Friday, March 26. 2010
Der Coca-Cola-Block: Ein spezielles Regal in "Cola-Rot" und mit Beleuchtung. Das wurde damals von Coca-Cola kostenlos zur Verfügung gestellt und aufgebaut und steht heute noch genau so (nur mit anders eingehängten Fachböden) hier im Markt.
Auch im Kassenbüro gehen die Arbeiten voran. Von außen: Die verspiegelte Scheibe wurde in das Loch zum Markt eingesetzt. So kann man ungestört und ohne gesehen zu werden arbeiten, hat aber die Möglichkeit, halbwegs unauffällig in den Laden zu sehen. Sehr praktisch und hat in den vergangenen Jahren schon so manchen Ladendiebstahl verhindert.
Von innen: Die ersten Regale hängen an den Wänden, die Erstausstattung an Ordnern in allen Farben (und noch gänzlich ohne Inhalt) ist untergebracht und sogar der erste PC ist aufgebaut. Zwar noch nicht vollständig, aber mir war von Anfang an klar, dass ich hier nicht ohne Computer arbeiten möchte. Anfangs primär zum Schilder drucken, etwas später zum Surfen via 28.8er-Modem. DSL? Gab es damals hier noch nicht.
Mit erstaunen entdecke ich gerade auf dem Bild das kleine Dymo-Beschriftungsgerät. Ich hätte schwören können, dass wir das erst viel später angeschafft haben. Wow, dann ist das Gerät mittlerweile schon über 9,5 Jahre alt. Und immer noch regelmäßig im Einsatz.
Während der Renovierung des Ladens haben wir unglaublich viel altes Zeugs entsorgt. Dazu gehörten zum einen diese Draht-Zigarettenträger. In der heutigen Zeit Zigaretten ohne weiteren Schutz zu präsentieren, ist ja zumindest in städtischen Gebieten eine regelrechte Aufforderung zum Diebstahl. Also: Weg damit. Stattdessen habe ich einen Automaten für die Zigaretten bekommen, aus dem die Schachteln auf Knopfdruck einzeln herauskommen. Da wird zwar hin und wieder auch mal eine unbezahlt eingesteckt, aber das sind Ausnahmen.
Dieses windschiefe Regal stand hier im Lager und wurde von den Kaiser's-Leuten ungelogen so wie es ist benutzt. Ich hätte mich nicht getraut, da auch nur ein einziges zerbrechliches oder empfindliches Teil drauf unterzubringen...
Auch im Kassenbüro geht es weiter: Inzwischen sind die Wände gestrichen worden und der Tischler hat mir einen Schreibtisch eingebaut. Schon wieder ein Punkt, an dem ich mich über die Wucherpreise dieses Ladenbauunternehmens aufregen könnte: Für diese rund zwei Meter Arbeitsplatte, die qualitativ mit einer guten Küchenarbeitsplatte mithalten kann, musste ich hinterher deutlich über tausend Mark bezahlen. Jetzt schnell wieder vergessen.
Thursday, March 25. 2010
Es wurde Zeit, das kleine Büro, für viele Jahre der einzige reelle Arbeitsplatz hier im Laden, an dem man zurückgezogen und konzentriert arbeiten konnte, aufzubauen.
Zunächst musste das alte Büromöbel weichen: Ein alter Schrank mit wenig Stauraum, den wir schlicht und einfach aus dem Fenster in die zukünftige Getränkeabteilung geworfen haben. Das Möbelstück war nicht unserer Meinung und zerbrach bei dem Aufprall nicht in seine Einzelteile, aber da halfen später ein paar gezielte Fußtritte weiter. Jetzt müssen erstmal die Maler und Tischler ran und dann gibt es das nächste Foto vom Büro.
Unser Zeitungsregal. Es gab damals ein neuartiges System zur Zeitschriftenplatzierung: Jeweils drei Acrylglasfächer wurden abgestuft hintereinander installiert. Auf diese Weise verdreifachte sich quasi die Präsentationsfläche für Zeitschriften. In diesem nur vier Meter breiten Regal haben wir so zu diesem Zeitpunkt 36 laufende Meter Präsentationsfläche.
