Friday, April 9. 2010
Und noch mehr Ware: Hier räumt ein Mitarbeiter der Firma Wenco "seine" Regalmeter mit Haushaltsartikeln und Schreibwaren ein.
Auch wenn diese Arbeit(en) von den Mitarbeitern der Lieferanten durchgeführt werden: Nicht zu unterschätzen ist die Arbeit, die trotzdem dahinter steckt. Die Firmen wissen nicht von alleine, dass ein Laden eröffnet wird und dass sie Ware liefern können.
Vorher muss man sich Gedanken machen: Welche Artikel möchte man anbieten, welche Lieferanten sind zu kontaktieren? Wir haben zwar von SPAR den Löwenanteil der Ware erhalten, aber dennoch gab es rund über zwanzig andere Lieferanten, von denen hier Ware im Laden stehen sollte. Erstkontakt, Vertreterbesuch, Sortimentsplanung. Gut, der Rest ging dann "von alleine", aber auch die Vorbereitungen kosteten Zeit und Nerven.
Endlich tut sich was: Die Leuchtwerbung über dem Laden wird installiert. Dazu braucht es nicht viele Worte, aber das war einer der Momente, die einen als (zukünftigen) Ladenbetreiber durchaus mit Stolz erfüllen. Berechtigt, finde ich.
Auf dem Bild nicht zu sehen, aber fällt mir gerade ein...
Ich habe nie weiter darüber nachgedacht, aber verstehe es bis heute nicht: Warum geht der Balken nicht ganz bis an den linken Rand, sondern endet etwa am linken Rand der linken Fensterreihe? Sehr seltsam.
Thursday, April 8. 2010
Langsam füllt sicher der Laden mit Ware. Hier steht unsere Cola-Lieferung. In zwei Reihen hintereinander waren sämtliche Kisten entlang der großen Tiefkühltruhe aufgereiht.
Während ich diese Zeilen schreibe, überlege ich gerade, warum die Kisten nicht auf Paletten stehen. Ach, ja: In den ersten Jahren haben wir unsere Ware von Coca Cola nicht auf Paletten bekommen. Die Kisten standen lose auf dem LKW (intern Tieflade genannt) und wurden von den Fahrern händisch abgeladen und mittels Sackkarre in die Läden gefahren. Ein Knochenjob.
Die erste Ware von Gubor wurde geliefert. (Wie es dann sieben Jahre später endete, konntet ihr an dieser Stelle schon erfahren...)
Damals hatten wir noch ein einfaches Stirnregal mit normalen Regalböden, später haben wir einen richtigen Holzschrank mit Sockel im unteren Bereich bekommen. Zumindest ptisch waren die Produkte nicht schlecht gelungen:
Und noch ein Holzschrank: Unser erstes Gewürzregal. Nagelneu und gerade frisch angeliefert präsentierten sich in diesem Regal in den ersten zwei Jahren unsere Ubena-Gewürze. Nach zwei Jahren haben wir das eine große Regal gegen zwei etwas kleinere ausgetauscht, die es dann doch relativ lange hier im Laden ausgehalten haben. Letztes Jahr, Blogleser wissen wieder mehr, folgten dann die beiden Schränke des ganz neuen Konzepts. Die Marke Ubena ist mittlerweile verschwunden und hier gibt es nur noch Ostmann und Wagner Bio.
Wir nähern uns einem fertigen Supermarkt und dementsprechend gibt es täglich mehr fertig bestückte Regale zu sehen. Hier zum Beispiel das Regal mit Tee, Kaffee und Kakao.
Die weiße Reihe ganz unten beim Kaffee sind Kaffeepakete unserer alten SPAR-Eigenmarke "Die Sparsamen". Schlicht weiß und als einzige Handelsmarke mit Klartext-Aufdruck, von wem sie hergestellt wurden. (Jetzt nagelt mich aber nicht fest, woher der Kaffee kam.)
Gut erkennt man auch noch die alten Jacob's-Pakete mit dem weißen Bogen im oberen Bereich der Packung. Ansonsten hat sich in dem Regal bis heute nicht viel verändert. Gut, davon mal abgesehen, dass da inzwischen eine Vitrine für die Gläser mit Instantkaffee steht.
Auf den Bildern sehen die Gänge teilweise sehr dunkel aus. Denkt bitte daran, dass wir hier nicht ständig Festbeleuchtung während der Umbauphase laufen hatten.
