedanken gemacht habe, ist übrigens verurteilt worden.
23 Monate auf Bewährung.
Friday, November 13. 2009
Als langjähriger Lawblog-Leser hatte ich diesen Beitrag bei Udo natürlich auch entdeckt. Dennoch vielen Dank an alle, dir mich nicht nur auf den Beitrag im Lawblog, sondern auch bei gulli.com und in der Kölnischen Rundschau hingewiesen haben.
Mit den Links kam häufig die Frage daher, was ich davon halte. Die Situation ist aus der Entfernung nur sehr schwer zu beurteilen. Pauschal: Nichts. Sämtliche "Schüler" über einen Kamm zu scheren und auszusperren halte ich für unfair und vor allem aus kaufmännischer Sicht für taktisch unklug. Da nämlich vermutlich wirklich der größte Teil anständig ist und sich eventuell nur "auffällig" (laut, aufgeregt) benimmt, aber dabei keinen Schaden anrichtet.
Das Problem ist, dass viele Leute erst in der Gruppe "mutig" werden. Um die Situation in dem Markt zu verstehen, stelle man sich folgende Gegebenheit vor: Drei Gruppen von jeweils fünf Schülern betreteten den Laden. Alle sind gut gelaunt, alle stehen zusammen, alle fassen Dinge an, alle legen Dinge wieder hin, Hände werden, evtl. auch mit Schlüsseln und Handys, aus den Taschen gezogen und wieder hineingesteckt. Man hat als Mitarbeiter in dem Moment keine Möglichkeit, die Situation zu kontrollieren. Hinterher bemerkt man aber, dass Produkte geöffnet wurden und auch Ware fehlt. Wenn man das regelmäßig erlebt, kommt sicherlich ein gewisser Frust auf, zumal man den Schaden eben nicht einzelnen Personen zuschreiben kann.
In meinem Markt in Findorff hatten wir übrigens die selbe Problematik: In den Pausen der nahegelegenen Schule wurde der Laden auch immer regelrecht überfallen. Nicht mehr übrigens, seit dort ein Hinweis an der Tür hängt. In Form eines Schildes, das nicht pauschal den Zutritt sämtlichen Schülern verwehrt, aber darauf hinweist, dass diese maximal in Zweiergruppen den Laden betreten dürfen.
Keiner ist ausgegrenz, aber die Situation bleibt überschaubar. Das hätte der Markt in Bornheim-Merten besser auch so getan. Dann wäre ihm vermutlich einiger negativer Medienrummel erspart geblieben.
Wednesday, October 14. 2009
Zum Glück nicht bei mir passiert, sondern in einem Supermarkt in Aachen. Hier der Link zum Artikel bei express.de.
Ich muss mal dringend mal wieder " Clerks" angucken.
Tuesday, June 23. 2009
Mitte April machte ich mir Gedanken um "unseren" ehemaligen Kontrolleur der Lebensmittelüberwachung. Erst einige Zeit nach seinem letzten Besuch fiel mir auf, dass er hin und wieder Waren mitgenommen hatte ohne eine Gegenprobe bei mir zu hinterlassen.
Und dann liest man sowas: Die Bremer Staatsanwaltschaft hat Anklage gegen einen Lebensmittelkontrolleur erhoben, der sich in mehreren Fällen bestechen lassen haben soll. [...] Außerdem soll er in zwei Läden Ware gestohlen haben, teilte die Anklagebehörde am Freitag mit. Von Bestechungen weiß ich nichts, aber in meinem Verdacht bezüglich der mitgenommenen "Proben" fühle ich mich sehr bestätigt. Das könnte natürlich auch eine zufällige Parallele sein, aber sowohl das angegebene Alter des Prüfers als auch der fragliche Zeitraum würden passen.
Ich versuche nun doch mal, etwas herauszufinden. Schließlich wäre ich in dieser Sache auch ein Geschädigter.
Monday, June 22. 2009
Vielen Dank an alle besorgte Leser, die mich darauf hingewiesen haben, dass am Freitag Abend in einem Supermarkt hier in Bremen jemand gedroht hat, eine Bombe hochgehen zu lassen. Diese Meldung ist von Samstag: Nach einer Bombendrohung hat die Polizei einen Supermarkt in Bremen geräumt. Wie die Ermittler heute mitteilten, hatte ein Mann gestern Abend gedroht, das Geschäft in die Luft zu sprengen, wenn er nicht 5000 Euro bekäme. In einem Einkaufswagen führte der Unbekannte eine mit Klebeband und Drähten umwickelte Plastikbox mit sich, in der Hand hielt er eine Fernbedienung. Als der 24 Jahre alte Angestellte dem Erpresser kein Geld gab, flüchtete dieser und ließ den vermeintlichen Sprengsatz im Supermarkt zurück. Die Polizei evakuierte das Geschäft. Spezialisten stellten später fest, dass die Bombe nur eine Attrappe war. Das war natürlich nicht bei mir, das hättet ihr nämlich schon deutlich früher erfahren.
Friday, May 22. 2009
Vorhin kam bei uns ein Rückruf rein: Red-Bull-Cola soll umgehend vollständig aus dem Verkauf genommen werden, bis die "rechtliche Situaion" geklärt ist. Keine weiteren Infos dazu.
Ich habe mir nach der Reis-Geschichte angewöhnt, Rückrufe hier nicht mehr zu veröffentlichen. Aber nachdem die Cola jetzt sowieso in aller Munde allen Medien ist, möchte ich an dieser Stelle auch noch einmal darauf hinweisen: In dem Erfrischungsgetränk Red Bull Cola ist Kokain nachgewiesen worden. Das Getränk enthalte die Droge in geringen Spuren und sei damit kein Lebensmittel, sagte ein Sprecher des hessischen Umweltministeriums am Freitag. Die Cola darf deshalb in Hessen nicht mehr verkauft werden. Mehr dazu gibt es hier, hier und hier.