Auch an anderer Stelle geht es weiter. Die Artbeiten an der Wurst- und Käse-Bedienungstheke sind in vollem Gange. In diesem Zusammenhang habe ich ein schmiedeeisernes Wurstgehänge (lacht nicht, das heißt wirklich so) bekommen. Ein sehr schönes und stabiles Stück Ladeneinrichtung.
(Anmerkung am Rande: Die Abteilung existiert in der Form nicht mehr, aber das Gehänge habe ich hier immer noch, denn zum wegwerfen ist es zu schade. Sollte jemand Interesse daran haben: Bitte melden. Wird auch nicht teuer.)
Paul hat mir vor längerer Zeit nicht nur etliche leere und volle Dosen und Flaschen, sondern auch ein Foto eines SPAR-Marktes in Dänemark zukommen lassen:
Dieser liegt im kleinen Örtchen Ålbæk in der Nähe von Skagen. Vielen Dank natürlich auch dafür!
Das Dach über unserem Feinkostregal hat hier schon für manchen Blogeintrag gesorgt. Vor allem im Zusammenhang mit der Umbauaktion, bei der es einen halben Meter verschoben werden musste.
Hier sind wir noch ganz am Anfang: Heute wird das Das (zum ersten Mal) montiert; die Einzelteile dafür wurden bereits von der Tischlerei angeliefert und warten nun darauf, über dem zukünftigen Standort des Regals montiert zu werden.
Hier habe ich die Teile für das Foto mal richtig positioniert. Immer ein Dach und ein kleines Teil sollen sich abwechseln.
Dann werde ich mal das Feld für die Handwerker räumen.
Ein paar Stunden später: Das Dach ist aufgebaut. Inzwischen auch schon ein Teil des Stahlregals darunter. Langsam müssen wir uns sputen, denn schon bald wird die erste Warenlieferung kommen.
Wednesday, March 24. 2010
Unsere Weinabteilung sollte mit diesen halbrunden Spiegeln auf ebenso halbrunden Holzplatten dekoriert werden. Irgendwie war mir in der Eröffnungshektik nicht klar, wie teuer diese Dinger sein würden. So eine Platte mit aufgeklebtem Spiegel hat rund 500 D-Mark gekostet.
Hier hängen schon zwei dieser Spiegel an der Wand. Darunter soll mal unser Wein- und Spirituosenregal stehen, aber davon ist noch nicht viel zu sehen.
Ich versichere euch: Ab einem bestimmten Zeitpunkt geht alles rasend schnell. Wenn die Handwerker erstmal alles erledigt haben und die gesäuberten Regale ordentlich an den für sie bestimmten Plätzen stehen, braucht im Grunde nur noch die Ware eingeräumt zu werden. Das hält zwar auch auf, aber von dem Moment an sieht es endlich wie ein Supermarkt aus.
Blick auf die linke Ladenseite: Drei kleine Regalgondeln stehen schon an den richtigen Plätzen. Sie müssen nun nur noch gesäubert und mit Fachböden versehen werden.
Im Hintergrund, links von den beiden Pfeilern, wird schon bald der neu angelieferte Kassentisch stehen.
Hier seht ihr die gerade frisch gelieferten Preiskassetten für meine Getränkeabteilung. Diese werden schon bald an Aluminiumrohren aufgehängt werden, die uns im Laufe der kommenden Jahre noch viel Ärger machen werden. Öhöm.
Die Regale standen bei unserem Vorgänger wahrscheinlich schon seit Jahrzehnten so, wie sie uns überlassen wurde. Zum Streichen und Saubermachen haben wir sie von den Wänden weggezogen und nicht nur so manche Überraschung dahinter gefunden:
Staub und Dreck, Pappe, alte Ware, Preisschilder und vermutlich noch viele mehr ist da aufgetaucht. Das hat unsere Putzwut aber nicht ein Stück bremsen können. Erst mit dem Besen und dann mit der Wischmaschine hinterher und schon glänzten die Stellen wieder.