Exakt dieses Regal gibt es heute nicht mehr, aber die Platzierung ist fast genauso geblieben. Links der Zucker, rechts daneben Süßstoffe und Reformprodukte und rechts dann Mehl und Backmischungen.
Und noch ein Regal, in dem sich in den letzten Jahren die Platzierung kaum verändert hat. Natürlich ändert sich zwischdurch das Sortiment. Artikel werden aus- und eingelistet und dadurch sind geringfügige Anpassungen notwendig – aber ganz grob lässt sich sagen, dass sich an der Anordnung der Produkte in Regal kaum etwas bis heute geändert hat.
Kann ja sein, dass in einigen Geschäften oder Ketten gezielt umplatziert wird, damit Kunden neu suchen müssen und dabei über neue Produkte stoßen. Ich halte von der Vorgehensweise gar nichts und langjährige Stammkunden werden das auch bestätigen können.
Wednesday, April 7. 2010
Inzwischen folgen auch scheinbar unwichtige Deteils. Zum Beispiel das "Herzlich willkommen"-Schild, das auch heute noch an dieser Stelle hängt und schon etliche Male hier im Blog zu bewundern war.
Auch schon etliche Blogeinträge hat das Holzdach über dem Regal mit den Länderspezialitäten rechts im Bild bekommen. Vor allem, als die komplette Konstruktion vor ein paar Jahren einen halben Meter nach rechts, also in Richtung Eingang, gewandert ist.
Die Rückseite des Schildes ist mit einem einfachen Spruch versehen, damit es nicht nur weiß ist. Die wenigsten Kunden bekommen diese Seite zu sehen. Wer im Laden in Richtung Eingang läuft, guckt entweder zu den Einkaufswagen oder -körben oder sucht etwas im Spezialitätenregal.
So klein und doch so hilfreich: Dies hier ist der kleine rollbare Tisch, auf dem sich unsere dritte Kasse, die sogenannte "Notkasse" befindet. Ursprünglich dazu gedacht, nur in Notfällen und zu Spitzenlasten (zum Beispiel vor Feiertagen) in den Laden gefahren und verwendet zu werden, steht der Tisch inzwischen im Grunde ununterbrochen an seiner Stelle im vorderen Bereich des Ladens.
Hier noch ein Beispiel, wie eine Platzierung erstellt wird. Hier ist das Spirituosenregal in Arbeit. Die Böden lassen sich bei diesem Sortiment, genau wie bei Sekt und Wein, relativ simpel einhängen. Da braucht man sich eigentlich nur noch Gedanken zu machen, wie man die einzelnen Sorten unterbringt:
Kreäuterliköre, Ouzo, Wodka, Korn, Klarer, Whiskey, Weinbrand, fruchtige Spirituosen und die vielen Spezialitäten, die es so gibt, werden zunächst nur jeweils mit einer Flasche ins Regal gestellt, damit man schnell noch schieben und anpassen kann.
Hat man die optimale Platzierung gefunden, werden die restlichen Flaschen iin das Regal gestapelt. Fehlt nur noch die Preisauszeichnung und fertig ist ein weiterer Teil des neuen Supermarktes:
Tuesday, April 6. 2010
Hier eine kleine Bilderstrecke über die Platzierung eines der Regale in der Getränkeabteilung.
Die Ware wird angeliefert...
....und die ersten Artikel werden platziert.
Langsam fügen sich die Puzzleteile zusammen...
...bis alles so steht, wie man sich es wüscht.
Oh, da sehe ich ja noch die blauen "Quench"-Tütchen. Gibt es das Getränkepulver überhaupt noch?!?
Das hier ist der "Nebenraum" des Backshops, der hier die ersten zwei Jahre beheimatet war. Diese Trockenbaukonstruktion wurde von "meinen" Handwerkern aufgebaut und gehörte nicht der Bäckerei. Während der vier Quadratmeter kleine Raum schon mitten um Umbau entstand, ließ die Bäckerei mit ihrer Einrichtung recht lange auf sich warten. Dazu später mehr.
Endlich wurde auch die Tiefkühlware geliefert und konnte, bzw. musste ja sogar, sofort verräumt werden. Dennoch war es gut, dass ich hier ein recht großes Kühlhaus habe, denn die Bestellung für eine Erstbestückung war im ganzen Laden nicht leicht – aber die kühlpflichtige Ware ließ sich nunmal nicht irgendwo auf einer Europalette als Zweiplatzierung aufbauen.
