Monday, July 19. 2010
Zu ihrem siebenjährigen Bestehen hat sich die Redaktin der Zeitschrift NEON etwas ganz Besonderes einfallen lassen: Das Heft gibt es im XXL-Format. Nicht die Dicke oder Schriftgröße – nein, die äußeren Abmessungen sind gemeint. Als Händler finde ich das ausgesprochen lästig. Warum, brauche ich wohl nicht weiter auszuführen...
Thursday, May 20. 2010
...stellt man sich eben auf den Gehweg.
Ich kann nicht sagen, wie lange der Wagen tatsächlich schon oder noch so geparkt war. Ein Fahrer war jedenfalls nicht in Sicht. Manche Leute glauben anscheinend echt, dass sie mit ihrem Mercedes-Stern eine eingebaute Vorfahrt oder sonstige besondere Rechte erworben haben. Naja, das Image muss ja gepflegt werden.
(Sagt ein E-Klasse-Fahrer, der sogar einen funktionieren Blinker an seinem Auto hat und diesen regelmößig benutzt.)
Wednesday, September 9. 2009
Wieder einmal hat ein kleiner, alter EDEKA-Markt geschlossen. Das Geschäft war noch im Stil der klassischen "Tante Emma" und hat sich in den letzten Jahren wohl auch immer noch (halbwegs) gut gegen die um ihn herum wachsenden Discounter durchgesetzt. Inzwischen ist der Laden geschlossen.
Wenn's kein seltsamer Zufall ist, hat es der Inhaber wohl mit ein bisschen Humor genommen. Aus den Buchstaben des EDEKA-Schriftzuges hat er EKADE gebasteltet. Es drängt sich mir dabei regelrecht auf, das als ein "EK ADE" zu interpretieren...
Monday, June 29. 2009
Da kommt man etwa um 23 Uhr zur Firma, um noch die Plakate mit den aktuellen Angeboten am Schaufenster zu tauschen – und dann hockt da plötzlich eine uns allen bekannte Katze vor dem Fenster und guckt einem minutenlang zu....
Das Viech ist echt zu süß.
Tuesday, May 26. 2009
Wer übrigens noch einen Karton Picas-Streichhölzer haben und gleichzeitig dem Bremer Tierschutzverein etwas Gutes tun möchte, hat noch eine knappe Stunde hier die Chance, sein Geld loszuwerden.
Dieses mitten in der Nacht aufgenommene Foto von unserem "Fahrradständer" inklusive "Behang" hat mir mein Mitarbeiter Johny zukommen lassen.
Sachen gibt's...
Wednesday, January 28. 2009
In Bayern ermittelt die Staatsanwaltschaft gegen die Verantwortlichen der "Zeitungszeugen". Ihnen wird vorgeworfen, Nazi-Propaganda zu verbreiten und Urheberrechte zu verletzen. Bundesweit werden Exemplare der neuesten Ausgabe beschlagnahmt. Schreibt die ZEIT.
Bei mir steht die aktuelle Ausgabe noch im Zeitungsregal. Als wir die Hefte der ersten Ausgabe ins Regal stellten, war die Verwunderung schon groß. Was ist das? Dürfen wir das überhaupt verkaufen? Wollen wir das verkaufen? Auf der Rückseite der "Zeitungszeugen" wird die Erklärung gleich mitgeliefert: Dier Herausgabe von Zeitungen und Originaldokumenten aus der Zeit des Nationalsozialismus soll zum Verständnis dieser kritischen Periode deutscher Geschichte beitragen. Der Herausgeber distanziert sich ausdrücklich von den Inhalten der hier abgedruckten nationalsozialistischen Zeitungen und Dokumente. Während wir gerade noch überlegten, ob wir die Zeitungen überhaupt noch anbieten sollten, zumal der aktuellen Ausgabe auch noch ein Propaganda-Plakat "wählt Hitler" beiliegt, und schließlich eben die Hefte aus eigenem Ermessen komplett aus dem Verkauf genommen haben, trudelte hier ein Fax von unserer Großhandlung ein. Der Inhalt war die ausdrückliche Aufforderung, sämtliche Hefte aus dem Verkauf zu nehmen und für Dritte unzugänglich zu lagern.
Monday, October 27. 2008
Kurioses Erlebnis auf dem (Fuß-)Weg zum Laden. Ein oranger Kleintransporter mit Pritsche als Ladefläche fuhr durch sämtliche Nebenstraßen. Immer wieder betätigte der Fahrer lautstark die an der Fahrertür befestigte Glocke und brüllte anschließend aus dem Fenster. Aber er rief nicht "EIS!!! LECKERES EIS!!! EIS MIT SAHNE!!!" – Nein, er rief "Aaaaaaaaaalteeeeeeeeeeeeiiiiiiiiiseeeeeeeeeen!!!" und immer wieder, sobald er 50 bis 100 Meter gefahren war: "Aaaaaaaaaalteeeeeeeeeeeeiiiiiiiiiseeeeeeeeeen!!!" Er war also von der Altmetallabfuhr. Aber was erhoffte er sich von dem Gerufe?!? Er fuhr zwar sehr langsam, aber er hielt nicht an und ich glaube, wenn einer tatsächlich sogar seine Rufe gehört hat, ans Fenster lief, um nachzusehen, wer da ruft, den Wagen als Altmetallabfuhr erkennt, in den Keller geht, um zu entsorgendes Altmetall zu holen und dann auf die Straße läuft – war das Auto längst weg.
