Tuesday, September 4. 2007
...nur wundern.
Eine junge Frau hat meine Kassiererin eben an der Kasse geradezu angebrüllt: Wir wären ein Scheißladen und wir wären alle unfreundlich und dass sie bei uns nie Thunfischpizza bekommen würde und noch einiges mehr. So schlecht kann mein Laden gar nicht sein - immerhin laufen hier täglich rund 1500 Kunden durch...
Aber die Geschichte geht ja noch weiter: Beim Rausgehen rief sie meiner Mitarbeiterin noch mit Häme in der Stimme zu, dass diese nun die Tiefkühltruhe wieder aufräumen dürfe.
Ich wünsche ihr ganz viel Delfin in ihre nächste Thunfischpizza.
Tuesday, August 14. 2007
Randnotiz: Sie war nach langer Zeit mal wieder auffällig.
Unser Eigenmarken-Speiseeis wurde bislang in einer länglichen, rechteckigen Packung ausgeliefert. Nun bekommen wir es in immer noch eckigen, allerdings quadratischen Verpackungen. Inhaltlich hat sich nichts geändert und wenn irgendeiner wenig Einfluss auf das Design einer Verkaufsverpackung hat, dann ein einzelner Einzelhändler.
Dennoch soll ich mich nun dafür einsetzen, dass das Eis wieder in die längliche Packung abgefüllt wird, da sie es ansonsten nicht mehr kaufen würde.
Ich denke, die gute Frau wird mit der Enttäuschung leben müssen...
Friday, June 22. 2007
Erinnert ihr euch noch an mein neues Plakat, mit dem ich auf meine neuen Öffnungszeiten hinweise? Besonders zu beachten ist der Satz: [...] und wenn Sie um 3 Uhr morgens einen Erdbeerjogurt benötigen - Sie sind herzlich willkommen. Glaubt ihr mir, wenn ich hier schreibe, dass gestern Abend einige Leute Erdbeerjogurt gekauft und sich unbedingt den Bon dazu geben lassen haben?!?
Thursday, June 7. 2007
Der letzte Beitrag über eine gewisse Kundin ist zwar schon etwas länger her, aber SIE ist gerade mal wieder auffällig geworden.
Diesmal traf es eine relativ neue Kollegin, die mir gerade von dem Dialog Monolog berichtete:
Kundin: Das finde ich nicht gut...
Kollegin: Was denn?
Die Illuminaten verfolgen mich!
Äh..?
Ich habe ein Buch über den Mars gelesen. Aus dem 17. Jahrhundert.
Ja?
Ich meine, sie hätten ja fragen können, aber sie haben mir dabei über die Schulter gesehen.
Aha.
Danke, dass Sie mir zugehört haben.
Und ich hatte schon befürchtet, dass sie, die hier ja nach wie vor regelmäßig einkaufen kommt, wieder vollkommen harmlos geworden wäre...
Thursday, March 22. 2007
Während ich eben im Laden am packen war, stand eine Kundin mit ihrem Einkaufswagen in meiner unmittelbaren Nähe.
Plötzlich sprach die Frau etwas und ich drehte mich zu ihr, da ich davon ausging, dass sie eine Frage an mich hatte. Sie meinte mich aber offenbar gar nicht, sondern blickte weiter konzentriert in das Regal, vor dem sie stand.
Da fiel mir erst auf, dass sie die ganze Zeit mit Gott mit dem Rest der Welt mit sich selber sprach. Nicht nur gedankenverlorenes Murmeln, sondern klare, artikulierte Sätze. Sehr verwirrend, sowas...
Fast so schlimm, wie die Leute, die einen plötzlich mit "Hallo!" ansprechen, einen dann aber völlig ignorieren, weil sie nur ihren Anrufer meinten, den sie über ihr Headset hören...