Na, den Anblick haben wir hier immer noch häufig genug. Mit dem Unterschied, dass die Autos auf diesem Foto durchgängig unseren Leuten, bzw. Handwerkern gehörten – und nicht den Moscheebesuchern.
Monday, April 5. 2010
Gesamtchaos. Die vielen Handwerker, Helfer und Vertreter arbeiten an vielen Baustellen gleichzeitig. Kundenführungen und Gemüseabteilung aufbauen, Dekoration installieren, Regale bestücke, Ware platzieren. Langsam aber sicher wird es ein Supermarkt:
Das Gala-Regal. Das Ding stand hier schon im Laden, als wir eingezogen sind und wurde von uns spontan weiterverwendet. Sieht aber gar nicht so schlecht aus, wie man nach meinen letzten beiden Sätzen meinen könnte.
Auch eine Art Nahrungspyramide. Sämtliche Ware stand bei der Anlieferung teilweise auf etliche Rollcontainer verteilt. Bevor wir also eine vernünftige Platzierung machen konnten, mussten erstmal alle Artikel zusammengetragen werden.
Was für ein Anblick im Lager: Alles steht mit leeren Rollbehältern voll. Zehn Jahre später dominieren immer noch leere Behälter diesen Raum. Allerdings in Flaschenform...
Dieser Anblick ließ sich auf dem Foto eigentlich gar nicht richtig festhalten: Unser damaliger Einzelhandelsberater der SPAR hockte bis spät abends alleine zwischen einem riesigen Berg leerer Kartons und zeichte total motiviert erschöpft die Artikel einzeln aus und stellte sie ins Regal. Danke, Paul.
Tzja – und kaum waren die Rollbehälter wieder aus dem Lager verschwunden, kam die nächste Warenlieferung. Hier steht unsere Erstlieferung an Getränken, insgesamt knapp 30 Europaletten voll mit Bier, Mineralwasser und Limonade...
Saturday, April 3. 2010
Inzwischen haben wir die beiden von Langnese gesponsorten Eistruhen bekommen, die an den beiden Stirnseiten der riesigen, zentral gelegenen Tiefkühltruhe stehen. Noch ist alles leer, aber schon in den nächsten Tagen wird sich das ändern.
Belangloses wie spannendes Detail: Unser erster Pappballen ist fertig. Anfangs haben wir noch voller begeisterung jeden Papierfetzen dort hineingeworfen, um den Ballen wachsen zu sehen. Spätestens mit dem Verräumen der erste Ware wurde das Ausleeren der Presse zur alltäglichen Routine.
Mein erstes Faxgerät: Irgendein Tinten-Normalpapiergerät von HP. Habe ich mittlerweile vor ein paar Jahren gegen ein Laserfax ausgetauscht, aber ich weiß nicht mehr, warum. Ich glaube, wir haben das Ding dauert auch als Kopierer benutzt und auf Dauer wurden mir schlicht und einfach die Tintenpatronen zu teuer.
Die folgenden Bilder sprechen wohl für sich. Während die Regale bestück wurden, hat sich niemand mehr die Mühe gemacht, die Pappe zu entsorgen. Wichtig war, dass die Ware platziert wird und so flogen sämtliche Kartons erstmal einfach auf den Boden.
Fertiggerichte und Nährmittel:
Blick nach hinten in die zukünftige Getränkeabteilung. Rechts im Bild sieht man schon das teilweise eingeräumte Waschmittelregal.
Blick durch einen der beiden Hauptgänge direkt in Richtung Kasse. Es lag wirklich alles mit Pappe voll, die das Packteam der SPAR in den Gängen verteilt hat. Abends kamen wir dann und haben den Kram weggeräumt. Tagsüber war dazu einfach keine Ruhe...
Friday, April 2. 2010
Inzwischen sind die Arbeiten so weit fortgeschritten, dass hier endlich die Ansätze eines Lebensmittelladens erkennbar sind: Die ersten Regale füllen sich mit Waren.
Hier hat uns die jahrelange Berufserfahrung vor der Selbstständigkeit geholfen: Noch bevor wir die Ware bekamen, hatten wir im Grunde sämtliche Regalböden schon so eingebaut, wie sie später hängen sollten. Ziemlich genau hatten wir im Kopf, welche Produkte wo stehen sollen und auch, wieviel Platz sie benötigen würden.