An dieser Stelle steht heute das "normale" Chipsregal. Von einem Supermarkt mit "Wohlfühlatmosphäre" und Gemütlichkeit sind wir zu diesem Zeitpunkt noch weit entfernt.
Tuesday, March 23. 2010
An dieser Wand stand gestern noch das große, alte Kühlregal. Jetzt ist es eine leere Fläche, die rundherum erstmal von den Malern bearbeitet wird und die es sauberzumachen gilt.
Bei näherer Betrachtung kam ein Gebäudeschaden zum Vorschein, den wir nicht nur zum Spaß mit der Kamera festgehalten haben: Großflächig hatte sich der Putz an der Wand hinter dem Regal regelrecht aufgelöst und lag in großen Haufen in pulverisierter Form auf dem Fußboden.
In der Ecke hinter dem Kühlregal haben wir übrigens noch mehr entdecken können: Dort lag nicht nur haufenweise Kalk, sondern sowohl leere als auch teilweise sogar noch ungeöffnete Verpackungen. Das bemerkenswerteste Stück war eine Packung Corned Beef in Scheiben. Die Wurst war inzwischen schwarz angelaufen, sah aber von der Struktur her noch relativ normal aus. Eigentlich wollte ich sie damals ja noch öffnen, weil ich neugierig war, wonach sie riechen würde – aber leider ist mir jemand zuvorgekommen und hat sie schlicht und einfach entsorgt. Wäre wohl auch keine allzu spannende Erfahrung gewesen.
Nun ist der große Tag gekommen: Das alte Wandkühlregal wird demontiert und abtransportiert. Viel zu sagen gibt es zu diesen Bildern eigentlich nicht.
Hier steht noch ein Teilstück am alten Platz im Laden:
Dieses Stück wurde kurz im Lager abgestellt:
Alle drei Stücke auf dem Anhänger des Kältemonteurs, bereit zum Abtransport und zur Verschrottung:
Monday, March 22. 2010
Der Fußboden im Eingangsbereich nimmt langsam Form an. Hier bereitet der Fliesenleger gerade das Tiefbett für die Platten vor.
Noch mehr Verschönerungen: Die Maler sind dabei, die Decke zu streichen. Dadurch, dass sie den Fußboden und die Regale mit Papier, bzw. Folie abgedeckt haben, blieb immerhin ein Großteil der Einrichtung ohne Farbflecken. Die übergemalten Lichtschalter auf den Toiletten erinnern heute noch an das Pfuschwerk dieser "Landstreicher".
Die alten Einkaufswagen haben wir in einer langwierigen Prozedur mühsam Stück für Stück mit dem Hochdruckreiniger bearbeitet. Danach sahen sie sogar tatsächlich wieder halbwegs ansehnlich aus. Immerhin. Im Hintergrund auf dem Anhänger liegt der Fußbodenbelag aus dem Eingangsbereich und dahinter mein schöner Audi 90 mit Sportfahrwerk und in Dunkelblaumetallic-Lackierung mit Chromteilen. Leider war der Motor von dem Wagen k.o., denn an sich hat das Auto echt Spaß gemacht.
Blogleser Benjamin hat mir ein Foto eines SPAR-Marktes in Okahandja, Namibia zukommen lassen. Dazu schreibt er: Hallo Shopblogger,
ich war jüngst in Namibia, kam am Donnerstag wieder und wollte deinen Blog mit den ersten Namibia-Spar-Bildern bereichern, da lese ich den Eintrag vom Freitag.
Da du bisher keine Außenansicht drin hast, sende ich dir hier ein Bild vom Spar in Okahandja.
Die Sparläden sind echt klasse, wie bereits im Blog-Eintrag vom 7. August 2009 erwähnt, gibt's viele deutsche Produkte, gerne auch ohne Übersetzung. Gut und Günstig Bohneneintopf zum Beispiel.