Wednesday, February 7. 2007
Es ist mir eigentlich völlig egal, ob dem Mann mit den starken Ausdünstungen, der vor einigen Tagen einen Kollegen als "Arschloch" und heute eine Mitarbeiterin von mir als "Schlampe" bezeichnet hat, nur ein paar Tassen im Schrank fehlen, oder ob er tatsächlich unter irgendeiner definierbaren Krankheit leidet.
Es stört mittlerweile gewaltig.
Wednesday, December 20. 2006
Thursday, December 7. 2006
Vorgeschichte:
Sie kauft schon lange bei uns ein. Ich kann mich nicht daran erinnern, wann sie mir zum ersten Mal hier im Laden begegnet ist, aber sie ist seit dem eine mehr oder weniger regelmäßige Kundin von mir. Unter anderem hat sie bei ihren Besuchen hier im Markt immer die billigen Toastwaffeln unserer Eigenmarke gekauft.
Eines Tages waren die Waffeln komplett ausverkauft und da fiel sie uns zum ersten Mal richtig auf. Sie stand vor dem leeren Regal unterstellte uns, dass wir sie verhungern lassen wollten. An weitere Details kann ich mich nicht erinnern, da dies schon mindestens zwei Jahre her ist und damals nicht weiter von Bedeutung war.
Was vorhin geschah:
Sie war wieder da.
Sie stand an der Kasse und bezahlte gerade einen Tee aus Fairem Handel, als ich sie darauf ansprach, ob ihr eigentlich schon einmal aufgefallen sei, das ihre geliebten Waffeln jetzt immer da sein würden.
Ich kaufe keine Waffeln mehr. Gar nicht mehr.
Nicht?
Nein. Ich nehme die gar nicht mehr.
Warum das denn? Haben sie eine Weizenallergie? Glutenunverträglichkeit? Darunter leiden ja sehr viele Menschen.
Nein. Mit dem Nah-Ost-Krieg will ich nichts zu tun haben.
[?!?]
Was dort passiert, das geht ja gar nicht.
Was? Nah-Ost-Krieg? Ich meinte die Waffe-L-n! Die Toastwaffeln mit Puderzucker. Keine Waffen.
Das habe ich schon verstanden, dass Sie von Waffeln reden. Aber Waffeln und Waffen, das klingt so ähnlich. Mit dem Nah-Ost-Krieg will ich nichts zu tun haben. Gar nichts! Und bei den Waffeln, da kommen bei mir Assoziationen zu Waffen und zum Nah-Ost-Krieg. Nein, das geht gar nicht.
Sie war wieder da.
Sobald der Lachkrampf weg ist, versuch ich's mal mit einem entsprechenden Blogeintrag dazu.
Saturday, November 25. 2006
Dies ist jetzt der siebte Eintrag mit ihr.
Eine Kundin (Erfahrene Blogleser kennen "Sie"!) und ein weiterer Kunde gingen zur Kasse. Er stellte seine Waren am äußersten Ende auf das Förderband und ging bis zur Kassiererin weiter, die Frau hingegen deponierte Ihre Artikel unbeabsichtigt vor denen des anderen Kunden und stellte sich dann hinter dem Mann an. Die Reihenfolge der Ware paßte also nicht zur Reihenfolge der Kunden.
Meine Kassiererin zog die Artikel der Kundin über den Scanner und wollte dann, da er ja der erste in der Reihe war, das Geld von dem Kunden kassieren. Was sich in den folgenden Sekunden abgespielt hat, weiß ich leider nicht, sie dürften aber höchst dramatisch gewesen sein...
Plötzlich stand diese Kundin an der Lagertür und diskutierte mit einem meiner Mitarbeiter. Sie erklärte, dass "sie keine geimsame Kasse" hätten und ...äh... dass sie keine gemeinsame Kasse hätten. Etwas irritiert und um die Situation zu klären, ging ich mit ihr an die Kasse.
Dort standen einige Kunden in der Schlange, der erste Kunde und meine Kassiererin sahen mich erwartungsvoll an. Die Kundin erklärte wieder, dass sie mit dem Herren keine gemeinsame Kasse hätte, dies aber meine neue Kassiererin nicht wissen könne. Meine Mitarbeiterin ist tatsächlich noch relativ neu hier, allerdings hatte sie ausschließlich die Artikel der Kundin verbucht und wollte von ihr auch nur das Geld für diese Artikel haben.