Komische Aktion.
Monday, August 25. 2008
In der letzten Ausgabe der Zeitschrift "Bravo Girl!" ist mir eben beim Aufräumen des Zeitungsregals auf der Titelseite der Hinweis auf einen Artikel aufgefallen: "Traust du dich? Die witzigsten Mutproben der Welt" hat meine Neugierde ergriffen und so musste ich das Heft aufschlagen.
Über den Anruf im Sexshop und die Nachfrage nach Vibratoren in verschiedenen Farben können wohl nur prepubertäre Mädchen lachen, aber Mutprobe Nr. 7 war der eigentliche Grund für diesen Blogeintrag: " Rufe im Supermarkt an der Fleischtheke dreimal ganz laut: Fleischfresser sind Mörder!"
Mir tun die Mitarbeiterinnen dort jetzt schon Leid.
Monday, August 11. 2008
Ich habe hier schon seit Ewigkeiten einen "skandalösen Bericht" aus einer Klatschzeitschrift liegen, über den ich schon immer mal etwas schreiben wollte.
"Beim Einkauf ist der Verbraucher oft der Dumme!" lautet die Schlagzeile und dann folgt eine Auflistung der unterschiedlichsten Begebenheiten, die man schonmal irgendwo aufgeschnappt hat: Fauliges Fleisch wurde im Supermarkt nur umetikettiert, Zigarettenkippen in der Bierflasche, Heftpflaster im Gurkenglas, tote Mäuse im Toastbrot, Surimi statt Fischfilet, Formfleisch statt Kochschinken, Fruchtaroma aus Sägespänen und verweste Fleischabfälle in der Wurst.
Liebe Schreiberlinge in der xxx-Redaktion: Unappetitliche Fremdkörper, die nunmal immer wieder mal irgendwo auftauchen können, Skandale, die profitgierige Lebensmittelhersteller bewusst ausgelöst haben und die üblichen, wenngleich oft ungewöhnlich wirkenden Verfahren der modernen Massenproduktion in einen Kessel zu werfen, kurz unter ständigem RÜhren aufzukochen und dann unter dem Titel, dass der Verbraucher "oft der Dumme" ist, zu servieren, ist meiner Meinung nach reine Panikmache und hat zum Glück nicht allzuviel mit dem Alltag im Lebensmittelhandel zu tun.
Tuesday, July 1. 2008
Ich saß gerade im Büro und habe die Tagespost sortiert, als es plötzlich dunkel wurde. Fax, Deckenbeleuchtung, zwei PCs, die beiden Videorekorder, Radio und was sonst noch Licht und Geräusche absondert, verdunkelte sich und erstummte schlagartig.
Ich schnappte mir meine Taschenlampe, die ich zum Glück immer im Büro in greifbarer Nähe liegen habe und ging in den Laden. Auch dort war alles dunkel. Während die Kollegen alle Kunden evakuierten, erkundige ich mich in der Nachbarschaft nach der dortigen Situation. Aber auch dort war alles dunkel. Wir hatten also einen Stromausfall im Stadtteil und ich war gespannt, wie lange es wohl diesmal dauern würde, bis wir weiterarbeiten können.
Während wir noch mit einer Kundin an der Tür scherzten, war der Strom aber auch schon wieder da.
Tuesday, May 13. 2008
Gerade eben durch das Taxi-Blog erfahren, dass die BILD in der vergangenen Woche teurer geworden ist. War mir gar nicht aufgefallen...
Aber mal eben 10 Cent drauf, was einer Erhöhung um 20% entspricht! Als ich hier vor ziemlich genau acht Jahren angefangen haben, kostete die BILD noch 60 Pfennig. So viel zu den immer wieder in der BILD genannten "Preistreibern"...
Erstaunlicher ist, dass sich wieder einmal kein Kunde über die Preiserhöhung beschwert hat. Aber wehe, wir erhöhen einen Artikel nach sechs Jahren Euro von (ehemals 1:1-umgerechneten) 1,53€ auf 1,59€.
Thursday, February 21. 2008
Heute in der BILD Bremen.
Ohne Worte...
Monday, January 28. 2008
...und während wir in der Schlange vor einem der Grünkohlzelte standen, sprach mich eine nette Frau im Vorbeigehen an: " Oh, da ist ja der Shopblogger."
Ich geh' nur noch getarnt aus dem Haus.
Thursday, January 3. 2008
Lieber Zeitschriftengroßhandel. Ich finde es ja sehr nett, dass ich die Hefte nun in praktischen Einzelblättern bekomme. Lassen sich ja auch viel einfacher im Regal verstauen, als die dicken Magazine. Aber für den Kunden ist es wirklich angenehmer, wenn die Seiten irgendwie zusammenhängen.
Tipp vom Zeitungshändler an die Druckerei: Nächstes Mal nicht ganz so knapp die Ränder beschneiden.
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