Monday, May 11. 2009
Alkohol-Testkäufe endeten in Bremen mit zum großen Teil erschreckenden Ergebnissen: Einzelhandelsgeschäfte verkaufen zu oft alkoholische Getränke an Jugendliche. Zitat von bremen.de: „Es ist nicht hinzunehmen, dass angesichts der Gefahren für Jugendliche durch Alkohol der Einzelhandel immer noch viel zu oft verantwortungslos beim Verkauf dieser Getränke ist“, erklärte der Senator für Inneres und Sport, Ulrich Mäurer, angesichts dieser Ergebnisse. Er kündigte an, dass künftig weitere Testkäufe durchgeführt würden. „Dies ist offenbar zur Stärkung des Jugendschutzes notwendig und dient der Sensibilisierung aller Beteiligten. Meine Mitarbeiter sind angewiesen, von jedem Kunden, der nicht wie mindestens 30 aussieht oder persönlich bekannt ist, sich den Personalausweis oder Führerschein zeigen zu lassen. Und zwar ausnahmlos.
Was in sämtlichen Artikeln nämlich nicht erwähnt wird, von dem ich aber dennoch Kenntnis habe: Es werden nicht nur Testkäufe durchgeführt, es werden Testkäufe auf eine (meiner Meinung nach) ziemlich miese Tour durchgeführt. Nämlich mit Lockvögeln als Kunden, die zwar nicht nur auf den ersten, sondern auch noch zweiten und dritten Blick, wie Mitte zwanzig aussehen – aber dabei gerade 17 Jahre alt sind.
Friday, May 8. 2009
Es ist geschafft:
Das bedeutet, dass es jetzt sehr wahrscheinlich eine öffentliche Anhörung geben wird.
Hast Du schon mitgemacht? Ja? Perfekt! Nein? Sofort mitmachen! Jetzt und hier!
Saturday, April 25. 2009
An den Kassen haben Deutschlands Discounter klar die Nase vorn. Eine neue Umfrage ergibt: Klassische Lebensmittelläden leisten sich in puncto Schnelligkeit beim Check-out Nachlässigkeiten.
[...]
In klassischen Supermärkten verplempert das Kassenpersonal unnütz Zeit, wie der Vergleich mit den Discountern zeigt. Scannen und Geldannahme schaffen die Billigkonkurrenten fast um ein Drittel schneller. Hier gibt es den vollständigen Artikel vom Handelsblatt.
Ich finde das gar nicht so sehr ungewöhnlich, zumal die Differenz pro Kunde im Durchschnitt tatsächlich nur einige Sekunden beträgt, wie man hier erkennen kann.
In den Discountern gibt es etwa nur 10% des Sortimentes, mit dem ein durchschnittlicher Supermarkt aufwarten kann. Die Verpackungen der Discounter-Eigenmarken sind oftmals speziell darauf ausgelegt, leicht an der Kasse erfassbar zu sein: Strichcodes von oben bis unten und an allen Seiten sorgen dafür, dass die Produkte auf jeden Fall beim ersten Rüberziehen über den Scanner schon erkannt werden. Außerdem ist jeder Artikel mit einem Strichcode versehen und durch das knappe Sortiment ist die Pflege der Artikel in den Kassensystemen deutlich einfacher, so dass die klassische Frage " Riiita, watt kosten die Kondooome?" schonmal viel seltener auftaucht.
Je mehr Artikel man hat, desto größer ist natürlich die Chance, dass auch mal Artikel dabei sind, die vom Hersteller plötzlich mit neuen Artikelnummern versehen worden sind. Schon hat man wieder eine Fehlerquelle und das Problem, dass an der Kasse erst der Preis herausgesucht werden muss.
Gemüse wird bei uns an der Kasse gewogen – ein Vorgang, der technisch bedingt ein kurze Zeit dauert. Viele Discounter haben Gemüse überwiegend Stückweise, so dass die Wiegerei sowieso meistens wegfällt.
Manche Artikel haben gar keine Strichcodes, die müssen dann ausgezeichnet und an der Kasse über den Preis oder eine Artikelnummer erfasst werden. Das alles sind Arbeitsschritte, die natürlich länger dauern, als das bloße scannen der Strichcodes.
Komatöse Kassierer/innen tragen natürlich auch eine entscheidene Rolle dazu bei, dass der reine Kassiervorgang verzögert wird. Aber rein persönlich finde ich es unfair, die Discounter in dem Vergleich als die "großen Sieger" dastehen zu lassen. Der Vorsprung besteht aus wenigen Sekunden, aber dafür hat der klassische Vollsortimenter nunmal das um längen größere (und schwierigere) Sortiment.
Thursday, April 23. 2009
Manche Leute haben echt Nerven... Da haben in Karlsruhe ein paar "Gemüsebauern" im 800 Quadratmeter großen Keller unter einem Supermarkt eine komplette Hanfplantage aufgebaut.
( Link 1, Link 2, Link 3)
(Dank an alle, dir mir die Hinweise geschickt haben)
PS: Nein, dafür suche ich keine Halle.
Friday, October 10. 2008
Red Bull mit Zucker ist schon lange pfandpflichtig. Die als "diätetisches Lebensmittel" ausgewiesene Light-Variante dagegen nicht. Mit dem Irrsinn ist bald Schluss, denn dann werden auch sämtliche Diät-Getränke in "ökologisch unvorteilhafen Einwegverpackungen" pfandpflichtig werden. Gilt natürlich nicht nur für das Getränk, das Flügel verleiht.
So wird der Pfanddschungel wieder etwas lichter...
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