Die restlichen Kunden verdrehten mittlerweile die Augen, aber die Kundin weigerte sich, "die Waren von dem Herren mitzubezahlen". Ich versuchte ihr zu erklären, dass wirklich nur ihr eigener Einkauf eingebucht wurde und dass sie von dem anderen Kunden nichts mitbezahlen müsse. Sie stand da, hielt den Betrieb auf und versicherte uns, dass sie mit dem Kunden keine gemeinsame Kasse hätte.
Nun reichte es mir und im Interesse der Nerven der wartenden Kunden sagte ich ihr in mittlerweile einem recht ernsten Tonfall: Wenn Sie diese Waren haben wollen, bezahlen Sie die JETZT oder lassen sie es einfach ganz sein!
Sie warf mit aller Kraft die paar Teile, die sie mittlerweile die ganze Zeit auf dem Arm hielt, demonstrativ in einen unserer Einkaufskörbe und verließ fluchend den Laden.
Zurück blieben ein paar herzlich lachende Kunden...
SIE war wieder da.
(Ja, sie sie, sie, sie, sie und sie ist gemeint...)
Später mehr. Ich habe gerade etwas wenig Zeit.
Friday, August 18. 2006
Eine Kundin stand an der Leergutannahme. In der einen Hand hielt sie eine Flasche, in der anderen eine deutlich gefüllte Plastiktüte. Es gibt genug Kunden, die ihr Leergut in mehreren Behältnissen transportieren und dabei mitunter auch einige Flaschen in der Hand halten. Da sich in der Tüte auch durchaus leere Flaschen hätten befinden können, fragte ich wie üblich: "Haben Sie nur die eine Flasche?"
Sie sah mir direkt in die Augen: " Ich bin nicht krank..!"
Ja, nee... Is' klar.
Nachtrag:
Sie hatte übrigens eine leere Mineralwasserflasche dabei.
Tuesday, July 4. 2006
Eine Kundin rief an und erkundigte sich danach, ob wir ein bestimmtes Olivenöl führen würden. Das Öl kenne ich und es ist nicht mit einer anderen Marke zu verwechseln.
Nachdem sie den Namen des Öls genannte hatte, sagte ich der Kundin, dass ich versuchen werde, es zu bestellen und es zum Wochenende da sein müßte.
Sie hatte wohl Bedenken, dass ich etwas falsches bestellen würde und ergänzte: Das Öl ist kaltgepreßt und aus erster Pressung.
Ja, genau. Ich versuche mal, ob ich es bekommen kann.
Sie hatte wohl Bedenken, dass ich etwas falsches bestellen würde und ergänzte: In einer grünen Flasche mit Henkel.
Ja, genau. Ich versuche mal, ob ich es bekommen kann.
Sie hatte wohl Bedenken, dass ich etwas falsches bestellen würde und ergänzte: Mit einem halben Liter Inhalt.
Ja, genau. Ich versuche mal, ob ich es bekommen kann.
Sie hatte wohl Bedenken, dass ich etwas falsches bestellen würde und nannte mir den Hersteller in Italien.
Ja, genau. Ich versuche mal, ob ich es bekommen kann.
Sie hatte wohl Bedenken, dass ich etwas falsches bestellen würde und ergänzte noch den Namen und die Adresse des Importeurs.
Ja, genau. Ich versuche mal, ob ich es bekommen kann.
Ich glaube, sie hatte sogar recht große Bedenken, dass ich etwas falsches bestellen würde...