Das beste sind aber die Bäckereien, die deutsche Backwaren mit deutschen Namen verkaufen, ein Relikt der Kolonialzeit.
Aller beste Grüße Vielen Dank für das Foto.
Auf diesen Bildern ist der alte Schrank zu sehen, der bei unserem Vorgänger in der Gemüseabteilung stand. Ursprünglich wollte ich ihn verschrotten, da ich ihn einfach nur hässlich fand. Aber dann kam uns plötzlich die gar nicht so abwegige und zum Glück rettende Idee: Mit etwas Farbe müsste sich der Schrank doch etwas ansehnlicher gestalten lassen.
Zunächst mit weißer Farbe vorstreichen:
Und schließlich ein paar rote Akzente setzen.
Et voilà.
Der Schrank war in der Gemüseabteilung nur ein gutes halbes Jahr im Einsatz. Dann wurde er ins Lager zur Leergutkasse verbannt und mit dem Aufkommen des Leergutautomaten und dem zeitgleichen Verschwinden der Leergutkasse flog der Schrank endgültig in den Schrott.
Saturday, March 20. 2010
Etliche der Bodenkacheln hier im Laden waren in einem sehr schlechten Zustand. Sehr viele haben wir noch relativ weit am Anfang der Umbauarbeiten austauschen lassen – und ich frage mich gerade, warum ich das damals bezahlt habe. Wäre das nicht Sache des Vermieters gewesen? Naja...
Am schlimmsten betroffen war der Eingangsbereich des Marktes. Im Laufe der Jahre wurden offenbar viele Kundenabsperrungen etc. installiert und der Boden glich einem Sieb von den vielen Bohrlöchern. Da es sich hier nicht gelohnt hätte, die vielen einzelnen Platten auszutauschen, wurde der gesamte Eingangsbereich neu verfliest. Dazu musste natürlich der alte Fußboden erstmal weg. Dazu wurden zunächst die Fugen mit einer Säge getrennt...
...bevor schließlich mit etwas gröberem Werkzeug der Rest erledigt wurde:
Da wo jetzt unser Coca-Cola-Regal steht, klaffte bei unserem Einzug ein riesiger Riss in der Wand. Nicht nur das: Ein Teil der Mauer war regelrecht herausgebrochen und hatte sich um rund einen Zentimeter in den Raum hinein bewegt. Als Eigentümer des Gebäudes hätte ich bei dem Anblick eine mittelschwere Krise bekommen. Bekam aber keiner, ich bin hier nur Mieter...
...und so kaschierten die Maler den Riss einfach nur mit Gewebeband und viel Spachtelmasse:
Plastikmüll: Auf etlichen Regalböden klebten Kunststoffeinsätze, auf denen einst Maggi- oder Knorr-Tütchen platziert waren. Die Einsätze waren schmutzig, abgenutzt und teilweise beschädigt und so entfernten wir sie komplett. Leider hatte sich im Laufe der Zeit das Klebeband, mit denen die Teile auf den Regalböden befestigt waren, aufgelöst und so hatten wir hinterher zwar etliche Regalböden ohne anhaftende Kunststoffeinsätze – aber dafür mit anhaftenden Klebstoffschichten. Vom Regen in die Traufe...
Friday, March 19. 2010
Hier der erste Blick in unser Büro. Frisch eingerichtet und noch ganz ordentlich aufgeräumt.
Der Laden hat noch nicht gar nicht geöffnet und schon sammeln sich die verschiedensten Papiere an. Hier noch in Ablagefächer in einem alten Regal, aber das sollte sich schon bald ändern...
...denn die ersten gekauften Ordner warten schon auf ihren Einsatz. Zuerst war ich entsetzt. Wie? Einen ganzen Karton mit Ordnern? Was soll denn da alles rein? Sie wurden im Laufe der folgenden Monate noch voll, ehrlich.
|