Auf diese Weise konnten wir im Vorfeld schon über 90 Prozent der Fachböden einhängen, so dass das eigentliche Einräumen der Regale angenehm zügig vonstatten gehen konnte.
So eine riesige Auswahl Dosenbier (und auf dem Foto fehlen ja noch etliche Artikel) gab es damals. Heute, im Einwegpfandzeitalter, sind die hierzulande erhältlichen Sorten (zumindest gefühlt) deutlich weniger geworden...
Links im Bild unser erstes H-Milch-Regal. Das ist dann im Laufe der Jahre mehrmals gewandet. Das einzige Sortiment hier im Laden, dass so oft und so weit "umgezogen" ist.
Nachdem die Renovierungsarbeiten nun größtenteils abgeschlossen sind, wird immer mehr Material angeliefert. Hier sind die beiden Eistruhen, die wir von Langnese gestellt bekommen haben. Die Linde-Truhe mit den Glaswänden haben wir heute noch im Einsatz.
Full House, oder in diesem Fall: Full Lot. Kältemonteure, SPAR-Mitarbeiter, Vertreter, diverse Handwerker und wir selber haben unsere Autos dort abgestellt. Den Anblick habe ich hier in der Form immer noch mindestens einmal pro Woche.
Im ursprünglichen Konzept hatten wir hier die Filiale einer Bäckerei mit im Markt. Der Backshop musste komplett neu gebaut werden, angefangen bei den Leitungen für Wasser und Abwasser. Hier sieht man die Leitungen schon und später werden daran zwei Waschbecken und der Backofen hängen.
Thursday, April 1. 2010
Aufmerksame Blogleser haben sie inzwischen schon häufiger gesehen: Meine Pappmaché-Kuh, im ersten Augenblick schon liebevoll Berta getauft. Warum sie ein weißes und ein schwarzes Horn hat, habe ich nie herausgefunden. Und ich habe auch nie daran etwas geändert. Berta ist eben so. Basta.
Wenn man einen leeren Laden zum erten Mal mit Ware auffüllt, unterscheidet sich das vom routinierten Nachfüllen deutlich. Die Platzierungen existierten noch gar nicht, darum mussten wir uns erstmal einen Überblick verschaffen, was alles geliefert worden war und dann die Artikel irgendwie in den Regalen unterbringen.
Um sich irgendwie einen Überblick verschaffen zu können, haben wir zunächst sämtliche Ware thematisch sortiert vor die Regale gestellt. So wie auf diesem Bild sah es im Grunde im ganzen Laden aus:
Sie gehören dazu, aber eigentlich möchte ich den Anblick lieber vergessen: Auszeichner. Gut, wir haben heute immer noch welche im Einsatz. Vor allem, um Artikel mit Sonderpreisen zu versehen.
Die Zeiten, dass wir jeden Artikel im Laden mit einem Preisetikett versehen mussten, sind zum Glück längst vorbei. Diesen Krampf habe ich mir hier ein halbes Jahr angetan, dann habe ich aufgerüstet und das Warenwirtschaftssystem mit Scannerkassen angeschafft.
Unter den Auszeichnern sieht man übrigens die große energiefressende Tiefkühltruhe, die inzwischen auch schon nicht mehr existiert.
Und wieder eine große Lieferung: Im 7,5-Tonner der Tischlerei stapeln sich viele Holzteile mit hellgrauer Beschichtung.
Wenige Stunden später formten sich daraus die beiden Unterbauten für die Gemüseabteilung. Von der Idee war das damals toll, gerade auch das "Dach" zwischen den beiden Stützen finde ich nicht schlecht.
Leider hat das "Dach" auch einen gewaltigen Nachteil gehabt. Davon abgesehen, dass die Gesamtfläche zur Obst- und Gemüsepräsentation einfach nicht ausreichend war, sind die Kunden am Gemüse schlicht und einfach vorbeigelaufen, weil sie nur eine Seite gesehen haben. Die Rückseite vom Dach und das einseitige Teil dahinter, wurde häufig übersehen – wenn man nicht gerade mindestens 1,75m groß war.
Im Jahre 2004 verschwand diese Konstruktion und wurde gegen das bekannte "U" ausgetausch, das wiederum bei meinem diesjährigen Umbau ebenfalls wieder abgebrochen werden wird.
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