Saturday, June 3. 2006
Nach einer leider ziemlich blogeintragarmen Woche möchte ich hier noch einen Kommentar auf den letzten Eintrag veröffentlichen. Es lesen ja nicht alle die Kommentare und darum wäre es zu schade, wenn dieser, geschrieben von Torsten Karwoth, einfach in Vergessenheit geraten würde:
Aus dem Tagebuch einer verwirrten Frau:
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Captains log, 28. September 2005:
Liebes Tagebuch. Heute war ich wieder einkaufen. Nun ist mir allerdings etwas komisches aufgefallen: Man kann dort auch Getränke kaufen, die 37% Alkohol enthalten. Ich habe dem Geschlechtsführer sofort mitgeteilt, dass ich dieses mißbillige. In diesen Laden gehe ich nicht mehr. Ich fühle mich so enttäuscht...
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6. Oktober 2005:
Meine Vorräte von letzter Woche gingen zu Ende. Schweren Herzens ging ich daher heute wieder einkaufen. Es hätte ein harmonischer Einkauf werden können, aber leider liefen da heute so merkwürdige Leute rum. Ein Mann hat eine Frau unsittlich berührt und ich bin resolut dazwischen gegangen - das muß doch nicht sein daß die vor meiner Nase Sex haben!? Der Mann wollte mich noch verwünschen, aber ich habe nicht zugehört.
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8. Oktober 2005:
Vorgestern hatte ich vergessen zu kontrollieren, ob es in diesem komischen Laden immernoch Alkohol gibt... Das wollte ich heute nachholen. Die 37%igen Flaschen gibt es immernoch! Ich beschließe, den Staatsschutz anzurufen und will eine Telefonkarte erwerben. Allerdings wollen die mir eine offensichtlich leere Karte andrehen um dieses zu verhindern. Diese leere Karte sollte 5 Euro kosten. Ich habe abgelehnt. Während des Heimweges gehen mir diese Zahlen nicht aus dem Kopf. 37... 5... immer wieder 37...5... 37 + 5 ... 42! Ich habe Angst!
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15. Oktober 2005:
Ich mußte wieder was einkaufen. Heute ging fast alles glatt, aber dann als ich an der Kasse stand... Ein Mann war ganz dicht hinter mir. Wollte er mit mir etwa das gleiche machen wie das was ich vor 9 Tagen hier erlebt hatte? Das ist ein Sündenpfuhl, kein Laden!
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9. Dezember 2005:
Habe heute eine komische Frau mit Pferdeschwanz gesehen, die hat mich so komisch angeschaut. Außerdem hatte sie kurze Haare. Was will die von mir?
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10. Dezember 2005:
Heute wieder eine Frau gesehen. Es war zwar nicht die gleiche Frau wie gestern, aber eine Frau. Und sie hatte auch einen Pferdeschwanz. Es war aber nicht der gleiche Pferdeschwanz, da es ja eine andere Frau war. Es war auch ein anderer Laden. Morgen treffe ich mich endlich mit meinem Doktor....
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3. Juni 2006:
Seit zwei Wochen bin ich wieder daheim. Mein Arzt sagte mir gestern, ich wäre auf dem Weg der Besserung. Ich fühle mich gut und werde gleich Einkaufen gehen!
Nachtrag: Ich komme grade vom Einkaufen wieder. Ich habe dort 37%igen Alkohol gesehen. Eine Frau mit Pferdeschwanz hat sich von einem Mann küssen lassen - oder bildete ich mir das nur ein? Ich lief ganz schnell zur Kasse und bezahlte. Ich glaube, ich bin wieder von einem Mann berührt worden der ganz dicht hinter mir stand. Ich wollte eben meinen Therapeuten anrufen aber das kann ich erst nächste Woche tun. Muß mir erst eine Telefonkarte kaufen...
Damit verabschiede mich für diese Woche und wünsche euch allen ein paar schöne Pfingsttage.
Eine Kollegin kam direkt von der Kasse zu mir, war sichtlich irritiert und sprach mich ganz besorgt an: An der Kasse war eben eine Kundin, die die ganze Zeit etwas von "Körperverletzung" und "Sie zeigt uns alle an." erzählt hat.
Worum es ging? Keine Ahnung. Wer es war? Klar: SIE mal wieder.
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